Brunnsee WildalpenBrunnsee Wildalpen

 

 Brunnsee Wildalpen Koordinaten

 

Der Brunnsee ist – wie schon der Name vermuten lässt - ein Quellsee am Hochschwabmassiv in der Steiermark. Der von eindrucksvollen Bergen umgebende Brunnboden mit dem See liegt inmitten des Naturschutzgebietes Wildalpener Salzatal. Vom See am Ausgang des Brunntals fließt ein kurzer Bach zur benachbarten Steirischen Salza (auch Mariazeller Salza) ab.

(aus Wikimedia)

 

Die meisten Fotos, die im Netz vom Brunnsee veröffentlich sind, zeigen seinen Ablauf, der zugegebenermaßen ein sehr dekoratives Motiv ist. Sehr viel seltener findet man Beiträge, die den südlichen Teil des Sees und die dortigen Quellgebiete vorstellen. Zahlreiche der Quellen, die den dichtenden Ton durchbrechen und aufsteigen, sind am Grund des Sees an ihrer Farbe gut zu erkennen. Auch die Quellgebiete im Süden und Südosten des Sees führen ihm reichlich Wasser zu. Es sammelt sich aus Niederschlägen, die in einem über 16 km² großen Einzugsgebiet in Spalten und Dolinen des stark verkarsteten Kalkgesteins versickern, unterirdische Wasserleiter bilden und hier an dichtenden Schichten gezwungen sind, aufzusteigen. Diese unterirdischen Zuflüsse mit ihrem glasklaren Wasser machen den Brunnsee zu einem der bedeutendsten Quelltöpfe Österreichs.

Der von Bergen im Süden zufließende Bach, der begradigt wurde und dessen Bett mit schwerem Geschiebe gefüllt ist, liegt hingegen häufig trocken. Das Wasser versickert nach und nach, bevor es den Brunnsee erreicht und fließt unter dem Bachbett nach Norden ab. Es gibt Überlegungen, den Bach teilweise zu renaturieren.

Um 1800 wurde der Brunnsee als Fischteich genutzt. Die Benediktiner von Stift Admont hielten hier große Mengen an Forellen und Saiblingen, mit denen sie ihre rund 200 „fleischlosen“ Tage überbrückten. Die Fische, die im nährstoffarmen Wasser des Sees eine vergleichsweise geringe Größe erreichten, wurden in Holzfässern ins Kloster gekarrt. Etwas später hatte der Brunnboden wohl Glück, dass seine Quellen den Begehrlichkeiten der Wiener Wasserversorger entgingen, die sich in seiner nächsten Nähe eine Karstquelle nach der anderen unter den Nagel rissen, um 1873 ihre berühmte I. Wiener Hochquellenleitung in Betrieb nehmen zu können. Eine technische Meisterleistung damals, der allerdings zahlreiche ehemals sicher wunderbare Karstquellen zum Opfer fielen.

(aus Wikipedia, Autor: Fritz Schmalzbauer, Wiener Wasserwerke, Abt. PR-Grafik & Layout, Grabnergasse 4-6, A-1060 Wien)

 

Die bekannten Kläfferquellen, die durchschnittlich 5,4 m³/s schütten und zu den größten Quellgruppen der Ostalpen gehören, liegen nur sieben Kilometer östlich des Brunnsees. Sie werden seit Beginn des 20. Jahrhunderts in das Netz der II. Wiener Hochquellenleitung eingespeist. Bis heute wird die Stadt Wien zu 96 % mit Hochquellwasser versorgt, das zu 60 % vom Hochschwab stammt.

Von der Hochschwabstraße zweigt der Brunnweg ab, der entlang des westlichen Seeufers als gemütlicher Spazierweg gut eineinhalb Kilometer weit zu den Quellen südlich des Sees führt. Sie sind auf unserer Quellenkarte (47.65104,15.04017) zu finden.