Quelltopf an der Schmiech

 

 

     Entlang der Schmiech Koordinaten

 

 

In einem Weiler oberhalb von Schelklingen-Gundershofen entspringt aus einer Felsspalte in karstigem Gestein die Schmiechquelle in einer Höhe von 623 m ü. NHN. Sie ist mit einer durchschnittlichen Schüttung von 280 l/s (min. 60 l/s, max. 900 l/s) ergiebig und bildet keinen Quellsee.

Das Wasser läuft in einem flachen kiesigen Bachbrett rasch und mit stetigem Gefälle nach Osten, bis der Fluss Schmiech nach 25 km und 134 m Gefälle bei Ehingen in die Donau mündet.

Bis vor 150.000 Jahren floss im heutigen Schmiech-, Ach- und Blautal (Ehingen - Blaubeuren - Ulm) die Ur-Donau. Während der Riß-Eiszeit hat die Donau weiter südlich ein neues Flussbett geschaffen, entsprechend ihrem heutigen Verlauf.

Das enge und hübsche Tal zwischen der Ortschaft Schmiech und der Schmiechquelle eignet sich gut, um auf wenig befahrener Straße mit dem Rad am Fluss entlang zu fahren. In Talsteußlingen erinnert ein großes Wasserrad der Getreidemühle Altsteußlingen aus dem Jahr 191 an die Mühlentradition entlang der Schmiech. In Teuringshofen kann ein altes Pumpwerk aus dem Jahr 1870 besichtigt werden.

Einen Blick sollte man unbedingt auch dem wunderbar gefärbten Teich bei der Wasserversorgung direkt neben der Schmiech widmen. Das Areal ist zwar durch eine Umzäunung geschützt, von der Straße her aber gut einsehbar.

Die Strecke lässt sich um ein paar lohnende Kilometer zum stark verlandeten Schmiechener See verlängern, der mit seinen bis zu 50 ha als Natur- und Vogelschutzgebiet ausgewiesen ist. Er hat mit dem Siegenbach einen Zufluss, jedoch keinen Abfluss. Fast 200 Vogelarten wurden hier gezählt.

Zur Zeit der Krötenwanderung von der Schmiech zum Schmiechener See ist in diesem Straßenabschnitt besondere Vorsicht geboten. Bei den Renaturierungsmaßnahmen wurden mehrere Krötenunterführungen und -zäune gebaut, wodurch sich die Situation zwischenzeitlich etwas entschärft hat.

Wer eine größere Tour plant kann die Route auch bis nach Weiler westlich von Blaubeuren fortsetzen und sich dabei die herrlichen Quelltöpfe der Ach und in Urspring ansehen.

Wophnmobile sind auf dem Parkplatz am Hohlen Felsen bei Schleklingen direkt neben der Ach gut unterzubringen. In der Höhle wurde unter anderem eine kleine Venusfigur gefunden die nach derzeitigem Stand zu den ältesten der Menschheitsgeschichte zählt. Allerdings hat man nur selten das Glück, diese Grabungshöhle zugänglich zu finden.