Naturidyll Trubachtal

 

 

    Trubach Koordinaten

 

 

Die Trubach ist ein ganzjährig wasserführender kleiner Fluss, dessen Namen sich von dem Althochdeutschen "truobi" herleitet, was so viel wie trüb bedeutet. Die trübe Ache also. Nach stärkeren Regenfällen werden aus den zahllosen kleinen Quellen nämlich helle Schwebstoffe in den Bachlauf eingespült oder entsprechendes Sediment aus dem Grund aufgewirbelt, was eine rasche Trübung des ansonsten klaren Baches zur Folge hat. Nach 20 Kilometern mit einem Gefälle von etwa 150 Metern mündet die Trubach bei Pretzfeld in die Wiesent. 

Früher lag der Quellaustritt oberhalb der Kirche von Obertrubach, im sogenannten Heidegründlein. Heute befindet sich die gefasste und recht unscheinbare Karstquelle hingegen am südwestlichen Rand des Ortes direkt neben der Trubachtalstraße. Durch zahlreiche kleinere Quellzuflüsse nimmt die Wassermenge der Trubach aber rasch zu, so dass sie zusammen mit ihren Nebenbächen ehemals 26 Mühlen antrieb. Die dienten unter anderem zur Verarbeitung von Getreide und Ölfrüchten, zum Schlagen von Metallen, Sägen von Holz, Papiermahlen und zur Energiegewinnung. 

Damit war das Tal der Trubachtal das mühlenreichste der Fränkischen Schweiz und auch heute noch tragen einige der erhaltenen Mühlen zu seinem besonderen Charme bei. Die ersten vier Mühlen stehen zwischen Hammerbühl und Obertrubach. Es sind dies die Schlöttermühle, die Hackermühle, die Ziegelmühle und die Reichelsmühle. In Egloffstein wurden in einem kleinen privaten Mühlenmuseum in der Talstraße 10, das allerdings nur auf Anfrage besichtigt werden kann, viele Hinterlassenschaften, Informationen und Anekdoten zum Müllerhandwerk in der Region zusammengetragen.

Das Trubachtal hat mit seinem weitgehend naturbelassenen, wunderschönen Flüsschen, das von einer grandiosen Felslandschaft mit zahlreichen Höhlen umgeben ist, nicht nur Naturfreunden viel zu bieten, sondern es ist auch darüber hinaus reich an Sehenswertem: Allein rund 22 Adelssitze sind im Trubachtal nachweisbar, von denen Burgen und Ruinen zeugen, kleine Fachwerkdörfer, Kapellen und Kirchen prägen das Landschaftsbild. Zudem ist die Gegend bei Kletterern bekannt für ihre zwar nicht langen, aber anspruchsvollen Routen.

Auch die Nebentäler haben viel zu bieten, etwa die starke Thosmühlequelle bei Wolkenstein, die einem Quelltopf auf privatem Gelände entspringt, wo man als Besucher aber nicht immer willkommen ist… Oder das Tal des Großenoher Bachs mit seiner kleinen Karstquelle und den pittoresken drei Zinnen. 

Es gibt einen 19 Kilometer langen Wanderweg entlang der Trubach mit einem Flyer zur Route und Sehenswürdigkeiten. Wer mit dem Rad unterwegs ist, sollte das nutzen, um sich auch einige der Nebentäler mit anzusehen. Wie auch immer man unterwegs ist: im Trubachtal findet man ein wenig überlaufenes, überaus schönes und charakteristisches Stück Fränkische Schweiz. Allein dem pittoresken Ort Egloffstein mit seinen Felsenkellern und Brunnen kann man einen ganzen Tag widmen.