Jardin des Fontaines Petrifiantes
Jardin des Fontaines Petrifiantes
Nur selten muss man in Warteschlangen stehen und Eintritt bezahlen, um sich Quellen ansehen zu können. Beim Garten der versteinerten Quellen in La Sône kann man beides getrost in Kauf nehmen. Der Privatpark wurde 1994 zwischen einer Klippe und dem Ufer der Isère angelegt, nachdem man bei Aufräumarbeiten auf dem Grund um die 15 Quellen, einen Wasserfall und Versteinerungen entdeckt hatte. Auch oberhalb des Gartens am Château de la Sône entspringt eine Quelle, deren Bach anscheinend über den Garten zum Fluss hinabfließt. Je nach Stärke der Quellschüttungen fließt das Wasser entweder auf breiter Front oder in schmalen Rinnsalen über die Becken und Moospolster.
Das Wasser all dieser Quellen fließt vom weiter nördlich gelegenen Chambaran-Plateau zu und reichert sich auf seinem unterirdischen Weg so stark mit Kalk an, dass die Härtebildner selbst noch beim Abfluss aus dem Garten am Uferweg der Isère Sinter bilden.

Heute ist der rund 8.000 Quadratmeter große Park mit seinen großartigen Sinterterrassen, Versteinerungen und über 800 Blumen- und Pflanzenarten eine Touristenattraktion. Das milde Klima lässt zahllose und üppige Pflanzen gedeihen, wodurch die Naturkulisse aus Becken (Gours) und Wasserfällen einen mediterranen Charakter erhält. Sein farbenfrohes Aussehen erhält er nicht nur durch die Blumen, sondern auch durch die sehr verschiedenartigen Moose auf den versteinerten Kaskaden. 2017 wurde der Garten als „Bemerkenswerter Garten“ ausgezeichnet.
Auch wenn die fantasievolle Gestaltung der Gärten da und dort vielleicht Geschmackssache ist, sind die Jardins des Fontaines Petrifiantes doch eine unbedingte Empfehlung. Der Garten ist von April bis Oktober geöffnet, der Eintrittspreis von (Stand 2025) 13 EURO ist angemessen. Leider sind die Wege nicht rollstuhlgerecht. Zudem gestaltet sich die Parkplatzsuche an Feiertagen und während der Ferien schwierig.
