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Frankreich

 

 

 

 

Reiseinformationen

 

Frankreich misst mit seinen 13 Regionen in Europa und seinen fünf Überseegebieten Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte und Reunion insgesamt 643.801 Quadratkilometer. Damit ist es flächenmäßig das größte Land der Europäischen Union. Im Folgenden bleiben die Überseegebiete unberücksichtigt ebenso wie die Insel Korsika, die sich vor etwa 11,5 Millionen Jahren mit dem Entstehen des Mittelmeeres als korsisch-sardischen Platte vom Kontinent abspaltete und in historischer Zeit politisch wie gesellschaftlich eine Sonderrolle spielte.

Verglichen mit dem 357.340 Quadratkilometer großen Staatsgebiet Deutschlands ist alleine Festlandfrankreich (France métropolitaine) mit 543.965 Quadratkilometern mehr als eineinhalbmal so groß. Die Bevölkerungsdichte liegt mit ca. 65 Millionen Einwohnern bei etwa 105 Einwohner pro Quadratkilometer, während sie in Deutschland mit seinen 84 Millionen Einwohnern bei 234 Einwohner pro Quadratkilometer und damit mehr als doppelt so hoch ist. Die Urbanisierung ist mit etwa 80% ähnlich hoch wie in Deutschland. Allein in der Metropolregion Paris leben über 13 Millionen Einwohner, in der Region Auvergne-Rhône-Alpes weitere acht Millionen.

Dem stehen überaus dünn besiedelte ländliche Gebiete vor allem im Südwesten, im Zentralmassiv und im Nordosten gegenüber. Einige von ihnen liegen auf Karstgestein, landschaftlich reizvoll, aber mit wenig natürlichen Wasservorkommen. Die Böden wurden in der Vergangenheit vor allem als Schafweiden genutzt und die Infrastruktur ist mancherorts bis heute spärlich. Auf den oft einspurigen Straßen begegnet man kaum einem Fahrzeug, sodass sie selbst mit Wohnmobilen problemlos zu befahren sind. Wer allerdings meint, Frankreich böte dem Individualreisenden aufgrund dieser Weitläufigkeit eine hohe Flexibilität, wird bald eines Besseren belehrt. Denn das Land verzeichnet weltweit die höchste Touristenzahl und an vielen Plätzen wird es besonders während der Sommermonate eng.

Die Beliebtheit ist der kulturellen Vielfallt wie der einzigartigen Schönheit vieler Landstriche geschuldet und mancher „Frankophile“ fühlt sich zudem von der französischen Lebensart angezogen. Paris mit Eiffelturm, Louvre, Triumphbogen und Versailles sind Sehnsuchtsziele, die Côte d'Azur mit Saint-Tropez, Cannes, Antibes und Nizza gilt als Wiege des Tourismus, die Schlösser des Loiretals gehören zu den meistbesuchten weltweit.

Dabei reichen die Kulturdenkmale und geschichtsträchtigen Orte so weit in die Vergangenheit zurück wie kaum sonst wo in Europa: die grandiosen Höhlenmalereien im Vézère-Tal rund 20.000 Jahre, die Megalith-Stätten in der Bretagne immerhin 7.000 Jahre. Viele Hinterlassenschaften stammen aus römischer Zeit, die dem Land bis heute ihren Stempel aufgedrückt hat. Die Überreste städtischer Besiedlung und Bauwerke wie die Pont du Gard (de.wikipedia.org/wiki/Pont_du_Gard), das Aquädukt von Gier und viele andere (Wasser-)Bauten zeugen von der herausragenden Ingenieurskunst der Römer. Wehrhafte Festungen, prächtige Schlösser und großartige Kirchenbauten repräsentieren alle historischen Epochen - ihre Zahl wird auf über 50.000 geschätzt. Vieles gehört zu den wichtigsten Hinterlassenschaften des Abendlands und wird von der UNESCO als Welterbe gewürdigt.

Im Jahr 2024 machten 102 Millionen ausländische Touristen und noch mehr Franzosen Urlaub im Land. Viele der kulturellen und landschaftlichen Highlights teilen daher das Schicksal von Touristenzielen weltweit: Vor allem im Sommer sind bekannte Museen und Sehenswürdigkeiten über Wochen ausgebucht, Wanderouten, Canyons und markante Küstenabschnitte heillos überlaufen, Straßen verstopft, an Schleusen stauen sich Hausboote. Viele Franzosen haben zudem das Wohnmobil für sich entdeckt, sodass deren Zahl – im Gegensatz zu Camping- und Stellplätzen – stark zugenommen hat. In manchem Canyon, manchem Bergdorf ist die Parkplatzsuche zum Fiasko geworden, der Verkehr für die Ortsansässigen zur Zumutung. An gefragten Küstenabschnitten wurden Fahrverbote verhängt, Park- und Stellplätze liegen oft weit abseits. Gut, wenn man da aufs Rad umsteigt. Wer die Möglichkeit hat, sollte deshalb das Frühjahr, den Spätsommer und Herbst nutzen, wenn überdies die Temperaturen angenehm sind.

Nicht nur in Paris herrscht Gedränge, sondern auch an manch "verstecktem Juwel". Den Versuch etwa, an einem März-Wochenende 2024 die Quelle der Cuisance im Departement Jura zu besuchen, mussten wir aufgeben. Die Parkplätze waren wegen Überfüllung geschlossen, die Anfahrtswege kaum passierbar. Die Franzosen verbringen ihre Freizeit gerne in der Natur, gesellig und oft in größeren Gruppen. Mitunter hat man den Eindruck, alle Touristen würden aus unerfindlichen Gründen zur gleichen Zeit die gleichen Ziele ansteuern. Wer Ruhe sucht, sollte im Netz nach unbekannteren Zielen Ausschau halten. Je weniger Fotos und „Däumchen“, desto besser! Auf unserer Quellenkarte sind zahllose solcher Kostbarkeiten zu finden, die man selbst im Sommer oft für sich alleine hat.

 

Ein wenig Landeskunde

Das Netz bietet zahlreiche brauchbare und hilfreiche Infos für den Urlaub in Frankreich. Hier sollen lediglich einige Aspekte angerissen werden, die dem ausländischen Touristen das Land, seine Gesellschaft und sein Selbstverständnis besser zugänglich machen. So etwa liegt ein historisch bedingter Unterschied zwischen Frankeich und Deutschland, den beiden Kernländern Europas, in ihrer staatlich-gesellschaftlichen Organisation. Während in Deutschland die "Kleinstaaterei" vor der Reichsgründung von 1871 zu föderalen Strukturen führte, ist Frankreich ein Musterbeispiel des Zentralismus.

Der Sonnenkönig Ludwig XIV., der von 1643 bis 1715 regierte, machte das Land zum Inbegriff des absolutistischen Staates. Es folgte die Epoche der Aufklärung mit dem Konzept einer Gemeinschaft von Bürgern, die sich selbst regieren. Sie mündete in die Französische Revolution (1789–1799), die mit der Deklaration von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit den feudal-absolutistischen Ständestaat von der Bühne fegte und in breiten Volksschichten ein ausgeprägtes Gefühl der nationalen Einheit wachrief. Wo früher die tradierten lokalen Traditionen den Alltag bestimmt hatten, führte das neue Nationalbewusstsein zu einer zunehmenden Zentralisierung der Macht.

Manche der historischen Landschaften sind noch in den Namen heutiger Verwaltungseinheiten erhalten. Doch wurde Frankreich zunehmend dominiert von seiner Hautstadt Paris mit dem Gemeindeverband Métropole du Grand Paris und den umliegenden Gebieten der Region Île-de-France. Sie bilden heute den politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkt des Landes und prägen es wesentlich. Die Ballungsräume Lyon, Marseille-Aix-en-Provence, Lille oder Toulouse folgen mit weitem Abstand. Dieser Zentralismus lässt oft vergessen, dass es auch in Frankreich zahlreiche historisch gewachsene Volksgruppen gibt, die sich von der französischen Mehrheitsgesellschaft als ethnische (sprachliche, religiöse usw.) Minderheiten unterscheiden.

Minderheiten in Frankreich 

 

In der Vergangenheit waren es vor allem Korsen, die ihre Unabhängigkeit (wikipedia.org/wiki/Korsikakonflikt) lautstark und teilweise gewaltbereit einforderten. Weniger bekannt sind Bestrebungen von Basken, Bretonen, Katalanen, Flamen, Okzitaniern oder Bevölkerungsgruppen im Elsass und Lothringen, ihre Sprachen und kulturellen Besonderheiten zu bewahren. Bereist man Frankreich mit Ruhe, nimmt man auch als Außenstehender die Unterschiede im Wesen verschiedener Volksgruppen wahr.

Die anhaltende Blockadebewegung, die Ausdruck einer Entfremdung breiter Bevölkerungsschichten von den politischen und gesellschaftlichen Eliten ist und Frankreich seit Jahren lähmt, richtet sich vordergründig gegen Neoliberalismus, Rentenreform und unsoziale Sparmaßnahmen. Sie hat ihre Wurzeln aber auch in Nachteilen des zentralistischen Einheitsstaats wie der mangelnden Berücksichtigung regionaler Eigenheiten oder immer längeren Wegen durch die Instanzen.

 

 

 

 

Frankreichs Naturräume und Gewässer

 

Physische Übersicht Frankreichs

 

Frankreich bietet von der Nordsee bis zum Mittelmeer, von den 3.400 Meter hohen Pyrenäen bis zum Mont Blanc (4.810 Meter) in den Alpen außerordentlich vielgestaltige Naturräume. Die vulkanische Vergangenheit des Landes bildete über Jahrmillionen Landschaften wie die Chaîne des Puys, eine Kette von über 80 Vulkanen. Zu ihnen gehören die Lavakuppel des Puy de Dôme und als jüngster Vulkan der Lac Pavin, der erst vor etwa 6.700 Jahren entstand. Auch die Haute Cevenne war bis vor 12.000 Jahren aktiv, weshalb es als „Land der jungen Vulkane“ bezeichnet wird.

All dies ist Teil des 1.885 Meter hohen Zentralmassivs, das mit seinen Gebirgen und einsamen Hochflächen 15% der Landesfläche einnimmt. Teils hat es Mittelgebirgscharakter, teils haben seine markanten Erhebungen die Merkmale von Hochgebirgen. Die Besonderheit des Gebiets mit Vulkankegeln, Maren, Schlackenkegeln, Lava-Strömen und Kraterseen wird mit interessanten Geoparks gewürdigt. Besonders markante Relikte aus vulkanischer Zeit sind Basaltorgeln, etwa im UNESCO Geopark Monts d’Ardèche bei Jaujac. Heute werden die Vulkane im Zentralmassiv als ruhend eingestuft. 

Basaltorgel von Jaujac

 

Die Flussbecken der Seine, die durch Paris zur Nordsee fließt, der Loire und Garonne, die den Weg zum Atlantik nehmen, und der Rhône, die ins Mittelmeer mündet, waren seit jeher wichtige Verkehrs- und Handelswege sowie Zentren der kulturellen Entwicklung. Ihre teils sehr weitläufigen und fruchtbaren Ebenen ermöglichten gute landwirtschaftliche Erträge und Wohlstand, während das Leben in den Gebirgen entbehrungsreich war. Noch heute spiegeln historische Stadtkerne und pompöse Schlösser in den Niederungen den Gegensatz zum Leben in den oft kargen Bergdörfern wider.

Hydrologische Ausgangssituation

 

Die schiffbaren Flüsse wurden nach und nach durch ein System von Kanälen ergänzt, das die kommerziellen Zentren des Landes miteinander verband. Mit zunehmender Größe der Lastkähne mussten viele Routen aufgegeben werden, die zwischenzeitig hohe Bedeutung der Binnenschifffahrt brach ein. Heute ist Frankreich ein Eldorado für Bootsfahrer. Während Kanuten und Rafter die Wildwässer von Flüssen wie Durance, Ardèche, Verdon, Hérault oder Aude befahren, gibt es für Hausboote ein Netz von insgesamt rund 8.000 schiffbaren Kilometern, das in nahezu alle Landesteile führt. Besonders beliebt sind der Canal du Midi, die Camargue und Burgund.

Nicht weniger abwechslungsreich als die Fließgewässer sind die Küsten. Sie reichen von der Jadeküste und grandios abfallenden Kreidefelsen an der Nordsee über die stark gegliederten und von Wellen umtosten Küsten am Atlantik bis zum Mittelmeer mit Côte d‘Azur, Camargue und den bekannten Salzwasserlagunen (Ètangs), den größten Seen Frankreichs.

Viele der Süßwasserseen im Landesinneren sind künstlich angestaut und dienen als Wasserspeicher oder zur Fischzucht. So etwa die über 700 Quadratmeter große Teichlandschaft um Villars-les-Dombes östlich der Saône, ehemaliges Sumpfgebiet, das Mönche im 19. Jahrhundert trockenlegten, um die Malaria zu bekämpfen und in großem Stil Hechte und Karpfen zu züchten. Die schönsten Binnenseen liegen im Bereich von Alpen und Pyrenäen, darunter der Lac du Bourget, der mit 145 Meter Tiefe und 45 Quadratkilometer Ausdehnung größte natürliche See Frankreichs. Nördlich stellt eine ausgeschilderte Route von 150 Kilometer Länge die Jura-Seen und zahlreiche Wasserfälle vor.

Seenroute

 

Die rund 70 Seen des Haut-Jura mit seinen Kalk- und Mergelketten aus dem Mesozoikum sind zum Teil mit geschmolzenem Eis gefüllt und ihr Wasser ist von wunderbarer Farbe.  Sie sind Teil der bei Touristen besonders beliebten Karstgebiete Frankreichs, zu denen auch viele der grandiosen Schluchten und Höhlensysteme gehören. Von letzteren bringen es einige auf über 40 Kilometer Länge, in denen Grundwasserleiter und ganze Flüsse auf mehreren Etagen unterirdische Parallelwelten bilden. Den Wasserkreislauf der französischen Karstgebiete stellen wir unten gesondert dar.

 

 

Frankreichs Hydrogeologie

 

Frankreich erhält durchschnittlich 480 Milliarden Kubikmeter Niederschlag im Jahr sowie elf Milliarden Kubikmeter Oberflächenwasser aus Nachbarländern (einschließlich des Rheins). Die mediterranen Regionen im Süden weisen ein trockenes und wechselhaftes Klima auf, im Südwesten treten häufig Dürren auf. Der überwiegende Teil der Niederschläge geht durch Verdunstung und Transpiration über die Vegetation verloren, 108 Milliarden Kubikmeter sind als Oberflächenwasser gespeichert. Dem gegenüber befinden sich nach Schätzungen zwei Billionen Kubikmeter Wasser in Aquiferen, die allerdings nicht gleichmäßig über das Land verteilt sind und deren Verfügbarkeit stark schwanken kann.

Die Geologie Frankreichs wird gemeinhin in das Pariser Becken, das Armorikanische Massiv, das Zentralmassiv, das Aquitanische Becken, die Pyrenäen, die Alpen, die Côte Languedocienne, das Sillon Rhodanien, das Vogesenmassiv, das Ardennenmassiv, den Rheingraben und das flandrische Becken unterteilt. Der Blick auf eine Karte zeigt die überaus komplexen geologischen Verhältnisse des Landes, die sich in seiner Hydrogeologie widerspiegeln.

Geologische Karte Frankreichs

 

Die Hydrogeologie unterscheidet im Wesentlichen vier große Provinzen:

 

  • Große Sedimentbecken (Becken-Aquifere), von denen das Pariser Becken und das Aquitanische Becken die wichtigsten sind. Dort finden sich mächtige Schichtfolgen aus Kalkstein, Sandstein und Kreide, die teils sehr ergiebige Grundwasserleiter bilden.

Aufbau des Pariser Beckens

 

  • Kalkgebiete und Karstsysteme, vor allem im Jura, Causses (Südfrankreich) und Teilen Burgunds großflächig vertreten. Sie zeichnen sich durch sehr hohe Durchlässigkeit, Mangel an Oberflächenwasser, unterirdische Flüsse in verzweigten Höhlensystemen, große Quellen mit stark variierenden Schüttungen und Tuffsteinbildung aus. Karst ist eine der wichtigsten Grundwasserressourcen, aber auch besonders anfällig für Verschmutzung.
  • Kristalline Massivgebiete vor allem in den alten Massiven (Armorikanisches Massiv in der Bretagne und Normandie, Zentralmassiv, Vogesen, Teile der Alpen und Pyrenäen) mit Granit und Gneis als dominierenden Gesteinen. Hier gibt es zur Trinkwasserversorgung nur lokale, wenig ergiebige Vorkommen, meist in Verwitterungsdecken oder Störzonen.
  • Küsten- und Entlang großer Flüsse (Loire, Rhône, Garonne) und in Küstenebenen (Camargue, Aquitaine, Atlantikküsten) gibt es ergiebige Schotter- und Sand-Kies-Aquifere. Sie sind allerdings anfällig für Übernutzung, Versalzung (Meerwassereintrag) und Verschmutzung durch Landwirtschaft.

 

Die zahlreichen thermalen und mineralischen Quellen (Vichy, Evian, Badoit u.a.) gehen auf jeweils besondere geologische Strukturen zurück und stammen überwiegend aus tiefen Speichern. Im vulkanischen Zentralmassiv und in den östlichen Pyrenäen fördern viele Kurorte ihre Thermalwässer aus Hunderten Metern Tiefe zutage, an anderer Stelle tritt Thermalwasser durch artesischen Druck im Aquifer von alleine an die Oberfläche. Seit prähistorischer Zeit wurden viele der Quellen zu Heilzwecken genutzt, anderen kam über Jahrtausende eine hohe rituelle Bedeutung zu. Wir haben den Ritualquellen, Heiligen Quellen und Heilquellen Frankreichs (Fachbeitrag) einen ausführlichen Beitrag gewidmet.

 

Der Wasserkreislauf im französischen Karst

Hydrogeologisch am interessantesten sind die französischen Karstgebiete (verlinken mit Fachartikel Quellen der Touvre): der Jura (Merokarst), der Vercors im äußersten Westen der französischen Alpen und die benachbarte Chartreuse, der Gebirgsstock des 1.909 Meter hohen Mont Ventoux in der Provence, die Pyrenäen und die Causses mit Teilen der Cevennen. Als "Causse" werden weite Hochebenen aus verkarstetem Kalkgestein bezeichnet, wie die Grand Causses im westlichen Teil der Cevennen. Einige der Departements sind nach den Karstflüssen bezeichnet, die mit ihren markanten Schluchten die Landschaft dominieren: Lot, Hérault, Tarn-et-Garonne usw.

In vielen der Karstquellen Frankreichs treten ganze unterirdische Flüsse an die Oberfläche. Während der Schneeschmelze und nach anhaltend starken Niederschlägen bilden sie trübe Sturzfluten, zumeist haben sie glasklares, türkisfarbenes Wasser, das einem runden Dutzend der französischen Karstquellen den Namen „Source Bleue“ (blaue Quelle) eingebracht hat. Manche der Quellen versiegen zeitweise vollständig, wie die bekannte Source de la Sorgue (auch Fontaine Vaucluse) in der Provence mit ihrem 300 Meter tiefen Schlund. Sie liegt am Fuße einer 230 Meter hohen Kalksteinfelswand, hat mit ihrem 1.240 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet eine mittlere Schüttung von 21.800 l/s, bringt es aber bis auf stattliche 81.400 l/s (Dezember 2003).

Austrittshöhle der Sorgue mit seitlicher Markierung von Wasserständen

 

Neben unzähligen Höhlen und Grotten, grandiosen Schluchten, Flüssen und Quellen bietet der Karst gewaltige Gesteinseinstürze und Dolinen, Naturschächte („Aven“), Flussschwinden und Trockentäler, Kalksinter und Tropfsteinbildung, Klippen, Felsbögen und Felsüberhänge („Abris“). Ganz überwiegend sind sie durch die erosive Kraft des Wasserkreislaufes entstanden. Bei Naturliebhabern gelten die französischen Karstgebiete mit ihren grandiosen Canyons, Flüssen, Quellen und Höhlen als beliebte Ziele. Es gibt allein rund 200 Schauhöhlen, darunter zahlreiche aktive Wasserhöhlen, von denen einige mit Booten befahren werden, in anderen wird Canyoning angeboten.

In den Grottes de Maxange bei Le Buisson-de-Cadouin scheint die Schwerkraft aufgehoben zu sein

 

Der unterirdische Teil des Wasserkreislaufs wird seit Jahrhunderten erforscht. Dank verbesserter Ausrüstung wurden in den letzten Jahrzehnten viele neue Erkenntnisse gewonnen, doch immer wieder bilden Engstellen und Siphons unüberwindliche Hindernisse. Trotz unzähliger Färbeversuche birgt der Weg des Wassers in dieser unterirdischen Welt noch immer zahlreiche Geheimnisse.

Eines der hydrogeologisch interessantesten Gebiete ist das Vallée de la Dordogne, das wegen seiner außergewöhnlich hohen Zahl an Höhlen, Grotten und anderen unterirdischen Formationen auch als „Tal der tausend Höhlen“ bezeichnet wird. Hier verläuft unter anderem die geologische Verwerfung von Meyssac, an der mehr als 200 Millionen Jahre alter Sandstein des Zentralmassivs auf jurassische Kalksteinsedimente trifft, die einige zehn Millionen Jahre später abgelagert wurden. Schon die Jäger und Sammler im Magdalénien vor etwa 13.500 bis 12.500 Jahren suchten während der ausgehenden Eiszeit Schutz in diesen Höhlen, wie zahlreiche Funde von Skeletten, Werkzeugen und Schmuck zeigen. In einigen haben sich großartige Wandmalereien erhalten, etwa in der Grotte von Lascaux, die im Vergleich zu anderen Höhlen des Périgord relativ trocken ist, da sie von einem Mergelhorizont abgedichtet wird.

Unterirdische Wasserläufe im südwestlichen Departement Lozere 

 

 

Becken des Karstflusses Ouysse 

 

 

Gefährdete Trinkwasserversorgung – auch in Frankreich

In Summe ist Frankreich reich an oberflächennahen und tiefen Grundwasserleitern. Erst kürzlich wurde ein großes Vorkommen in den eozänen Sanden bei Lausagnet entdeckt, das für den Raum Pau-Toulouse von großer Bedeutung ist. Allerdings reagieren gerade die Karst- und Becken-Aquifere, aus denen ein großer Teil des Trinkwassers in Frankreich stammt, besonders empfindlich auf Schadstoffeinträge.

 

In jüngerer Zeit sind vor allem Mikroplastik, Medikamente und PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) in den Fokus gerückt, ein hormonähnlicher Stoff, der in Verdacht steht, die Fortpflanzungsfähigkeit (nicht nur) von Fischen und Lurchen zu beeinträchtigen und der inzwischen selbst tiefere Grundwässer langfristig kontaminiert. Selbst 25 Jahre nach einem EU-weiten Verbot lässt sich noch immer Atrazin im Grundwasser nachweisen. Die meisten der rund 30.000 in Europa genutzten Chemikalien werden erst gar nicht umfassender untersucht. So gilt auch in Frankreich Nitrat aus Stickstoffdünger und Tierdung als Hauptproblem, das durch die Landwirtschaft eingetragen wird. Langzeituntersuchungen am ungespannten Grundwasser im Departement Eure-et-Loir (Chartres) verdeutlichen es:

Nitratkonzentration im Grundwasser

 

Ähnliche Probleme haben Regionen mit geringer Wasserverfügbarkeit wie die Bretagne, das Elsass und Regionen im südlichen Zentralmassiv. Der zu hohe Nährstoffgehalt des Wassers lässt sich häufig schon mit bloßem Auge an den Schleimalgen erkennen, die in Quellen und ihren Bächen während der letzten Jahrzehnte stark zugenommen haben. Lediglich dünn besiedelte Gebiete mit extensiver Landwirtschaft, wie man sie in Gebirgsregionen, weiten Teilen Nordeuropas und im Westbalkan findet, kennen heute noch Grundwasser ohne Nitratbelastung. Hier sind auch die Gemeinschaften aus Pflanzen, Kleinstlebewesen, Mikroorganismen und Algen noch intakt, die sich auf nährstoffarmes Quellwasser spezialisiert haben.

 

Frankreichs Heilige Quellen und Waschhäuser (Lavoirs)

 

 

Bonne fontaine de Courbefy, Bussière-Galant

 

In Frankreich sind heute über 2.000 Heilige Quellen bekannt, manche von ihnen mystische Orte, die nachweislich von gallischer Zeit bis Mitte des 20. Jahrhunderts rituell und medizinisch genutzt wurden. Unzählige Thermal- und Mineralquellen wurden zudem in römischen Thermen und zwischenzeitig fast 100 Kurorten genutzt. Es sind abertausende historische Brunnen und Waschhäuser (Lavoirs) erhalten. Früher von zentraler Bedeutung für das Leben von Mensch und Tier, waren sie nach der Zentralisierung der Wasserversorgung vorübergehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden.

Mit dem zunehmenden Interesse vieler Franzosen an ihren historischen Landschaften und deren Traditionen haben auch Heilquellen, Brunnen und Waschhäuser wieder eine Aufwertung erfahren. So wurden in den letzten Jahrzehnten zahllose Informationen und Sagen zu Frankreichs Heiligen Quellen, seinen Thermalquellen, Brunnen und Waschhäusern zusammengetragen, die wir in einem ausführlichen Fachartikel (Frankreichs Heilige Quellen und Waschhäuser) vorstellen.

  

  • Lac de la Roche de Rame - Hautes-Alpes
  • Verdon-Schlucht
  • Touristenkaravanen - Roussillon
  • Thermalquelle - Source de la Rotonde
  • St-Cirq-Lapopie am Lot
  • Source de la Luoe
  • Sinter - Fontaine Petrifiante De Reotier
  • Salinen
  • Römische Wasserbauten - Pont du Gard
  • mystische Wälder - Foret de Huelgoat
  • Lac du Salgou
  • Argentat an der Dordogne
  • Kirche Ste-Foy - Conques
  • Ille-sur-Tet - Gesteinsorgeln
  • Heilige Quellen - Notre Dame des Fontaines
  • Fort Mahon
  • Fontaine de Pescalerie - mit Mühle
  • Font Estramar
  • Etretat - Kreidefelsen
  • Dordogne im Schotterbett
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Naturerlebnis Schweden

 

 

Einleitendes

Schwedens lebendige und schöne Städte, seine historischen Stätten und Museen haben viel zu bieten. Der Tourismus in Schweden (www.tripplo.de/blog/tourismus-in-schweden-statistik-zahlen-und-trends) spielt mit jährlich etwa sieben Millionen Besuchern und einem Anteil von 1,5% am Bruttoinlandsprodukt wirtschaftlich zwar eine eher nachgeordnete Rolle und die meisten Gästeübernachtungen entfallen auf die Schweden selbst. Trotzdem legt das Land Wert darauf, sich auch im Ausland als guter Gastgeber zu präsentieren und hat viel in seine touristische Infrastruktur investiert. Das gilt für die Städte ebenso wie für den ländlichen Bereich. Gemessen an der Weite des Landes, der geringen Bevölkerungsdichte und dem schier endlosen Wegenetz sind die Pfade relativ gut markiert und gepflegt. Moore und Sumpfgebiete sind durch Bohlenwege zugänglich gemacht, auch viele der kleineren Sehenswürdigkeiten sind beschildert und mit Info-Tafeln versehen (die leider aber oft nur auf Schwedisch). Selbst abgelegene Abschnitte von Langwanderwegen hoch im Norden verfügen mit wenigen Ausnahmen über eine zumindest rudimentäre Infrastruktur. Trotzdem muss man sich immer wieder vor Augen führen, dass Schwedens Natur weit wilder und noch unberechenbarer ist, als man es aus Mittel- und Südeuropa kennt.

Wer sich einen ersten Überblick verschaffen möchte, findet systematisch aufgebaute und informative Seiten in deutscher Sprache und ohne Werbemüll. Für touristische Ziele bietet „Visit Sweden“ (visitsweden.de/in-karte-suchen/?categories=0005&regions=&view=grid) einen guten Einstieg und übersichtliches Kartenmaterial. Andere Seiten (www.schwedentipps.se/schwedenurlaub-fuer-anfaenger) stellen Land und Leute, Nationalparks und Naturreservate (www.schwedentipps.se/nationalparks-naturreservate) vor oder sie machen Tourenvorschläge. Informationen zur Geschichte (de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Schwedens) sind hilfreich, um die Sehenswürdigkeiten in ihren historischen Kontext einzuordnen. Wir von WASSERWIKI widmen den Naturlandschaften, Wasserschätzen und Heiligen Quellen Schwedens (Fachartikel) einen umfangreichen Beitrag.

Obwohl der Kultur- und Städtetourismus auch in Schweden stark zugelegt hat, assoziieren die meisten Nichtschweden mit dem Land noch immer Schärenküsten, Wälder, Seen und Moore. Ein Leben in freier Natur, ein Gegengewicht zu den Verirrungen unseres modernen Lebensstils, frische Energie für Körper und Geist. Tatsächlich sind wegen der geringen Bevölkerungsdichte von nur 26 Personen je km² (zum Vergleich Deutschland: 238 Personen) vor allem in Schwedens Norden große Flächen bis heute naturnah oder in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Es soll sie dort noch geben, die abgelegenen Sumpfgebiete und Bergregionen, in die keiner je einen Fuß gesetzt hat. Andererseits bietet Schwedens die Möglichkeit, so tief in die Natur einzutauchen wie es sonst allenfalls in Finnland oder dem Baltikum (Länderatikel Baltikum) möglich ist.

Dank seiner Größe und weil fast 70 % der Landesfläche mit Wäldern bedeckt sind, kann Schweden es sich leisten, großzügige Schutzgebiete auszuweisen und ihre Zahl laufend zu erhöhen. Holz spielt als Rohstoff eine wichtige Rolle in der Wirtschaft (https://www.elchburger.de/schweden/land-und-leute/wirtschaft) und vielleicht späht eine Drohnen jetzt gerade aus, ob man nicht auch solche letzten Winkel ausbeuten kann. Für „Fast Furniture“ von IKEAs etwa, die mit 19.000.000 Kubikmeter jährlichem Holzverbrauch den Kragen immer noch nicht vollkriegen. Schweden will es aber (vorerst) dabei belassen, nicht mehr als 10 % seiner Wälder forstwirtschaftlich zu nutzen. Hoffentlich ist der Wille zum Schutz der schwedischen Natur ebenso so nachhaltig wie viele der Projekte, die in den letzten Jahren umgesetzt wurden.

 

Schweden „outdoor“

Wie Finnen, Norweger oder Balten sind auch die Schweden der Natur ihres Landes eng verbunden. Zumal die Älteren sind gerne das ganze Jahr über an der frischen Luft, sie verbringen die Sommermonate in ihren Ferienhütten auf dem Land und sind im Durchschnitt gut vertraut mit der Natur ihres Landes. Je weiter man nach Norden kommt, umso mehr haben sie die Fähigkeit behalten, sich weglos im Gelände zu bewegen und zu orientieren: die indigenen Samen (https://de.wikipedia.org/wiki/Samen_(Volk)), die früher als Halbnomaden lebten und sich selbst als „Sumpfleute“ bezeichnen, andere als Erben der Wikinger (nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2020/09/dna-studie-zu-den-wurzeln-der-wikinger-weder-blond-noch-skandinavisch), die für ihre Abenteuerlust bekannt waren. Zur Naturverbundenheit trägt das „Allemansrätten“ (de.wikipedia.org/wiki/Jedermannsrecht) bei, das traditionelle Jedermannsrecht, auf dass man in Skandinavien zu Recht stolz ist. Unabhängig von Besitzverhältnissen darf sich danach jeder frei in der Natur bewegen und ihre Früchte ernten. Sofern er sich an bestimmte Regeln zum Schutz der Natur hält. Die Jagd, das Fangen von Tieren, das Einsammeln von Eiern ist untersagt, Fischen nur unter Einschränkungen gestattet.

Bei einem ersten Outdoor-Urlaub sollte man sich vielleicht nicht gleich in die einsamen Weiten des Nordens wagen, wo Wetterumschwünge an der Tagesordnung sind und es auch im August schneien kann. Die Routen Mittelschwedens eignen sich gut, um Orientierungsvermögen und Ausrüstung zu testen. Hat man vielleicht das (von Ende Juni bis Ende August unabdingbare) Mückenspray (verlinken mit https://nordic.de/wp-content/uploads/2024/05/Before-you-go-Schweden-Sommer-2024.pdf) vergessen, den Zeckenschutz? Bekommt man Blasen an den Füßen? Ist es sinnvoll, Gummistiefel und Wanderstöcke im Gepäck zu führen, mehr Proviant und Wasser? Wie sieht es mit der Ladeinfrastruktur für E-Bikes (https://www.tq-ebike.com/de/camping-mit-e-bike/) aus, fehlen Flickzeug und Luftpumpe im Gepäck? Sollte man doch noch einen zusätzlichen Pullover einzustecken? Oder ist das Land doch gebirgiger, als mit sich vorgestellt hat? Solche ersten Erfahrungen in dem dünn besiedelten Land, dessen Natur ungewohnt wild sein kann, helfen bei der Planung langer und anspruchsvoller Touren.

Ist man abseits der vielbegangen Routen mit Rucksack, Zelt und Proviant unterwegs, hält man sich am besten an die Naturschutzgebiete (https://www.naturkartan.se/de/explore?category=25), insbesondere die 30 Nationalparks (visitsweden.de/aktivitaten/natur-outdoor/schwedens-natur/entdecke-die-wilde-schonheit-der-schwedischen-nationalparks). Sie machen mit Flächen von wenigen Hektar bis fast 2.000 Quadratkilometer insgesamt 7.340 km² oder rund 1,5% der Landesfläche aus und erschließen besonders interessante Naturräume mit gangbaren Pfaden. Tendenziell sind sie umso größer, je weiter nördlich und umso höher sie liegen. Mit derzeit etwa 3.700 Naturreservaten (https://www.schwedentipps.se/nationalparks-naturreservate/) werden alle Naturarten geschützt: Seen, Gewässer und Feuchtgebiete (zusammen 12% der Landfläche, EU 5%, Deutschland 2%), Wälder (69%, Deutschland 32%), Berge und Gebirge, Küste und Meer. Viele dieser geschützten Gebiete sind mit Pfaden und Bohlenwegen erschlossen, manche bieten im Winter gespurte Wege und Loipen oder Touren mit Schneemobilen, die sich seit Jahren auch bei Touristen zunehmender Beliebtheit erfreuen. Mit der Ruhe ist es dann allerdings vorbei in den verschneiten Weiten, weshalb man für Winterwanderungen besser Gegenden ohne organisierte Scooter-Routen wählt.

Abseits der bekannteren Wege ist das Kartenmaterial (gleich welcher Art) wenig verlässlich, Beschilderungen werden rar oder sie fehlen ganz. Mehrtätige Rucksacktouren bieten zwar wunderbare Plätze, um abends sein Zelt aufzuschlagen. Man muss aber stets damit rechnen, dass sich über Pfade umgestürzte Bäume türmen, andere von Tieren zerwühlt sind, sich im Nirgendwo verlaufen, in einem unüberwindlichen Sumpf oder an einem Wasserlauf enden. Viele der Holzstege über Bäche fordern eine gute Balance, andere sind dem letzten Hochwasser zum Opfer gefallen. Holzbohlen in Moor- und Sumpfgebieten sind von glitschigen Filmen überzogen.

Wir haben an anderer Stelle auf die Gefahren im Gelände (verlinken mit Wasserwiki-Artikel) hingewiesen. Für Schweden sind drei von ihnen herauszuheben: in sumpfigem Gelände zu versinken, sich zu verirren und von einem Wetterumschwung überrascht zu werden. Ein (geladenes!) Smartphone mit Karte, um den aktuellen Standpunkt, den Ausgangpunkt und das Ziel abzurufen, findet außer in den nördlichsten Landesteilen fast immer ein Netz. Und im Zweifelsfall ist Umkehren die beste Option!

Auch wer mit Wohnmobil (https://www.schwedentipps.se/jedermannsrecht/) unterwegs ist, findet an Wanderparkplätzen, Badeseen, abgelegenen touristischen Attraktionen usw. wunderbare Stellplätze. In letzter Zeit wurden viele neue Campingplätze (https://camping.se/sv ) mit Chalets und von Kommunen Wohnmobilstellplätze (stellplatz.info/reisemobilstellplatz/schweden) eingerichtet. Trotzdem wird Schweden auch während der Sommermonate wird Schweden noch nicht von Touristen überrannt, wie es in manchen Gegenden von Norwegen, Island oder Schottland der Fall ist. Man kann hier auch mit dem Wohnmobil noch getrost einspurige Pisten fahren, oft begegnet man über Dutzende Kilometer keinem Fahrzeug. Wer flexibel bleiben möchte, findet - außer in der Nähe bekannter Städte und Küstenabschnitte - zumeist auch ohne Reservierung einen freien Campingplatz. Im Frühjahr und ab Mitte September sind viele dann allerdings geschlossen.

 

Wandern

Wassersport und Wandern sind im Sommer die beliebtesten outdoor-Aktivitäten der Schweden und Touristen im Land. Die bekanntesten Wanderwege (visitsweden.de/aktivitaten/natur-outdoor/wandern-in-schweden-ein-abenteuer-von-nord-nach-sud) haben Längen bis zu mehreren hundert Kilometern und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Anders als abgelegene Touren sind sie zumeist markiert und mit einfachen Übernachtungsmöglichkeiten ausgestattet, die vom Schwedischen Tourismusverein (https://www.swedishtouristassociation.com/) unterhalten werden, was die Planung von Weitwanderungen erleichtert.

Bekannt sind beispielsweise der 260 Kilometer lange „Kuststigen“ (outdooractive.com/de/route/fernwanderweg/bohuslaen/der-kuestenweg-kuststigen/42392598/#caml=7pu,1wu8ei,9n398t,0,0&dm=1) an den Fjorden der Westküste oder der 280 Kilometer lange „Bergslagsleden“ in Västmanland. Es gibt uralte Pilgerwege, die Naturerlebnis und Geschichte verbinden, wie den anspruchsvollen „Göta Älv Pilgerweg“ (outdooractive.com/de/route/pilgerweg/uppland/ingegerdsleden/804512440/#caml=6os,2yykjr,9ukbje,0,0&dm=1), oder den 800 Jahre alten und 580 Kilometer langen St. Olavsleden (pilegrimsleden.no/lag-din-egen-tur#st-olavsleden) von Sundsvall zum Grab des Heiligen Olav im Nidarosdom (de.wikipedia.org/wiki/Nidarosdom) im norwegischen Trondheim. Im Nordschweden lädt der 460 Kilometer lange Kungsleden (Königsweg) (fjaellwanderung.de/wege/kungsleden/karten/) im Sommer wie Winter zu Wanderungen ein. Er ist auch in seinem nördlichsten Abschnitt so viel begangen und gut markiert, dass er sich - außer auf der Etappe zwischen Kvikkjokk und Ammarnäs – auch für ungeübte Bergwanderer eignet, sofern sie die notwendige Ausdauer mitbringen. Im Winter wird der Zauber der Schneelandschaft allerdings auch hier zunehmend von Horden lärmender Motorschlitten getrübt.

 

Radfahren

Neben seinen Wanderwegen hat Schweden landschaftlich wunderbare Radwege wie die 182 Kilometer lange Kattegat-Route (https://www.kattegattleden.se/de) oder die 220 Kilometer entlang des Göta-Kanals (outdooractive.com/de/route/radtour/schweden/fernradweg-goeta-kanal-die-gesamte-strecke-sjoetorp-mem/802341348/#caml=4n8,27ttcb,9qyl3f,0,0&dm=1). Der ganz große Radtourismus ist allerdings noch nicht angekommen, obwohl die Skandinavier im Alltag tüchtige Radfahrer sind und ihre Städte überwiegend fahrradfreundlich. Die meisten Steigungen sind moderat, oft radelt man im Windschatten von Wäldern und die gut fahrbaren kleinen Teer- und Schotterstraßen hat man über lange Strecken für sich alleine.

Für Mountainbiker (https://visitsweden.de/aktivitaten/natur-outdoor/radfahren/das-jedermannsrecht-und-mit-dem-mountainbike-durch-die-natur/?utm_campaign=Awareness_DSA_DE&gad_source=1&gclid=CjwKCAiAjeW6BhBAEiwAdKltMg8eRnMdgI23fQbhRL3GI6TEL_hkWAzA0O5TsxEHW9jjo88XNHjRxBoCK7YQAvD_BwE) ist Schweden ein Eldorado. Das Fahren auf natürlichem Untergrund ist – anders als in vielen europäischen Ländern – als Teil des Jedermannsrechts generell erlaubt. Allerdings gilt das nicht für Kraftfahrzeuge, zu denen auch Fahrräder mit Elektroantrieb zählen. In Nationalparks und Naturschutzgebieten gelten häufig Sonderregeln, die das Fahren auf ausgewiesene Trails beschränken. Zum Ausgleich gibt es im ganzen Land Bikeparks (redbull.com/de-de/beste-bikeparks-schweden) mit Routen unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade. Neben Langstrecken-Trails wie dem anspruchsvollen Bergslagsleden (https://www.alltrails.com/de/route/sweden/orebro--2/bergslagsleden) mit einer Länge von 280 Kilometern ist Smaland in Südschweden (visitsmaland.se/de/entdecken/mountainbike-in-smaland) ein Hotspot für Biker.

 

Wassersport

Bei einer Küstenlänge von rund 8.000 Kilometern, unzähligen Inseln und Schären, 97.500 Seen, über 1.000 Kilometern Kanälen ist der Bootssport bei Schweden wie Touristen sehr beliebt. Der Mietpreis vieler Ferienhäuser beinhaltet die Nutzung von Ruder- oder Motorbooten, an Angelgewässern und manchen Seen gibt es sie zu mieten. Für Boote unter zwölf Meter Länge und vier Meter Breite benötigt man keine Fahrerlaubnis und es gibt keine Altersbegrenzung.

Entlang der Küsten mit ihren wunderbaren Schärengärten wird gesegelt, um Varberg werden die Winde des Kattegats zum Kiten und Surfen genutzt, mancher ist mit dem See-Kajak unterwegs. In Inland sind Kanu- und Kajaktouren (visitsweden.de/aktivitaten/natur-outdoor/kanu-und-kajakfahren-in-schweden-dem-land-der-seen-und-inseln/) eine Möglichkeit, das Wasserland Schweden aus Perspektiven kennenzulernen, wie es ohne Boot oft nicht möglich ist. Viele Ufer der Inlandsgewässer sind nämlich versumpft und kaum zugänglich, manche Fließgewässer haben sich auch mit steilen Hängen eingekerbt. Alleine die Region Dalsland in Westschweden hat ein rund 250 Kilometer langes und Netz aus befahrbaren Flüssen, Kanälen und Seen.

Es gibt Touren für Ungeübte und etwas mehr Geübte, ein- oder mehrtägig, individuell oder geführt, die notwendige Ausrüstung kann gemietet werden.

Weniger üblich ist das Wildwasserfahren. Die Flüsse des Nordens wechseln zwischen Abschnitten mit Stromschnellen und ruhigem Wasser, sind lange von Eis bedeckt und haben über weite Strecken praktisch keine Infrastruktur. Individuelle Touren sind deshalb ausdrücklich nur sehr erfahrenen Kanuten zu empfehlen, die sie mit Hilfe von Ortsansässigen detailliert planen. Eine Alternative sind organisierte Rafting-Touren bei einem der vergleichsweise wenigen Anbieter.

Die moorig-dunklen Seen Schwedens erwärmen sich früh und das Schwimmen ist oft schon im Juni möglich. Es gilt als Tradition, zu Mittsommer um den 24. Juni ins Wasser zu springen. Im September kühlen die Gewässer während der Nächte dann aber auch schnell wieder ab. Tradition hat das Winterschwimmen im Kaltbadehaus (https://visitsweden.de/aktivitaten/spa-wellness/winterschwimmen-im-schwedischen-kaltbadehaus/) in Kombination mit Saunagängen.

Abschließend nochmals der Hinweis auf unsere Artikel über die Naturräume und Wasserschätze Schwedens (Fachartikel).

 

Galerie

  • Ende des Weges
  • Mystische Wälder
  • Schmucke Orte - Ramlösa
  • ... doch Elche gesehen ...
  • Goldenes Frauenhaar
  • Herbstzug der Wildgänse
  • Alte Pilgerwege
  • Herbstlicher Waldboden
  • Badeseen
  • Schmucke Orte - Mariefred
  • Eiszeitliche Relikte
  • Küsten - Norrfjärden
  • Lange Sommernächte
  • Historische Relikte
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  • Früher Herbst mit kühlen Nächten
  • Jedem Schweden sein Boot
  • Historische Holzhäuser
  • Schlackenhalde - Historischer Kupferbergbau
  • Runensteine
  • Ländliches Idyll
  • Bergwald
  • Land von Gletschern geformt
  • Pilzsaison
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Wasserland Dänemark

Hier folgt in Kürze der Länderartikel zu Dänemark mit vielen spannenden Infos zu seinen Wasserschätzen.

 

01 Titelbild

Reisen in Griechenland

 

 

Wer sich über die Geschichte Griechenlands, das Klima dort, die Reisebedingungen oder touristische Highlights informieren möchte, findet im Netz neben viel Schrott auch umfangreiche Informationen, denen nichts hinzuzufügen ist (Links unten). Das Land gehört mit seinen Inseln in der südlichen Ägäis und dem Ionischem Meer zu den beliebtesten Reisezielen in Europa und der Tourismus ist eine tragende Säule der griechischen Wirtschaft.

Das Land setzt sich aus dem Festland und 3.054 Inseln zusammen, es grenzt an Albanien, Nordmazedonien, Bulgarien und die Türkei. Der Gebirgsanteil liegt bei knapp 78 Prozent, die Küsten haben eine Länge von ca. 14.000 Kilometern - viele Abschnitte sind von atemberaubender Schönheit. Die 13 Regionen, in die Griechenland unterteilt ist, haben jeweils eine eigene Regionalverwaltung.

 Griechenland Abb1

Die klassischen Reiseziele liegen an den Küsten und bei den archäologischen Stätten der Antike, von denen manche schon seit mehr als zwei Jahrhunderten von kulturbeflissenen und reiselustigen Europäern besucht werden. Bis zur Corona-Krise nahm die Zahl der Touristen kontinuierlich zu, was dem Land zwar wirtschaftlichen Aufschwung brachte, in einigen Regionen die Infrastruktur aber überforderte und das Alltagsleben der einheimischen Bevölkerung zunehmend beeinträchtigte.

Sucht man hingegen abseits der Touristen-Hotspots nach den grandiosen Landschaften und Süßwasserschätzen, die das Landesinnere bietet, trifft man da und dort noch auf das „alte Griechenland“. Es ist geprägt von einer Landwirtschaft, die in dem schroffen Gelände bis heute mühsam geblieben ist, es ist geprägt von traditioneller Lebensart und Gastfreundschaft. Die Straßen sind ruppiger hier, sie ziehen sich in unzähligen Schleifen und Schlingen durch die Berge und fordern Zeit. In den kleinen Orten sitzen alte Männer vor den Tavernen beisammen und unterhalten sich bei einem Kaffee, einem Glas Wein oder Ouzo. Die meisten Jungen sind längst weggezogen, weil ihnen das harte Leben keine Perspektiven mehr bietet.

Auch einige Inlandsregionen haben dank ihrer großartigen Natur, ihrer pittoresken Ortschaften und kulturellen Hinterlassenschaften heute Teil am Tourismusboom. So etwa ziehen die bekannten Bergwanderungen und glasklaren, türkisfarbenen Flüssen von Epirus Naturliebhaber, Wanderer und Wassersportler aus ganz Europa an. Die Berge und Schluchten hier sind aber weitläufig und selbst in der Hochsaison herrscht allenfalls auf den oft kleinen Parkplätzen Gedränge.

Wer sich auf die Suche nach den Quellen und Gewässern in Makedonien und Thrakien im Nordosten Griechenlands macht, gerät von einer orthodoxen in eine muslimische Welt. Viele der Häuser weisen türkische Einflüsse auf, das Profil der Dörfer ist von Minaretten geprägt, die Frauen tragen Kopftücher, manche die Burka. Man merkt dem Land seine wechselvolle Geschichte zwischen Orient und Okzident an. Die Gebirge, die hier an der Grenze zu Bulgarien bis 2.000 Meter hoch aufragen, gehören zu den am wenigsten erschlossenen in Griechenland. Nur selten verirrt sich ein Fremder hierher.

Wer das individuelle Reisen dem Pauschalurlaub vorzieht, der kann sich auf seinen Erkundungstouren durchs Landesinnere von den Süßwasserschätzen Griechenlands leiten lassen. Wir begleiten diese Reise gerne mit umfangreichen Informationen zur Hydrogeologie, zu Wasser in der griechischen Mythologie, zu den schönsten Flüssen oder natürlichen Thermalquellen, die rund um die Uhr zu einem heilsamen Bad einladen.

https://greece-moments.com/griechenland/
https://www.griechenland.de/reiseinformationen/
https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/griechenland-node
https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/vertretungen-und-reisehinweise/griechenland/reisehinweise-fuergriechenland.html

 


  • Peloponnes Ende April
  • Thermalbäche - Loutra Cavasila
  • Alter Wein
  • Erloschener Vulkanismus - Sousaci vulcano
  • Zeugen der Erdgeschichte
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  • Peloponnes bei Ladon Quellen
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  • Altes Kloster von Vulkanou
  • Neos Pirgos Euböa
  • Heiße Quellen Loutra Edipsos
  • Heilige Brunnen
  • Lebensart
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Deutschland

 

 

 

 

 

Reiseinformationen

 

Touristische Infrastruktur

 

Deutschland ist ein traditionelles Reiseland mit einer in Summe sehr gut ausgebauten touristischen Infrastruktur. Das Wegenetz ist aufgrund der dichten Besiedelung und intensiven Landnutzung so eng wie in kaum einem anderen Land. Viele Gebiete weisen aufgrund ihrer langen und reichen Geschichte zahlreiche historische Bauwerke, Kulturstätten und Traditionen auf, die von Reisenden aus aller Welt geschätzt werden.

Zumeist sind es Städte und Kommunen, die sich um Gäste bemühen und ihnen ein möglichst attraktives und zeitgemäßes Freizeitangebot bieten möchten. Dies lokale Angebot an Unterbringung und Gastronomie, Informationen zu Sehenswürdigkeiten und öffentlichen Verkehrsmitteln, Freizeitaktivitäten und kulturellen Angeboten wird häufig von örtlichen Tourismusbüros zur Verfügung gestellt, deren Adressen man im Netz findet.

Auch in digitalen Zeiten kann es durchaus Sinn machen, ihre Dienste in Anspruch zu nehmen - nicht nur am Ort, sondern durchaus auch schon im Vorfeld einer Reise oder Unternehmung. Sie verfügen durch ihre Ortsnähe über gute lokale Kenntnisse und ihre Informationen und Ratschläge sind im Allgemeinen weit weniger kommerziell gesteuert als es bei den meisten Adressen im Internet der Fall ist. Dort verheddert man sich selbst mit gezielten Suchbegriffen leicht in einer Flut kommerzieller Seiten, die es lediglich auf "Klicks" oder irgendwelche Anmeldungen und Downloads abgesehen haben ohne dabei brauchbare Informationen zu bieten.

Zumeist sind es auch die Kommunen oder örtliche Vereine, die Wanderwege und Routen pflegen und beschildern, Brücken bauen, Themenpfade mit Info-Tafeln, Ruhebänke, Picknickplätze, Trinkwasserbrunnen oder Kneippbecken einrichten und pflegen. Viele Orte bieten mittlerweile auch Stellplätze (Zur Stellplatz-Info) an um die steigende Zahl vom Wohnmobilisten für sich zu gewinnen.

Nicht zuletzt führt die gute touristische Infrastruktur dazu, dass Reisen und herkömmliche Freizeitaktivitäten gut geplant werden können und Deutschland im weltweiten Vergleich zu den sichersten Reiseländern gezählt wird.

 



Unterwegs im Gelände

 

 

Wer sich auf dem sehr dichten Netz an Wanderwegen in Deutschland bewegt, findet überwiegend eine ordentliche Beschilderung, entschärfte Gefahrenstellen, Brücken und Stege sowie geeignete Aufstiegshilfen vor. Allerdings scheint nicht jeder der Hinweisschilder aufstellt, in der Lage zu sein, sich in einen gänzlich Ortsunkundigen hineinzuversetzen. So sind die Beschilderungen mitunter missverständlich oder sie fehlen an entscheidenden Stellen ganz. Dann sollte man sich an entgegenkommende und ortskundige Wanderer wenden.

Einige Karten und Info-Portale helfen sich schon im Vorfeld einer Tour ein Bild über deren Länge, Höhenunterschied und Schwierigkeitsgrad zu machen und eine geeignete Route zu wählen. Dabei birgt gerade im alpinen Gelände die Überschätzung der eigenen Möglichkeiten neben Lawinenabgängen und plötzlichen Wetterumschwüngen noch immer die größte Gefahr.

Nicht jedem ist eine gute Orientierung im Gelände gegeben. So liegt eine weitere Gefahr vieler outdoor-Aktivitäten darin vom Weg abzukommen. Um zu vermeiden, dass das Trinkwasser knapp wird, die Nacht hereinbricht und schließlich die eigenen Kräfte erschöpft sind, sollte man stets ein Smartphone mitführen, in der Hoffnung auf eine ausreichende Netzleistung, um Position und Rückweg angezeigt zu bekommen. Notfalls hilft es auch, sich möglichst immer geradeaus zu halten: außerhalb des Alpenraums ist die nächste Fahrstraße in Deutschland kaum je weiter als 4 Kilometer entfernt.

Abseits von Wegen und Pfaden sollte sich nur derjenige bewegen, der geländekundig ist und ein gutes Orientierungsvermögen besitzt. So kann eine versteckte Höhle oder Burgruine, eine Felsnadel oder Quelle noch so locken - führt kein Pfad dorthin sollte man sich den Weg gut einprägen um wieder zurückzufinden.

So interessant eine Begegnung auch sein mag - von größeren Wildtieren und Almvieh sollte man sich besonders dann fernhalten, wenn man mit Hund unterwegs ist. Einerseits ist es ein Gebot der Fairness den Lebensraum der Tiere zu respektieren. Andererseits kann heute kaum jemand ihr Verhalten ausreichend deuten, so dass die Begegnung brenzlig werden könnte. Während die Geschichte vom "bösen Wolf" mit weltweit durchschnittlich einem menschlichen Opfer pro Jahr eher ins Märchenbuch gehört, kann eine Bache mit ihren Frischlingen oder ein brunftiger Rothirsch durchaus Stress verursachen.  

Wer solche und andere Herausforderungen nicht sucht, kann sich in Deutschland relativ gefahrlos im Gelände bewegen. Notfälle treten am häufigsten durch Herz-Kreislauf-Versagen und Unfälle auf. Besonders die Zahl der Radunfälle hat mit der Zahl an E-Bike-Fahrer stark zugenommen. Für solche Ernstfälle besteht in Deutschland ein intaktes Netz an Rettungsdiensten - zu Land, aus der Luft und zu Wasser. Die Notrufnummern sollte man stets parat haben.

An alle, die ehrenamtlich, oder in beruflicher Tätigkeit solche Rettungsdienste leisten, sei an dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank gerichtet.

 

Wasserland Deutschland - Unser Fachartikel

Hier geht es zu einem umfangreichen Fachartikel, den wir speziell dem Thema gewidmet haben.

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