
Quellen im Schambachtal
Arnsberger Schambach 
Der Name Schambach ist ein relativ häufiger Gewässername, der abgewandelt auch als "Schanbach" oder "Schaumbach" vorkommt, was den Namen erklärt. Der Altmühl fließen gleich drei Bäche namens "Schambach" zu: der Treuchtlinger Schambach, der Schambach bei Arnsberg und schließlich mit 16 Kilometern der längste, die Riedenburger Schambach. Alle drei zeichnen sich durch ihr zumeist klares Wasser und einen in längeren Abschnitten naturbelassenen Lauf aus. Dadurch schaffen und durchfließen sie Feuchtgebiete, etwa das "Schambacher Ried" bei Treuchtlingen.
Auch der nur etwa fünf Kilometer lange Arnsberger Schambach mäandert zwischen felsdurchsetzten Flanken mit geringem Gefälle durch ein reizvolles Tal. Gemessen an seiner Länge ist sein Einzugsgebiet mit über 40 Quadratkilometern recht groß. Wegen seines teils sumpfigen Charakters wurde das Tal von jeher landwirtschaftlich wenig genutzt. Trotzdem muss es uraltes Siedlungsland sein, wie Funde in einer der Karsthöhlen belegen. Seinen Lauf beginnt der Schambach am Talabschluss (48.893647, 11.369943) auf 390 Meter Höhe. Im weiteren Verlauf wird er von zahlreichen weiteren Quellen gespeist, deren stärkste gut sichtbar neben der Straße (48.896637, 11.369262) in Richtung Böhmfeld liegt. Auf deren Grund kann man bei ausreichend hohem Druck des Grundwassers kleine "Sandvulkane" beobachten, an denen die Sedimente und der Sand im flachen Quelltopf beständig tänzeln.
Durch diese Zuflüsse entwickelt sich der Schambach zu einem kräftigen Fließgewässer, das früher mehrere Mühlen antrieb, unter anderem die Böllermühle, die Förstermühle, die Petermühle, die Lohmühle und die Rothmühle. Auch eine Heilige Quelle leitet ihr Wasser dem Bach zu: das etwas abseits in den Wiesen gelegene Gnadenbrünnlein der Heiligen Helena entspringt in einer Kapelle. In der rund 600 Meter entfernten hübschen Wallfahrtskirche Heilig Kreuz erfährt man, dass es der Heiligen Helena gewidmet ist, die der Legende nach das Kreuz Christi gefunden hat.
Und auch der Biber ist in das Treuchtlinger und Arnsberger Schambachtal zurückgekehrt. In letzterem ist er bereits seit den 1980er-Jahren aktiv und hat durch seine Arbeit die Vielfalt der Arten in den Feuchtwiesen deutlich erhöht. Wenn man ihn auch kaum je persönlich zu sehen bekommt, so sind immerhin seine Bauten von einer Biberplattform (48.899556, 11.369583) aus zu sehen, zu der von der Straße aus ein kurzer Pfad führt.
Das sehr idyllische Tal mit der wenig befahrenen Schambacher Straße entlang des Bachs eignet sich gut für eine Radtour. Einige der Quellen sind auf den Feuchtwiesen allerdings nur weglos zu erreichen. Die Radtour lässt sich an der Altmühl fortsetzen, die in diesem Flussabschnitt zahlreiche Quellen aufgeschlossen hat, die sich wie an einer Perlenkette aneinanderreihen.
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