Schlüssellochhöhle

 

 

   Aschauer Höhlenweg Koordinaten

 

 

Es ist vielen Wanderern unbekannt, dass das Gebiet zwischen Hochries, Hofalm, Laubenstein und Zellerhorn so ziemlich alles zu bieten hat, was eine Karstlandschaft ausmacht. Der fossilienreiche Crinoidenkalk der Gegend verkarstet leicht. Dadurch entstand eine spannende Landschaft, die zudem geologisch äußerst interessant ist. Es gibt zahlreiche Höhlen, Ponore, Dolinen und an der Laubensteinalm auch eine Quelle, die allerdings vollständig mit einer Brunnenstube umgeben ist. Das Zellerhorn legt sich dabei wie ein schmaler, felsiger Kamm bogenförmig um die Ost- und Südseite des Laubensteins. Auf dem flachen Gipfelplateau des Laubensteins ist dieses Juragestein leicht zugänglich und gilt als bedeutendes Geotop. Nach Osten hin fällt der Laubenstein in einer schroffen Felswand tief ab.  


Besonders eindrucksvoll ist der große Einsturz­trichter des Grubalmkessels, besser bekannt unter dem Namen Eiskeller. In der Mulde sammelt sich im Sommer kalte Luft, was zu einer hochalpinen, baumlosen Flora führt. Das Wasser läuft aus dem Grubalmkessel unterirdisch über einen Ponor ab. Mehrere Hundert Höhenmeter tiefer kommt es im Priental bei der Hammerbach­quelle (verlinken mit Prientalweg) wieder zum Vorschein.


Oberhalb des Eiskellers befinden sich die große und kleine Spielberghöhle, zu denen ein schmaler aber gut zu gehender Steig abgeht.

Besonders schön ist die formende Kraft des Wassers an den Wänden der kleinen Schlüssellochhöhle zu bewundern - umso erstaunlicher, als sie ihren Eingang ganz oben auf einem Kamm hat. Das verdeutlicht die starken Formungskräfte, denen Gebirge im Lauf der Zeit unterworfen sind. Man kann in diese Höhle relativ bequem ein paar Schritte hineinwagen, da sie ein Stück weit gut zu begehen ist. Der Eingang zur westlich benachbarten großen Spielberghöhle liegt in einem Felseinbruch, ist aber ebenfalls ohne technische Hilfsmittel zu erreichen.

Etwa 250 m davon entfernt liegt die bekannte, gut zugängliche Schlüssellochhöhle. Der Schlüssel­loch­gang liegt gleich hinter dem Eingang. Diese Gangform ist typisch für Karsthöhlen. Sie entsteht, wenn der Wasserdruck in einem zunächst kreisrunden Gang nachlässt. Die Erosionskraft des Höhlenbachs wirkt dann nur mehr nach unten, statt wie zuvor gleichmäßig nach allen Seiten. Wer ein Stück in die Höhle hineinkriechen möchte, sollte an den Helm und die Taschenlampe denken.

Interessant ist auch der Ponor bei der Laubensteinalm. Höhlen und Ponore sind hier oben zum Schutz des Weideviehs mit Zäunen umgeben aber gut zu sehen.

Wer den bequemsten Weg auf den Laubenstein von der Hochriesseilbahn aus hinabgeht, kommt auch an auffallend vielen drehwüchsigen Bäumen und mehrgipfeligen "Zwieseln" vorbei, die in verkarsteten Gegenden und auf den Geröllfeldern ehemaliger Bergstürze häufig zu finden sind. Und überall finden sich markant erodierte Brocken von Kalkgestein.

 

Übersichtskarte