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Izvir Veliki Obrh

 

 

 Das Obrh-System in

  der Loska Dolina Koordinaten

 

 

Losko Polje ist das kleinste Karstfeld im Südwesten Sloweniens. Es liegt landschaftlich reizvoll auf 570 bis 590 Meter Höhe zwischen dem Bloke-Plateau im Norden, dem Berg Racna Gora (1.140 Meter) im Osten und dem bekannten Sneznik (1.796 Meter) im Westen. Bekannt ist es für extrem unterschiedlich hohe Wasserstände seiner Flüsse und massive Hochwässer.

Die ungefähr sechs Kilometer lange und vier Kilometer breite Senke auf Trias Dolomit ist von Wäldern umgeben. Ihre ebenen Flächen werden von einer kleinbäuerlichen Landwirtschaft genutzt, die sich im westlichen Teil des Karstfeldes unterhalb des Ortes Dane den regelmäßigen Überflutungen des Gebietes angepasst hat. Im Frühjahr und Frühsommer stehen die Wiesen voll herrlicher Blumen.

Auch geohydrologisch ist Lasko Polje ein überaus interessantes Gebiet: Die kleinen Obrh-Quellen (slowenisch: Izvir Mali Obrh) am südlichen Rand des Karstfeldes bei Kozarisce und bei der Burg Sneznik werden vom Wasser des Berges Sneznik gespeist. Die große Obrh-Quelle (Izvir Velik Obrh) liegt an der Ostseite des Karstfeldes in der Nähe von Vrhnika pri Lozu und wird - ebenso wie die Quellen bei Bajerje mit Wasser vom Potok-Plateau gespeist. 

Der in Slowenien sehr häufige Flussname Obrh kommt vom slowenischen Substantiv "obrh" und bedeutet den Bewohnern des Karstes etwa so viel wie: eine am höchsten Punkt gelegene starke Karstquelle, die normalerweise unter einer Klippe auftaucht und einen kleinen tiefen See schafft, der in ein Tal mündet. Das Substantiv ist ursprünglich eine Verschmelzung von "ob vьrxъ", was 'am Gipfel' heißt, und so den höchsten Punkt des Wasserlaufs bezeichnet. Durch den sehr häufigen Gebrauch des Flussnamens Obrh ist die Recherche - ähnlich wie beim Flussnamen "Bistrica" der häufig ebenfalls keinen zusätzlichen Namen hat - schwierig, und es kommt leicht zu Verwechslungen.

Die Quellbäche Mali Obrh und Veliki Obrh vereinigen sich westlich von Pudob zum Fluß Obrh, der einen annähernd naturbelassenen Lauf aufweist und am Nordrand des Karstfeldes in einer großen Zahl von Ponoren versickert, bei Hochwasser auch in die Karsthöhle Golobina westlich des Ortes Dane abfließt. Im Sommer ist die Höhle über eine Wiese gut zu erreichen und ein Stück weit begehbar. 

Von den Schwinden und der Höhle aus fließt der Obrh unterirdisch dem nur wenige Kilometer entfernten Cerknisko Jezero zu, womit seine Quellen den Beginn einer langen ober- und unterirdischen Reise des Wassers mit zahlreichen unterschiedlichen Flussnamen antritt, bevor es in den Quellen des Flusses Ljubljanica im Ort Vrhnika endgültig an die Oberfläche tritt und der Save zufließt.

Der Obrh mit seinen zwei Quellarmen Veliki und Mali Obrh hatte seit jeher für die Bewohner des etwas abgelegenen Polje große Bedeutung - im Guten wie im Schlechten. Gefürchtet sind die Überschwemmungen, die weite Flächen der Ebene unter Wasser setzen und zuletzt 2014 mit einer Höhe von mehr als sechs Meter über Normalstand einen Rekord erreichten. Um solch starke Überschwemmungen des Karstfeldes zu verhindern, wurde Ende des 19. Jahrhunderts ein niedrigerer Eingang in die Golobina geschnitten. Um deren Abfluss intakt zu halten, wird sie regelmäßig von Treibholz und Schwemmgut befreit. Den Zusammenhängen von Überschwemmung und Holzarbeiten scheinen aber nicht alle Bewohner die notwendige Aufmerksam zu schenken: Regelmäßig kommt es nach großen Überschwemmungen zur Aufforderung, Holz so zu lagern, dass es keine Gräben und die Höhle verstopft.

Aber der Obrh hat auch die Grundlage des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens im Polje gelegt: die zwölf Mühlen, die er noch im 19. Jahrhundert antrieb, ermöglichten auch den armen Kleinbauern ein Zubrot und noch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wusch manche Frau die Wäsche im Fluss.

Wäsche waschen am Obrh, Aufnahme von 1962

Die schönsten und interessantesten Stellen des Flusses können entweder mit einer nur wenig ansteigenden, überaus schönen Fahrradtour verbunden oder einzeln angefahren werden. Etwas schwer zugänglich ist lediglich die Quelle Mali Obrh, die in einem bewaldeten Talkessel liegt und häufig trockenfällt. Die zu einem Teich angestaute Nachbarquelle hinter der sehr schönen Burg Grad Sneznik, der auch ein Museum mit einer Jagdsammlung angeschlossen ist, kann in zwei Minuten von einem Parkplatz aus erreicht werden, der auch für Wohnmobile geeignet ist.

Besonders hübsch ist die Strecke am oberen Veliki Obrh, an dem zwar kein Wanderweg entlangführt, der an Brücken und über Wiesen aber vielerorts zu erreichen und voll herrlicher Wasserpflanzen ist. An der Izvir Veliki Obrh, die zu einem sehr hübschen Quellteich aufgestaut wurde, ist noch eine der ehemaligen Mühlen und Sägen des Loz-Tales erhalten.

Für die Erkundung des Gebietes sollte man sich einen ganzen Tag Zeit nehmen.

 

 

 

Weitere Infos

Jagdsammlung und Siebenschläfermuseum

Wikibrief Obrh

Touren

Radtour

Wanderung 1

Wanderung 2

 

  • Quelle Veliki Obrh
  • Veliki Obrh mit Pflanzen
  • Spinnennetz - Frühnebel Veliki Obrh
  • Pflanzen im Veliki Obrh
  • Obrh Quelle Bajerje
  • Grad Sneznik Quellteich Mali Obrh
  • Blumenwiese Loska Dolina
  • Schwinde Flusss Obrh Golobina
  • Am Ufer des Veliki Obrh
  • Quelle Mali Obrh Grad Sneznik
  • Veliki Obrh
  • Bäuerliche Loska Dolina
  • Pegelmessung Veliki Obrh bei Pudob
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Ljubljanica in Vrhnika

 

 

  Quellen der Ljubljanica Koordinaten

 

 

Wenn der insgesamt etwa 85 Kilometer lange Fluss Ljubljanica in der Nähe des Ortes Vrhnika aus seinen zahlreichen Quellen unterhalb steiler Karstwände tritt, hat er bereits über 60 Kilometer unter sechs verschiedenen Namen zurückgelegt, davon 20 Kilometer in unterirdischen Karsthöhlen. Er hat sich dabei über und unter der Erde mit zahlreichen Fließgewässern zusammengetan und hat auch Wasser an tiefer gelegene Höhlensysteme verloren. Einen Teil seines Wassers verliert er in diesen unterirdischen Labyrinthen des slowenisch-kroatischen Karsts vermutlich sogar an die Adria.

Die eigentliche Quelle des Flusses liegt nach derzeitigem Wissensstand im Obrh-System, taucht dann wieder auf im periodischen See Cerknisko Jezero, verlässt diesen in gewaltigen Schlundlöchern, um wenige Kilometer weiter als Fluss Rak in der bizarren Landschaft von Rakov Skocjan wieder aufzutauchen, taucht unter der Höhle von Postojna durch, wo er sich mit dem Fluss Pivka vereint, um dann in der gewaltigen Planinska Jama als Unica wieder aufzutauchen. Auch durch die Ebene von Planina schafft es der hier schon recht beachtliche Fluss nur ein paar Kilometer weit, bevor er wieder in Höhlensystemen versickert, um schließlich dann in den zahlreichen Quellen auf etwa 330 Höhenmeter bei Vrhnica wieder aufzutauchen und schließlich nach etwa 20 Kilometer in die Save zu münden. Die Ljubljanica wird deshalb auch "der Fluss mit den sieben Namen" genannt.

 

 

Im Gebiet zwischen Vrhnika und Ljubljana (“Ljubljansko Barje”), das die dunkelgrüne, wasserreiche Ljubljanica mit ihrer Durchschnittstiefe von vier Meter und äußerst geringem Gefälle durchfließt, wurden zahlreiche Artefakte aus den verschiedensten Epochen der Vergangenheit gefunden sowie Reste von Pfahlbauten, die bereits auf das vierte vorchristliche Jahrtausend datieren. Viel hat hierzu vermutlich der Fischreichtum des Flusses beitragen, der ganzjährig auch von etwas größeren Booten befahren werden kann, und dessen Ufer von einer üppigen Vegetation gesäumt sind.

 

 

In der Antike trug er den Namen Nauportus und mit seinen Quellen ist die griechische Sage von den Argonauten verbunden: Hier soll Jason einen fürchterlichen Drachen besiegt haben (der heute das Stadtsymbol Ljubljanas ist), wonach die Argonauten ihr Schiff zerlegten und es auf dem Landweg zur Küste des Adriatischen Meeres transportierten. Einige der Artefakte weisen darauf hin, dass der Fluss in früherer Zeit als heilig galt.

Wie viele der Karstphänomene des Balkans sind auch die landschaftlich überaus schön gelegenen Hauptquellen der Ljubljanica wenig bekannt. Selbst die Recherche im slowenischen Netz gibt wenig Informationen her. Zu allem Überfluss kursieren für die einzelnen Quellen unterschiedlichste Namen, auf Karten sind sie überwiegen auch ganz namenlos. Einzig ein paar gut gemachte Informationstafeln vor Ort geben etwas näher Auskunft nicht nur zu Lage und Namen der Quellen, sondern auch über das über- wie unterirdische Einzugsgebiet der Ljubljanica. Zur Karte Ljubljanica Retovj

Neben der Bistrica führen vor allem die  Quellen des malerischen Mocilnik-Tals unter den steilen Teufelsfelsen (Hudiceve Skale), die benachbarten Retvoje-Quellen (Izvir pod Skalu, Izvir pri Kofetu), im Ortsteil Verd und die Quelle Gradarjev Brezen dem Fluss sein Wasser zu. Der Name Retovje (ähnlich wie Retje, Dolnje Retje) leitet sich vom slowenischen "retje" ab, was etwa so viel wie kräftige Karstquelle bedeutet. Der häufige Name "okno" für Quellen bedeutet in etwa Fenster, "okence" als Diminutiv soviel wie Fenstercherchen.

Nach stärkeren Regenfällen treten auch direkt am Weg, der zu den Retovje-Quellen (Izvir pri Kofetu, Izvir pod Skalu, Izvir pod Orehom) führt, zahlreiche Quellen aus, die dann sehr stark schütten und in reißenden Kaskaden einige Meter weit zum Fluss hinunterstürzen. Der Fluss verliert nach solchem Starkregen zwar sein klares Wasser und seine überaus schöne Farbe - alleine das Schauspielt solch heftiger Ausbrüche des Wassers aus den Verwerfungen des Hanges mit all seinen Spalten und Ritzen ist aber einen Besuch wert. Die Karstquellen und das Feuchtland von Retovje wurden erstmals 1939 näher untersucht. Die Höhlen der großen und kleinen Quelle (Veliko Retovje und Malo Retovje) wurden mittlerweile auf eine Länge von mehreren hundert Metern erforscht.

Dem Quellarm aus dem Mocilnik-Tal fließt der Bach Bela zu, der seine Quelle Lintvern etwa sechs Kilometer östlich von Vrhnika auf über 500 Metern hat. Nach gut einem Kilometer vereinen sich die beiden Quellarme zur Ljubljanica, der ein Stück weiter von einer benachbarten Quelle die Ljublja zufließt sowie ein Stück flussab die Bistra und die Borovniscica, die ihren Ursprung (Bistraquelle 1, Bistraquelle 2, Bistraquelle 3) in einem Gebirgstal mit zahlreichen Wasserfällen hat.

Die zwei Hauptquellgebiete der Ljubljanica südlich des sympathischen Städtchens Vrhnika sind über gut angelegte Spazierwege zu erreichen und zu jeder Jahreszeit jedenfalls einen Abstecher von der Autobahn wert, die hoch oben über dem Quellgebiet verläuft. Hat man etwas mehr Zeit, so kann man den Spaziergang um einige kleinere Quellen erweitern, etwa den Austritt des Hribski Potok oder eine Nebenquelle der Mala Ljubljanica.

 

 

 

Weitere Infos

Karte mit Ljubljanicaquellen

Info geocaching, Fluss mit sieben Namen - Ljubljanica Retovje

Info Vrhnika, Why is Ljubljanica the river of seven names

  • Spaziergang in Vrhnika
  • Infotafel Retovje
  • Mala Ljubljanica
  • Mocilnik-Quelle unter Felswand
  • Mocilnik-Quelle Vrhnika
  • Ljubljanicazufluss Ljublja
  • Vrhnika
  • Ljubljanica bei Vrhnika
  • Velika Ljubljanica
  • Ljubljanica Vrhnika
  • Ljubljaquelle Gradarjevo brezno
  • Hribski Potok
  • Unterhalb Mocilnik-Quelle Vrhnika
  • Mocilnik-Quelle Vrhnika mit Boot
  • Mocilnik-Quelle bei Niedrigwasser
  • Nebenquelle der Velika Ljubljanica
  • Seitlicher Quellaustritt Ljubljanica
  • Ljubljanica mit Pflanzenbewuchs
  • Mala Ljubljanica mit Wasserratte
  • Mala Ljubljanica nach Quelle
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Lahinja bei Sipek

 

 

  Quellgebiet der Lahinja Koordinaten

 

 

Das Quellgebiet der Lahinja mit ihrem Quellarm Nerajcica ist ein vergleichsweise ebenes Gebiet und von Hügelketten umgebenes Gebiet, das besonders gut in seinem naturbelassenen Zustand erhalten ist. Als Naturreservat "Lahinjske Luge" steht es mit der stark mäandernden Lahinja und ihren Quellen, mit Feuchtwiesen und Flachmooren, mit ihrem großen Reichtum an Tier- und Pflanzenarten unter Naturschutz. Neben Fischottern, europäischen Sumpfschildkröten und unzähligen Vogelarten gibt es auch eine Reihe botanischer Raritäten.

Unternehmungen können zu Fuß oder auch mit einem geländetauglichen Fahrrad unternommen werden (teils auf Pfaden, überwiegend aber auf ruhigen und gut fahrbaren Feldwegen), da die Sehenswürdigkeiten in dem recht weitläufigen Gebiet verstreut sind. Der Park kann auch mit einem Boot auf der Lahinja befahren werden und es werden Führungen für Besucher organisiert.

Wenn das Wetter mitspielt, kann man mehrere Tage lang die große Zahl an interessanten Karstphänomenen im Naturreservat in ihrer landschaftlichen Schönheit erkunden: Karstquellen und Karstsenke, Wasserhöhlen, Naturbrücken, die Karsthöhle Djud oder Zjot mit einem Schluckloch, eine prähistorische Siedlung mit Funden aus der frühen Stein-, Bronze- und Eisenzeit sowie Überreste aus der Antike, die landschaftlich außerordentlich schön gelegene Siedlung Pusti Gradec auf dem Lahinja-Mäander, zwei Holzhäuser und ein Hallstatt-Hügelgrab im Dorf Veliki Nerajec, die restaurierte Klepec-Mühle und Klepec-Säge, das alte Venezianer-Sägewerk auf dem Lahinja-Mäander in Pusti Gradec – eine der seltenen erhaltenen unbesiedelten prähistorischen Siedlungen in Europa usw. Das Informationszentrum des Landschaftsparks im Dorf Veliki Nerajec ist in einem mehr als 200 Jahre alten Haus mit einer Rauchküche untergebracht.

Als besonders sehenswert sind hervorzuheben die Quelle Okno, die nahe der Durchgangsstraße 218 liegt und der Lahinja-Mäander unterhalb Sipec mit der Izvir Toplica, einer archäologischen Zone und der kleinen Höhle Vodna Jama am westlichen Flussufer. Von hier aus führt ein sehr hübscher Pfad östlich des Flusses nach Süden bis Mala Lahinja. Oder man fährt über Sipec weiter nach Podlog, wobei man den Fluss nochmals an einer sehr hübschen Stelle (45.524005, 15.191240) überquert.

Die wesentlichsten Sehenswürdigkeiten haben wir in einer Routenempfehlung zusammengestellt.

Zudem lässt sich der Aufenthalt verbinden mit einem Besuch der Krupa-Quelle und einigen Quellen westlich von Crnomelj, deren größte der Ursprung der Doblicica ist.

 

 

Weitere Infos

Tourismus-Info Crnomelj (größer als das in Semic): Trg svobode 3; 45.570961, 15.192849

Info Visit Dolenjska,Tourist Info Zentrum TIC Crnomelj

Tourismus-Info Semic: Stefanov trg 7, Tel: +386 (0)7 35 65 200, 45.651939, 15.180779

Info Visit Dolenjska, TIC Semic

 

  • Izvir Lahinje
  • Lahinja bei Podlog
  • Herbstliche Lahinja bei Sipek
  • Schluckloch Nerajsko Polje Lahinje
  • An der Mühle bei Pusti Gradac
  • Mühle bei Pusti Gradac
  • Mühle in Pusti Gradac
  • Lahinja Okno
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Quelle Rakitniscica

 

 

Das Tal zwischen Ribnica und Kocevje

Koordinaten

 

 

Die Quelle der Rakitnica liegt im Ribnica Tal, welches sich zwischen der Mala Gora im Osten mit den höchsten Gipfeln Stene Sv. Ane und Crni Vrh (beide 963 Meter) und der Velika Gora im Westen mit dem höchsten Gipfel Turen (1.254 Meter) erstreckt.

Das Tal ist etwa 25 Kilometer lang und bis drei Kilometer breit und liegt auf rund 500 Meter Seehöhe. Die geologische Beschaffenheit der umliegenden Plateaus ist sehr vielfältig. Von der mit Tannen- und Buchenwäldern bewachsenen Velika Gora, die aus Dolomitgestein besteht, über die mit Fichten-, Eichen- und Weißbuchenwäldern bewachsenen Mala Gora, die aus Kreide- und Kalkgestein besteht, bis zu den Slemena, die hauptsächlich aus Paläozoik-Schiefer sind, und für die schmale Hangfurchen, kuppelige Gipfel und runde Bergrücken typisch sind.

Das Ribnica Tal ist ein höchst interessantes Karsttal mit kurzen Sickerflüssen, von denen der längste die Bistrica ist (20 Kilometer), gefolgt von der Ribnica (fünf Kilometer) und der Rakitnica (zwei Kilometer) sowie den beiden Bächen Sajevec und Trziscica. Diese Gewässer haben durch Ablagerungen den Boden des Tales eingeebnet. Feuchtwiesen und Überreste des Sumpfgebietes in Brezje an der Ribnica und in Jelse auf dem Dolenjevasko Polje sind Lebensraum für bedrohte Pflanzen- und Tierarten.

Das Dolenjevasko Polje ist insbesondere ein bedeutender Lebensraum für Vögel. Das hohe Grundwasserniveau ermöglicht den Bestand von Feuchtwiesen, die traditionelle Landwirtschaft und die späte Heuernte bieten gute Bedingungen für das Leben von bedrohten Vogelarten wie Braunkelchen, Grauammer, Wachtel und vielen anderen. Neben Vögeln leben hier auch Amphibien, Schmetterlinge, Libellen und Kriechtiere. Viele von ihnen befinden sich auf der roten Liste der seltenen und gefährdeten Tierarten, weshalb das Ribnica-Tal zu den 14 international bedeutenden Gebieten für das Leben und Überleben von Vögeln (IBA) in Slowenien zählt.

Der auffallendste Bach in diesem Gebiet ist die nur zwei Kilometer lange Rakitnica mit ihrem permanent stark schüttenden und überaus schönen Quelltopf, die auf vielen Karten gar nicht oder nur als vages Feuchtgebiet eingezeichnet ist. Sein Wasser wird zur örtlichen Versorgung genutzt, weshalb der Quelltopf von einem Zaun umgeben ist, durch den man die Quelle sehen kann. Bei etwas Glück ergeben sich aber auch Möglichkeiten, direkt auf das Gelände zu gelangen.

Nach stärkeren Regenfällen ist das gesamte Umland des Baches, der von Fliegenfischern als hervorragendes Salmonidengewässer geschätzt wird, überschwemmt und bietet dem Fischbestand besonders reichlich Nahrung. Bei Niedrigwasser kann man hingegen bereits nach einem Kilometer Verlauf beobachten, wie das Wasser immer weniger wird, bis es nach etwa zwei Kilometer schließlich völlig verschwunden ist.

 

 

  • Rakitniscica-Quelle
  • Rakitnica-Quelle mit Pflanzen
  • Quelltöpfe Rakitnica
  • Quellabfluss Rakitniscica
  • Gott schütze die Rakitnica-Quelle
  • Die Rakitnica schwindet
  • Rakitnica - Rakitniscica
  • Wehr an der Rakitnica
  • Pflanzen in der Rakitnica-Quelle
  • Rakitnica
  • Überschwemmte Rakitnica
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Predjama Burg

 

 

   Predjama Höhlenburg Koordinaten

 

 

Die Höhlenburg Predjama (früher Höhlenburg Lueg) befindet sich bei dem gleichnamigen Dorf etwa zehn Kilometer von Postojna (Adelsberg) entfernt. Sie liegt auf halber Höhe einer insgesamt 123 Meter hohen Felswand und wurde nach dem bekanntesten Burgherren, dem Raubritter Erasmus von Luegg (15. Jahrhundert) Erazmova Jama (Erasmushöhle) benannt.

Die Erazmova Jama ist eine Portal­höhle, da sie keine Fortsetzung hat. Sie ist das dritte Stockwerk eines insgesamt vierstöckigen Höhlensystems: Das unterste Stockwerk wird vom Bach Lokva durchflossen, der unterhalb der Burg versickert und ist nur mit Spezialausrüstung durch Höhlenforscher befahrbar. Bei der geführten Höhlentour betritt man das zweite Stockwerk direkt unterhalb der Burg. Durch einen großräumigen Höhlengang, der früher als Pferdestall benutzt wurde und mit elektrischem Licht ausgestattet war, gelangt man in ein sparsam erschlossenes Höhlensystem. Über Metalltreppen steigt man bis in den dritten Stock hinauf und verlässt die Höhle oberhalb der Burg wieder.

Die Anlage hat eine reiche und spannende Geschichte und war unter anderem im Besitz der Patriarchen von Aquileia und der Habsburger. Archäologische Ausgrabungen in den 1950er-Jahren erbrachten aber den Nachweis, dass die Höhle bereits zur Altsteinzeit bewohnt war. Im zwölften Jahrhundert wurde in die unzugängliche Felswand eine Burg gebaut. Als Versteck diente das Loch (Luknja), das nur über einen Felsgrat an einem 60 Meter tiefen Abgrund erreichbar ist, und von dem ein Geheimgang nach 38 Meter auf dem Berggipfel endete.

Während der Kämpfe zwischen Kaiser Friedrich III. und dem ungarischen König Matthias Corvinus diente Erasmus von Luegg dem Ungarn. Nach der Hinrichtung seines Freundes Andreas Baumkircher auf Geheiß des Kaisers tötete Erasmus im Streit einen kaiserlichen Verwandten und flüchtete vor der Todesstrafe auf die Burg Predjama. Wegen mehrfacher Überfälle auf Kaufleute sollte Luegg durch den Hauptmann von Triest, Freiherrn Niklas von Rauber, festgenommen werden. Die Belagerung von Predjama dauerte mehr als ein Jahr und war erfolglos. Der Belagerte trieb seinen Spott mit den Soldaten und bewarf sie mit gebratenem Ochsenfleisch und frischen Kirschen, die er über einen geheimen Gang seiner Burg bezog. 1484 gelang es den Belagerern unter Mithilfe eines verräterischen Dieners schließlich, Erasmus von Luegg zu töten.

Die neue Burg mit ihrer heutigen drei- bis viergeschossigen Gestalt stammt aus dem Jahr 1570. Der Bau wurde durch Johann Cobenzl Freiherr von Prossegg zu Lueg veranlasst. Heute befindet sich in der Burg und in Teilen der Höhle ein Museum. Seit einigen Jahren ist es auch möglich, die Höhle selbst zu besichtigen.

 

 

Weitere Infos

Wikipedia Höhlenburg Predjama

Info Park Postojnska jama, Burg Predjama

 

 

  • Predjama - untere Höhle
  • Lokva bei Predjama
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  1. Pivka Jama und Crna Jama
  2. Krizna Jama
  3. Höhle von Postojna
  4. Soca Isonzo

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