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01 titelbild

Tuffhöhle mit Mühlrad

 

  La Cascade Petrifiante - Saint-Pierre-de-Livron Koordinaten

 

Kurz bevor der kurze Bach Livron, der oberhalb mit den Heiligen Quellen von Notre-Dame de Livron (44.251133, 1.765583) entspringt, in die Bonnette mündet, läuft er an einer Felsklippe zu Höchstform auf. Dank seines hohen Anteils an Kalziumkarbonaten hat das Wasser eine riesige Tuffsteinwand mit Höhlen und wunderbaren natürlichen Becken geformt, in denen das türkisfarbene Wasser (Fachartikel) sich sammelt. Von dort fließt es unter der Route de la Cascade Petrifiante in zwei Bächen in die Bonnette hinab.

Der Wasserfall muss am Ende der letzten Eiszeit viel größer gewesen sein, wie seine breite Front und die mächtigen abgelagerten Schichten vermuten lassen. In der Vergangenheit wurden zahlreiche Gebäude in der Gegend aus dem hier entstandenen Tuffstein gebaut, der zwar relativ weich und nicht säurebeständig ist, dafür aber leicht und von guter Dämmwirkung. Im Sommer 2022 ist der Wasserfall erstmals vollständig ausgetrocknet.

Früher haben Livron und Bonnette neun okzitanische Wassermühlen (Gastartikel) angetrieben, die terrassenförmig angelegt und nur wenige Meter voneinander entfernt an einem steilen Hang standen. Zwei von ihnen sind an der Straße heute noch erhalten, ein schmaler Weg neben den Wasserfällen führt zu einer dritten, verfallenen Mühle wenig oberhalb hinauf.

BONNETTE SCHEMA MOULIN OCCITAN par NUET BADIA 777x1024

 

BONNETTE MOULINS de Saint Pierre de Livron site a forte chute plan 768x1024

In den Sinterbecken besteht Badeverbot, das restliche Gelände und die Höhlen sind aber zugänglich. Im Frühjahr tritt auch am Boden der Höhlen an mehreren Stellen Wasser aus. Die noch erhaltenen Mühlen sind bewohnt, von der Straße aus aber gut zu sehen. Es gibt eine Parkmöglichkeit. Wer möchte, kann links neben dem Wasserfall einen schmalen Stufenweg hochgehen, an den ehemaligen Mühlen vorbei. Er führt weiter zu den Quellen des Baches Livron am Wallfahrtsort Notre-Dame de Livron.

 

Weitere Infos

https://capa--archeo-fr.translate.goog/vallee-de-la-bonnette/?_x_tr_sl=fr&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=sc

https://lernort-eiszeit.ch/wp-content/uploads/2023/04/2021-04_Kunst_und_Stein_Jurg_Meyer_Quelltuff.pdf

 

  • Alte Mühle
  • Mündung Livron
  • Tuffhöhle mit Mühlrad
  • Sinterbecken
  • Wasseraustritt an Tuffwand
  • Verfallene Mühle
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Untere Ouysse

 

  Entlang der unteren Ouysse Koordinaten

 

Die 14 Kilometer (einfache Strecke) lange Radtour (komoot) führt von La Cave an der Mündung der Ouysee in die Dordogne zur alten Mühle von Roquefraiche. Sie liegt im Alzou-Tal unter dem pittoresk auf steilen Felsen erbauten Wallfahrtsort Rocamadour. Die Tour folgt einem der schönsten Abschnitte des bekannten Weitwanderwegs GR6.

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https://www.geoportail.gouv.fr/

Zur Hydrogeologie dieser beeindruckenden Karstlandschaft mit ihren wunderbaren Wiederaustritten unterirdischer Flusssysteme ist in der benachbarten Quellenwanderung (Highlights Frankreich - Die Wiederaustritte der Ouysse) einiges zu lesen. Diese Radtour führt an der bekannten Tauchhöhle Source de Cabouy (44.790191, 1.584177) und an der bei Tauchern ebenfalls beliebten Source de Font del Truffe (44.825028, 1.550778) vorbei.

Der eigentliche Reiz dieser Tour entlang von Ouysse und Alzou liegt aber in der wunderbar vielfältigen Flusslandschaft mit markanten Karstwänden, historischen Gebäuden wie der Moulin de Cougnaguet oder Belcastel, in dem ruhig fließenden Wasser mit seinem wunderbaren Farbenspiel. Neben duftenden Kräutern und bunten Flechten wachsen zwei Arten von Eichen, Wacholder, Pinien und Kiefern, entlang der Flussläufe auch Feldahorn und Eschen. Unzählige Wasserläufer sind ein Indiz, dass die Wasserqualität noch einigermaßen intakt ist - trotz hoher Nährstoffeinträge, die das Karstwasser auch hier belasten.

Der Parkplatz an der Grottes de Lacave, an dem die Tour beginnt, ist für Wohnmobile zugelassen. Wer sich ein Bild vom unterirdischen Karst machen will, findet in der Höhle eine gute Gelegenheit dazu, sollte sich während der Saison aber auf einigen Rummel gefasst machen. Die Tour führt überwiegend auf breiten Wegen entlang, die für Kraftfahrzeuge gesperrt und mit jedem Rad gut zu fahren sind. Etwa 500 Meter sind auf der D673 zurückzulegen und zwischen Moulin de Caoulet und Gouffre de Cobouy liegt ein eineinhalb Kilometer langer Singletrail, für den ein geländegängiges Fahrrad von Vorteil ist.

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Radtour (komoot)

Wer den meiden möchte, fährt nur bis zur Pont de la Peyre und verkürzt den Weg damit auf etwa die Hälfte. Zwar lernt man die Source de Cabouy dann nicht kennen, die schönsten Abschnitte der Ouysse bekommt man aber zu sehen. Dazu gehört die Moulin de Cougnaguet, eine der interessantesten Mühlen Frankreichs, die man jedenfalls besichtigen sollte, wenn sie geöffnet ist. Ihr Bau zog sich ab 1292 mehr als 50 Jahre hin und im Lauf der Jahrhunderte wurden immer wieder Änderungen vorgenommen, etwa Schießscharten, die man in den kriegerischen Zeiten der Renaissance einbaute.

 

Weitere Infos

Wikipedia - Ouysse

 

  • Château de Belcastel
  • Kalksteinwände
  • Tauchhöhle Font del Truffe
  • Moulin de Cougnaguet
  • Mühlkanal Moulin de Cougnaguet
  • Ouysse
  • Wasser der Ouysse
  • Wasserpflanzen
  • Flusslandschaft
  • Rocamodour
  • Spiegelungen
  • Dordogne-Landschaft
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01 Titelbild Mittel 1

An der Cascade de Silians

 

  Cascade de Silians Koordinaten

 

Dass es um den Wasserfall in Sillans-la-Cascade einen solchen Hype gibt, ist wohl unserer vernetzten Zeit und den Eigenarten des Tourismus in Frankreich zuzuschreiben. Hier scheinen die Menschen besonders ausgeprägt so zu ticken, dass alle zur gleichen Zeit das gleiche wollen ... was der Cascade de Sillans auf google maps mittlerweile rund 6.500 Fotos eingebracht hat. Anders als etwa die bunten Ockerfelsen von Roussillon, ein tatsächlich einzigartiges Naturschauspiel, das mittlerweile unter Touristenmassen erstickt, gibt es in Frankreich Dutzende von Wasserfällen, die es mit dem von Sillans-la-Cascade aufnehmen können. Vielleicht nicht gerade 44 Meter hoch, aber mit vergleichbar schönen Sintervorhängen und türkisblauen Becken, zudem ohne Rummel.

Auch wenn der Tourismus kräftig Geld in die Kassen spült - Sillans-la-Cascade mit seinen kaum 800 Einwohnern scheint wie für viele andere Orte in Frankreich mit dem Gästeansturm überfordert. In der Saison irren Wohnmobile auf der Suche nach einem möglichst nahgelegenen Parkplatz durch die engen Straßen und eine grau uniformierte Ecogarde versucht, die Menschenkarawanen einigermaßen zu organisieren und Schäden von dem Naturdenkmal fernzuhalten. Die notwendigen Konsequenzen sind (blickdichte!) Umzäunungen, Verbote, Gängelung.

Wen das nichtstört: Schön ist der Wasserfall trotzdem, vor allem wenn er von Sonnenlicht angeschienen wird. Und auf irgendeinem der Parkplätze im Dorf wird sich wohl auch noch eine Lücke finden lassen.

 

Weitere Infos

idprovence-com. - Sillans-la-cascade[pageGallery]/1/

 

  • Sinter in der Bresque
  • Cascade von Silians mit viel Wasser
  • Sinterrücken der Bresque
  • Cascade von Silians mit wenig Wasser
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Quelltopf Herzquelle

 

 

  Quellen in den Weimarer Parkanlagen entlang der Ilm Koordinaten

 

Die Quellentour durch Weimar führt auf dem 123 Kilometer langen Ilmtalradweg entlang, der sowohl Naturliebhabern wie Kulturbegeisterten viel zu bieten hat. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat ihn als ersten Radfernweg in Thüringen mit seinem Gütesiegel „ADFC-Qualitätsradroute“ ausgezeichnet.

Das Städtchen Weimar mit seinen 66.000 Einwohnern ist bekannt als Stadt der Klassik mit Geistesgrößen wie Goethe, Schiller, Wieland, Herder, als Stadt der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule mit Lehrern wie Böcklin und Lenbach, als Stadt mit Universität und Musikhochschule, mit der Herzogin-Anna-Amalia Bibliothek. Es war 1999 Kulturhauptstadt Europas und ist Welterbestadt. Aber auch das KZ Buchenwald ist nur zehn Kilometer entfernt.

Kaum bekannt ist, dass in Weimar-Ehringsdorf 1925 das Skelett des Ehringsdorfer Urmenschen gefunden wurde, der vor geschätzt 200.000 bis 250.000 Jahren hier lebte. Sein Leben ist in dem sehenswerten Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens dokumentiert. Die Fundstellen liegen genau an der Grenze, bis zu der die Elsterkaltzeit vor ca. 400.000 bis 320.000 Jahren ihre Eispanzer trieb. Von der Weichsel-Kaltzeit, die ihre Gletscher von Skandinavien und den Alpen her über Deutschland breitete und vor 11.500 Jahren endete, blieb Weimar hingegen verschont. Trotzdem muss sich die Landschaft dramatisch verändert haben: die prähistorischen Überreste im Travertin-Steinbruch von Weimar-Ehringsdorf wurden in 18 Meter Tiefe gefunden! Die Tour führt also viele Meter oberhalb des Lebensraums der Urzeitmenschen an der Ilm entlang.

Die Bedingungen für die frühe Besiedlung waren günstig. An der Kipperquelle (50.960017 11.351467) und den anderen Karstquellen hier im Ilmtal, die hier aus dem Muschelkalk der Ilm-Saale-Ohrdruf-Platte steigen, fanden die Menschen sauberes Süßwasser. Sie konnten die hier tränkenden Tiere jagen, darunter Waldnashorn, Elefant, Hirsch und Bär. Die Tierkörper wurden zerteilt und auf trockene Travertinareale gebracht. Dort entzündeten die Ehringsdorfer Großwildjäger ihre Lagerfeuer, die als schwarze Brandschichten im gelben Travertin zusammen mit Knochen erhalten blieben.

Heute haben die Weimarer Quellen ein ganz anderes Aussehen und vermutlich eine etwas andere Lage als in geologischer und prähistorischer Zeit. Allen gemeinsam ist ein außerordentlich hartes Wasser vom Kalzium-Magnesium-Sulfat-Typ, das den Aufbau von mächtigen Travertinschichten hier an der Ilm beigetragen hat. Der hübsche Felsenbrunnen (50.976383 11.333383) etwa bezieht sein Wasser aus einem Stoffen, den Herzog Carl August im 18. Jahrhundert tief in dieses Gestein graben ließ. An der Lottenquelle (50.9778039, 11.3046785) im Westen Weimars, die auf dem Gelände eines Fischzuchtbetriebes unzugänglich ist, erreicht die Wasserhärte den enormen Wert von 95°dH. Gemeinsam ist der Kipperquelle in Ehringsdorf, den drei benachbarten Leutraquellen (50.979583, 11.334883) im Ilmenpark, der Herzquelle (50.967567, 11.349433) des Papierbachs in Oberweimar und den Lottenquellen zudem, dass sie als Karstquellen stark abhängig von vorangegangenen Niederschlägen schütten. Bei der Lottenquelle reicht die Schüttung beispielsweise von fünf bis 40 l/s.

Zurück in die Zeit des Klassischen Weimar. Die Quellen an der Ilm wurden damals mit zeitgemäßen Fassungen versehen und ihr Wasser in die Gestaltung der Stadt und ihrer Bauwerke einbezogen. Eine Quelle unter dem bekannten Römischen Haus (50.971194, 11.335278) speist vermutlich noch heute den Brunnen dort. Die Sphinxgrotte wurde 1784 auf Geheiß von Herzog Carl August errichtet, Goethe hatte sein Gartenhaus an der Ilm gegenüber der Felsenquelle und beeinflusste die Gestaltung des Landschaftsparks entlang stark. Die Quellen waren beliebte Ziele und Treffpunkte, für das gewöhnliche Volk ebenso wie Aristokraten, Künstler und das wohnhabende Bürgertum. Noch heute finden sich viele Spuren aus klassischer und nachklassischer Zeit in dem 48 Hektar großen Park, etwa die charakteristischen Sichtachsen, zahlreiche Skulpturen und Denkmäler. Er ist Teil des UNESCO-Welterbes „Klassisches Weimar“ und spiegelt bis heute die ästhetischen Vorstellungen der Weimarer Klassik wider. Lediglich die Quellen (51.000217, 11.356883) am Fuß einer Geländekante im nördlichen Teil des Schlossparks Tiefurt treten noch natürlich aus.

Indes macht der Klimawandel auch vor den Weimarer Quellen nicht Halt. Während Starkregen und damit ihre Maximalschüttungen zunehmen dürften, machen die in Summe zurückgehenden Niederschlagsmengen und anhaltende Trockenperioden den Grundwasserständen zu schaffen. Im Sommer 2025 waren sie so dramatisch gesunken, dass Weimar ein temporäres Verbot erlassen musste, Wasser aus offenen Gewässern zu entnehmen. Die Herzquelle mit ihrem wunderbar gefärbten Wasser, die 1999 noch 100 bis 350 l/s geschüttet hatte und 2015 renaturiert wurde, versiegte bereits im Jahr 2020 einige Monate lang.

Mit Hilfe der WASSERWIKI Quellenkarte (50.960017 11.351467) lässt sich die landschaftlich reizvolle Tour entlang der Ilm selbst gestalten. Die Quellen im Weimarer Stadtgebiet sind gut zugänglich und lassen sich mit dem Rad oder zu Fuß erreichen. Nur für die naturbelassenen Quellen im nördlichen Teil des Schlossparks Tiefurt muss man ein paar Meter weglos zurücklegen. Vor allem kulturell Interessierte Besucher(innen) sollten sich genügend Zeit für die Tour und ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten am Rande nehmen. 

 

Weitere Informationen

https://www-docs.b-tu.de/ag-wassertechnik/public/Publikationen/Schriftenreihe/Heft30.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/Weimar

https://www.thueringen24.de/thueringen/article300530918/thueringen-weimar-wasser-verbot-hitze-reissleine.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Ilmtal-Radweg

https://www.ilmtal-radweg.de/w/opendata/poi/schlosspark-tiefurt

Foto Weimar Ilmpark Ochsenauge

 

  • Klipperquellen
  • Quellbecken Klipper
  • Papierbach - Weg zur Herzquelle
  • Quelltopf Herzquelle
  • Fußbad in der Leutra
  • Ochsenauge Ilmpark
  • Sphinxgrotte mit Leutraquelle
  • Felsenquelle mit Schachteingang
  • Nebenquelle Papierbach
  • Quellbrunnen im Römischen Haus
  • Tiefurtpark mit Ilm
  • Welterbe Tiefurtpark
  • Natürliche Quelle Tiefurtpark
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Salzwiese Sainte Marguerite

 

  Mineralquellen von Sainte Margueruite Koordinaten

 

Ende des 19. Jahrhunderts gab es an der Flussschleife des Allier zwischen Saint-Maurice und Les Martres-de-Veyre auf einer Länge von zwei Kilometern etwa 30 Thermal- und Mineralquellen. Eine ganze Reihe von ihnen findet man noch heute, andere liegen mittlerweile im Bett des Allier, da der Fluss seinen Lauf seit damals etwas geändert hat.

Die Quellen des ehemaligen Thermalbads Sainte-Marguerite, die schon von den Römern - und vermutlich schon vor deren Zeit - genutzt wurden, bilden zusammen mit den verfallenden Kur- und Technikgebäuden ein einzigartiges und spannendes Ensemble. Lost Place und Quelldorado in einem. Seinen Namen verdankt das Bad einer kleinen Kapelle an einem Fußweg oberhalb des Geländes, die der Heiligen Marguerite geweiht wurde. Der Legende nach soll im 14. Jahrhundert die Pest im Ort Saint-Maurice keine Opfer gefordert haben, was die Bewohner ihren heilsamen Quellen und dem Wirken der Heiligen Margarete zuschrieben, die sie um Hilfe angefleht hatten. Margareta von Antiochia war Tochter eines heidnischen Priesters und wurde von einer christlichen Amme erzogen. Sie starb um das Jahr 305 den Märtyrertod, als sie vom eigenen Vater wegen ihres christlichen Glaubens denunziert wurde.

Die Thermalquellen von Sainte-Marguerite haben einen hohen Kohlendioxidgehalt und sind reich an Mineralien (Kalzium, Natrium, Magnesium, Chloride, Bikarbonate usw.). Vor vielen anderen Mineralwässern zeichnen sie sich durch ihren relativ hohen Salzgehalt aus. Eingesetzt wurden sie unter anderem bei Nierenbeschwerden, Leber- und Magenerkrankungen und Fettleibigkeit. 1840 wurde ein kleines Kurhotel mit 30 Zimmern errichtet, in dem man Trink- und Badeanwendungen anbot. Das Hotel und der kleine Kurpark mitsamt allen anderen Gebäuden wurden durch eine Überschwemmung des Allier im Jahr 1866 so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass alles neu aufgebaut werden musste. Obwohl mittlerweile wieder gut besucht, musste das Bad 1889 aber versteigert werden. Der Niedergang kündigte sich dann aber an, lange bevor die wachsende Konkurrenz und Konzentration von Heilbädern seit den 1970er-Jahren immer mehr Kurbetriebe in ganz Europa in die Insolvenz trieb.

Im Unterschied zu anderen aufgegebenen Kurorten sind die heute noch fünf Quellaustritte auf dem etwa 7.000 Quadratmeter großen Areal des ehemaligen Heilbads gut zu erkennen. Sie liefern hochmineralisiertes Thermalwasser in unterschiedlicher Temperatur und mineralischer Zusammensetzung. Auch sonst ist ihr Charakter verschieden. Manche sprudeln noch kräftig, fließen aus den alten Brunnenhäusern und Technikzentralen aufs freie Gelände und haben mit ihrem Wasser mittlerweile zu einer großflächigen Versinterung des Geländes geführt. Auf den neu entstandenen Salzwiesen hat sich eine besondere Flora breitgemacht, die auch für Botaniker von Interesse ist (klassifiziert als Natura 2000). Der Uferweg ist durch das zum Fluss abfließende Wasser oft matschig. Es ist zwar geplant, den Schutz der Flächen durch ein Wegenetz auf dem Gelände zu verbessern. Da es derzeit aber noch fehlt, sollte jeder Schritt achtsam gesetzt werden, um die seltenen Pflanzen auf den Salzwiesen und den Sinter nicht zu zerstören.

Der Geyser de la source Brissac Ste Marguerite, auch Source merveilleuse genannt, ist die bekannteste der Quellen und unseres Wissens der einzige gebohrte Brunnen auf dem Gelände. Auch er hat allerdings eine Bohrtiefe von nur sechs Metern. Die Quelle war 1871 entdeckt worden, die Bohrung stammt aus den 1920er-Jahren. Zu Beginn hatte der Geysir eine Durchflussrate von 250 l/min und er schleuderte sein Wasser dank einer starken Freisetzung von Kohlensäure alle sechs Minuten bis zu sieben Meter hoch. Wie auch das der nahegelegenen Tennisquelle hat sein Wasser eine Temperatur von 31°C. Die Source Brissac diente zur Versorgung der 16 Bäder der Thermalanstalt. Nach und nach verringerte sich der Durchfluss der meisten Quellen aber, sodass auch der Geysir heute nur noch alle 20 Minuten für etwa vier Minuten tätig wird und seine Fontäne maximal zwei Meter Höhe erreicht.

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Anordnung der Quellen auf dem Gelände des ehemaligen Thermalbads Sainte-Marguerite,
unten rechts im Bild die heutige Tafelwasserfirma

Auch die 1894 errichtete Abfüllanlage auf dem Gelände wurde nach dem Kauf des Geländes durch eine Tochtergesellschaft von Intermarché im Jahr 1995 aufgegeben. Die Societé des Eaux de Sainte-Marguerite ersetzte sie durch eine 250 Meter südlich gelegene Fabrikationsstätte, die ihr Wasser über eine Leitung vom Brunnenhaus der umzäunten Source de la Chapelle (Kapellenquelle) bezieht. Hier werden jedes Jahr 17 Millionen Liter sprudelndes Tafelwasser und Limonaden hergestellt – im Jahr 1932 waren es noch 295.000 Flaschen jährlich! Es ist also anzunehmen, dass inzwischen auch die Source de la Chapelle eine Bohrung erhalten hat.

Sainte Marguerite Abb2

Das Gelände ist von der Rue de la Chapelle aus frei zugänglich. Die Position der einzelnen Quellen findet man auf unserer Quellenkarte.

 

Weitere Infos

https://superbougnat.fr/les-sources-de-sainte-marguerite/
https://pedagogie-ac--limoges-fr.translate.goog/svt/accueil/sortie_volcans_web/co/06_sources_de_sainte_marguerite.html?_x_tr_sch=http&_x_tr_sl=fr&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=sc

  • Brunnentempel
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  • Wasseraustritt an Pumpenhaus
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  • Ufer des Allier
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  1. Die Wiederaustritte der Ouysse
  2. Die Quellen von Salles-la-Source
  3. Sources de la Bueges
  4. Jardin des Fontaines Petrifiantes

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