Enzyklopädie, Glossar und Informationen zu Wasserquellen

Begriff Definition
Vaucluse

ist eine Quellhöhle, die deutlich tiefer als der Vorfluter liegt, und somit vollständig mit Wasser erfüllt ist. Die Höhle ist wahrscheinlich entstanden, als die Entwässerung tiefer lag. So kann es sein, dass das Tal nicht weiter eingetieft sondern mit Geröll verfüllt wurde. Ursachen hierfür  sind meist Klimaveränderungen sowie tektonische Hebungen oder Senkungen. Bei der Vaucluse ist wie bei vielen Höhlen in Südfrankreich die Messinische Salinitätskrise der Grund. Zu dieser Zeit hatte das Mittelmeer keine Verbindung zum Atlantik, es trocknete und wurde salzig, der Meeresspiegel lag 250 m tiefer. Entsprechend bildete sich eine unterirdische Entwässerung auf dieses Niveau. Der Quellentyp , der in der deutschen Terminologie in der Regel nach dem Karsttyp benannt wird, entspringt dem tiefen Karst. Die darin enthaltene große Menge an Kohlendioxid und Kalkstein verstärkt die Blaufilterwirkung, daher die Namen Blautopf, Blue Spring, Pozo Azul.

 

https://www.showcaves.com/german/explain/Karst/VauclusianSpring.html

Synonyme - Vaucluse-Quelle, Quelltopf
Verdunstung

Bei der Verdunstung handelt es sich um eine kontinuierliche Verdampfung einer Flüssigkeit in die Luft, die ausschließlich bei Temperaturen unterhalb des Siedepunktes erfolgt.

Verengungsquelle

Grundwasser tritt aufgrund einer Verminderung des Querschnitts des Grundwasserleiters zutage.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Verlandung

Verlandung bezeichnet die natürliche Auffüllung stehender Binnengewässer mit organischem Material. Dabei führt das pflanzliche Wachstum zu einer stetigen Verringerung der freien Gewässerfläche. Oftmals entsteht ein Flachmoor als Zwischenstadium.

 

https://www.wikizero.com/de//Verlandung

 

Vernässung

Zustand des Bodens, bei dem der Grundwasserspiegel an oder nahe an der Geländeoberfläche steht und das Pflanzenwachstum beeinträchtigen kann.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF1369DE.HTM

Verockerung

Die Verockerung bezeichnet die Ausfällung von Eisenhydroxiden und Mangan(IV)-oxid in Wasser. In sauerstoffreiem Wasser mit niedrigem pH-Wert können große Mengen zweiwertige Eisen-Ionen gelöst sein. Kommt dann solches Wasser mit dem Sauerstoff der Luft inKontakt, oxidiert das Eisen. Eine Rostfärbung des Wassers ist die Folge.

 

Verockerung – Wikipedia

Versandung

Vorgang des Auffüllens oder Anhebens eines Flußbettes oder Gewässers infolge Sedimentablagerung.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF1113DE.HTM

Versickerungsgeschwindigkeit

Die Versickerungsgeschwindigkeit von Wasser (und anderen Flüssigkeiten, bei Schnee während des Schmelzens) im jeweiligen Untergrund wird mit der Infiltrationsrate bezeichnet und gemessen. Ihre Größe hängt von der bereits vorhandenen Sättigung des jeweiligen Bodens sowie von seiner chemischen, physikalischen, biologischen und mechanischen Beschaffenheit ab. Dabei haben in der Landwirtschaft die Methode der Bodenbearbeitung sowie die jeweilige Bepflanzung erheblichen Einfluss auf die Porosität des Untergrundes (Bodenkultur). Die Bearbeitung mit großen und damit schweren Maschinen fördert die Bodenverdichtung. Auch die Besiedlung durch Lebewesen spielt eine gewisse Rolle: Zahlreich vorkommende Regenwürmer lockern die Krume in erheblichem Maße auf. In Weinbergen fördert die Anlage von Querrillen die Rückhaltefähigkeit der mehr oder weniger geneigten Lagen. Je geringer die Aufnahmefähigkeit eines Bodens ist, umso schneller werden bei stärkeren Niederschlägen (Starkregen) Oberflächenabflüsse entstehen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Regenwasser

https://www.chemie-schule.de/KnowHow/Regenwasser

https://dewiki.de/Lexikon/Regenwasser

 

Verwerfungsquelle

Auch Störungsquelle genannt. Quelle die an einer geologischen Störung auftritt, vor allem, wenn an der Störungsfläche wasserundurchlässige, stauende gegen durchlässige Gesteine versetzt sind. So kommt es oft zu Quellhorizonten, die der entsprechenden Störung folgen. Störungsquellen können unter anderem Spezialformen von Überlaufquellen sein. Sofern entlang der Verwerfung das Gestein durch die Bewegung stark zerrüttet ist und eine sehr hohe Durchlässigkeit aufweist, können Störungsquellen auch artesisch sein.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Quelle#Einteilung_nach_Strukturmerkmalen_im_Quelleinzugsgebiet

 

Virtuelles Wasser

Virtuelles Wasser“ ist ein Begriff, den der englische Geograf Tony Allan um 1995 prägte. Er bezeichnete damit welche Menge Wasser in einem Produkt enthalten ist oder zur Erzeugung dieses Produktes aufgewendet wird. Virtuelles Wasser soll nach einer umfassenden Bilanz die tatsächlich verbrauchte Menge pro Produkt aufzeigen und folgerichtig den versteckten Verbrauch des Wassers im Alltag. Virtuell ist also nur die Rechnung - das Wasser wird tatsächlich verbraucht und das meist in Ländern mit knappen Ressourcen. Nahezu jedes Produkt enthält virtuelles Wasser. Bei der Erzeugung von Rindfleisch beispielsweise fällt nicht nur Trinkwasser für die Fütterung der Tiere an, sondern auch die Bewässerung von Futterpflanzen. Ein/e Bürger/in der USA braucht im Durchschnitt z. B. etwa 2.000 Liter täglich für den Konsum von Rindfleisch.

Generell verschlingt die Nahrungsmittelproduktion immense Mengen an Süßwasser für die Bewässerung der Landwirtschaft. 65 bis 70 Prozent des globalen Süßwasserverbrauchs werden auf die Landwirtschaft zurückgeführt. Mit der Bilanzierung virtuellen Wassers beschäftigt sich vor allem das "Institute for Water Education" der UNESCO, das unter anderem die Verbrauchsmengen virtuellen Wassers veröffentlicht. Bei der Herstellung eines Megabyte-Computerchips werden ca. 32 Liter Wasser verbraucht, bei der Herstellung eines Autos bis zu 400.000 Liter, 1.000 bis 2.000 Liter für 1 Kilo Getreide. Die breite Kommunikation des von Allan entwickeltem Modell soll vor allem zur Bewußtseinbildung und dem bewußten Kauf von Produkten beitragen.

 

https://www.ernaehrungsberatung.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/ALL/5E15BD52B698B357C1257706005C8091

http://www.gbt.ch/Lexikon/V/Virtuelles_Wasser.html

http://www.wasserwerk.at/home/alles-ueber-wasser/glossar/V

 

 

Viskosität

Die Viskosität bezeichnet die Zähflüssigkeit oder Zähigkeit von Flüssigkeiten und Gasen (Fluiden). Je größer die Viskosität ist, desto dickflüssiger (weniger fließfähig) ist das Fluid; je niedriger die Viskosität, desto dünnflüssiger (fließfähiger) ist es.

 

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/v/viskositaet.html

 

Vorfluter

Als Vorfluter werden in der Wasserwirtschaft Systeme zur Ableitung verstanden. Der Begriff wird für Oberflächenwasser, Drainagewasser und Abwasser genutzt. Am gebräuchlichsten ist die Definition nach der DIN-Norm 4049: Vorflut ist die Möglichkeit des Wassers, mit natürlichem Gefälle oder durch künstliche Hebung abzufließen (natürliche und künstliche Vorflut). Als Vorfluter werden die der Vorflut dienenden Gewässer bezeichnet. Nach dieser Definition ist ein Vorfluter immer ein offenes Gewässer.

In der Hydrogeologie bedeutet die Grundwasservorflut die Möglichkeit des Grundwassers, mit einem Bach oder Fluss (bei Karst auch in einem Höhlensystem) dem natürlichen Gefälle folgend abzufließen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Vorflut