Enzyklopädie, Glossar und Informationen zu Wasserquellen

Haftwasser

Als Haftwasser wird im Boden entgegen der Schwerkraft gehaltenes Wasser, welches in Poren kleiner 10μm durch die Oberflächenspannung des Wassers haften bleibt.

Hangquelle

Eine Hangquelle oder auch Schichtquelle entsteht zumeist an Berghängen, wenn Grundwasser in einer wasserdurchlässigen Schicht (z. B. Sand) über einer relativ wasserundurchlässigen Schicht (z.B. im Jura an der Schichtengrenze zwischen Kalkstein und Mergel) liegt und beide einseitig geneigt sind. Das Wasser tritt dann am tiefsten Punkt der wasserdurchlässigen Schicht aus, wo sie an einem Hang angeschnitten ist. Streichen die Schichten in breiter Front aus, entsteht ein Quellsaum.

 

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schichtquelle

 

Hartes Wasser

Wasser, in dem relativ große Mengen von Mineralien, vorwiegend Kalzium- und Magnesiumsalze, gelöst sind.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0575DE.HTM

Hauptquelle

Wird zumeist verwendet für die erste oder stärkste Quelle eines größeren Fließgewässers, das im Bereich seines Ursprungs häufig auch von ein oder mehreren Nebenquellen gespeist wird.

Heilbad

Heilige Quellen Quellen galten den Kelten und vermutlich schon früheren Kulturen als heilige Orte und Kultstätten. Als wichtige Trinkwasserlieferanten bildeten sie zudem Kernpunkte menschlicher Siedlungstätigkeit. Ihrem Wasser wird oftmals eine reinigende oder heilende Wirkung zugeschrieben. Die vorchristliche Verehrung von Quellorten wurde vielfach vom Christentum übernommen und fortgeführt, weshalb an Quellen häufig Kirchen, Kapellen, Marienstatuen oder Heiligenbilder zu finden sind, insbesondere dort, wo das Wasser als besonders "wundertätig" und heilig angesehen wird, wie etwa das des Wallfahrtsortes Lourds. Vgl. Wunderquelle

Auch zahlreiche Sagen und Legenden zeugen von der besonderen Bedeutung von Quellen in früheren Zeiten. Aus dieser Sicht besitzen entsprechende Quellen auch kulturhistorische Bedeutung.

Heilquelle

Quelle mit Heilwasser, das zu Trink- oder Badezwecken genutzt werden kann. Für eine offizielle Zulassung sind genau definierte Kriterien zu erfüllen, zu denen neben chemischen und mikrobiologischen Parametern auch eine gleichbleibende bzw. nur wenig variierende Wasserqualität zählt.

Häufig wird der Begriff weitergehend auch genutzt für Quellen, die in der Tradition des Volksglaubens eine heilende Wirkung besitzen und ohne eine behördliche Zulassung von Teilen der Bevölkerung als "heilige Quellen" (gleicher Wortstamm wie "heilend") verehrt und genutzt werden.

Heilwasser

Mineralwasser mit vorbeugenden, lindernden oder heilenden Eigenschaften aufgrund seiner natürlichen Zusammensetzung an Mineralstoffen. Es unterliegt dem Arzneimittelgesetz und Bedarf der Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

 

https://www.mineralienrechner.de/wasserlexikon/heilwasser/

Heilwasser

Mineralwasser mit vorbeugenden, lindernden oder heilenden Eigenschaften aufgrund seiner natürlichen Zusammensetzung an Mineralstoffen. Es unterliegt dem Arzneimittelgesetz und Bedarf der Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

 

https://www.mineralienrechner.de/wasserlexikon/heilwasser

Heiße Quelle

Quellen, dessen Wasser aus Tiefen kommt, in denen hohe Temperaturen herrschen. Die Temperatur des Quellwassers liegt deshalb ständig mehr oder weniger weit über dem Jahresdurchschnitt der Lufttemperatur des Einzugsgebietes. Thermalquellen finden sich vor allem in tektonischen Bruchzonen und in Gebieten tätiger oder erloschener Vulkane.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Heißwasseraquifer

Ein Heißwasseraquifer ist eine geothermische Lagerstätte in der die Flüssigkeit auf Grund der hohen Temperatur und des hohen Drucks als heißes Wasser vorliegt.

Helokrene

Auch Sickerquelle, Sumpfquelle, ist durch flächig austretendes Grundwasser gekennzeichnet, das sich in einem Quellsumpf aus kleinsten Quellrinnsalen sammelt. Ein solches Quellgebiet kann sich, je nach klimatischer und geologischer Situation, über Quadratkilometer erstrecken. Im Flachland haben Helokrene, abgesehen von einigen aufsteigenden Quellen, meist eine geringe Schüttung.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Quelle#Einteilung_nach_Strukturmerkmalen_im_Quelleinzugsgebiet

 

Himmelsteich

Ein Himmelsteich oder Himmelsweiher ist ein Stillgewässer, das durch keinen oberflächigen Zustrom gespeist wird und Wasser ausschließlich aus Niederschlägen bezieht, also vom Himmel befüllt wird, sowie durch Grundwasser.

Himmelsteiche entstehen zumeist durch den Abbau von Bodenschätzen, beispielsweise bei Sprengungen, in oberflächigen Steinbrüchen, aufgelassenen Sandgruben oder beim Torfstich. Vereinzelt sind sie auch eiszeitliche Überbleibsel zwischen Endmoränen oder Einschlagskrater von Meteoriten.

In ungestörten Himmelsteichen entwickelt sich in dem meist sauerstoffarmen Wasser oft rasch eine artenreiche Fauna und Flora, die an eine anaerobe Lebensweise angepasst ist.

Kraterseen können den Himmelsteichen hydrologisch zwar gleichen, sind aber natürlicher Entstehung, beispielsweise durch Vulkanismus, Meteoriteneinschläge oder den Einsturz von Dolinen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelsteich

https://de.linkfang.org/wiki/Himmelsweiher

 

Hochwasser

Hochwasser wird jener Zustand von Gewässern genannt, bei dem der Wasserstand deutlich über dem normalen, durchschnittlichen Pegelstand liegt. Hochwässer sind Naturereignisse und als solches Teil des Wasserkreislaufes. Ihre Ursachen sind vielfältig. Sie entstehen, wenn das natürliche oder durch den Menschen veränderte Abflusssystem die Wassermengen nicht mehr bewältigen kann. Neben der zeitlichen und räumlichen Verteilung der Niederschläge beeinflussen auch die Bodenbeschaffenheit, der Bewuchs, die Geländeneigung, die Größe des Einzugsgebietes sowie das Wasserrückhaltevermögen der Gewässer und ihrer Auen das Ausmaß eines Hochwassers.

In Flüssen und kleineren Fließgewässern spricht man von Hochwasser, wenn der Wasserstand für längere Zeit (mehrere Tage) das Normalmaß deutlich übersteigt. Sie haben meist – je nach Art des Einzugsgebietes – eine jahreszeitliche Häufung, etwa bei der Schneeschmelze oder nach sommerlichen Starkregen.

Zu unterscheiden ist zwischen Meeren und Fließgewässern: In Meeren und Gewässern mit merklichen Gezeiten (Tiden) bezeichnet Hochwasser den periodischen Eintritt des höchsten Wasserstands nach Eintreten der Flut und vor dem Übergang zur Ebbe. Hoch- und Niedrigwasser wechseln sich durchschnittlich alle 6–6½ Stunden ab, verursacht durch die Gravitation von Mond und Sonne. Besonders hohe Tiden bei Voll- und Neumond heißen Springhochwasser oder Springflut; sie können bisweilen durch Gezeitenwellen oder Wind (Driftstrom) zu einer Sturmflut verstärkt werden und eine Flachküste meilenweit überschwemmen.

 

https://www.wasseraktiv.at/wasser-lexikon/117,hochwasser.html

https://www.potsdam.de/content/hochwasser

https://www.biologie-seite.de/Biologie/Hochwasser

 

Holokarst

Als Holokarst werden der voll entwickelte Karst tropischer, subtropischer und Teile der in den gemäßigten Breiten liegenden Karstgebiete bezeichnet. Das karsthydrologische System ist im Holokarst voll entwickelt und alle Karstformen, insbesondere die großen Einebnungsflächen der Poljen, sowie in den Tropen die Vollformen der Karstkegel treten gehäuft auf.

Für den Holokarst der Subtropen ist zudem die Interferenz zu den pleistozänen Prozessen von Bedeutung. Durch eiszeitliche Abkühlung und vermehrte glaziale, fluvioglaziale und periglaziale Prozesse wurden insbesondere Karsthochgebirge sowie an deren Gebirgsfuß liegende Poljen durch die Dynamik von Gletschern umgestaltet. Dies trifft insbesondere für alle Karstgebirge des Mediterrans zu.

Zum Holokarst zählen die Karstlandschaften des Dinarischen Karstes, Kegelkarstes und Turmkarstes.

 

https://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/752193/Karstplateau

https://de.wikipedia.org/wiki/Karst

 

Homothermie

Zustand, bei dem sich die Temperatur eines Wasserkörpers nicht mit der Wassertiefe ändert.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0589DE.HTM

Hüle Synonyme: Hülbe

Bei Hülen oder Hüllweihern handelt es sich meist um künstlich angelegte Kleinstgewässer. Der Begriff entstammt den wasserarmen Hochflächen der schwäbischen Alb und des Frankenjuras. Zumeist befinden sich Hülen innerhalb gescchlossener Ortschaften, auf Feldern oder im Wald. Sie wurden auf natürlichen Vernässungsstellen angelegt und durch Regenwasser gespeist. Zur Beschleunigung der Füllung wurden nicht selten künstliche Gräben zur Wasserzuführung angelegt. Mit fortschreitendem Ausbau des Wasserleitungsnetzes haben die Hülen an Bedeutung verloren und stellen Heute nur noch ein kulturgeschichtliches Relikt dar.

 

Hüle – Wikipedia

 

 

Hungerbrunnen

Quellen, die nur in nassen Jahren schütten, werden häufig Hungerbrunnen genannt, was daran liegt, dass der Volksmund einen Zusammenhang zwischen dem Schütten der Quelle und einem schlechten Ertrag in einem verregneten Jahr sieht. Es handelt sich dabei jedoch eher um einen kulturell bedingten Aberglauben. Wissenschaftliche Untersuchungen an verschiedenen Hungerbrunnen konnten einen derartigen Zusammenhang nicht nachweisen.

 

https://www.wikizero.com/de/Karstquelle

 

Hydraulischer Widder

Wassergetriebene, intermittierend arbeitende Pumpe - auch als Stoßheber, Staudruck-Wasserheber oder Wasserwidder bezeichnet.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulischer_Widder

Hydroabrasion

Unter der Hydroabrasion versteht man den Verschleiß einer Oberfläche, der durch die Strömung einer feststoffhaltigen Flüssigkeit verursacht wurde. Dieser Prozess spielt bei der marinen Erosion und der limnischen Erosion eine maßgebende Rolle.

Hydrobiologie

Hydrobiologie ist die Wissenschaft vom Leben im Süßwasser. Vereinzelt beschäftigt sich die Hydrobiologie auch mit Meeresorganismen (maritime Organismen). Der Übergang zwischen Hydrobiologie und Meeresbiologie ist fließend. Zunehmend wird statt des Begriffs Hydrobiologie heute der Begriff Limnologie verwendet.

Hydrodynamik

Die Hydrodynamik ist ein Teilgebiet der Strömungslehre. Es thematisiert das Bewegungsgesetz des Wassers und die dabei wirkenden Kräfte.

Hydrogeologie

Hydrogeologie ist die Wissenschaft vom Wasser in der Erdkruste und den oberirdischen Einflüssen, die damit in Wechselwirkungen stehen. Sie ist eine angewandte Disziplin der geologischen Wissenschaften. Forschungsgegenstände sind das Grundwasser und alle Faktoren, die Einfluss auf das Grundwasser haben. Die Hydrologie als angrenzender Forschungsbereich befasst sich mit dem oberirdischen Wasser.

 

https://www.berlin.de/umwelt/themen/wasser/artikel.156107.php

 

Hydrographie

Der Begriff Hydrographie entstand bereits Mitte des 16. Jahrhunderts in England (von gr. Hydro = Wasser, Grafie = Schreiben). Die Hydrographie (Gewässerkunde) ist ein Teil der Geografie sowie der Geophysik und laut UNESCO „die Wissenschaft und Praxis der Messung und Darstellung der Parameter, die notwendig sind, um die Beschaffenheit und Gestalt des Bodens der Gewässer, ihre Beziehung zum festen Land und den Zustand und die Dynamik der Gewässer zu beschreiben“. Die ÖNORM-Definition lautet: „Jener Teil der Hydrologie der sich mit der quantitativen Erfassung und Beschreibung des Wasserkreislaufes auf, unter und über der Erdoberfläche und mit der Behandlung der damit zusammenhängenden Fragen beschäftigt“. Diese in der Schweiz und in Österreich gebräuchliche Beschreibung wird in Deutschland eher dem Begriff Hydrologie zugeordnet und weicht auch von der Bedeutung des englischen Wortes „Hydrography“ ab.

Es handelt sich um eine Wissenschaft, die sich mit den gesamten Gewässern befasst, diese beschreibt und in Karten darstellt. Im englischen Sprachgebrauch ist ein bedeutender Bereich der Hydrographie die Herstellung und die Fortführung von Seekarten zu Navigationszwecken. Die Hydrographie behandelt auch die Lehre von der Geschiebebewegung und Geröllverfrachtung in Flüssen und an Küsten. Umweltüberwachung mit Probennahme und Analyse des Wassers sowie die Beschreibung des Gewässerzustandes sind heutzutage ein nicht unwesentlicher Teil der Hydrographie.

 

http://www.wasserwerk.at/home/alles-ueber-wasser/glossar/H

https://www.wasseraktiv.at/wasser-lexikon/135,hydrographie.html

 

Hydrologie

Unter Hydrologie versteht man die Lehre vom Wasser auf, in und über der Erdoberfläche (Hydrosphäre), d. h. von Vorkommen, Erscheinungsformen, Haushalt, von dem vom Wasser transportierten Material und seinen Lebewesen (Hydrobiologie) sowie von seinen Eigenschaften (Hydrochemie).

Mit dem Wasser auf der festen Erdoberfläche befasst sich die Teilwissenschaft Gewässerkunde (Hydrographie), mit dem Wasser unter (in) der Erde (Grundwasser und Quellen) die Hydrogeologie; den Haushalt des Bodenwassers betrachtet die Geohydrologie; das Wasser der Atmosphäre behandelt die Hydrometeorologie. Teilgebiete der Hydrologie sind auch Limnologie (Binnengewässerkunde), Gletscherkunde und Ozeanographie.

 

https://www.wissen.de/lexikon/hydrologie

 

hydrologische Trockenperiode

Periode ungewöhnlich trockenen Wetters, die lange genug andauert, so daß es zu Wassermangel kommt, der sich in den Wasserständen in Flüssen und Seen unterhalb der Normalhöhe und/oder im Rückgang der Bodenfeuchtigkeit sowie in einer Absenkung der Grundwasserstände bemerkbar macht.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0612DE.HTM

Hydrolyse

Die Hydrolyse beschreibt einen Prozess der chemischen Verwitterung von Silikaten. In ihm werden chemische Verbindungen des Silikatgesteins durch eine Reaktion mit Wasser gespalten.

Hydronym

Ein Hydronym ist der Name eines Gewässers, z.B. eines Flusses, eines Sees oder einer Quelle. Die Hydronymie beschäftigt sich mit dessen Herkunft, Bedeutung, Geschichte und regionalen Verbreitung. Außerdem erstellt sie entsprechende Systematiken.

Hydrophyten

 (Aus altgriechisch hýdōr für Wasser und phytón für Pflanze), wird synonym für Wasserpflanzen verwendet.

Hydrosphäre

Die Hydrosphäre beschreibt jenen Teil der Erde, welcher mit Wasser bedeckt ist. Insgesamt betrifft das in etwa 70% der Erdoberfläche. Die Masse des Wassers stellt aber mit 1/8000 einen verhältnismäßigen geringen Anteil der gesamten Erdmasse dar.

Hydrostatischer Druck

Der hydrostatische Druck, auch Gravitationsdruck oder Schweredruck, ist der Druck, der sich innerhalb von ruhendem Wasser oder eines anderen Fluids (Flüssigkeit oder ein Gas) durch den Einfluss der Gravitation einstellt.

 

https://biancahoegel.de/fluid/druck_hydro_statisch.html

 

Hygrophil

Feuchte Standorte liebend.

Hygroskopizität

Eigenschaft eines porösen Mediums (z.B. Boden), Feuchtigkeit aus der Atmosphäre aufzunehmen.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0635DE.HTM

Intermittierende Quelle

Quelle, die zeitweise versiegt. Wird regional auch Hungerbrunnen genannt.

Ion

Als Ion wird ein elektrisch geladenes Atom oder Molekül bezeichnet. Ist seine Ladung negativ, so handelt es sich um ein Anion. Bei positiver Ladung spricht man von einem Kation. Ihre Bezeichnungen leiten sich vom jeweiligen Ziel ihrer Wanderung im elektischen Feld her: Anionen (negativ) wandern zum positiven Pol, der Anode, Kationen (positiv) wandern zum negativen Pol, der Kathode.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Ion

Jahresmitteltemperatur

Die Jahresmitteltemperatur eines Ortes wird aus dem Durchschnitt der mittleren Temperatur aller Monate eines Jahres errechnet. Die Monatsmitteltemperatur ergibt sich aus des Tagesmitteltemperaturen aller Tage eines Monates.

Juveniles Wssser

In der Hydrologie bezeichnet man das Wasser, welches aus Magmaherden entsteht und noch nicht am allgemeinen Kreislauf des Wassers teilgenommen hat, als juveniles Wasser. Da es niemals nachteiligen Umwelteinflüssen ausgesetzt war, weist es keinerlei Verschmutzung auf und ist deshalb sehr rein hochwertig. Es kann nicht durch Wasser ersetzt werden, das sich im Kreislaufsystem befindet, wodurch seine Mengen begrenzt sind.

In Ländern mit Wasserknappheit wird juveniles Wasser teilweise auch zur Versorgung der Bevölkerung und landwirtschaftlichen Nutzung herangezogen, beispielsweise in Libyen. Das Land liegt auf dem weltweit größten Reservoir an fossilem Süßwasser. Das Nubische Sandstein-¬Aquifer-System wird auf 373 000 Milliarden Kubikmeter Wasser auf einer Fläche von etwa zwei Millionen Quadratkilometern geschätzt. Der lybische „Great Man-Made River“ transportiert fast 2,5 Million Kubikmeter Wasser täglich und ist das größte Bewässerungsprojekt der Welt.

In Deutschland wird Trinkwasser zu 70% aus Grund- und Quellwasser gewonnen. In der Typologie für Heilwässer wird der "Typ 1" als Wasser aus großen Erdtiefen bis zu mehreren Kilometern beschrieben. Hierbei kann es sich um juveniles Wasser handeln.

 

https://www.wikiwand.com/de/Juveniles_Wasser

 

Kalium

Bei Kalium handelt es sich um ein chemisches Element der 1. Hauptgruppe des Periodensystems. In Bezug auf Wasser ist Kalium von besonderem Interesse, da es ein wesentlicher Bestandteil nahezu aller Tonminerale ist. Diese fungieren als Wasser-Nichtleiter als Wasserbarrieren eine große Rolle.

Kalkquellmoor

Kalkquellmoore entstehen, wenn an den Flanken von Moränenwällen Grundwasser austritt und der umliegende Bereich auf Grund der entsandenen Quellbäche dauerhaft vernässt. Gerade im nördlichen Voralpenland weist das Wasser einen sehr hohen Kalkgehalt auf. Der im Wasser transportierte Kalk setzt sich dabei oft an Steinen, Pflanzen und Pilzen ab und versteinert diese. 

Kalkstein

Der Begriff Kalkstein wird in der Umgangssprache etwas anders verwendet als in der technischen und wissenschaftlichen Fachsprache. Während diese den Begriff relativ umfassend verwendet und außer den stark verfestigten Kalksteinen auch relativ mürbe Gesteine wie die Kreide den Kalksteinen zurechnet, ist der Begriff in der Baustoffindustrie eher auf stark verfestigte Kalke eingeschränkt. Überdies bezeichnet man im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk und in der Natursteinindustrie polierfähigen Kalkstein oft als „Marmor“, obwohl er im geologischen Sinne kein Marmor ist. Geowissenschaften sprechen von metamorphem Gestein.

Kalksteine können innerhalb der Sedimentgesteine mehreren Typen angehören. Der überwiegende Teil der Kalksteine ist aber biogenen Ursprungs, das heißt, er wurde von Lebewesen gebildet und abgelagert. Fossilkalke besitzen häufig zahlreiche und gut erkennbare Fossilien. Diese Kalke enthalten oft Poren und andere Hohlräume. Noch größere Hohlräume enthalten Süßwasserkalke, Travertin oder Kalktuff.

 

Kalkstein kann aber auch durch chemische Prozesse (die wiederum von Lebewesen beeinflusst werden können) aus dem Wasser ausgefällt werden. Weiterhin kann Kalkstein oder Marmor durch Säuren angegriffen, mechanisch abgetragen, transportiert und an anderer Stelle als klastisches Sediment wieder abgelagert werden, wie es in Karstgebieten zu beobachten ist.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Kalkstein

https://www.chemie-schule.de/KnowHow/Kalkstein

 

Kalktuff

Bei Kalktuff, auch Quellkalk, Quelltuff oder Bachtuff genannt, handelt es sich um ein noch junges Gestein. Es entsteht, wenn kalkgesättigtes Wasser durch Sonne erwärmt wird oder an Turbulenzen oder Pflanzen Kohlendioxid verliert. Dann fällt der im Wasser gelöste Kalk als so genannter Kalktuff aus. Kalktuff findet sich in allen Karstgebieten, in Deutschland vor allem am Rand der Schwäbischen und der Fränkischen Alb sowie im Alpenvorland.

Viele mächtige Kalktuffvorkommen wurden während der Interglaziale oder im Atlantikum gebildet. Aber auch heute bilden sich Kalktuffe rezent an kalkübersättigten Quellbächen und formen Steinerne Rinnen, Kalktuff-/Sinterterrassen und inkrustieren Wurzeln, Moose und Äste. Über den Begriff Kalktuff herrscht übrigens Uneinigkeit. So wird er oft auch als Sinter oder Travertin bezeichnet.

Die Struktur von Kalktuff ist wesentlich abhängig, ob, wie viele und welche Pflanzen mit versteinert werden. Im Gegensatz zum (annähernd) reinen kristallinen Kalkstein, wie er bei Sinter ausgebildet ist, entstehen durch das Vorhandensein von Pflanzen bei der Steinbildung Hohlräume im Gestein. Durch diese poröse Struktur erhält Kalktuff einen hohen Dämmwert und wurde bereits in der Vergangenheit regional intensiv als Baustoff eingesetzt. In der Vergangenheit gab es in solchen Gegenden zahlreiche Steinbrüche, in denen Kalktuffe gesägt wurden.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Kalktuff

 

Kalktuffquelle

Das Quellwasser in Kalkgebirgen weist hohe Konzentrationen von gelöstem Kalk auf. Der Entzug von Kohlendioxid durch Photosynthese von Algen und Wasserpflanzen führt zu einem Ausfällen eines erheblichen Teils des gelösten Kalkes (Calciumhydrogencarbonat) als Kalk (Calciumcarbonat), der sich an den Pflanzen ablagert (Quelltuff). Dadurch können treppenartige Kaskaden von hintereinandergeschalteten Wasserbecken entstehen.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Kanal

Eine künstliche, offene Wasserrinne, im allgemeinen mit regelmäßigem Querschnitt.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0162DE.HTM

Kapillarität

Ein mit der Oberflächenspannung von Flüssigkeiten verbundenes Phänomen, insbesondere in Kapillarröhren und porösen Medien, bei dem Gase, Flüssigkeiten und Feststoffe aufeinandertreffen.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0165DE.HTM

Kapillarwasser

Wasser, das aufgrund der Kapillarität oberhalb des Grundwasserspiegels im Boden festgehalten wird. Bildet zuzsammen mit dem Adhäsionswasser das Haftwasser.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0177DE.HTM

Karbonatgestein

Karbonatgestein (Kalkstein) bezeichnet eine meist durch Ablagerungen entstandene Gesteinsgruppe, welche überwiegend aus Karbonatmaterialien aufgebaut wird. Zu den Karbonatgesteinen gehören u.a. Kalke, Dolomite und Magnesite.

 

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/k/karbonatgestein.html

 

Karbonatquellen

Quellen aus Karbonatgesteinen, wie Kalk, Mergel und Dolomit. Quellen aus Einzugsgebieten mit hohem Anteil von Karbonatgesteinen reagieren alkalisch (hohe pH-Werte, hartes Wasser) und sind nicht versauerungsgefährdet.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Karren

Eine Karre oder Schratte ist eine morphologische Kleinform, die durch Lösungsverwitterung im Karst entsteht. Sie wird in Kalk-, Dolomit-, Gips- und Salzgestein angetroffen. Unter Karren versteht man ein durch Wasser immer mehr ausgeweitetes Kluftnetz von der Oberfläche bis ins Innere des Karstes. Auch unter Bodenbedeckungen verläuft die Karrenbildung weiter, ebenso in Höhlen. Hierbei können Rinnen im Millimeterbereich bis hin zu Formen der Megakarren im Meterbereich entstehen.

 

https://www.jewiki.net/wiki/Karre_(Rinne)

 

Karst

Der Begriff Karst steht aus geologischer Sicht für die Gesamtheit der Formen von durchlässigen, wasserlöslichen Gesteinen (z.B. Kalkstein, Gips, Salze), die durch Oberflächen- und Grundwasser ausgelaugt werden. Als verkarstende Gesteine gelten in der Reihenfolge ihre Löslichkeit Salze, Anhydrit, Gips, Kalk- und Quarzgesteine (Sandstein, Quarzite)). Durch Lösungsvorgänge kommt es zu charakteristischen Karsterscheinungen. An der Oberfläche sind dies z.B. Karren (Schratten), Dolinen, Uvalas, Poljen, Schlotten, Erdorgeln. Zu den unterirdischen Karsterscheinungen gehören oft weit verzweigte Höhlen und die typischen Erscheinungen der Karsthydrographie: unterirdische Flussläufe und Karstseen, Karstquellen, die unter Druck austreten, Ponore (Katavothre) oder Flussschwinden.

Auch Sandsteine und Quarzite unterliegen bei geeigneten klimatischen Voraussetzungen der Verkarstung, wobei diese Vorgänge und die resultierenden Formenschätze oft nur weniger auffällig erkennbar sind, da sie langsam und mit geringen Lösungsraten einhergehen.

Karstbildung führt immer wieder zu Bodeneinstürzen - in den letzten Jahren z.B. in Tirol, wo mittlerweile per Gipskarstverordnung von 2011 vor der Errichtung von Bauten in bestimmten Gebieten Tirols Bodenprobebohrungen angeordnet sind.

Ein weiteres Merkmal der Karst schaffenden Korrosion ist es, dass die beteiligten Minerale auch reversibel wieder in fester Form als Sinterbildungen (Speleotheme) ausgeschieden werden können. Sie werden im Kalkkarst besonders auffällig in Form von Tropfsteinhöhlen und Sinterterrassen. Gips-Tropfsteine und Quarz-Opal-Sinter zählen hingegen zu den seltenen und meist unauffälligen Sinterbildungen in Gips- oder Sandstein-Höhlen. Sie alle sind geeignete Belege für die vorangegangene Korrosion.

Aus hydrologischer Sich ist eines der Hauptmerkmale des Karsts der überwiegend unterirdische Wasserhaushalt, der nicht auf einer primären Porosität des Gesteins beruht, sondern vielmehr sekundär durch den in geologischer Zeit stattfindenden Prozess der Verkarstung (d. h. einer Korrosion des Gesteins) bedingt wird. Durch die starke Versickerung des Wassers ist Karst ist durch einen Mangel an Oberflächenwasser gekennzeichnet.

Großräumig finden sich diese im und um das Mittelmeer sowie in Südostasien und Südchina, den Großen Antillen und im Indoaustralischen Archipel. Von in globalem Vergleich geringerem Ausmaß sind Karstlandschaften der deutschen Mittelgebirge (Schwäbische Alb, Fränkische Alb, Harz), des Französischen und Schweizer Juras sowie allgemein Westeuropas und der Nord- wie Südalpen.

 

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geologisches%20Portrait/Verwitterung%20und%20Erosion/Lange%20Seite

https://de.wikipedia.org/wiki/Karst

https://www.geocaching.com/geocache/GC664HV_karsterscheinungen-erdfall

 

Karst, bedeckter

Von nacktem Karst spricht man, wenn die Bodenkrume abgetragen ist und der bloße Fels zu Tage tritt. Ist eine Vegetationsdecke vorhanden, spricht man von bedecktem Karst.

 

http://hgnord.de/artikel/karst_06.html

 

Karst, grüner

Merokarst ist die nicht voll entwickelte Karstform der kühlgemäßigten Breiten, die von Mitteleuropa und Westeuropa bekannt ist. Typisch entwickelt sind Karren und Schlucklöcher sowie kleine und flache Dolinen. Da diese Karstlandschaften immer vegetationsbestanden sind, wird hier auch vom „Grünen Karst“ (Karst unter Humus oder Sedimentschichten) gesprochen.

 

http://dictionary.sensagent.com/Karst/de-de/

https://de.wikipedia.org/wiki/Karst

 

Karst, nackter

Von nacktem Karst spricht man, wenn die Bodenkrume abgetragen ist und der bloße Fels zu Tage tritt. Ist eine Vegetationsdecke vorhanden, spricht man von bedecktem Karst.

 

http://hgnord.de/artikel/karst_06.html

 

 

Karstaquifer

Ein verkarsteter Gesteinskörper, dessen Durchlässigkeitseigenschaften wesentlich durch Lösungshohlräume wie erweiterte Trennfugen, Karstspalten und Karströhren bestimmt werden. Karstgrundwasserleiter zeichnen sich i.a. durch hohe Transmissivitäten sowie raschen Abfluß entlang der bevorzugten Wegsamkeiten ab. Diese vergleichsweise hohen Abflußgeschwindigkeiten sowie die weiten Öffnungsquerschnitte der Karstkanäle und der Karströhren haben eine nur geringe Selbstreinigungswirkung während der Untergrundpassage zur Folge. Karstgrundwässer wie auch der Grundwasserleiter selbst sind daher sehr empfindlich gegen den Eintrag von Schadstoffen.

 

https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/karstgrundwasserleiter/8106

 

Karstgestein

Durchlässige, wasserlösliche Gesteine, die durch Oberflächen- und Grundwasser ausgelaugt werden. Hierzu gehören in der  Reihenfolge ihrer Löslichkeit: Salze, Anhydrit, Gips, Kalk- und Quarzgesteine (Sandstein, Quarzite).

 

Karstgrundwasserleiter

Ein verkarsteter Gesteinskörper, dessen Durchlässigkeitseigenschaften wesentlich durch Lösungshohlräume wie erweiterte Trennfugen, Karstspalten und Karströhren bestimmt werden. Karstgrundwasserleiter zeichnen sich i.a. durch hohe Transmissivitäten sowie raschen Abfluß entlang der bevorzugten Wegsamkeiten ab. Diese vergleichsweise hohen Abflußgeschwindigkeiten sowie die weiten Öffnungsquerschnitte der Karstkanäle und der Karströhren haben eine nur geringe Selbstreinigungswirkung während der Untergrundpassage zur Folge. Karstgrundwässer wie auch der Grundwasserleiter selbst sind daher sehr empfindlich gegen den Eintrag von Schadstoffen.

 

https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/karstgrundwasserleiter/8106

 

Karsthöhlen

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Lösungs– und Einsturzhöhlen.

 

Damit eine Karsthöhle entstehen kann, braucht es wasserlösliches Gestein mit einer gewissen Anzahl Klüfte oder Spalten, Wasser und einen Höhenunterschied zwischen der Eintritt- und Austrittsstelle des Wasserlaufes.

Ein Boden mit viel Vegetation enthält große Mengen an Kohlendioxid (CO2), welches durch den Zerfall von organischem Material und durch die Photosynthese der Pflanzen entsteht. Wenn Regen auf diesen Boden fällt und einsickert, nimmt das Regenwasser CO2 auf und es entsteht kohlensäurehaltiges Wasser. Dieses ist sehr aggressiv gegen Kalk. Es sickert in die Ritzen und Spalten des Gesteins und löst Teile des umgebenden Kalksteins auf. Das Wasser sucht sich verschiedene Wege durch den Boden, wodurch ein unterirdisches Labyrinth entsteht.

Sobald die Spalten eine gewisse Größe erreicht haben bildet das Wasser einen Wirbel und kann den Kalk zusätzlich durch mechanische Erosion lösen: eingeschwemmter Sand und andere Sedimente schleifen die Wände wie Schmirgelpapier ab. Es entstehen unterirdische Hohlräume.

Eine Karsthöhle wird auch nach der eigentlichen Entstehung weiter gestaltet. Dies kann beispielsweise durch Wassereinbrüche, Tropfsteinbildung, Verschiebungen der Erdkruste aber auch durch Felseinbrüche und Umleitung des Wassers geschehen.

Karsthöhlen zählen aufgrund ihrer bizarren Tropfsteinbildungen zu den spektakulärsten Höhlenformen. Die Höhlenentwicklung steht mit den übrigen Karstformen in Wechselbeziehungen. Manche Formen, wie Einsturzdolinen oder Erdfälle, setzen Höhlenbildung voraus.

Karsthydrologie

Ein Karst bildet ein typspezifisches unterirdisches Abflussregime aus, das karsthydrologische System. Solche Systeme gestalten die geomorphologische Entwicklung von Karstlandschaften wesentlich mit. Unterschiedliche Anschauungen über ihre Funktionsweise führten innerhalb der Karstologie zu heftigen Debatten (Karstgrundwasser versus Schule unterirdische Karstflüsse).

Karsthydrologische Fragestellungen sind bis heute ein Schwerpunkt der Karstforschung und berühren die hydrogeologischen Ingenieurswissenschaften, die im Karst besonders schwierige und aufwändige Trinkwasserversorgung, den Hochwasserschutz sowie die Errichtung von Wasseringenieursbauten wie große Stauwehren und Wasserkraftwerke. Zur Untersuchung der in Karstgebieten auftretenden wasserwirtschaftlichen und kulturlandschaftsbezogenen Probleme finden eigens hierfür entwickelte karsthydrologischer Untersuchungen Anwendung, bei denen insbesondere Tracer und geologische Bomben zur Verfolgung des Karstwassers eingesetzt werden.

Unter den Begriff der Karsthydrologie fällt auch alles, was als Folge der unteririschen Wasserführung auftritt: Ponore, Estavellen, Karstquellen, Poljen, Trockentäler, Turloughs und Sickerflüsse.

Heute wird auch von einem Karstgrundwasserspiegel gesprochen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Karst

http://dictionary.sensagent.com/Karst/de-de/

 

Karstquelle

Typisch für Karstquellen ist eine hohe Schüttungsmenge nach Niederschlägen, die auf einer schnellen Passage des Wassers durch den Untergrund infolge ausgedehnter Hohlraumsysteme im Karst beruht. Verbunden mit dieser schnellen Passage des Wassers durch den Untergrund ist ein hoher Gehalt des Quellwassers an Trüb- und (bei landwirtschaftlichen Flächen im Einzugsgebiet) auch Nährstoffen, da das Niederschlagswasser kaum gefiltert wird. In Trockenperioden versiegen Karstquellen rasch.

Karstquelltopf: Tümpelquelle, die sich aus unterirdischem Höhlensystem im Karstgebirge speist und von großen Wassermengen gespeist wird (z.B. Blautopf).

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Kation

Als Kation wird ein elektrisch positiv geladenes Ion bezeichnet. Hierzu gehören beispielsweise Calcium-, Kalium-, Magnesium-- und Natrium-Ionen.

Kegelkarst

Als Kegelkarst oder auch Turmkarst werden steile, kegel -oder turmförmige Erhebungen bezeichnet, welche zumeist in tropischen Gebieten isoliert über ihre Umgebung aufragen.

 

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Kegelkarst

 

Kies

Kies ist eine Korngrößenbezeichnung und weitverbreitetes Lockersediment bzw. ein Lockergesteinsboden. Die Korngröße von Kies umfasst gerundete gesteins- oder Mineralkörper, welche einen Korndurchmesser zwischen 2mm und 63mm aufweisen.

 

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/k/kies.html

 

Klarwasser

Wasser, das über Verfahren des Wasserrecyclings beispielsweise über Bio-Membranfilter aus Grauwasser gewonnen wird und einer Zweitnutzung für Gartenbewässerung, Reinigung, Toilettenspülung u.a. zugeführt werden kann. Klarwasser ist hygienisch sauber und arm an Schadstoffen, es entspricht jedoch nicht den Anforderungen an Trinkwasser.

Wird aus kommunalem Abwasser gewonnenes Klarwasser in Flüsse eingeleitet, kann dies zu Problemen führen, da es häufig Antibiotika-, Medikamenten- und Hormonrückstände, Nanopartikel, hormonähnliche Chemikalien wie Weichmacher ua. enthält, deren Auswirkung auf ökologische Prozesse im und am Wasser teilweise noch wenig erforscht ist. Nachgewiesen wurde beispielsweise der nachteilige Einfluss von Rückständen der Anti-Baba-Pille (Östrogen) im Wasser auf die Fortpflanzungsfähigkeit von Fischen, da ein steigender Anteil männlicher Fische "verweiblichten".

Klifflinie

Als Klifflinie wird eine Höhenstufe mit abrupter Versteilung des Reliefs und Zunahme der mittleren Höhe an der Südflanke der Schwäbischen Alb bezeichnet.

Sie zieht sich von Tuttlingen im Südwesten bis etwa zum Nördlinger Ries im Nordosten über die gesamte südliche Abdachung der Schwäbischen Alb. Sie trennt die Mittlere Flächenalb mit ihren fruchtbareren Lösslehmböden von der sich nordwestlich anschließenden Mittleren Kuppenalb mit ihren steinigeren, tonigen Lehmböden.

Die Felsen der Klifflinie bestehen aus den unterschiedlichen Kalkgesteinen des Weißen Jura, aus denen auch fast die gesamte Schwäbische Alb besteht. Die Klifflinie selbst entstand in der Brandungszone eines Meeres, das sich vor etwa 18 bis 17 Millionen Jahren über das nördliche Alpenvorland zur Schwäbischen Alb erstreckte. Sie ist somit als Teil der Küstenlinie dieses Binnenmeeres, des sogenannten Molassemeeres, anzusehen.

Die Klifflinie zeigt alle Merkmale einer Kliffküste und ist daher ein fossiles Relikt der permanenten Erosionsprozesse, denen die Erdkruste bis in teilweise tiefere Schichten unterworfen ist.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Klifflinie

https://my-greenday.de/3973700/1/klifflinie.html

 

Kluft

Klüfte oder Kluftflächen sind feine Trennflächen im Gestein bzw. im Gebirge, die durch tektonische Beanspruchung entstehen, aber auch durch diagenetische Prozesse oder Abkühlung (Kontraktion) von Gesteinen.

Die Größenordnung einer Kluft liegt im Bereich von wenigen Millimetern Weite und mehreren Metern Erstreckung. In der Regel findet an den Kluftflächen kein Versatz der getrennten Gesteine statt. Treten jedoch größere Bewegungen entlang der Klüfte auf, so entwickeln sie sich zu Verwerfungen oder Störungen bzw. Störungszonen. Bei seitlicher Öffnung von Klüften reißen Spalten auf. Alternativ wird auch der Begriff Riss verwendet.

 

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Quarz/Quarze%20aus%20alpinen%20Zerrkl%C3%BCften

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/k/kluft.html

 

Kluftaquifer

Ein Kluftaquifer ist ein Aquifer in dem Grundwasser vorwiegend in Klüften gespeichert ist und sich auch vorwiegend in diesen bewegt. Kluftaquifere sind dabei meist wesentlich deutlicher anisotrop als Porenaquifere. Eine Bewegung von Wasser findet hauptsächlich in der Vorzugsrichtung der Klüfte statt.

 

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/k/kluftaquifer.html

 

Kluftgrundwasser

Kluftgrundwasser ist das Grundwasser in Festgesteinen (Kluftgrundwasserleiter), deren durchflußwirksame Hohlraumanteile von Klüften und anderen Trennfugen gebildet werden.

 

https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/kluftgrundwasser/8474

 

Kluftrose

Eine Kluftrose ist eine kreisförmige graphische Darstellung der Richtungshäufigkeit der Klüfte, Tr

 

ennflächen, Fugen oder Risse im Gestein eines Gebirges. Gemessen wir dies meist in einem Aufschluss in dem das Gestein des Untergrundes ansteht.

Kluftrosen geben einen Überblick über die vorherrschenden Streichrichtungen und deren Häufigkeit. Diese werden zunächst in einer größeren Anzahl von Einzelmessungen in einem Homogenbereich gemessen. Das dabei entstehende Bild erinnert dabei an eine Rose.

 

https://www.enzyklo.de/Begriff/Kluftrose

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/k/kluftrose.html

 

Kochsalzquellen

Die schwächeren, meist kohlensäurehaltigen Kochsalzwässer werden als Trinkquellen benutzt, die stärkeren (20-30°/00) bezeichnet man als Solen und verwendet sie zu Bädern.

Kohlensäure

Bei der Kohlensäure handelt es sich um eine schwache Säure, welche durch die Lösung von Kohlenstoffdioxid im Wasser entsteht. Meist entstehen dabei jedoch nur geringe Mengen. Die Salze der Kohlensäure werden als Carbonate bezeichnet.

Kohlensäureverwitterung

Die Kohlensäureverwitterung ist die Grundlage für die Entstehung von Karst. Kohlensäureverwitterung ist eine Art der chemischen Verwitterung, die bei der Lösung von Karbonatgesteinen (Kalkstein, Marmor und Dolomit) durch Kohlensäure entsteht.

Kohlensäure (H2CO3) bildet sich in der Natur u.a. durch Lösung des in der Luft enthaltenen Kohlendioxids (CO2) im Regen- und Bodenwasser (H2O). Regenwasser mit einem pH-Wert unter 7 gilt als sauer. Dies geschieht durch Aufnahme von Kohlenstoffdioxid CO2. Chemisch ausgedrückt reagiert das CO2 der Luft mit dem Wasser und bildet teilweise Kohlensäure (H2CO3). Die Kohlensäure dissoziiert nun in HCO3- und H+ und ist so in der Lage, den Kalk (CaCO3) zu lösen. Kalkstein besteht hauptsächlich aus dem schwer wasserlöslichen Calcit (CaCO3). Kohlensäure löst Calcit und es entsteht Calciumhydrogencarbonat (Ca(HCO3)2), das sich sehr gut im Wasser löst.

H2O + CO2 -> H2CO3 -> HCO3 -> 2 H+ + CO32-

CaCO3 + H+ + HCO3 -> Ca2+ + 2 HCO3 -> Ca(HCO3)2

Ändern sich die äußeren Einflüsse, erfolgt also eine Temperaturzunahme oder Druckminderung, so zerfällt das Calciumhydrogencarbonat. Auch tief unter der Landoberfläche führt die Kohlensäureverwitterung zur Wegführung von Carbonatgestein und damit zur Bildung von Höhlen und Höhlensystemen im Kalkgestein.

Durch in das Gestein eindringendes, kohlensäurehaltiges Wasser entstehen Gänge und Hohlräume, die sich im Laufe von Jahrmillionen zu riesigen Gangsystemen entwickeln können. In Tropfsteinhöhlen wird unter Abgabe des Kohlendioxids an die Umgebungsluft Calcit ausgefällt, das sich in Form von Tropfsteinen ablagert. Durch die Wirkung von Kohlensäure auf Kalkgesteine entstehen interessante, oft meist kleine Oberflächenformen, typischerweise mit einem komplexen Muster von Vertiefungen, Rillen, Furchen und Spalten überzogen. An der Oberfläche des Gesteins entstehen Auswaschungen, Rinnen und Furchen, die sogenannten Karren. An einigen Stellen erreichen sie das Ausmaß tiefer Furchen und hoher, wandartiger Gesteinsrippen, die von Mensch und Tier nicht mehr in normaler Weise überquert werden können. Durch sie entstehen die bizarren Karrenfelder im Karst, in Irland, in den Kalkalpen, auf dem Balkan und in Südostasien.

Brechen die Hohlräume ein, so können trichterförmige Senken (Doline) entstehen. Größere Senken von einigen Quadratkilometern Grundfläche werden Polje genannt. Sie entstehen durch Einschwemmung feinkörniger Sedimente, die den Boden der Polje abdichten und vor der weiteren Verwitterung schützen. Abfließendes Wasser verschwindet oft an den Rändern der Polje in einem Schluckloch (Ponor), um unterirdisch weiterzufließen und an einer anderen Stelle wieder zu Tage zu treten.

 

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geologisches%20Portrait/Verwitterung%20und%20Erosion/Lange%20Seite

 

Köhrwasser

Sickerwasser, das bei Hochwasser an der Rückseite eines Deiches austritt.