Wasseraustritt Mühlbachquelle Dietfurt

 

 

  Mühlbachquelle Dietfurt Koordinaten

 

 

Die Mühlbachquelle (auch Große Mühlbachquelle) ist eine Karstquelle im gleichnamigen Ortsteil von Dietfurt. Sie ist Bestandteil des Naturparks Altmühltal und der Fränkischen Alb, allerdings in Privatbesitz und umzäunt.

Der wunderschöne Quellteich mit gesunden Wasserpflanzen und türkis schimmerndem Wasser liegt auf 370 m ü. NHN am Fuß der felsigen Höhen, die das Altmühltal hier begrenzen und schüttet durchschnittlich etwa 300 l/s Wasser aus der Mühlbachquellhöhle. Damit ist sie eine der stärksten Karstquellen der Altmühlalb. Das zutage tretende Wasser hat ganzjährig eine Temperatur von 8 °C. Es wird von einem Wehr etwa zwei Meter hoch zu einem unter Denkmalschutz stehenden Quellteich gestaut und treibt bis heute das Wasserrad der so genannten Obermühle an. Fälschlicherweise wird die Quelle oft als Quelltopf bezeichnet, was aber nicht stimmt, denn sie entspringt im Hangschutt.

Markierungsversuche zeigten den Zusammenhang mit einem Dolinenfeld östlich von Eutenhofen im trockenen sogenannten Thanngründltal, das rund 4 km nordöstlich der Quelle etwa 100 m höher auf der Hochebene liegt. Etwas weiter südlich liegt in etwa gleicher Höhe und ebenfalls am östlichen Ortsrand eine weitere Quelle (49.021618, 11.618677), deren Abfluss sich westlich der Ortskirche mit dem Bach der beschriebenen Großen Mühlbachquelle vereint, der kurz später in die Altmühl mündet.

Die Entdeckung der Mühlbachquellhöhle war aus geologischer Sicht eine echte Sensation. Im Januar 2001 wurden nach mehreren Vorstößen eine erfolgreiche Expedition ins Unbekannte unternommen. Die Forscher entdeckten ein karsttypisches, umfangreiches Wasserlabyrinth - die einzige Höhle auf der Frankenalb, in der man einen unterirdischen Bachlauf über längere Strecken verfolgen kann und das vergleichbar nur an sehr wenigen Stellen, beispielsweise am Blautopf in Blaubeuren so weitgehend erschlossen ist. Sie fanden außerdem einen 300 m langen See und einen großen Wasserfall im Donnerdom. Doch ist die Erforschung der Mühlbachquellhöhle noch längst nicht abgeschlossen.

Die Höhle ist nur für Forschungszwecke zugänglich, u.a. auch, weil die Exkursionen ins Höhleninnere nicht ungefährlich sind. Für Interessierte bietet die Karstgruppe Mühlbach Vorträge und Filmvorführungen in unregelmäßigen Abständen an. Allerdings gibt es einen instruktiven höhlenkundlichen Weg, der in weiten Teilen über dem Höhlensystem entlangführt und in Infotafeln auf diesen Bezug nimmt.

An der Quelle selbst gibt es im historischen Mühlgebäude eine recht instruktive Ausstellung "Stein-Wasser-Höhle" zu sehen. Wenn man Glück hat, erhascht man auch einen Blick auf die wunderschöne Quelle.

In Dietfurt gibt es in der Hauptstraße 51 ein Mühlenmuseum, das als spannendes Thema die erste Stromversorgung des Ortes mit Hilfe einer Mühle hat. Öffnungszeiten finden sich in der Hotmail Dietfurter Wasserwege.

Wer genügend Zeit mitbringt, kann mit einer sehr schönen Radtour die benachbarte Petrusquelle in Deising besuchen und das wunderschöne Tal der Unterbürger Laber mit der Premerzhofener Quelle und denen in Unterbürg.