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Feenwald

 

  Sentier Karstique du Grand Bois Karstwanderweg Koordinaten

 

Der Karstwanderweg von Grand Bois (Sentier Karstique du Grand Bois) mit der Maeva-Tropfsteinhöhle ist genau genommen keine Route am Wasser, sondern über dem Wasser. Er liegt gut einen Kilometer Luftlinie nördlich der ehemaligen Gemeinde Merey-sous-Montrond, die 2022 in der Commune nouvelle Les Monts-Ronds aufgegangen ist, und gilt als der älteste Karstlehrpfad Frankreichs. Dabei birgt er nicht nur zahlreiche typische Karsterscheinungen, sondern der Wald Grand Bois hat auch ein ganz und gar mystisches Flair.

Die Fläche des 17 Quadratkilometer großen Ortsgebiets von Merey-sous-Montrond umfasst einen Abschnitt der Schichtstufenlandschaft des westlichen französischen Juras. Der Hauptteil des Gebietes wird von einem Plateau eingenommen, das durchschnittlich auf 450 Metern liegt und teils Acker- und Wiesland, teils bewaldet ist. Das gesamte Plateau besitzt heute keine oberirdischen Gewässer mehr, weil das Niederschlagswasser unmittelbar im verkarsteten Untergrund versickert und unterirdisch nach Süden zum Tal der Loue abfließt. Dort tritt es in zahlreichen Karstquellen wieder an die Oberfläche. So ist die Landschaft durch verschiedene Karstphänomene wie Dolinen, bedeckte Karrenfelder, Höhlen, Schächte, Gesteinsbrüche und „Puits“ geprägt. Diese tiefen Brunnen, mitunter auch kleine Seen, reichen bis zum Grundwasserspiegel, der – je nach vorangegangenen Niederschlägen - in den Brunnen aufsteigt und wieder abfällt.

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Ein relativ kurzer Weg (auf der Karte oben rot eingezeichnet) ist rund um die Uhr zugänglich und einfach zu begehen, in Abschnitten (grün) auch rollstuhlgerecht. Ein weiterer Weg (blau) ist nur im Sommer und mit Führung zugänglich, darunter auch die Maeva-Höhle. Der daran anschließende letzte Teilabschnitt (violett) ist Geologen und Höhlenforschern vorbehalten. Die Infotafeln geben leider nur auf Französisch Auskunft.

Der rote Weg ist zwar nur 1,3 Kilometer lang, doch so reich an Attraktionen, dass man sich mindestens eine Stunde Zeit nehmen sollte - mit Kindern auch länger, denn es gibt entlang des Weges viel zu bestaunen und zu erkunden. Etwa die Puits noir, heute ein 30 Meter tiefer Schacht, aus dem vor Jahrtausenden die Quelle eines Baches entsprungen ist. Wie viele dieser Einbrüche und Schachthöhlen ist auch Puits noir zum Beinhaus für unzählige Tiere geworden, die dort verwest sind und das Wasser in den verzweigten unterirdischen Höhlensystemen kontaminiert hat.  Nicht nur wegen der anthropogenen Verschmutzung also, sondern auch wegen der zunehmenden Zahl von Erdfällen sind in Karstgebieten viele Quellen heute kontaminiert.

Ein geräumiger Parkplatz an der D111 liegt direkt am Eingang zum Park.

 

Fremdfoto Grotte Maeva