
Urschlachquellen
Urschlachquellen 
In der als Geotop ausgewiesenen Urschlachquelle entspringt die Söchtenauer Ache. Die Verengungsquelle liegt in einem Toteiskessel zwischen Moränen, an der Ostseite denen des früheren Inn-Gletschers. In dieser Eiszeit muss sich der Gletscher rasch zurückgezogen haben, denn er hat kaum noch weitere prägnante Moränenzüge Richtung Süden hinterlassen.
Als Einzugsgebiet wird ein östlich der Moränenwälle gelegenes Trockental vermutet, das damals den Gletscherrad entwässerte. In einer nicht weit entfernten Bohrung wurde unter den Kiesen die hier recht hoch gelegene wasserstauende Tertiäroberfläche ausgemacht. Es ist also anzunehmen, dass die Urschlachquellen an einer Stelle aus dem kiesige Grundwasserleiter aufsteigt, wo die Moräne als Deckschicht fehlt.
Leider erkennt man auch an den Algen auf dem Wasser Quellen, dass auch diese Quellen einen zu hohen Nährstoffgehalt aufweisen. Ähnlich wie karstige Untergründe filtern auch Kiesbetten das versickernde Regenwasser nämlich nur wenig, so dass viele der von der Landwirtschaft und über die Luft freigesetzten Nährstoffe mit dem Quellwasser wieder ausgetragen werden.
Trotzdem bilden die Urschlachquellen eine überaus schöne Quelllandschaft, die selbst vielen Bewohnern der umliegenden Ortschaften unbekannt ist. In einigen der Quelltöpfe kann man kleine Sandvulkane beobachten und rund um die Hauptquellen befinden sich zahlreiche kleinere Wasseraustritte, die in einem Gespinst an kleinen Bächen zur Söchtenauer Ache zusammenfließen. Auch dieser abfließende Bach hat auf seinen ersten Kilometer ein überaus schönes Bett, das allerdings stark eingewachsen und nur an einer Fußgängerbrücke unterhalb der Quellen gut zu sehen ist.
Im Jahr 2015 wurde auf Initiative des Bund Naturschutz von ehrenamtlichen Betreuern eine Abraumhalde an einem Quelltopf teilweise entfernt und der Uferbereich so saniert, dass er wieder Heimat für das seltene bayerische Löffelkraut werden kann. Beim Betreten des Quellbereichs sollte man sich auf der angrenzenden Wiese halten, um den empfindlichen Uferbereich nicht zu schädigen.
Zu erreichen sind die Quellen in wenigen Minuten über einen Feldweg vom oberhalb gelegenen Weiler Haslach aus.

Schwindequelle 
Ein Naturwunder des Naturparks Lüneburger Heide ist die Schwindequelle, die aus dem sandigen Boden am Fuß einer eiszeitlichen Endmoräne austritt. Nicht nur ist sie mit einer Schüttung von 60 l/s nach der Rhumequelle im Harz die zweit wasserreichste Quelle Niedersachsens. Beeindruckend ist sie vor allem durch die - für deutsche Quellen - einzigartige Buntheit ihres Tümpels und durch ihre zahlreichen kleinen Sandfontänen, deren unablässiges Spiel einen bannt.
Die rötliche Farbe rührt von Eisenoxiden her und setzt sich im direkt benachbarten Schwindebach noch fort, während das intensive Türkis in diesem Fall weniger durch im Wasser selbst gelöste Elemente als durch abgelagerte Manganoxide verursacht ist.
Das Quellwasser hat eine ständige Temperatur von ca. 9 ºC und friert auch im Winter nie zu. Wenige Meter nördlich des Tümpels befinden sich noch einige Sickerquellen, wodurch ein kleiner Sumpf im waldigen Gelände entsteht, der Tieren auch im Winter einen zuverlässigen Wasserzugang bietet.
Die Schwindequelle steht seit 1936 unter Naturschutz. Von einem nahen Parkplatz aus ist das Quellterrain über einige Stufen und einen Bohlenweg gut zu erreichen.
Unscheinbar ist dem gegenüber die nordwestlich gelegene Quelle des Schwindebachs. (53.142127, 10.076316), eine Wanderung dorthin in einiger Entfernung zum Bachlauf ist landschaftlich aber recht hübsch.
Schön ist auch eine Radtour ein Stück weit am Fluss Luhe, in den der Schwindebach mündet. Man kann die Route so wählen, dass sie auch an den Kieselgurteichen südlich der Schwindequelle vorbeiführt. Hier wurde ehemals das "weiße Gold der Heide" abgebaut, mittlerweile sind die von Wald umstandenen Gruben aber mit Wasser befüllt und von der Natur zunehmend wieder zurückerobert. Besuchen kann man auch die Soderstorfer Nekropole am Windbruch und bei der idyllischen Wassermühle Wohlenbüttel vorbeischauen.
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Schambachquelle Schamhaupten
Schambachursprung 
Der Schambachursprung ist eine Karstquelle mit einer mittleren Schüttung von 330 l/s. Die Wasseraustritte liegen unsichtbar am Grund eines großen Quellweihers, der in einen kleinen übergeht. Der große Weiher ist etwa 150 m lang, 35 m breit und umschließt eine kleine Insel. Etwa 50 m unterhalb des Weihers sind bei einer stattlichen alten Linde weitere Quellen zu sehen.
Das Tal der Schambach lässt sich vom Quellteich aus zwar noch einige Kilometer weiterverfolgen, es ist dort aber in den meisten Abschnitten dauerhaft trocken. Die Schambach gab auch dem Ort an ihrer Quelle seinen Namen: Schamhaupten bedeutet nämlich "Haupt" = Ursprung der Schambach.
Der künstlich etwas angestaute Quellteich liegt an einem ehemaligen Kloster, von dem heute nur noch die Kirche erhalten ist. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schamhaupten 1137, als die "edle Witwe" Gertrud auf ihrem dortigen Gut ein Kloster für regulierte Augustinerchorherren stiftete. Seit 1471 diente die Klosterkirche dem im Schambachtal ansässigen Geschlecht der Muggenthaler als Begräbnisstätte; zwölf Grabsteine dieser Familie aus dem 15. bis 17. Jh. sind in der Kirche noch zu sehen. 1606 wurde das Kloster aufgehoben und die Gebäude abgerissen, nur die Kirche, die heute als Pfarrkirche dient, blieb stehen.
Die Quelle ist von mächtigen Weiden und Erlen umgeben und bietet Lebensraum für verschiedene Vogelarten und den Biber, sie ist - obwohl direkt am Ortsrand gelegen - aber auch ein herrlicher Ruheort. Durch das glasklare Wasser sieht man Forellen gleiten und ein Mühlrad dreht sich unablässig.
Die Quelle kann auch mit Wohnmobil angefahren werden, für das man bei der Kirche auch einen guten Stellplatz findet.
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Grüntopf Grösdorf
Grüntopf 
Der Grüntopf ist eine Karstquelle im Kipfenberger Ortsteil Grösdorf, die am Fuße eines Felsens auf 390 m ü. NHN entspringt und ein altes, hölzernes Mühlrad antreibt. Der abfließende Bach mündet nach knapp 300 m in die Altmühl. Vor einigen Jahren wurde der Quelltopf als Naturdenkmal ausgewiesen und durch Umbauten für die Öffentlichkeit ansprechend gestaltet.
Die Quelle schüttet im Mittel 140 l/s Wasser mit der für Karstquellen typischen blaugrünlichen Färbung. Der sehr schöne Quelltopf mit einem Durchmesser von etwa 6 m erhält dadurch einen leicht grünen Schimmer, der der Quelle ihren Namen gibt. Je stärker die Schüttung ist, umso höher steht das Wasser im Quelltopf und umso intensiver ist auch diese Färbung ausgeprägt.
Der Grüntopf steht mit einigen Dolinen in etwa 5 km Entfernung bei Denkendorf in direkter Verbindung. Bei Kontrastwasseruntersuchungen im Jahr 1958 konnten einige Stunden später Spuren der Versuchssalze im Wasser des Grüntopfes festgestellt werden. Dieser Versuch zeigt auch die besonders großen Auswirkungen, die Schadstoffbelastungen im Jurakarst haben.
Bereits 1305 wird eine "Prunnemul zu Grestorf" erwähnt, die der Eichstätter Bischof Konrad 11. von Pfeffenhausen an den Probst Ulrich von Spalt verkaufte. Im Jahre 1631 standen am abfließenden Bach dann drei Mühlen: Die "Obermühle", die "Mittelmühle" und die "Wassermühe". Die Obermühle direkt am Quelltopf diente noch im 20. Jh. einer Glasschleiferei als Antrieb. Das Gebäude der Mittelmühle steht noch heute (sog. "Italienerhaus"). An der Mündung des Baches in die Altmühl lag die Wassermühle. 1920 stellte man dort noch Holzwolle und Holzschachteln her. Erst 1928 bei der Altmühlregulierung wurde die Mühle stillgelegt.
Die Quelle lässt sich von einem nahen Parkplatz in wenigen Metern über einige Stufen erreichen. Mit dem Fahrrad kann sie vom Altmühlradweg sowohl aus Richtung Eichstätt wie Beilngries über die Brücke bei Grösdorf sehr gut erreicht werden.
Eine sehr hübsche Radtour führt auch in Schambachtal (48.893521, 11.369682) mit seinen zahlreichen Quellen. Alternativ kann man vom Grüntopf aus auch das idyllische Tal der Anlauter erkunden, sich die Quelle in Schafhausen ansehen und als Ziel den Blaubrunnen ansteuern.
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Gleßbrunnen
Gleßbrunnen 
Die Gleßbrunnen sind mehrere starke Karstquellen bei Nassenfels im Schuttermoos, die etwa 200 m vom Lauf der Schutter entfernt mit hohem Druck aus Spalten des Jura-Karstes treten. Die 5 miteinander verbundenen, 5-9 m tiefen Quelltöpfe schütten durchschnittlich etwa 700 l/s. Da die Schüttung auch in Trockenperioden relativ konstant bleibt, sind die Gleßbrunnen die stärkste Quelle im Eichstätter Raum.
Der Haupttrichter hat eine Tiefe von bis zu 6 m und einen Durchmesser von bis zu 15 m. Das Karstwasser hat eine typische blaue Farbe und ganzjährig 10 ºC. Das zeigt ebenso wie seine hervorragende Qualität an, dass es aus großer Tiefe stammt und ein hohes Alter von möglicherweise rund 1.000 Jahren hat.
Der im Bründelgraben abfließende Bach mündet nach gut 1 km in die Schutter.
Die Gleßbrunnen sind von Gehölzen umgeben und als Naturdenkmal ausgewiesen. Auf dem Quellwasser lebt eine seltene Art von Wasserläufern, die Wasserhexen als Relikte der Eiszeit. In dem moorigen Gelände um die Quellen sind seltene Pflanzen und Tiere anzutreffen, so etwa der große Brachvogel.
Der Name Gleßbrunnen (auch Kläß-, Klees-, Gleiß- oder Gläsbrunnen) stammt von der metallisch wirkenden, gleißenden Wasseroberfläche. Nicht nur die Größe des Quellgebiets, sondern auch sein dunkles Wasser mit einer besonders stark spiegelnden Wirkung, geben den Gleßbrunnen einen ganz eignen Charakter
Im Volksglauben galten sie früher als bedrohlich. Die Herkunft des bläulich schimmernden Wassers aus der unheimlichen Tiefe konnten sich die Menschen nicht erklären. Da niemand den Grund in der Mitte des Tümpels erkennen konnte, glaubte man sogar den Kirchturm darin versenken zu können.
Auch wird erzählt, dass ein Bauer aus dem nahen Wolkertshofen in den Quellen ertrunken sein soll, ohne dass man sein Leichnam jemals gefunden hätte. Wenn aber Pest, Krieg oder Hunger dem Lande drohen, soll der Tote bis zur Brust im Brunnen aufsteigen und rufen: "Leut' bet's". Dann geht er wieder unter.
Es ist gar nicht so lange her, dass in Nassenfels am Abend noch die sogenannte Irrglocke geläutet wurde, damit sich die Wanderer orientieren konnten und nicht von den Irrlichtern im Schuttermoos in die Gleßbrunnen geführt würden.
Der Gleßbrunnen ist über einen Feldweg gut zu erreichen. Das Quellgebiet ist morastig-feucht, kann aber über kleine Pfade und Stege inmitten des Dickichts zumeist trockenen Fußes erkundet werden.
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