Source de la Buèges

  Source de la Buèges Koordinaten

 

 

Nur wenig abseits der touristischen Geschäftigkeit am Flusse Hérault verbirgt sich ein kaum bekanntes Paradies: das Tal der nur zwölf Kilometer langen Buèges mit ihrer idyllischen Quelle beim Weiler Méjanel. Ihren größten Zulauf erhält der Fluss vom Foux de Saint-Jean (43.833983, 3.616567), der ehemals eine stattliche Mühle antrieb und als Bach Le Garrel nach etwa einem Kilometer von links in die Buèges mündet.

Als typischer Karstfluss bildet die Buèges an einigen Stellen Sinterterrassen aus und sie zeigt im Jahresverlauf ein sehr unterschiedliches Bild. Während sie im Frühjahr so viel Wasser führen kann, dass sie da und dort über ihre Ufer tritt, trocknet ihr Bett ab dem Spätsommer in Abschnitten aus und das Wasser fließt unterirdisch, bis es weiter unten wieder an die Oberfläche kommt. Obwohl das jedes Mal viele Opfer unter den Fischen fordert, gibt es doch eine beständige Forellenpopulation in der Buèges.

Die Source de la Buèges liegt auf knapp 200 Meter Höhe am Fuße des Berges Séranne, der den östlichen Rand des Plateaus Causse du Larzac bildet. Ihr kristallklares Wasser entspringt mit türkisfarbenem Schimmer an mehreren Stellen, vor allem aber aus einer Spalte am Grund eines schon vor langer Zeit angelegten Quellbeckens mit 20 Meter Durchmesser und drei Meter Tiefe. Auf dessen steinigem Bett, in dem unablässig Gasblasen aufsteigen, wächst leuchtend grün der Wasserstern und Laichkraut. Darunter verbirgt sich an der Grenze unterschiedlicher Kalksteinschichten ein Schacht, der in geschätzt 180 Meter Tiefe an einer wasserstauenden Schicht endet, weshalb sie dem Typ der „Exsurgence“ zugerechnet wird. Die Kluft wurde von Tauchern bisher auf gut 100 Metern erforscht.

 

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Der Fluss Buèges und seine Quellen waren von jeher von großer Bedeutung für das Tal. Bis 1971 wurde die Source de la Buèges zur Versorgung des Dorfes Pegairolles-de-Buèges herangezogen. Heute werden die Gemeinden von einem überregionalen Versorger aus einem gebohrten Brunnen versorgt. Die Source de la Buèges hat aber bis heute eine vorzügliche Qualität und manche Anwohner füllen sich noch immer Trinkwasser an der idyllisch gelegenen Quelle ab.

Unterhalb der Quelle führt ein Fußweg etwa einen Kilometer weit direkt am linken Flussufer entlang. Oder man fährt mit dem Rad (https://www.komoot.com/de-de/plan/tour/d08ApyKegA2y6I=FxhQCtYKS6iBQ5iMdI7uiWsfKdwA/@43.8149106,3.6100977,14.799z) auf wenig frequentierten Straßen und Wegen bis zur Mündung in den Hérault und trifft dabei auf bezaubernde Weiler, alte Brücken, Furten, Sinterterrassen mit kleinen Kaskaden und traumhaft schöne Badeplätze – im Sommer allerdings auch auf einige trockene Flussabschnitte.