Enzyklopädie, Glossar und Informationen zu Wasserquellen

Oberflächenspannung

Die Oberflächenspannung ist die infolge von Molekularkräften auftretende Erscheinung bei Flüssigkeiten, ihre Oberfläche klein zu halten. Die Oberfläche einer Flüssigkeit verhält sich ähnlich einer gespannten, elastischen Folie. Dieser Effekt ist zum Beispiel die Ursache dafür, dass Wasser Tropfen bildet, und trägt dazu bei, dass einige Insekten über das Wasser laufen können oder eine Rasierklinge auf Wasser „schwimmt“. Die Oberflächenspannung bei Wasser ist unter anderem abhängig von seiner Temperatur. Wird sie höher so nimmt die Oberflächenspannung ab. Chemische Stoffe, insbesondere Tenside verringern die Oberflächenspannung signifikant. Ein paar Tropfen Spülmittel reichen beispielsweise aus, dass auf einem Teich sich kein Wasserläufer mehr an der Oberfläche halten kann.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Oberfl%C3%A4chenspannung

 

Oberflächenwasser

Alles Wasser über der Erdoberfläche. Von den gesamten Süßwasserressourcen der Erde liegen knapp 70% in Form von Eis und Schnee vor, geschätzte 0,26% als Seen, 0,03% als Feuchtgebiete und 0,006% als Flüsse.

Oberharzer Wasserregal

Historisches System zur Umleitung und Speicherung von Wasser, um Wasserräder in den Bergwerken des Oberharzes anzutreiben, entstanden im 16. bis 19. Jahrhundert. Weltweit bedeutendstes vorindustrielles Wasserwirtschaftssystem des Bergbaus. Seit 2010 UNESCO-Weltkulturerbe. (Regal = königliches Hoheitsrecht).

 

Heute werden 65 Stauteiche, 70 km Gräben und 20 km Wasserläufe (unterirdisch verlaufender Teil eines Grabens) des Oberharzer Wasserregals von den Harzwasserwerken betrieben (Trinkwasserversorgung, Bade-, Angelteiche). Daneben existieren noch mehrere hundert Kilometer Gräben sowie eine Vielzahl von Dammresten und Wasserlaufmundlöchern, die einen passiven Denkmalschutz genießen, d.h. sie sind einem sehr langsamen Verfall preisgegeben, vergleichbar einer Burgruine.

Ockerquelle

Ein Spezialfall einer Mineralquelle. Dort reagieren gelöste Metalle mit Luftsauerstoff und werden als Ocker ausgefällt. Dieser Vorgang wird durch verschiedene Bakterien unterstützt. Ocker tritt dabei vor allem in Form von orangefarbenem Eisenocker auf, der sich als Substrat ablagert.

Ökologischer Hochwasserschutz

Je nach Größe des Einzugsgebietes eines Gewässers und der Niederschlagsverhältnisse tragen menschliche Landnutzung und Gewässerausbau zu einer Verschärfung der Hochwassersituation durch Erhöhung des Oberflächenabflusses und verringerten Rückhalt in der Aue (natürliche Überflutungsflächen) des Gewässers bei. Häufige Ursache ist die Flächenversiegelung, aber auch die Intensivlandwirtschaft kann einen erheblichen Beitrag zur gesteigerten Abflussbildung leisten. Dass dabei selbst auf ungesättigten Böden Oberflächenabfluss auftritt, ist nicht in der Größe der Porenräume zu begründen, sondern liegt an der Durchlässigkeit der obersten Bodenschicht. Dort wird das Bodengefüge bei Regenereignissen durch Verschlämmung oft undurchlässig.

Hinzu kommen die Eingriffe in das natürliche Gleichgewicht des Flusssystems. Uferbefestigungen, Wehre, Staudämme und Flussbegradigungen haben bewirkt, dass in weiten Teilen Europas und Nordamerikas die Auen als natürliche Retentionsräume (natürliche Überflutungsflächen) und komplexe Ökosysteme aus dem Landschaftsbild verschwunden sind. Durch Anreizmechanismen wie landwirtschaftliche Förderung für extensivere Nutzungen, Maßnahmen zur Entsiegelung von Flächen, dezentrale Regenwasserbewirtschaftung in Siedlungsgebieten und die Förderung der natürlichen Gewässerentwicklung, z. B. Flussrückbau und Auenvernetzung, wird versucht, dieser Dynamik entgegen zu wirken.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Hochwasserschutz

https://buess-leben.de/onewebmedia/HWS-FAQ-2015-02-21.pdf

https://www.wasseraktiv.at/wasser-lexikon/173,oekologischer-hochwasserschutz.html

Oligotrophes Gewässer

Gewässer können anhand der in ihr befindlichen Menge von Nährstoffen klassifiziert werden. Grundlegend unterscheidet man etwa bei Seen zwischen vier Trophiesystemen: Oligotroph (I), Mesotroph (II), Eutroph (III) und Hypertroph (IV). Oligotrophe Seen sind Gewässer mit nur sehr wenigen Nährstoffen, Hypertrophe Seen sind dagegen äußerst Nährstoffreich. Die zwei wichtigsten und häufigsten Trophiensysteme sind oligotrophe und eutrophe Gewässer. Seen lassen sich unter diesem Aspekt folgendermaßen systematisieren:

 

 

Oligotrophie

Eutrophie

Bedeutung

„oligo“ = wenig, „trophie“= nährend

„eu“ = gut, „trophie“ = nährend

Nährstoffgehalt

Wenig

Hoch

Biomasseproduktion

Kaum

Sehr viel

Sauerstoffgehalt

Hoher O2 Gehalt im ganzen See

Nur im Epilimnion hoher O2 Gehalt

Wasser

Blaue Farbe

Grünlich und trüb

Sichttiefe

Über 10 Meter möglich

Maximal 1 Meter

Boden des Sees

Wenig Sedimente

Dicke Schlammschicht

Uferbereich

Spärlicher Pflanzenbewuchs

Bewaldet

 

 

Durch landwirtschaftliche Nutzung, Nährstoffeintrag aus Kläranlagen und der Luft sowie vielfältige andere industriell-zivilisatorischen Einflüsse steigt der Nährstoffgehalt von Wasser trotz vieler Verbesserungsmaßnahmen weltweit noch immer an. Wegen der Kreislaufführung ist davon nicht nur von Oberflächenwasser einschließlich Meerwasser betroffen, sondern auch unter der Erdoberfläche fließendes Wasser und Gletscher.

Die bekanntesten Nährstoffe sind Phosphor, Nitratstickstoff und Ammoniumstickstoff. Selbst an vielen Quellen lässt sich mittlerweile deren zu hoher Nährstoffgehalt in Form eines übermäßigen Wachstums von Faden- und Schleimalgen beobachten.

 

http://www.biologie-schule.de/oligotroph-eutroph.php

Ortstein

Dichter, harter, oberflächennaher Bodenhorizont, der das Durchdringen von Wurzeln und Wasser verhindert.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0574DE.HTM

Osmose

Passage eines Lösungsmittels von einer verdünnten Lösung zu einer höher konzentrierten Lösung durch eine halbdurchlässige Membran, d.h. einer Membran, die nur durchlässig ist für das Lösungsmittel.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0864DE.HTM

Osmotischer Druck

Besonderer Druck, der bei einer Lösung angewendet werden muß, um zu verhindern, daß infolge von Osmose Lösungsmittel durch die halbdurchlässige Membran eindiffundieren, d.h. einer Membran, die nur für das Lösungsmittel durchlässig ist.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0865DE.HTM

Paläokarst

Paläokarste sind Karste aus der erdgeschichtlichen Vergangenheit. Paläokarst findet sich gewöhnlich unterhalb anderer Gesteine, wobei die Deckschichten jünger als der Karst sind. Der englischsprachige Begriff für diesen Karst ist „buried“ Karst („begrabener Karst“). Wenn dieses „Begräbnis“ relativ rezent war, handelt es sich meist um unverfestigte klastische Sedimente in Form alluvialer, vulkanischer, mariner oder glazialer Ablagerungen. Der sogenannte „Reliktkarst“ unterliegt weiteren Modifikationen durch moderne Laugungs- und Lösungsprozesse unterhalb der bedeckenden Sedimente und ist nur teilweise „begraben“. Alter und tief „begrabener“ Paläokarst ensteht i.d.R. durch tektonische Subsidenz; er kann auch geologisch deformiert worden sein.

 

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Pal%C3%A4okarst

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Karst?lang=en

Paläontologie

Die Paläontologie ist die Wissenschaft von den Lebewesen und Lebewelten der geologischen Vergangenheit. Gegenstand paläontologischer Forschung sind Fossilien, das heißt in Sedimentgesteinen vorkommende körperliche Überreste sowie sonstige Hinterlassenschaften und Zeugnisse von Lebewesen, welche älter als 10000 Jahre sind.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4ontologie

 

Pegel

Als Pegel wird eine technische Einrichtung zur Messung von Wasserständen eines Gewässers bezeichnet. Die wohl gebräuchlichste Form eines Pegels ist eine mit einer Messskala versehene Holz- oder Eisenplanke.

Pelagial

Uferferner Freiwasserbereich oberhalb der Bodenzone von Seen und Meeren, zum Ufer hin durch wurzelnde Wasserpflanzen begrenzt.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Pelagial

Perennierende Quelle

Quelle, die im Jahresverlauf nie versiegt.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Perennierendes Gewässer

Gewässer, das das ganze Jahr über Wasser führt (lat. perennis "immerwährend").

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Gewässer#Nach_Wasserführung_im_Zeitverlauf

Periodische Quelle

Unregelmäßig schüttende Quelle.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Perkolation

Die Perkolation oder auch Sickerlaugung beschreibt den Durchfluss von Wasser durch ein festes Substrat. Dabei kommt es zu einer Herauslösung und Abtragung von Mineralien. Dieser Prozess findet erst statt, wenn die maximale Wasseraufnahmekapazität des Bodens überschritten wird. Dies bedingt die Bildung von Grundwasser.

Permafrost

Der Permafrost beschreibt einen durchgehend gefrorenen Untergrund bzw. Boden. Dieser kann im Sommer oberflächlich auftauen, jedoch bleiben die tieferen Schichten permanent unter 0 Grad Celsius. Da dieses Phänomen an die Jahresmitteltemperatur gekoppelt ist, beschränkt es sich auf Hochgebirge (z.B. Alpen) und nördliche Breitengrade.

Auf Grund des gefrorenen Zustandes des Bodens, speichern Permafrostböden große Mengen an Kohlenstoffhaltigen Gasen, welche auf Grund des Zustandes des Bodens nicht entweichen können. Neben einer degradativen und geomorphologischen Landschaftsveränderung, werden also bei einem Abtauen der Permafrostböden Große Mengen an Kohlenstoffen in die Atmosphäre freigesetzt

Petrografie

Die Petrografie, Gesteinskunde oder Lithologie ist die Wissenschaften von Gesteinen bzw. den Materialarten der festen Erdkruste. Sie befasst sich mit der chemischen und physikalischen Beschaffenheit der Gesteine, ihrer Eigenschaften und ihrer Zusammensetzung aus einzelnen Mineralen sowie mit ihrer Körnung und teilweise der Kristallstruktur.

 

https://www.jewiki.net/wiki/Petrografie

 

pH-Wert

Maß für den Säuregehalt einer Flüssigkeit:

pH-Wert  
0 - 5 stark sauer bis sauer
5 - 7 leicht sauer bis neutral
7 - 9 neutral bis leicht basisch (alkalisch)
9 - 14 basisch bis stark basisch

 

https://de.wikipedia.org/wiki/PH-Wert

https://www.mineralienrechner.de/wasserlexikon/ph-wert

Phreatophyten

Wasserliebende Pflanzen, die hauptsächlich entlang von Flüssen wachsen bzw. dort, wo ihre Wurzeln den Kapillarsaum erreichen.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0905DE.HTM

Phytoplankton

Pflanzlicher Anteil des Planktons, unter anderem bestehend aus Kieselalgen, Grünalgen, Dinoflagellaten (Pflanzengeißler) und Cyanobakterien (Blaualgen). Schätzungen gehen davon aus, dass das Phytoplankton für die Produktion von mindestens 50% des Sauerstoffs in der Atmosphäre verantwortlich ist. Durch ansteigende Meerestemperaturen ist sein mariner Bestand rückläufig - seit 1950 um etwa 40%.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Phytoplankton

Plankton

Plankton ist der Sammelbegriff für alle im Wasser schwebenden Kleintiere und -pflanzen die auf Grund des geringen Eigenantriebes von der Strömung des Wassers bewegt werden. Man unterscheidet tierisches von pflanzlichem Plankton. Beide Arten dienen vielen im Wasser lebenden Lebewesen als Nahrungsquelle und stellt somit den Grundbaustein der Nahrungskette im Wasser dar.

Polje

Polje (kroat./serb./bosn./slow.: Feld, Plural: Polja) ist ein aus dem dinarischen Karst übernommener geomorphologischer Fachbegriff für eine Karstverebnung, die an bestimmte geologisch-tektonische Voraussetzungen gebunden ist und überwiegend in subtropischen und tropischen Karstgebirgen auftritt.

Poljen können von wenigen Quadratkilometern bis mehrere hundert Quadratkilometer (z.b. Popovo polje, Livansko polje, Gacko polje) Fläche einnehmen. Sie stellen im karsthydrologischen System bedeutende hydrologische Knoten. Daher treten in Poljen immer Ponore, in den größeren auch Sickerflüsse auf.

Ein Polje ist eine tiefe große Depression im Kilometermaßstab, die durch einen ebenen Grund und mächtige akkumulierter Sedimente geprägt ist. Ein Polje bildet sich an tektonischen Strukturen durch seitliche Korrosion. Die Sedimente der Bodendecke behindern dabei gleichzeitig eine weitere vertikale Eintiefung. Im dinarischen Raum wie in benachbarten mediterranen Regionen existieren Poljen, die je nach Stellung im Karsthydrologischen System permanent, periodisch oder episodisch überflutet werden. Neben Ponoren können in einem Polje sowohl Estavellen als auch permanente Karstquellen und Karstflüsse existieren.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Polje

https://de.wikipedia.org/wiki/Karst

 

Polywasser

Der Begriff Polywasser, vormals auch anomales Wasser oder dichtes Wasser genannt, bezeichnet einen hypothetischen Zustand von Wasser, bei dem sich unter Oberflächeneffekten eine Polymerstruktur ausbilden kann, die besondere physikalische Eigenschaften aufweist. Forschungen hierzu fanden in den 1960er Jahren vor allem in der UdSSR statt. Aufgrund seiner fehlenden Reproduzierbarkeit verschwand das Polywasser später aus der wissenschaftlichen Forschung.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Polywasser

 

Ponor

Ein Ponor, auch als Schluckloch oder Schwinde, englisch sinkhole bezeichnet – ist eine Öffnung in der Geländeoberfläche, an der ein fließendes oder stehendes Gewässer abfließt und unterirdisch weiterfließt. Der Ponor ist eine typische, in vielen Regionen der Erde auftretende Karsterscheinung, und tritt daher häufig in Regionen auf, deren Untergrund aus Kalkstein besteht.

Je nach Verhältnis zwischen Größe der Öffnung sowie des Volumens des sich anschließenden unterirdischen Höhlensystems (Durchflusskapazität) und der Zuflussmenge des entsprechenden Gewässers, unterscheidet man im deutschen Sprachraum Schwinden und Schlinger. Schwinde (man sagt auch Flussschwinde, Bachschwinde oder Wasserschwinde) bezeichnet hierbei den Fall, in dem die Zuflussmenge geringer ist, als die Durchflusskapazität des Höhlensystems. Dies äußert sich darin, dass ein Bach in einer entsprechenden Öffnung, im wahrsten Sinne des Wortes, einfach verschwindet.

 

https://lgrbwissen.lgrb-bw.de/glossar/ponor

https://www.geocaching.com/geocache/GC4K08E_eichelgarten-ponor

http://huberpower.com/wordpress/?p=2292

Porendruck

Ein Gestein besteht in größerer Tiefe aus der Gesteinsmatrix und den Hohlräumen zwischen den Gesteinspartikeln. Alternativ können die auch Klüfte sein. Dieser Hohlraum ist in der Regel wassergefüllt oder bei Gaslagerstätten gasgefüllt. Dieses Wasser steht unter einem Druck, welcher als Porendruck bezeichnet wird.

 

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/p/porendruck.html

 

Porenwasser

Als Porenwasser wird in den Geowissenschaften jener Wasseranteil bezeichnet, der in feinen Hohlräumen des Bodens und des oberflächennahen Gesteins enthalten ist. Der Wassergehalt kann je nach Substrat von einigen Prozent (z. B. bei Graniten) bis etwa zur Hälfte reichen (bei tonigen Gesteinen) und ist für das mechanische und hydrologische Verhalten des Bodens von entscheidender Bedeutung und ist bei der Messung der Rohdichte zu berücksichtigen.

Durch wechselnden Wassergehalt kommt es u. a. zu Phänomenen der Denudation, des Bodenkriechens, zur Entstehung von Muren und anderer Bewegungen an Rutschhängen. Die Frostsprengung in Poren und Klüften kann Auslöser von Bergstürzen sein, aber auch zur Lockerung von Ackerboden beitragen (siehe Frostgare). Allgemein ist das Porenwasser für die Verhältnisse im Grundwasser, dessen langsame Strömungen und seinen Chemismus verantwortlich, und der von Luft oder Wasser erfüllte Porenanteil im Boden für die Nahrungsverhältnisse der Pflanzen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Porenwasser

 

Porosität

Verhältnis des Volumens der Hohlräume in einer Probe eines porösen Mediums, z.B. Boden, zum Gesamtvolumen des porösen Mediums einschließlich der Hohlräume.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0926DE.HTM

Poseidon

In der griechischen Mythologie Gott des Meeres. Wird oft mit dem Dreizack und dargestellt, mit dem er das Meer aufwühlen, Erdbeben, Überschwemmungen und somit das Sinken von Schiffen verursachen konnte. Bei guter Laune erschuf er dagegen neue Inseln und sorgte für eine sichere Schifffahrt auf ruhiger See. In den Darstellungen erscheint er oft auf einem von Pferden gezogenen Wagen in Begleitung von Triton, Nereiden und Delphinen.

Wie sein Bruder Zeus verfügt er über den Blitz als Waffe, womit er die Salzquelle in einem Tempel auf der Akropolis geöffnet und damit eine Erdspalte hinterlassen hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Poseidon

Prallhang

An der Kurvenaussenseite von Fliessgewässern durch kontinuierliche Erosion entstehender Steilhang.

Prallzone

Unterer Bereich eines Wasserfalls, auf dem das fallende Wasser trifft. Häufig kommt es zur Auswaschung von Gumpen.

Produktionswasser

Produktionswasser ist das Wasser, das bei der Förderung eines Rohstoffes aus einer Förderbohrung des Bohrlochbergbaus mitgefördert wird. Es besteht meist aus mehreren Anteilen, die aus verschiedenen Quellen stammen.

 

https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/p/produktionswass

 

Prozesswasser

Prozesswasser wird in industriellen Anlagen benötigt oder zur Herstellung von Produkten verwendet. Beim Prozesswasser herrschen erhöhte Anforderungen an die Wasserqualität und -eigenschaften (und somit die Wasseraufbereitung). Inhaltsstoffe, die schädliche Auswirkungen wie Inkrustieren oder Korrosion haben können, werden entfernt, Inhaltsstoffe zu Schutz vor Schäden können beigefügt werden. Prozesswasser unterliegt zwar nicht der Trinkwasserverordnung, allerdings sind bei der Behandlung der Wässer die Vorgaben zur Abwassereinleitung zu berücksichtigen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Prozesswasser

 

Qanat, Qanate Synonyme: Kanat

eine traditionelle Form der Frischwasserversorgung meist in Wüstengebieten, um Trink- und Nutzwasser aus höher gelegenen Regionen zu beziehen. Ein Qanat besteht aus Mutterbrunnen, mehreren vertikalen Zugangsschächten und dem Qanat-Kanal, der als Freispiegelstollen mit geringem Gefälle vom Mutterbrunnen über die Zugangsschächte zum Qanat-Austritt führt.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Qanat

https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1145893

Qualmwasser

Nach Hochwasser unter Deichen hindurchgedrücktes Grundwasser, besonders bei sandigem Untergrund wie beispielweise an der Elbe. Qualmwasser führt zur Entstehung temporärer Flachgewässer im Gelände hinter den Deichen.

Große Mengen an Qualmwasser können die Standsicherheit des Deiches in Frage stellen und erfordern daher ein schnelles Eingreifen.

In Naturschutzgebieten kann Qualmwasser durchaus erwünscht sein, da es die Grundlage für den Erhalt von Biotopen in der ehemaligen Überflutungsaue sein kann. An der mittleren Elbe, wo temporäres Qualmwasser besonders häufig auftritt, handelt es sich beispielsweise um Habitate von anderenorts seltenen Amphibien wie der Rotbauchunke, des Moorfrosches oder des Laubfrosches sowie um Refugien von Urzeitkrebsen.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Qualmwasser

 

Quellbach

Der von der Quelle abfließende Bach, der noch viele Eigenschaften der Quelle besitzt und typische Quellbewohner beherbergt.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Quellbereich

Fläche, in der die Quelle selbst den Lebensraum für Tiere, Pflanzen und deren Gemeinschaften bestimmt. Bei Sickerquellen kann der Lebensraum beispielsweise über 1.000 m³ betragen.

Quelle (Wasser)

Austrittsstelle von Wasser an die Erdoberfläche.

Quellfassung

Früher zumeist in Naturstein errichtete Umfassung einer Quelle um ihr Wasser der Nutzung (zumeist als Trinkwasser) zugänglich zu machen. Quellfassungen (auch Brunnenstuben genannt) verhindern, dass Oberflächenwasser einfließt und können über der Erde oder unterirdisch erreichtet sein. Bei geschlossenen Quellfassungen spricht man von einem Brunnenhaus.

Quellfauna

Unter Quellfauna wird die tierische Besiedelung von Quellen und Quellarealen verstanden. Aufgrund der zumeist geringen Nährstoffmenge sind Arten- und Individuenzahlen in einer einzelnen Quelle geringer als in der anschließenden Quellbachregion und die Tiere sind durchschnittlich etwas kleiner. Zudem finden sich an Quellen viele Spezialisten, die dem besonderen Mikroklima der Quellen angepasst sind, das durch die gleichbleibenden Wassertemeraturen erzeugt wird.

Quellflora

Als Quellflora wird der pflanzliche Bewuchs einer Quelle und ihres Quellareals bezeichnet. Ihre Zusammensetzung ist u.a. abhängig von der Art der Quelle, den chemischen und physikalischen Eigenschaften des Wassers (nicht zuletzt seinem Nähstoffgehalt und möglichen Schadstoffen), von der Art des Bodens, der Beschattung und dem Eintrag von natürlichem organischem Material. Durch künstliche Eingriffe, Trittschäden und andere Störfaktoren kann die Quellflora, die zusammen mit der Quellfauna ein fragiles Ökosystem bildet, erheblich gestört oder auch vollständig zerstört werden.

 

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geologisches%20Portrait/Verwitterung%20und%20Erosion/Lange%20Seite

 

Quellhorizont

Ein Quellhorizont ist eine an die Erdoberfläche reichende, wasserstauende Schicht, längs derer mehrere Quellen austreten. Da Grundwasserleiter und Grundwasserstauer meistens in horizontaler Erstreckung übereinander liegen, treten benachbarte Schichtquellen häufig in derselben Höhe entlang einer Linie — dem Quellhorizont — aus.

 

http://www.enzyklo.de/Begriff/Quellhorizont

https://de.wikipedia.org/wiki/Quellhorizont

 

Quelljungfer

Libellen der Gattung Cordulegaster, deren Larven in Quellen heimisch sind. In Mitteleuropa kommen zwei Arten vor.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Quellkalk

Das Quellwasser in Kalkgebieten weist hohe Konzentrationen an gelöstem Kalk auf. Gelangt das Wasser an einer Quelle wieder an die Oberfläche, ändern sich physikalische Bedingungen wie Druck und Temperatur und der gelöste Kalk wird ausgefällt. Die dabei entstehenden Quellkalke lassen sich anhand ihrer Entstehung in zwei Gruppen unterteilen: Sinter (Quellkalke, die hauptsächlich durch chemische und physikalische Vorgänge entstehen) und Kalktuff (unter Beteiligung von Pflanzen).

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

https://www.lfu.bayern.de/natur/quellen/fachbegriffe/index.htm

 

 

Quellkraut

Quellkraut (Montis fontana) ist eine in Mittelgebirgen heimische Pflanze, die dort in und an sonnigen, kalkarmen Quellen verbreitet und häufig ist.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Quellmoor

Quellmoore entstehen dort, wo Grundwasser ständig und ergiebig austritt und wo nicht zugleich stehende oder fließende Gewässer bestehen. Es kommt allerdings nur dann zur Moorbildung, wenn sich das Quellwasser langsam bewegt. Durch die geringe Fließgeschwindigkeit und die dauerhafte Wassersättigung kommt es zur Akkumulation organischer und mineralischer Ablagerungen.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

https://www.lfu.bayern.de/natur/quellen/fachbegriffe/index.htm

 

Quellmoos

Allgemein Bezeichnung für in Quellen vorkommende Moose, überwiegend Starknervmoos (Cratoneuron commutatum) und Philonotis.

 

Quellmund

Ort an dem das Wasser austritt.

Quellsaum

Durch geologische Gegebenheiten entstehende Aneinanderreihung von Quellen in relativ geringer Höhenabweichung. Quellsäume können einen sehr unterschiedlich großen Raum umfassen. In Deutschland ist ein außerordentlich großer Quellsaum nördlich von Sauerland und Haarstrang etwa von Bad Lippspringe bis Unna.

Quellschüttung

Quellschüttung Bezeichnet die abgegebene Wassermenge in einer Zeiteinheit (zum Beispiel: m3/h, l/s). Die Quellschüttung kann intermittierend (zeitweise versiegend), perennierend (versiegt im Jahresverlauf nicht) oder periodisch (ungleichmäßig) ausfallen.

 

https://wurdarborn.hpage.com/quellen.html

 

Quellsee

Als Druckwassersee oder Quellbeckensee bezeichnet man Gewässer, die durch hochsteigendes, also unter erhöhtem Druck stehenden Grundwasser entstehen. Dies aufgestiegene Wasser füllt dann Senken oder tiefer gelegene Geländeteile mit Wasser. Der Zufluss der Seen ist also nicht sichtbar, bei hohen zugeführten Wassermengen können sie aber einen Abfluss haben.

Von Druckwasserseen sind Grundwasserseen zu unterscheiden, in denen sich das Wasser nur durch die Eintiefung der Oberfläche sammelt, also der Grundwasserspiegel angeschnitten ist und offenliegt (etwa Baggerseen), oder Tümpel, die entstehen, weil bei starken Regenfällen Teile der Wassermengen nicht mehr im Boden versickern können und sich in Senken sammeln (Wasseransammlung durch Bodensättigung, nicht Wasserdruck).

Einen gewissen Anteil Druckwasserspeisung haben die meisten Seen in Berggebieten, bei Übergangsformen kann der Charakter nur durch genauere Messung von Zu- und Abfluss bestimmt werden (was durch die meist unbekannte Verweildauer des Wassers im Stillgewässer aufwändig ist), oder kann durch Markierungsversuche zumindest prinzipiell nachgewiesen werden. Stillgewässer stellen natürlich auch allgemein fast immer den – oder zumindest einen – Grundwasserhorizont dar, was in der Unterscheidung der Druck- und Grundwasserseen als Sonderform unberücksichtigt bleibt.

Eine Sonderform des Druckwassersees ist der intermittierende See, bei dem das Wasser durch die gleichen Klüfte am Seegrund diesen entsprechend des Grundwasserstands befüllen und wieder entleeren kann. Einer der größten dieser Seen ist der Cerknica See in Slovenien.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Druckwassersee

 

Quellteich

Künstlich aufgestauter Teich, der früher hauptsächlich errichtet wurde um das Quellwasser als Tränke, zur täglichen Nutzung oder für Brandschutz besser nutzen zu können. Später wurden Quellteiche häufig eingerichtet, um die Quelle und den Ort um sie herum aufzuwerten. 

Vergleiche Limnokrene.

Quelltopf

Eine kesselartige Vertiefung, an deren Grund das Wasser austritt, evtl. aus einer Quellhöhle. Das Wasser füllt den Kessel und fließt über eine Schwelle ab. Esiist im Kalkkarst stark mit gelöstem Kalk gesättigt und hat dadurch bei größerer Wassertiefe eine intensivblaue oder grüne Farbwirkung.

 

https://www.showcaves.com/german/explain/Karst/KarstSpring.html

 

Quelltümpel

Auch Tümpelquelle, Trichterquelle, Quellteich, Limnokrene; sind Quellaustritte am Grund einer Mulde, wodurch sich ein stehendes Gewässer (ein Quelltümpel, Quellteich oder sogar ein Quellsee) bildet. Durch Überfließen des Gewässerrandes entsteht dann ein Quellbach. In Karstgebieten kann ein solcher Quelltümpel große Tiefen erreichen.

Der Begriff Quelltümpel wird allerdings darüber hinaus auch für künstlich zu einem Tümpel angestautes Quellwasser in direkter Nähe der Quelle verwendet.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Quelle#Einteilung_nach_Strukturmerkmalen_im_Quelleinzugsgebiet

 

Quelltypologie

Klassifizierung der unterschiedlichen Quellen. Dazu können unterschiedliche Ansätze benutzt werden, zum Beispiel Geographie, Wasserchemismus, Nährstoffgehalt. Im Bayerischen Quelltypenkatalog werden die Parameter Austrittsart und Substrat zur Klassifizierung herangezogen.

 

Weiter Informationen gibt es in unserem Fachartikel Bereich.

 

https://www.lfu.bayern.de/natur/quellen/fachbegriffe/index.htm

 

Quellwasser, Flaschenabfüllung

Wie Mineralwasser kommt Quellwasser aus unterirdischen Vorkommen und enthält natürliche Mineralstoffe. Abgefüllt in Flaschen für den Verkauf muss der Gehalt an Mineralien – anders als bei Mineralwasser – jedoch nicht konstant sein, da ihr Anteil in vielen Quellen deutlichen Schwankungen unterliegt.

Quellzönosen

Gruppe verschiedener Arten, die gemeinsam in einer Quelle vorkommen und zumindest teilweise miteinander in Beziehung stehen.

Radioaktive Quelle

Träger der Radioaktivität in radioaktiven Quellen ist das Edelgas Radon, das beim Zerfall von uran- oder thoriumhaltigen Mineralen meist in Granit- oder Gneisgesteinen entsteht. Das Wasser wird häufig auch zu Heilzwecken verwandt.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Quelle#Einteilung_nach_Strukturmerkmalen_im_Quelleinzugsgebiet

 

 

Raucher, schwarze, weiße

Schwarze und weiße Raucher gehören zu den hydrothermalen Quellen am Grund der Tiefsee. Das heiße Wasser, in welchem verschiedenen Stoffe gelöst sind, tritt durch ein röhren-, oder kegelförmiges, aus Mineralien bestehendes Gebilde aus dem Untergrund aus. Durch die Vermischung mit dem kälteren Umgebungswasser scheiden sich gelöste Stoffe als feine Partikel aus, die eine Wolke bilden, sodass der Eindruck einer Rauchwolke entsteht. Das Wasser besitzt beim Austritt eine Temperatur von über 300°C.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Raucher_(Hydrothermie)

 

Rechtsdrehendes Wasser

Der Begriff des rechts- und linksdrehenden Wassers stammt aus der Radiästhesie, in der die Drehrichtung beispielsweise mit Hilfe eines Pendels bestimmt wird. In den letzten Jahren hat er zunehmend auch Einzug in den Alltagswortschatz gehalten, nicht zuletzt in denjenigen von esoterisch ausgerichteten Menschen. Die Begrifflichkeit rechts- und linksdrehend wird auch für Lebensmittel, Gegenstände und Strahlung verwendet.

Dahinter steht der Gedanke, dass alle Materie auf der Erde eine Resonanzstrahlung abgibt. Sie verhält sich, physikalisch betrachtet, wie elektromagnetische Wellen. Die Intensität der Resonanzstrahlung ist unterschiedlich hoch, insgesamt aber sehr gering. Neuere Forschungen hierzu haben ergeben, dass elektromagnetische Wellen nicht als transversale Wellen von einem Hertzschen Dipol abstrahlen, sondern in einer korkenzieherartigen Drehrichtung (Spinnresonanz). Dabei bedeutet eine Drehung im Uhrzeigersinn (von der Strahlungsquelle aus gesehen) "rechtsdrehend" oder "rechtszirkular". Eine Drehung entgegen des Uhrzeigersinns wird als "linksdrehend" oder "linkszirkular" bezeichnet.

Die Radiästhesie geht davon aus, dass linkszirkulare Resonanzstrahlung, besonders bei hoher Intensität, organschädigend wirkt und hohe rechtszirkulare Resonanzen eher nervenschädigend. Eine schwächere Rechtszirkularresonanz oder auch eine stärkere, die nur kurzfristig einwirkt, gilt (je nach Wellenlänge) als eher aufbauend und förderlich.

Dass Wässer besonderer Qualität physiologische und spirituell begünstigend wirken, war in früheren, intuitiv geprägten Kulturen mit hohem Naturbezug Gemeingut. Das Wasser einzelner "heiliger" Quellen war Priestern vorbehalten, das Wasser anderer Quellen galt als "heilsam", auch wenn selbst heutige Messtechnik an ihnen noch keine besonderen physikalischen oder chemischen Eigenschaften erkennen lässt.

Die Radiästhesie geht davon aus, dass etwa 80% des heute genutzten Wassers linksdrehend ist, dass Heilwasser durch Außeneinflüsse oder nach einiger Zeit von rechtsdrehend nach linksdrehend umpolarisiert werden ("umkippen") kann, dass Heiliges Wasser keinen Außeneinflüssen unterliegt und grundsätzlich rechtsdrehend ist.

Regen

Bei Regen handelt es sich um flüssigen Niederschlag in Tropfenform, welcher aus der Atmosphäre fällt, wenn die Regentropfen auf Grund ihrer Größe und des Eigengewichtes von der atmosphärischen Luftströmung nicht mehr getragen werden können.

Regenwasser

Wasser aus Niederschlägen in flüssiger Form wird als Regenwasser bezeichnet. Es ist wesentlicher Bestandteil des Wasserkreislaufes der Erde.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Regenwasser

Reinstwasser

Reinstwasser ist besonders gereinigtes Wasser. Im Gegensatz zum herkömmlichen Wasser, wie es in der Natur vorkommt und welches z. B. Mineralstoffe wie Magnesium enthält, beinhaltet Reinstwasser so gut wie keine Fremdstoffe.

 

https://ww.my-greenday.de/399640/1/reinstwasser.html

 

Rheohelokrene

Bezeichnung für eine Mischform aus Rheokrene und Helokrene.