Glossar

Haff

Brackwasserhaltiges Küstengewässer mit meist geringem Salzgehalt, das durch eine Landzunge (Nehrung) oder vorgelagerte Inseln vom Meer getrennt ist.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Haff

Haftwasser

Als Haftwasser wird im Boden entgegen der Schwerkraft gehaltenes Wasser, welches in Poren kleiner 10μm durch die Oberflächenspannung des Wassers haften bleibt.

Hangquelle

Eine Hangquelle oder auch Schichtquelle entsteht zumeist an Berghängen, wenn Grundwasser in einer wasserdurchlässigen Schicht (z. B. Sand) über einer relativ wasserundurchlässigen Schicht (z.B. im Jura an der Schichtengrenze zwischen Kalkstein und Mergel) liegt und beide einseitig geneigt sind. Das Wasser tritt dann am tiefsten Punkt der wasserdurchlässigen Schicht aus, wo sie an einem Hang angeschnitten ist. Streichen die Schichten in breiter Front aus, entsteht ein Quellsaum.

 

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schichtquelle

 

Hartes Wasser

Wasser, in dem relativ große Mengen von Mineralien, vorwiegend Kalzium- und Magnesiumsalze, gelöst sind.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0575DE.HTM

Hauptquelle

Wird zumeist verwendet für die erste oder stärkste Quelle eines größeren Fließgewässers, das im Bereich seines Ursprungs häufig auch von ein oder mehreren Nebenquellen gespeist wird.

Heilbad

Heilige Quellen Quellen galten den Kelten und vermutlich schon früheren Kulturen als heilige Orte und Kultstätten. Als wichtige Trinkwasserlieferanten bildeten sie zudem Kernpunkte menschlicher Siedlungstätigkeit. Ihrem Wasser wird oftmals eine reinigende oder heilende Wirkung zugeschrieben. Die vorchristliche Verehrung von Quellorten wurde vielfach vom Christentum übernommen und fortgeführt, weshalb an Quellen häufig Kirchen, Kapellen, Marienstatuen oder Heiligenbilder zu finden sind, insbesondere dort, wo das Wasser als besonders "wundertätig" und heilig angesehen wird, wie etwa das des Wallfahrtsortes Lourds. Vgl. Wunderquelle

Auch zahlreiche Sagen und Legenden zeugen von der besonderen Bedeutung von Quellen in früheren Zeiten. Aus dieser Sicht besitzen entsprechende Quellen auch kulturhistorische Bedeutung.

Heilquelle

Quelle mit Heilwasser, das zu Trink- oder Badezwecken genutzt werden kann. Für eine offizielle Zulassung sind genau definierte Kriterien zu erfüllen, zu denen neben chemischen und mikrobiologischen Parametern auch eine gleichbleibende bzw. nur wenig variierende Wasserqualität zählt.

Häufig wird der Begriff weitergehend auch genutzt für Quellen, die in der Tradition des Volksglaubens eine heilende Wirkung besitzen und ohne eine behördliche Zulassung von Teilen der Bevölkerung als "heilige Quellen" (gleicher Wortstamm wie "heilend") verehrt und genutzt werden.

Heilwasser

Mineralwasser mit vorbeugenden, lindernden oder heilenden Eigenschaften aufgrund seiner natürlichen Zusammensetzung an Mineralstoffen. Es unterliegt dem Arzneimittelgesetz und Bedarf der Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

 

https://www.mineralienrechner.de/wasserlexikon/heilwasser/

Heilwasser

Mineralwasser mit vorbeugenden, lindernden oder heilenden Eigenschaften aufgrund seiner natürlichen Zusammensetzung an Mineralstoffen. Es unterliegt dem Arzneimittelgesetz und Bedarf der Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

 

https://www.mineralienrechner.de/wasserlexikon/heilwasser

Heiße Quelle

Quellen, dessen Wasser aus Tiefen kommt, in denen hohe Temperaturen herrschen. Die Temperatur des Quellwassers liegt deshalb ständig mehr oder weniger weit über dem Jahresdurchschnitt der Lufttemperatur des Einzugsgebietes. Thermalquellen finden sich vor allem in tektonischen Bruchzonen und in Gebieten tätiger oder erloschener Vulkane.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Heißwasseraquifer

Ein Heißwasseraquifer ist eine geothermische Lagerstätte in der die Flüssigkeit auf Grund der hohen Temperatur und des hohen Drucks als heißes Wasser vorliegt.

Helokrene

Auch Sickerquelle, Sumpfquelle, ist durch flächig austretendes Grundwasser gekennzeichnet, das sich in einem Quellsumpf aus kleinsten Quellrinnsalen sammelt. Ein solches Quellgebiet kann sich, je nach klimatischer und geologischer Situation, über Quadratkilometer erstrecken. Im Flachland haben Helokrene, abgesehen von einigen aufsteigenden Quellen, meist eine geringe Schüttung.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Quelle#Einteilung_nach_Strukturmerkmalen_im_Quelleinzugsgebiet

 

Himmelsteich

Ein Himmelsteich oder Himmelsweiher ist ein Stillgewässer, das durch keinen oberflächigen Zustrom gespeist wird und Wasser ausschließlich aus Niederschlägen bezieht, also vom Himmel befüllt wird, sowie durch Grundwasser.

Himmelsteiche entstehen zumeist durch den Abbau von Bodenschätzen, beispielsweise bei Sprengungen, in oberflächigen Steinbrüchen, aufgelassenen Sandgruben oder beim Torfstich. Vereinzelt sind sie auch eiszeitliche Überbleibsel zwischen Endmoränen oder Einschlagskrater von Meteoriten.

In ungestörten Himmelsteichen entwickelt sich in dem meist sauerstoffarmen Wasser oft rasch eine artenreiche Fauna und Flora, die an eine anaerobe Lebensweise angepasst ist.

Kraterseen können den Himmelsteichen hydrologisch zwar gleichen, sind aber natürlicher Entstehung, beispielsweise durch Vulkanismus, Meteoriteneinschläge oder den Einsturz von Dolinen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelsteich

https://de.linkfang.org/wiki/Himmelsweiher

 

Hochwasser

Hochwasser wird jener Zustand von Gewässern genannt, bei dem der Wasserstand deutlich über dem normalen, durchschnittlichen Pegelstand liegt. Hochwässer sind Naturereignisse und als solches Teil des Wasserkreislaufes. Ihre Ursachen sind vielfältig. Sie entstehen, wenn das natürliche oder durch den Menschen veränderte Abflusssystem die Wassermengen nicht mehr bewältigen kann. Neben der zeitlichen und räumlichen Verteilung der Niederschläge beeinflussen auch die Bodenbeschaffenheit, der Bewuchs, die Geländeneigung, die Größe des Einzugsgebietes sowie das Wasserrückhaltevermögen der Gewässer und ihrer Auen das Ausmaß eines Hochwassers.

In Flüssen und kleineren Fließgewässern spricht man von Hochwasser, wenn der Wasserstand für längere Zeit (mehrere Tage) das Normalmaß deutlich übersteigt. Sie haben meist – je nach Art des Einzugsgebietes – eine jahreszeitliche Häufung, etwa bei der Schneeschmelze oder nach sommerlichen Starkregen.

Zu unterscheiden ist zwischen Meeren und Fließgewässern: In Meeren und Gewässern mit merklichen Gezeiten (Tiden) bezeichnet Hochwasser den periodischen Eintritt des höchsten Wasserstands nach Eintreten der Flut und vor dem Übergang zur Ebbe. Hoch- und Niedrigwasser wechseln sich durchschnittlich alle 6–6½ Stunden ab, verursacht durch die Gravitation von Mond und Sonne. Besonders hohe Tiden bei Voll- und Neumond heißen Springhochwasser oder Springflut; sie können bisweilen durch Gezeitenwellen oder Wind (Driftstrom) zu einer Sturmflut verstärkt werden und eine Flachküste meilenweit überschwemmen.

 

https://www.wasseraktiv.at/wasser-lexikon/117,hochwasser.html

https://www.potsdam.de/content/hochwasser

https://www.biologie-seite.de/Biologie/Hochwasser

 

Holokarst

Als Holokarst werden der voll entwickelte Karst tropischer, subtropischer und Teile der in den gemäßigten Breiten liegenden Karstgebiete bezeichnet. Das karsthydrologische System ist im Holokarst voll entwickelt und alle Karstformen, insbesondere die großen Einebnungsflächen der Poljen, sowie in den Tropen die Vollformen der Karstkegel treten gehäuft auf.

Für den Holokarst der Subtropen ist zudem die Interferenz zu den pleistozänen Prozessen von Bedeutung. Durch eiszeitliche Abkühlung und vermehrte glaziale, fluvioglaziale und periglaziale Prozesse wurden insbesondere Karsthochgebirge sowie an deren Gebirgsfuß liegende Poljen durch die Dynamik von Gletschern umgestaltet. Dies trifft insbesondere für alle Karstgebirge des Mediterrans zu.

Zum Holokarst zählen die Karstlandschaften des Dinarischen Karstes, Kegelkarstes und Turmkarstes.

 

https://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/752193/Karstplateau

https://de.wikipedia.org/wiki/Karst

 

Homothermie

Zustand, bei dem sich die Temperatur eines Wasserkörpers nicht mit der Wassertiefe ändert.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0589DE.HTM

Hüle Synonyme: Hülbe

Bei Hülen oder Hüllweihern handelt es sich meist um künstlich angelegte Kleinstgewässer. Der Begriff entstammt den wasserarmen Hochflächen der schwäbischen Alb und des Frankenjuras. Zumeist befinden sich Hülen innerhalb gescchlossener Ortschaften, auf Feldern oder im Wald. Sie wurden auf natürlichen Vernässungsstellen angelegt und durch Regenwasser gespeist. Zur Beschleunigung der Füllung wurden nicht selten künstliche Gräben zur Wasserzuführung angelegt. Mit fortschreitendem Ausbau des Wasserleitungsnetzes haben die Hülen an Bedeutung verloren und stellen Heute nur noch ein kulturgeschichtliches Relikt dar.

 

Hüle – Wikipedia

 

 

Hungerbrunnen

Quellen, die nur in nassen Jahren schütten, werden häufig Hungerbrunnen genannt, was daran liegt, dass der Volksmund einen Zusammenhang zwischen dem Schütten der Quelle und einem schlechten Ertrag in einem verregneten Jahr sieht. Es handelt sich dabei jedoch eher um einen kulturell bedingten Aberglauben. Wissenschaftliche Untersuchungen an verschiedenen Hungerbrunnen konnten einen derartigen Zusammenhang nicht nachweisen.

 

https://www.wikizero.com/de/Karstquelle

 

Hydraulischer Widder

Wassergetriebene, intermittierend arbeitende Pumpe - auch als Stoßheber, Staudruck-Wasserheber oder Wasserwidder bezeichnet.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulischer_Widder

Hydroabrasion

Unter der Hydroabrasion versteht man den Verschleiß einer Oberfläche, der durch die Strömung einer feststoffhaltigen Flüssigkeit verursacht wurde. Dieser Prozess spielt bei der marinen Erosion und der limnischen Erosion eine maßgebende Rolle.

Hydrobiologie

Hydrobiologie ist die Wissenschaft vom Leben im Süßwasser. Vereinzelt beschäftigt sich die Hydrobiologie auch mit Meeresorganismen (maritime Organismen). Der Übergang zwischen Hydrobiologie und Meeresbiologie ist fließend. Zunehmend wird statt des Begriffs Hydrobiologie heute der Begriff Limnologie verwendet.

Hydrodynamik

Die Hydrodynamik ist ein Teilgebiet der Strömungslehre. Es thematisiert das Bewegungsgesetz des Wassers und die dabei wirkenden Kräfte.

Hydrogeologie

Hydrogeologie ist die Wissenschaft vom Wasser in der Erdkruste und den oberirdischen Einflüssen, die damit in Wechselwirkungen stehen. Sie ist eine angewandte Disziplin der geologischen Wissenschaften. Forschungsgegenstände sind das Grundwasser und alle Faktoren, die Einfluss auf das Grundwasser haben. Die Hydrologie als angrenzender Forschungsbereich befasst sich mit dem oberirdischen Wasser.

 

https://www.berlin.de/umwelt/themen/wasser/artikel.156107.php

 

Hydrographie

Der Begriff Hydrographie entstand bereits Mitte des 16. Jahrhunderts in England (von gr. Hydro = Wasser, Grafie = Schreiben). Die Hydrographie (Gewässerkunde) ist ein Teil der Geografie sowie der Geophysik und laut UNESCO „die Wissenschaft und Praxis der Messung und Darstellung der Parameter, die notwendig sind, um die Beschaffenheit und Gestalt des Bodens der Gewässer, ihre Beziehung zum festen Land und den Zustand und die Dynamik der Gewässer zu beschreiben“. Die ÖNORM-Definition lautet: „Jener Teil der Hydrologie der sich mit der quantitativen Erfassung und Beschreibung des Wasserkreislaufes auf, unter und über der Erdoberfläche und mit der Behandlung der damit zusammenhängenden Fragen beschäftigt“. Diese in der Schweiz und in Österreich gebräuchliche Beschreibung wird in Deutschland eher dem Begriff Hydrologie zugeordnet und weicht auch von der Bedeutung des englischen Wortes „Hydrography“ ab.

Es handelt sich um eine Wissenschaft, die sich mit den gesamten Gewässern befasst, diese beschreibt und in Karten darstellt. Im englischen Sprachgebrauch ist ein bedeutender Bereich der Hydrographie die Herstellung und die Fortführung von Seekarten zu Navigationszwecken. Die Hydrographie behandelt auch die Lehre von der Geschiebebewegung und Geröllverfrachtung in Flüssen und an Küsten. Umweltüberwachung mit Probennahme und Analyse des Wassers sowie die Beschreibung des Gewässerzustandes sind heutzutage ein nicht unwesentlicher Teil der Hydrographie.

 

http://www.wasserwerk.at/home/alles-ueber-wasser/glossar/H

https://www.wasseraktiv.at/wasser-lexikon/135,hydrographie.html

 

Hydrologie

Unter Hydrologie versteht man die Lehre vom Wasser auf, in und über der Erdoberfläche (Hydrosphäre), d. h. von Vorkommen, Erscheinungsformen, Haushalt, von dem vom Wasser transportierten Material und seinen Lebewesen (Hydrobiologie) sowie von seinen Eigenschaften (Hydrochemie).

Mit dem Wasser auf der festen Erdoberfläche befasst sich die Teilwissenschaft Gewässerkunde (Hydrographie), mit dem Wasser unter (in) der Erde (Grundwasser und Quellen) die Hydrogeologie; den Haushalt des Bodenwassers betrachtet die Geohydrologie; das Wasser der Atmosphäre behandelt die Hydrometeorologie. Teilgebiete der Hydrologie sind auch Limnologie (Binnengewässerkunde), Gletscherkunde und Ozeanographie.

 

https://www.wissen.de/lexikon/hydrologie

 

hydrologische Trockenperiode

Periode ungewöhnlich trockenen Wetters, die lange genug andauert, so daß es zu Wassermangel kommt, der sich in den Wasserständen in Flüssen und Seen unterhalb der Normalhöhe und/oder im Rückgang der Bodenfeuchtigkeit sowie in einer Absenkung der Grundwasserstände bemerkbar macht.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0612DE.HTM

Hydrolyse

Die Hydrolyse beschreibt einen Prozess der chemischen Verwitterung von Silikaten. In ihm werden chemische Verbindungen des Silikatgesteins durch eine Reaktion mit Wasser gespalten.

Hydronym

Ein Hydronym ist der Name eines Gewässers, z.B. eines Flusses, eines Sees oder einer Quelle. Die Hydronymie beschäftigt sich mit dessen Herkunft, Bedeutung, Geschichte und regionalen Verbreitung. Außerdem erstellt sie entsprechende Systematiken.

Hydrophyten

 (Aus altgriechisch hýdōr für Wasser und phytón für Pflanze), wird synonym für Wasserpflanzen verwendet.

Hydrosphäre

Die Hydrosphäre beschreibt jenen Teil der Erde, welcher mit Wasser bedeckt ist. Insgesamt betrifft das in etwa 70% der Erdoberfläche. Die Masse des Wassers stellt aber mit 1/8000 einen verhältnismäßigen geringen Anteil der gesamten Erdmasse dar.

Hydrostatischer Druck

Der hydrostatische Druck, auch Gravitationsdruck oder Schweredruck, ist der Druck, der sich innerhalb von ruhendem Wasser oder eines anderen Fluids (Flüssigkeit oder ein Gas) durch den Einfluss der Gravitation einstellt.

 

https://biancahoegel.de/fluid/druck_hydro_statisch.html

 

Hygrophil

Feuchte Standorte liebend.

Hygroskopizität

Eigenschaft eines porösen Mediums (z.B. Boden), Feuchtigkeit aus der Atmosphäre aufzunehmen.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0635DE.HTM