Biberquelle Tümpelquelle
Biberquelle 
Der Biberbach ist ein linker Nebenfluss der Donau im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg.
Am nordwestlichen Ende von Langenenslingen auf 530 m ü. NHN entspringt der Biberbach in einer Karstquelle, der Biberquelle. Der bläulich schimmernde Quelltopf ist in Privatbesitz der Oberen Mühle, wird vom Besitzer aber gerne zugänglich gemacht. Er hat einen Durchmesser von ca. 20 m. Das Wasser stammt aus dem Niveau der Zementmergel des Weißjura. Das artesische Grundwasser tritt mit einer Schüttung von 80 l/s bis 560 l/s zu Tage. Die Schüttung reichte aus, um mindestens seit dem 13. Jahrhundert eine Mühle zu betreiben. Heute dient die Quelle der privaten Stromerzeugung.
Schon in Langenenslingen bekommt der Biberbach den ersten Zufluss durch den Karstbach Langwatte, der etwa 1,5 km östlich der Biberquelle auf etwa 603 m ü. NHN in einem Gehölz entspringt. Sie schüttet, Trockenperioden ausgenommen, zwischen 120 l/s und 200 l/s. Aus mehreren Nebenquellen tritt in einem aufgestauten Bereich Wasser aus, man kann darin erkennen, wie vom Grund Blasen aufsteigen. Bis in die 1970er Jahre durchfloss sie unmittelbar nach der Quelle einen kleinen Weiher, welcher im Zuge der Flurbereinigung zum Teil zugeschüttet wurde.
Mit einem kleinen Spaziergang von Langenenslingen aus ist die Besichtigung beider Quellen gut zu verbinden.
Der Biberbach fließt nach etwa 8 km linksseitig in die Donau.
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Brenzursprung Königsbronn
Brenzursprung 
Der Brenzursprung oder Brenztopf ist eine der schönsten Karstquellen der Schwäbischen Alb. Die abfließende Brenz mündet nach 52 km in die Donau.
Die Quelle auf etwa 500 m ü. NHN hat einen 4,3 m tiefen Quelltopf. Aufgrund der Klarheit des Wassers aus den tieferen Albschichten und seines hohen Kalkgehaltes wird das Licht millionenfach an kleinsten Kalkpartikeln gestreut, wodurch die Quelle eine stark türkis-blaue Färbung bekommt. Verstärkt wird dies durch starken Pflanzenbewuchs, vor allem mit dem sog. "Tannenwedel". Die Wassertemperatur liegt gleichbleibend bei 7 °C.
Mit einem großen Einzugsgebiet und einer Schüttung zwischen 230 und über 20.000 Liter pro Sekunde (im Durchschnitt 1270 l/s) ist der Brenzursprung auch eine der stärksten Quellen Deutschlands. Sie wird deshalb auch schon seit Jahrhunderten genutzt. Mit einem Stauwehr versehen trieb sie früher ein Eisenhammerwerk an, worüber am Ort Informationstafeln Auskunft geben. Seit dem Jahr 2000 wird sie zur Stromerzeugung durch eine Kaplan-Turbine eingesetzt.
Der Brenztopf ist leicht zugänglich und Start- bzw. Endpunkt der Königsbronner Route des Karstquellenweges. An der Nordostseite der Hammerschmiede befindet sich ein Kneippbecken. Eine seitliche Treppe ermöglicht einen sehr schönen Blick auch von oben auf die Quelle.
Höhlenforscher vermuten, dass der Brenztopf in einem weitläufigen Höhlensystem auch mit dem etwa 5 km entfernten Ursprung des Schwarzen Kochers in Verbindung stehen könnte. In Karst, insbesondere hier um die europäische Wasserscheide herum, ergeben sich durch die Kraft des Wassers immer neue Hohlräume im Gestein und neue Landschaftsformen. Der zum Rhein hin entwässernde Kocher mit seinem stärkeren Gefälle vertieft sein Flussbett schneller als die ruhig fließende Brenz. So könnte der Kocher in einigen 10.000 Jahren der Brenzquelle das Wasser "abgegraben" haben, so dass auch sie dann zur Nordsee abfließt.
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Gemeinde Königsbronn Geschichte Wasserkraftanlage
Landkreis Heidenheim Königsbronner Industrie- und Geschichtspfad
Gerhard Stock Heidenheimer Zeitung "Geologen erforschen neu entdeckte Hoehle bei Zang"
Geopark Schwäbische Alb Geologie der Schwäbischen Alb
Landkreis Heidenheim Wasserpflanzen
Karstquellenweg
Badersee bei Eibsee
Badersee 
Der 12.810 Quadratmeter große Badersee in der Gemeinde Grainau bei Garmisch-Partenkirchen ist vor allem den Hotelgästen bekannt, die sich an seinem Ufer einquartieren, sonst hat er aber wenige Besucher. Dabei gehört er nicht nur wegen seiner Lage unterhalb der Zugspitze, die sich auf seiner Oberfläche spiegelt, wohl zu den schönsten Quellseen Deutschlands, sondern auch wegen der außerordentlich hohen Lichtqualität und Farbenpracht seines glasklaren Wassers. Seinen Namen erhielt er von seinen ehemaligen Besitzern, einer Familie Bader aus Grainau.
Der See ist 177 Meter lang und 131 Meter breit. Die mittlere Wassertiefe liegt im Westteil bei zwei Metern, im Ostteil bei sechs Metern. In einer Senke zwischen seiner kleinen Insel und dem Südufer erreicht er mit 18 Metern die größte Tiefe. Dort befindet sich auf einem Felsblock in rund fünf Meter Tiefe auch eine lebensgroße Skulptur einer Nixe. Das Kunstobjekt wurde Mitte des 19. Jahrhunderts da angebracht und man kann es vom Boot aus gut sehen. Die Skulptur trug wesentlich zur Bekanntheit des Sees bei. Sie trägt angeblich die Züge von Lola Montez, der legendären Tänzerin und Geliebten von König Ludwig I. von Bayern.
Der smaragdgrüne, klare See ohne oberirdische Zu- und Abflüsse wird nur aus unterirdischen Quellen gespeist. Das Wasser stammt möglicherweise zum Teil aus Versickerungen im drei Kilometer südwestlich gelegenen Eibsee – nix Genaues weiß man aber nicht, wie so oft bei solchen Versickerungen am Grund von Gewässern. Die sind nämlich zumeist schwer zu lokalisieren und das Wasser lässt sich kaum mit Markern kennzeichnen, um seinen unterirdischen Lauf verfolgen zu können.
Die Wassertemperatur des Badersees steigt wegen seiner Quellen im Sommer kaum über 14°C, während er andererseits selbst in strengen Wintern nicht zufriert. Ähnlich wie der Eibsee erhielt der Badersee seine heutige Form vermutlich, als sich zwischen 1700 und 1400 vor Christus ein Teil des Zugspitzmassivs löste und riesige Krater schlug, die sich mit Grundwasser füllten. Der damalige Bergsturz löste eine Fläche von 13 Quadratkilometern und ein Volumen von 350 Millionen Kubikmetern von der Zugspitze und setzte damit gewaltige Energie frei. Heute schätzt man, dass sie mit knapp drei Megatonnen TNT etwa 220 Hiroshima-Bomben entsprach. Ein Überrest dieses Bergsturzes dürfte auch das heutige Inselchen im Badersee sein.
Rund um den See führt ein kurzer, aber sehr schöner Spazierweg von gut zehn Minuten. Vom Norden ist als Hintergrund das Zugspitzmassiv zu sehen, im Süden spiegelt sich das am See gelegene Hotel, bei dem man sich ein Ruderboot mieten kann. Besonders unterhaltsam sind die Fische im Wasser, die sich zumeist am nördlichen Ufer aufhalten und unter denen so mancher feiste Methusalem mit zerfledderten Flossen zu finden ist, der seine 20 Jahre und mehr auf dem Buckel hat. Feinde gibt es in diesem Paradies keine. Allenfalls werden ritualisierte Rangkämpfe um die Alpha-Position bei Forellen und Erpeln ausgetragen, die das Wasser in Wallung bringen und dafür sorgen, dass keine Langeweile unter dem Getier aufkommt.
Fotografen bietet sich an windstillen Sonnentagen wegen des außerordentlich klaren Wassers eine wunderbare Möglichkeit, die Lichtbrechungen einzufangen, die das Wasser in ein Meer aus Farben verwandeln. Mit kurzen Belichtungszeiten und Polfilter fotografiert, erfährt man viel über die Bewegungsabläufe von bewegtem Wasser, was mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. Mit viel Geduld und Glück findet man auch die winzigen Wirbel, die sich da und dort auf dem anscheinend ruhenden Wasser wie aus dem Nichts bilden und wenig später schon wieder verschwunden sind. Geheimnisvolles Wasser!
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Chiemseerundweg mit Quelltöpfen
Chiemseequellen Schafwaschen 
Obwohl es sich hier um eine regelrechte kleine "Quellenlandschaft" direkt am Chiemseerundweg handelt, sind die Quellen an der Schafwaschener Bucht selbst Ortsansässigen kaum bekannt. Vielleicht liegt es daran, dass sie anscheinend keinen geographischen Namen haben - jedenfalls keinen, der auf Karten eingetragen wäre. Es handelt sich um feinmaterialgeprägte Tümpelquellen mit ausgeprägten Quelltöpfen und teilweise deutlich türkis-blauer Färbung. Die Wasseraustritte setzen sich auch im direkt angrenzenden Chiemsee noch fort, wie sich an einigen türkis-blauen Flecken im Bereich von ausgetragenen Sedimenten erkennen lässt. Da das Quellwasser eine relativ konstante Temperatur von ungefähr 7 °C hat, bildet der See in diesem Bereich selbst im kältesten Winter keine geschlossene Eisdecke.
Die Schüttung der einzelnen Quellen ist unterschiedlich stark, sie versiegen aber anscheinend auch bei langer Trockenheit nicht.
Die Quellweiher sind über eine Wiese zu erreichen, die nach Niederschlägen vernässt ist. Die schönste der Quellen liegt direkt am Schilfgürtel. An ihrem Quellboden sind kleine Quellkrater sichtbar, an denen das austretende Wasser den feinen Sand ständig in Bewegung hält. Der Bewuchs dieses Quelltopfs wechselt während des Jahreslaufs mehrfach, was ihm einen recht unterschiedlichen Charakter mit stark wechselnden Farben verleiht.
Der Chiemseerundweg führt nur etwa 50 m entfernt an dem Platz vorbei. Wer hier unterwegs ist, sollte sich die Quellen keinesfalls entgehen lassen.
Chiemsee Harras
Chiemseerundweg 
Der Chiemseerundweg gilt nicht zu Unrecht als eine der schönsten (und meistbefahrenen) Radstrecken in Bayern. Er führt zumeist ufernah und ohne nennenswerte Steigungen am See mit seinen zahlreichen Bademöglichkeiten entlang und gibt dabei wunderbare Blicke auf die Chiemgauer Alpen frei. Unterwegs kann man von fünf verschiedenen Orten aus mit Booten Abstecher zur Herreninsel mit Königsschloss und weitläufigen Parkanlagen machen oder man schippert auf die charmante Fraueninsel mit ihrem ehrwürdigen Münster, mit karolingischem Torbogen und bunten Fischerhäusern. Unter bestimmten Einschränkungen können dabei auch Räder mitgenommen werden, sodass sich die etwa 55 Kilometer lange Seeumrundung abzukürzen lässt.
Wer den Trubel während der Wochenenden und Sommerferien umgehen möchte, der wählt nach Möglichkeit einen Wochentag für die Tour. Besonders schön ist der Kontrast, wenn im Frühjahr auf den Bergen noch Schnee liegt und am See bereits alles in Blüte steht. Im Herbst verleiht bunt gefärbtes Laub der Tour, die immer wieder durch bewaldete Abschnitte führt, einen besonderen Reiz.
Oder vielleicht bietet der kommende Winter noch einmal Temperaturen, die das Wasser entlang der Seeufer gefrieren lassen, so wie zuletzt 2017? Dann verlangsamt sich der Rhythmus des Sees und seiner Bewohner, die Fotomotive werden geduldiger. Wanderungen an den schönsten Abschnitten im Norden und Osten des Sees oder am Ufer der Halbinsel Feldwies erschließen dann wunderbare Blicke über Eis und Schnee. Vogelfreunde finden in den Verlandungszonen Achendelta und Irschener Winkel in Bernau Aussichtstürme, an denen sie mit Fernrohr und Teleobjektiv ausharren können. Vielleicht friert der See ja noch einmal so weit zu, dass man die Inseln zu Fuß erreichen kann, wie 2006? Winter wie 1941/42, als Panzer über den „weiten See“ fuhren, wird man vermutlich auf absehbare Zeit nicht mehr erleben ...
Im Beitrag Wasserland Deutschland haben wir beschrieben, wie vor allem die Würm-Kaltzeit und die anschließende Verlandung für das heutige Erscheinungsbild des Chiemsees und seines Umlands verantwortlich sind. Als der Chiemsee-Gletscher den See vor gut 10.000 Jahren ausgehobelt hatte und er sich mit Gebirgswasser füllte, war er bis 240 Meter tief, heute bringt er es gerade noch auf 73 Meter. Das Achendelta wächst jährlich etwa einen Hektar in den See hinein und auf weiten Flächen des Urchiemsees entstanden Moore, Verlandungsgebiete, eine Seenplatte mit heute rund 25 kleineren und größeren Seen. Wenige Meter vom See entfernt, ja sogar im See selbst findet man bis heute die Toteislöcher, an denen sich gewaltige Eisblöcke eingegraben und lange überdauert haben. Heute entspringen aus ihnen mit türkis schimmerndem Wasser einige der schönsten (trotzdem kaum bekannten) Quellen des Chiemgaus: das Naturdenkmal Blahsee, die Tümpelquellen am Schafwaschener Ufer oder die Urschlachquellen südlich von Halfing.
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Der Chiemsee in seiner Urform und jetzigen Form DasMündungsdelta der Tiroler Ache im Chiemsee
Auch hier eine Landschaft im dauernden Wandel. In 5.000 bis 8.000 Jahren wird der Chiemseezufluss Tiroler Ache direkt in seinen Abfluss Alz übergehen, so die Prognosen, nur um die Inseln werden kleine Wasserflächen übrigbleiben. Man sollte sich also beeilen mit seiner Chiemseerundtour ...
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