Unterhallb des Langen Köchel

 

 

    Langer Köchel Koordinaten

 

 

Beim Langen Köchel handelt es sich um einen eiszeitlichen Rundhöcker am Westrand des Murnauer Moores. Insgesamt fünf solcher Köchel gibt es in der Umgebung.

Bis zum Jahr 2000 hat das Hartsteinwerk Werdenfels hier einen Steinbruch betrieben, in dem Glaukoquarzit abgebaut wurde. Nachdem das umliegende Murnauer Moos bereits 1980 zum Naturschutzgebiet erklärt worden war und 1994 jede Erschließung neuer Abbaufelder gerichtlich scheiterte, wurde die Produktion im Jahr 2000 eingestellt. Mittlerweile wurde der Steinbruch am langen Köchel als wertvolles Biotop eingestuft.

Das Tagebaurestloch war nach wenigen Jahren vollständig mit Wasser geflutet. Der nunmehr als Langer-Köchel-See bezeichnete Himmelsteich besitzt keine oberflächigen Zu- oder Abläufe und bezieht sein Wasser aus Grundwassereinsickerungen und Niederschlägen. Seine Färbung ist außerordentlich intensiv, variiert aber je nach Lichteinstrahlung und Jahreszeit erheblich.

Der Zugang zum See ist nur im Süden möglich. Auf den Kögel selbst führt kein regulärer Weg, der einen ungestörten Blick von oben auf den See zuließe. Allerdings ist der Ort durch Wasser, Fels und umgebende Natur auch dann eindruckend, wenn man auf dem gangbaren Wegen bleibt.

Der Lange-Köchel-See lässt sich durch eine sehr schöne Wanderung verbinden mit einem Blick auf den Krebsbach, den südlich davon gelegenen Krebssee und das Moosauge. An allen lassen sich Grundwasseraustritte in Form von kleineren Aussickerungen, teils aber auch großen Quelltöpfen beobachten.

Bei Mooren handelt es sich um ganz besonders empfindliche Naturräume. Auch wenn die Neugier drängt - Pflanzenrasen abseits der Wege sollten deshalb nicht betreten werden.