Glossar

Paläokarst

Paläokarste sind Karste aus der erdgeschichtlichen Vergangenheit. Paläokarst findet sich gewöhnlich unterhalb anderer Gesteine, wobei die Deckschichten jünger als der Karst sind. Der englischsprachige Begriff für diesen Karst ist „buried“ Karst („begrabener Karst“). Wenn dieses „Begräbnis“ relativ rezent war, handelt es sich meist um unverfestigte klastische Sedimente in Form alluvialer, vulkanischer, mariner oder glazialer Ablagerungen. Der sogenannte „Reliktkarst“ unterliegt weiteren Modifikationen durch moderne Laugungs- und Lösungsprozesse unterhalb der bedeckenden Sedimente und ist nur teilweise „begraben“. Alter und tief „begrabener“ Paläokarst ensteht i.d.R. durch tektonische Subsidenz; er kann auch geologisch deformiert worden sein.

 

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Pal%C3%A4okarst

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Karst?lang=en

Paläontologie

Die Paläontologie ist die Wissenschaft von den Lebewesen und Lebewelten der geologischen Vergangenheit. Gegenstand paläontologischer Forschung sind Fossilien, das heißt in Sedimentgesteinen vorkommende körperliche Überreste sowie sonstige Hinterlassenschaften und Zeugnisse von Lebewesen, welche älter als 10000 Jahre sind.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4ontologie

 

Pegel

Als Pegel wird eine technische Einrichtung zur Messung von Wasserständen eines Gewässers bezeichnet. Die wohl gebräuchlichste Form eines Pegels ist eine mit einer Messskala versehene Holz- oder Eisenplanke.

Pelagial

Uferferner Freiwasserbereich oberhalb der Bodenzone von Seen und Meeren, zum Ufer hin durch wurzelnde Wasserpflanzen begrenzt.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Pelagial

Perennierende Quelle

Quelle, die im Jahresverlauf nie versiegt.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Perennierendes Gewässer

Gewässer, das das ganze Jahr über Wasser führt (lat. perennis "immerwährend").

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Gewässer#Nach_Wasserführung_im_Zeitverlauf

Periodische Quelle

Unregelmäßig schüttende Quelle.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Perkolation

Die Perkolation oder auch Sickerlaugung beschreibt den Durchfluss von Wasser durch ein festes Substrat. Dabei kommt es zu einer Herauslösung und Abtragung von Mineralien. Dieser Prozess findet erst statt, wenn die maximale Wasseraufnahmekapazität des Bodens überschritten wird. Dies bedingt die Bildung von Grundwasser.

Permafrost

Der Permafrost beschreibt einen durchgehend gefrorenen Untergrund bzw. Boden. Dieser kann im Sommer oberflächlich auftauen, jedoch bleiben die tieferen Schichten permanent unter 0 Grad Celsius. Da dieses Phänomen an die Jahresmitteltemperatur gekoppelt ist, beschränkt es sich auf Hochgebirge (z.B. Alpen) und nördliche Breitengrade.

Auf Grund des gefrorenen Zustandes des Bodens, speichern Permafrostböden große Mengen an Kohlenstoffhaltigen Gasen, welche auf Grund des Zustandes des Bodens nicht entweichen können. Neben einer degradativen und geomorphologischen Landschaftsveränderung, werden also bei einem Abtauen der Permafrostböden Große Mengen an Kohlenstoffen in die Atmosphäre freigesetzt

Petrografie

Die Petrografie, Gesteinskunde oder Lithologie ist die Wissenschaften von Gesteinen bzw. den Materialarten der festen Erdkruste. Sie befasst sich mit der chemischen und physikalischen Beschaffenheit der Gesteine, ihrer Eigenschaften und ihrer Zusammensetzung aus einzelnen Mineralen sowie mit ihrer Körnung und teilweise der Kristallstruktur.

 

https://www.jewiki.net/wiki/Petrografie

 

pH-Wert

Maß für den Säuregehalt einer Flüssigkeit:

pH-Wert  
0 - 5 stark sauer bis sauer
5 - 7 leicht sauer bis neutral
7 - 9 neutral bis leicht basisch (alkalisch)
9 - 14 basisch bis stark basisch

 

https://de.wikipedia.org/wiki/PH-Wert

https://www.mineralienrechner.de/wasserlexikon/ph-wert

Phreatophyten

Wasserliebende Pflanzen, die hauptsächlich entlang von Flüssen wachsen bzw. dort, wo ihre Wurzeln den Kapillarsaum erreichen.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0905DE.HTM

Phytoplankton

Pflanzlicher Anteil des Planktons, unter anderem bestehend aus Kieselalgen, Grünalgen, Dinoflagellaten (Pflanzengeißler) und Cyanobakterien (Blaualgen). Schätzungen gehen davon aus, dass das Phytoplankton für die Produktion von mindestens 50% des Sauerstoffs in der Atmosphäre verantwortlich ist. Durch ansteigende Meerestemperaturen ist sein mariner Bestand rückläufig - seit 1950 um etwa 40%.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Phytoplankton

Plankton

Plankton ist der Sammelbegriff für alle im Wasser schwebenden Kleintiere und -pflanzen die auf Grund des geringen Eigenantriebes von der Strömung des Wassers bewegt werden. Man unterscheidet tierisches von pflanzlichem Plankton. Beide Arten dienen vielen im Wasser lebenden Lebewesen als Nahrungsquelle und stellt somit den Grundbaustein der Nahrungskette im Wasser dar.

Polje

Polje (kroat./serb./bosn./slow.: Feld, Plural: Polja) ist ein aus dem dinarischen Karst übernommener geomorphologischer Fachbegriff für eine Karstverebnung, die an bestimmte geologisch-tektonische Voraussetzungen gebunden ist und überwiegend in subtropischen und tropischen Karstgebirgen auftritt.

Poljen können von wenigen Quadratkilometern bis mehrere hundert Quadratkilometer (z.b. Popovo polje, Livansko polje, Gacko polje) Fläche einnehmen. Sie stellen im karsthydrologischen System bedeutende hydrologische Knoten. Daher treten in Poljen immer Ponore, in den größeren auch Sickerflüsse auf.

Ein Polje ist eine tiefe große Depression im Kilometermaßstab, die durch einen ebenen Grund und mächtige akkumulierter Sedimente geprägt ist. Ein Polje bildet sich an tektonischen Strukturen durch seitliche Korrosion. Die Sedimente der Bodendecke behindern dabei gleichzeitig eine weitere vertikale Eintiefung. Im dinarischen Raum wie in benachbarten mediterranen Regionen existieren Poljen, die je nach Stellung im Karsthydrologischen System permanent, periodisch oder episodisch überflutet werden. Neben Ponoren können in einem Polje sowohl Estavellen als auch permanente Karstquellen und Karstflüsse existieren.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Polje

https://de.wikipedia.org/wiki/Karst

 

Polywasser

Der Begriff Polywasser, vormals auch anomales Wasser oder dichtes Wasser genannt, bezeichnet einen hypothetischen Zustand von Wasser, bei dem sich unter Oberflächeneffekten eine Polymerstruktur ausbilden kann, die besondere physikalische Eigenschaften aufweist. Forschungen hierzu fanden in den 1960er Jahren vor allem in der UdSSR statt. Aufgrund seiner fehlenden Reproduzierbarkeit verschwand das Polywasser später aus der wissenschaftlichen Forschung.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Polywasser

 

Ponor

Ein Ponor, auch als Schluckloch oder Schwinde, englisch sinkhole bezeichnet – ist eine Öffnung in der Geländeoberfläche, an der ein fließendes oder stehendes Gewässer abfließt und unterirdisch weiterfließt. Der Ponor ist eine typische, in vielen Regionen der Erde auftretende Karsterscheinung, und tritt daher häufig in Regionen auf, deren Untergrund aus Kalkstein besteht.

Je nach Verhältnis zwischen Größe der Öffnung sowie des Volumens des sich anschließenden unterirdischen Höhlensystems (Durchflusskapazität) und der Zuflussmenge des entsprechenden Gewässers, unterscheidet man im deutschen Sprachraum Schwinden und Schlinger. Schwinde (man sagt auch Flussschwinde, Bachschwinde oder Wasserschwinde) bezeichnet hierbei den Fall, in dem die Zuflussmenge geringer ist, als die Durchflusskapazität des Höhlensystems. Dies äußert sich darin, dass ein Bach in einer entsprechenden Öffnung, im wahrsten Sinne des Wortes, einfach verschwindet.

 

https://lgrbwissen.lgrb-bw.de/glossar/ponor

https://www.geocaching.com/geocache/GC4K08E_eichelgarten-ponor

http://huberpower.com/wordpress/?p=2292

Porendruck

Ein Gestein besteht in größerer Tiefe aus der Gesteinsmatrix und den Hohlräumen zwischen den Gesteinspartikeln. Alternativ können die auch Klüfte sein. Dieser Hohlraum ist in der Regel wassergefüllt oder bei Gaslagerstätten gasgefüllt. Dieses Wasser steht unter einem Druck, welcher als Porendruck bezeichnet wird.

 

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/p/porendruck.html

 

Porenwasser

Als Porenwasser wird in den Geowissenschaften jener Wasseranteil bezeichnet, der in feinen Hohlräumen des Bodens und des oberflächennahen Gesteins enthalten ist. Der Wassergehalt kann je nach Substrat von einigen Prozent (z. B. bei Graniten) bis etwa zur Hälfte reichen (bei tonigen Gesteinen) und ist für das mechanische und hydrologische Verhalten des Bodens von entscheidender Bedeutung und ist bei der Messung der Rohdichte zu berücksichtigen.

Durch wechselnden Wassergehalt kommt es u. a. zu Phänomenen der Denudation, des Bodenkriechens, zur Entstehung von Muren und anderer Bewegungen an Rutschhängen. Die Frostsprengung in Poren und Klüften kann Auslöser von Bergstürzen sein, aber auch zur Lockerung von Ackerboden beitragen (siehe Frostgare). Allgemein ist das Porenwasser für die Verhältnisse im Grundwasser, dessen langsame Strömungen und seinen Chemismus verantwortlich, und der von Luft oder Wasser erfüllte Porenanteil im Boden für die Nahrungsverhältnisse der Pflanzen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Porenwasser

 

Porosität

Verhältnis des Volumens der Hohlräume in einer Probe eines porösen Mediums, z.B. Boden, zum Gesamtvolumen des porösen Mediums einschließlich der Hohlräume.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0926DE.HTM

Poseidon

In der griechischen Mythologie Gott des Meeres. Wird oft mit dem Dreizack und dargestellt, mit dem er das Meer aufwühlen, Erdbeben, Überschwemmungen und somit das Sinken von Schiffen verursachen konnte. Bei guter Laune erschuf er dagegen neue Inseln und sorgte für eine sichere Schifffahrt auf ruhiger See. In den Darstellungen erscheint er oft auf einem von Pferden gezogenen Wagen in Begleitung von Triton, Nereiden und Delphinen.

Wie sein Bruder Zeus verfügt er über den Blitz als Waffe, womit er die Salzquelle in einem Tempel auf der Akropolis geöffnet und damit eine Erdspalte hinterlassen hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Poseidon

Prallhang

An der Kurvenaussenseite von Fliessgewässern durch kontinuierliche Erosion entstehender Steilhang.

Prallzone

Unterer Bereich eines Wasserfalls, auf dem das fallende Wasser trifft. Häufig kommt es zur Auswaschung von Gumpen.

Produktionswasser

Produktionswasser ist das Wasser, das bei der Förderung eines Rohstoffes aus einer Förderbohrung des Bohrlochbergbaus mitgefördert wird. Es besteht meist aus mehreren Anteilen, die aus verschiedenen Quellen stammen.

 

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/p/produktionswass

 

Prozesswasser

Prozesswasser wird in industriellen Anlagen benötigt oder zur Herstellung von Produkten verwendet. Beim Prozesswasser herrschen erhöhte Anforderungen an die Wasserqualität und -eigenschaften (und somit die Wasseraufbereitung). Inhaltsstoffe, die schädliche Auswirkungen wie Inkrustieren oder Korrosion haben können, werden entfernt, Inhaltsstoffe zu Schutz vor Schäden können beigefügt werden. Prozesswasser unterliegt zwar nicht der Trinkwasserverordnung, allerdings sind bei der Behandlung der Wässer die Vorgaben zur Abwassereinleitung zu berücksichtigen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Prozesswasser