
Am Rundweg
Naturschutzgebiet Marais de Bonnefont
Das „Reserve naturelle regionale du marais de Bonnefont“ ist ein kleines, 340 Meter hoch gelegenes Sumpfgebiet bei Mayrinhac-Lentour. Es ist insofern eine Rarität, als auch in Frankreich nur noch wenige vergleichbare Feuchtgebiete erhalten sind. Zudem liegt es am Rande der Causse de Gramat, einer Karstlandschaft mit sehr trockenen Hochflächen und großen Quellen am Fuß der Klippen und an den Flüssen, die das versickerte Niederschlagswasser aus weitläufigen Höhlensystemen wieder an die Oberfläche bringen. Nicht zuletzt ist die Gourgue, die das Wasser der Quellen hier im Sumpf sammelt, einer der Quellbäche des Alzou, der unterhalb von Rocamadour in die Ouysse mündet.

Ein 1,7 Kilometer langer und hübscher Rundweg, der teils auf Bohlen durch das 42 Hektar große Gebiet führt, ist durch eine schwarze Libelle gekennzeichnet und mit Infotafeln ausgestattet. Er ermöglicht Zugang zu den natürlichen Lebensräumen und gibt Auskunft über Fauna und Flora, Hydrogeologie und zur Geschichte. Nach Niederschlägen und im Winter können die Bohlen recht rutschig sein. Ein besonderer Reiz liegt in dem Gegensatz zu den trockenen Orchideenweisen, die direkt an das Feuchtgebiet anschließen.
Dieser niedrigalkalische Sumpf mit torfigem Charakter und Schilfhainen birgt mehrere Schwefelquellen, von denen die größte gekennzeichnet ist. Wenn man den Bohlenweg aufmerksam entlanggeht, entdeckt man unterhalb noch mehrere kleine, die an ihrem Geruch und an milchig-weißen Fadenalgen zu erkennen sind. Ornithologen können von einer verdeckten Plattform aus Vögel beobachten. Das relativ kleine Gebiet beherbergt immerhin 263 botanische Arten, 405 Tierarten und 119 Pilzarten.
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