
Quelle der Zrmanja
Zrmanja 
Die Zrmanja ist ein 69 Kilometer langer Karstfluss, der im südlichen Velebit entspringt, und in die Bucht von Novigrad mündet. Obwohl er im Sommer besonders in seinem Mittellauf häufig trockenfällt, hat er 200 Meter tiefe Schluchten in die felsige Landschaft gegraben, die seinen Lauf bestimmt.
Seine Quelle hat er auf 395 Meter Höhe nahe der Ortschaft Zrmanja Vrelo, die über einige weitere starke Quellen in Trinkwasserqualität verfügt. Die Anfahrt zur Zrmanja-Quelle tief unterhalb der Verbindungsstraße von Knin nach Gacac ist auf teilweise engen Wegen ohne Ausweichstellen etwas mühsam. Der letzte Kilometer bis zur Quelle, die in einen Talschluss eingebettet ist, ist auf einem schönen Pfad durch einen ursprünglichen Wald zu Fuß zurückzulegen.
Eigentlich handelt es sich bei Zrmanja Vrelo um mehrere Quellaustritte, von denen die höher gelegenen im Sommer aber nicht schütten. Dass sie aber auch sehr viel Wasser führen können, zeigt das breite Schotterbett. Die permanente Quelle dringt unterhalb einer Staumauer aus dem Erdreich. Sie hat die für Karstwasser typische türkise Färbung und ist von ehrfurchtgebietenden uralten Bäumen umgeben. Links unterhalb der Staumauer führt ein zunächst schlecht erkennbarer Pfad hoch, dem man bis zu den weiter hinten im Talkessel gelegenen Quellaustritten folgen kann.
In ihrem oberen Lauf fällt die Zrmanja im Sommer häufig trocken, ein typisches Phänomen von Karstflüssen, die oft den Hauptteil ihres Wassers unterhalb ihres Bettes bewegen. Erst etwa 15 Kilometer oberhalb der Mündung der Krupa nach dem Mokro Polje führt sie wieder dauerhaft Wasser. Dieser untere Flussabschnitt ist von der großartigen Canyonlandschaft geprägt, die Zrmanja und Krupa gemeinsam geschaffen haben. Beide Flüsse bilden auch die charakteristischen Kalktuffkaskaden aus, die an der Zrmanja beim Wasserfall Visoki Buk bis zu zwölf Meter Höhe anwachsen. Das macht den landschaftlich herausragend schönen Fluss mit seinem smaragdgrün schimmernden Wasser auch bei Kanuten und Raftern sehr beliebt. Entsprechende Touren bis zum Berberov Buk oberhalb eines Stausees werden von zahlreichen Anbietern in der Gegend organisiert.
Unterhalb des Stausees kann die Zrmanja zwischen einem Wasserfall etwa einen Kilometer oberhalb von Obrovac und der Mündung in die Adria auch mit Motorbooten befahren werden. In diesem Flussabschnitt wurden Passagen zu Karl Mays Winnetou gedreht. Von Land her bekommt man den Fluss in seinem hier besonders tiefen Canyon nur von einigen Aussichtpunkten aus zu sehen. Überhaupt lässt sich die Zrmanja recht schlecht zu Fuß erkunden. Die beste Gelegenheit bietet die Straße hinunter zum sehr schön gelegenen Berkerov Buk, der man auch noch ein Stück weiter folgen kann bis zu einer wunderschönen direkt am Fluss gelegenen Wiese (44.194884, 15.789793) mit weiteren Sinterterrassen.
Im Dezember 2019 kam es zu einer starken Verschmutzung des Flusses stromabwärts von Obrovac, nachdem Öl aus einer ehemaligen Aluminiumoxid-Fabrik ausgelaufen war. Da der Fluss mittlerweile ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region ist, hat dies zu zahlreichen Protesten bei der einheimischen Bevölkerung geführt.
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Slap Sopot ohne Wasser
Slap Sopot 
Der über 30 Meter hohe Slap Sopot liegt in einer Landschaft aus Flysch-Gestein und ist von Laubwäldern umgeben. Fossilieneinschlüsse, die man bei genauem Hinsehen im Kalkstein der Umgebung erkennen kann, zeigen, dass sich die Gegend zu Urzeiten am Meeresboden befunden haben muss.
Wie die meisten Wasserfälle Istriens führt auch der Slap Sopot im Sommer kaum je Wasser. Lediglich in seiner Prallzone unten verbleiben einige grüne Tümpel, die einen ausreichenden Lebensraum für Fische, Frösche und Lurche bilden. Der einfachere Weg führt von oben zur Fallkannte, die mit einem weiten und schönen Blick über die Umgebung von Buzet belohnt. Dieser Weg zeigt keine Schwierigkeiten und wird von den meisten Besuchern gewählt.
Noch beeindruckender ist es, den etwas schwierigen und am Schluss mit Seilen gesicherten Pfad zur Prallzone unterhalb des Wasserfalls zu gehen. Das Sträßchen von Buzet hinauf zur Abzweigung des Pfades mit kleiner Parkmöglichkeit (45.415591, 13.991172) ist zwar einspurig, allerdings hat es genügend Ausweichstellen, dass es auch für kleinere Wohnmobile knapp fahrbar ist. Es ist aber davon abzuraten, von hieraus noch weiter zu fahren.
Von hieraus kommt man in knapp ca. 15 Minuten mit geringem Höhenunterschied zum Fuß des Wasserfalls. Dort angekommen bietet sich ein fantastischer Blick auf eine bunte und stark überhängende Felswand mit einem großen Durchbruchsloch ganz oben - eine Szenerie, die unbedingt auch lohnend ist, wenn der Bach kein Wasser führt. Nicht zufällig findet man in dieser Wand häufig Kletterer.
Wenn den Slap Sopot andererseits sehr viel Wasser herunterstürzt, ist nach stärkeren Regenfällen der Weg zum Prallhang so rutschig und gefährlich, dass man besser die Variante zur oberen Fallkante wählt.

Pazincica Zarecki Krov
Pazincica Jama 
Unterhalb der Mauern des Kastells von Pazin, im Schlund der Höhle von Pazin, endet der Fluss Pazincica seinen oberirdischen Lauf, den er dann Richtung Süden unterirdisch fortsetzt. Etwa 100 Meter unterhalb der Stadt bildet die Senke zwei Unterwasserseen, die miteinander durch einen Siphon verbunden. Zu Zeiten ergiebigen Regens kann die Öffnung der Senke nicht das gesamte angeschwemmte Wasser schlucken, sodass sich in der Schlucht ein See mit einer Länge von bis zu zwei Kilometern bildet. Diese Erscheinungen wurden zuerst im Jahr 1883 dokumentiert, dann in den Jahren 1896, 1930, 1934, 1935, 1961, 1964, 1974, 1993, 2002 (zwei Mal), 2008 und 2009. Die größte Überflutung, an welche man sich erinnert, war jene im Jahr 1896, als das Wasser bis 30 Meter unterhalb der Mauern des Kastells gelangte. Von solchen Hochwasserereignissen zeugt auch das Schwemmgut am Höhleneingang und in der Höhle selbst.
Der tief beeindruckende Ponor von Pazin mit seinem unterirdischen See in einem Höhlensaal hat schon in der Vergangenheit die Aufmerksamkeit berühmter Zeitgenossen gefunden und diese inspiriert, unter anderem Dante und Jules Verne. Allerdings hat dies in der Stadt angesiedelte Industriebetriebe nicht davon abgehalten, den Fluss als Kloake zu nutzen - gerade im Karst mit seinen verschlungenen und häufig unbekannten unterirdischen Wasserläufen eine große Gefahr für Trinkwasser und Umwelt. Mittlerweile hat sich die Wasserqualität glücklicherweise wieder deutlich verbessert.
Für Ponor und Höhlensaal gibt es sehr instruktive Führungen. Allerdings ist der Steig, der unterhalb der Burg hinunterführt, im Winter und bei hohem Wasserstand nicht zugänglich, weshalb man sich vor der Anreise beim örtlichen Tourismusbüro über die Konditionen kundig machen sollte, insbesondere auch, wenn man mit kleineren Kindern unterwegs ist. Mit Wohnmobil ist angeraten, nicht in die Altstadt von Pazin zu fahren, sondern es auf dem großzügigen Parkplatz (45.240918, 13.938981) etwas außerhalb abzustellen. Auf diese Weise kann man auch die Altstadt von Pazin auf dem einige hundert Meter langen Weg zur Burg besser kennenlernen.
Auf der gegenüberliegenden Seite kann man vom Hotel Lovac aus ganzjährig bis zu einer Aussichtsplattform hinabgehen, um sich zumindest einen Eindruck von der gewaltigen Steilwand zu machen, auf der die Altstadt von Pazin erbaut ist, und einen Blick zum Ponor hinunterwerfen. Beim Hotel ist auch die Station eines Drahtseils, an dem man sich über die Schlucht schwingen kann, wenn man Nervenkitzel braucht.
Eine Wanderung entlang des Flusses Pacincica ist mangels Wegen nicht möglich. Allerdings sollte man sich den etwa drei Kilometer östlich der Stadt gelegenen Wasserfall Zareck Krov keinesfalls entgehen lassen. Man gelangt zu ihm entweder vom Süden her über einen etwa 300 Meter langen Weg, der von der Landstraße nach Cerovlje abgeht oder von Norden über ein sehr schmales Sträßchen von Zarecja aus. Bei niedrigem Wasserstand lässt sich der Fluss oberhalb des Wasserfalls auch zu Fuß durchwaten.
Wer sich länger in der Gegend aufhält, kann auch eine Unternehmung zu dem sehr idyllischen Slap Gologoricki Dol (45.246564, 14.035743) direkt unterhalb der Straßenbrücke unternehmen und dort in dem nahen, hochgelobten Restaurant Agroturizam Dol speisen.
An dieser Stelle soll auch ein Hinweis auf ein kulturelles Kleinod gegeben werden, das nahe Pazin zu Unrecht ein touristisches Schattendasein führt: die etwas abseits von Beram gelegene kleine Wallfahrtskirche Maria im Fels mit ihren 46 herausragenden gotischen Fresken, die unter anderem den Totentanz abbilden. Da die Kirche zumeist verschlossen ist, sollte man den Schlüssel bei Sonja Sestan in Beram 38 besorgen oder sich telefonisch ankündigen unter +385(0)915806083.
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Butoniga Slap mit Eis
Butoniga Slap 
Der Veli Slap Butoniga liegt direkt unterhalb einer Straßenbrücke, von der aus er auf den ersten Blick sich eher bescheiden darstellt. Der Fluss Grdoselski Potok fließt von hieraus zunächst in westliche Richtung, dann nach etwa drei Kilometer ändert er seine Fließrichtung nach Norden, um wenig später in den Butoniga See zu münden.
Folgt man einem Pfad etwa fünfzig Meter nach dem Parkplatz am Beginn der Wiese (45.292093, 13.962113) hinunter, so kommt man zu einem Halbdom, von dem das Wasser etwa 20 Meter weit hinunterfällt. Solche gewölbte Form des Felsens bei Wasserfällen weist darauf hin, dass es sich früher um eine Höhle gehandelt haben könnte, die im Lauf der Zeit eingebrochen ist.
Es sind in dieser Gegend noch mehrere hübsche Wasserfälle zu sehen, die alle gut zu Fuß zu erreichen sind: folgt man der Straße etwa noch einen weiteren Kilometer, so findet man - auch hier unterhalb der Brücke - den Slapovi Pecine, zu dem man ebenfalls hinunter gehen kann. Ein weiterer Wasserfall mit einer sehr schönen Gumpe, der Mali Slap Butoniga, liegt etwa 300 Meter südwestlich des Parkplatzes am Wanderweg in Richtung Grdoselo. Auch hier kann man zur Gumpe über einen Pfad hintergehen.
Der Veli Slap Butoniga ist Ausgangs- oder Endpunkt einer Wanderung entlang des Grdoselski Potok und seines Nebenflusses Malenica. Zurück kann man entweder den gleichen Weg an beiden Bächen nehmen oder eine höher gelegenen Variante.
Der Weg unten am Wasser ist etwas abenteuerlich, nicht durchgängig markiert, von häufigen Uferwechseln auf klapprigen Holzstegen und umgefallenen Bäumen gekennzeichnet. Er gehört aber zu den reizvollsten Wanderungen im Inneren Istriens und belohnt mit glasklarem Wasser, zahlreichen Gumpen, kleinen Kaskaden und streckenweise einem ursprünglichen mediterranen Niederwald mit Moosen und Flechten und seltenen Pflanzen. Da man - mit Ausnahme bei der Burgruine Zelengrad, wo der Weg über eine kürzere Strecke recht steil wird - immer in der Nähe des Wassers ist, kann man sich auch kaum verlaufen.
Empfehlungen: Den leichteren Anfang hat man, wenn man die Wanderung von Grdoselo aus macht, wo hinter einem einzelnstehenden Technikgebäude (45.279883, 13.940204) ein Pfad nach unten führt. Hier ist der Weg zunächst auch deutlich markiert und sehr gut zu gehen und man kommt rasch zur kleinen Quelle der Malenica , wo auch ein kleiner Rastplatz mit Schaukeln eingerichtet ist. Der weitere Weg wird erleichtert, wenn man ihn entweder bei niedrigem Wasserstand macht oder ein paar Gummistiefel im Rucksack hat, um abschnittsweise im Wasser waten zu können. Wegen des Gestrüpps sollte man mit langer Wanderhose bekleidet sein - was allerdings auch im Hochsommer kein Problem darstellt, da es entlang des Wassers immer angenehm kühl ist. Wenn im Hochsommer auch die Gumpen austrocknen, verliert die Wanderung einen guten Teil ihres Reizes.

Quelle der Kupa / Kolpa
Kupa Quelle 
Die Quelle der Kupa (kroatisch) bzw. Kolpa (slowenisch) entspringt im kroatischen Nationalpark Risnjak etwa sieben Kilometer südlich der Grenze zu Slowenien. Der junge Fluss fließt in einem wunderschönen Tal mit reicher Flora und Fauna ("Schmetterlingstal") zunächst nach Norden und nimmt dann zunächst von links den Fluss Cabranca auf, bevor er seine Fließrichtung nach Osten ändert. Bis kurz nach Metlika bildet die Kupa dann die Grenze zwischen Kroatien und Slowenien, bevor sie in Kroatien schließlich in die Save mündet.
Die Kupa-Quelle entspringt mit einer Wassertemperatur von etwa 7°C auf 320 Meter Höhe in einem großen, intensiv türkisblauen "Auge" am Fuß hoher Felswände. Sie ist eine der größten, stärksten, tiefsten und auch schönsten Quellen Kroatiens. Ihre starke Schüttung, die mindestens 1.200 l/s beträgt, aber auch sehr viel höher werden kann, ist an der Breite ihres Flussbetts gleich am Abfluss des Quellsees zu erkennen.
Ein Besuch der Kupa-Quelle ist aus verschiedenen Richtungen möglich: Von der Ortschaft Razloge (45.483232, 14.701552) aus, die allerdings nur auf sehr enger Straße erreicht werden kann, führt ein Pfad 200 Meter in etwa 40 Minuten hinab zur Quelle. Die Abfahrt vom westlich gelegenen Hrib aus ist auf enger und steiler Schotterstraße mit vielen Kehren prinzipiell zwar möglich, allerdings eher geländegängigen Fahrzeugen vorbehalten. Bringt man die nötige Zeit mit, so ist die schönste Variante, sich der Quelle auf dem herrlichen, etwa fünf Kilometer langen Wanderweg anzunähern, der an der Mündung der Cabranca beginnt und westlich am Fluss entlangführt.
Ihre Lage am Talabschluss führt dazu, dass der Quelltopf häufig im Schatten liegt und im Herbst wie Winter häufig von einem geheimnisvollen Nebelschleier überzogen ist. Fotografen sollten deshalb auf einen möglichst hohen Sonnenstand achten oder ein Stativ mitführen.
In der Saison wird von der Parkverwaltung einige hundert Meter von der Quelle ein kleiner Betrag zur Pflege der Wege erhoben.