
Ramsko Jezero
Ramsko Jezero 
Der Ramsko Jezero ist ein landschaftlich sehr schön in einem Talkessel gelegener Stausee des Flusses Rama. Durch die Lage in zerklüfteter Karstlandschaft weist seine Uferlinie sehr viele und tief eingeschnittene Buchten auf. Bei Vollstau hat der See eine Fläche von etwa 14,8 Quadratkilometer, ist etwa zwölf Kilometer lang und maximal 95 Meter tief. Der Wasserspiegel liegt dann auf etwa 590 Meter.
Der Rama-Stausee entstand 1968 mit dem Bau des 100 Meter hohen und 230 Meter langen Staudamms Rama. Im Zusammenhang mit der Entstehung des Stausees wurden insgesamt 2.939 Personen aus den Dörfern im Tal der oberen Rama umgesiedelt. Die Überreste einiger Orte – insbesondere alte Grabsteine und der Fuß des Minaretts der ehemaligen Moschee von Kopcici – können bei niedrigem Wasserstand besucht werden.
Auf der hübschen Halbinsel Scit inmitten des Sees befindet sich das Franziskanerkloster Rama-Scit. In dessen Nähe findet man schöne Stellplätze für Wohnmobile.
Besonders beeindrucken ist die Anfahrt zu dem See entweder durch eine ausgeprägte Dolinenlandschaft von Tomislavgrad her oder mit herrlichem Blick über den See und sein Umland von Gornji Vakuf-Uskoplje kommend.
Weitere Infos

Trebizat
Trebizatkaskaden
Kupaliste Bozijak 
Die Tuffkaskaden der kleinen Insel Kupaliste Bozijak sind einer der Plätze am Trebizat, die man bequem anfahren kann. Die Straße von Süden nach Norden quert die Insel und es finden sich direkt am Ufer zwei Restaurants in schöner Lage. Von hier aus kann man den Fluss ein wenig erkunden und ihn am südlichen Ufer nach beiden Seiten einige hundert Meter begleiten. Einen durchgängigen Wanderweg gibt es jedoch auch hier nicht.
Der landschaftliche Eindruck dieser überaus idyllischen Stelle am Trebizat ist allerdings durch die darüber verlaufende Autobahn A1 etwas getrübt.

Klokot bei Bihac
Der Fluss Klokot 
Der knapp fünf Kilometer lange Karstfluss Klokot entspringt als größte von zahlreichen Quellen (Vrelo Pecina, Ilijica Vrelo) am westlichen Rand des Beckens von Bihac am Fuß einer Felswand des 1.600 Meter hohen Pljesevica-Gebirges. Das bildet heute ein Stück weit die Grenze zu Kroatien. Kaum zehn Kilometer Luftlinie westlich der Klokot-Quelle liegt der südliche Teil des Naturschutzgebietes Plitvicer Seen.
Der Stadt bringt diese Nähe zur kroatischen EU-Grenze ein riesiges Problem in Form unzähliger Flüchtlinge, die hier stranden: In Bihac endet ein Strang der sogenannten Balkanroute. Es sollen tausende Migranten sein, die in der Stadt und ihrem Umland auf eine Gelegenheit warten, sich über die "grüne Grenze" nach Kroatien durchzuschlagen. Hilfe beim Betrieb notdürftig eingerichteter Camps leisten wesentlich private Einrichtungen, während die EU sich weiterhin mit ihrem Migrantenproblem rumschlägt. So lagern einige der Flüchtlinge auch unter einer Straßenbrücke über den Klokot, teils monatelang, mit ihren Plastiktüten in der Hand und mit der Hoffnung auf eine Perspektive. Kein Wunder, wenn da die Situation in der Stadt seit Jahren immer wieder eskaliert.
Die "Izvoriste Klokot" dient der Trinkwasserversorgung und ist eingezäunt. Daneben befindet sich, ebenfalls unzugänglich, ein Fischzuchtbetrieb. Trotz der Wasserentnahmen bildet der Klokot bereits unterhalb seiner Quelle ein über 30 Meter breites Bett, das von einer Fußgängerbrücke überspannt wird und dessen Ufern ein beliebter Treffpunkt und Picknickplatz für die Bewohner von Bihac sind. Der Platz ist auf einer engen, aber gut fahrbarer Straße auch mit Wohnmobil von der Ortschaft Klokot her aus zu erreichen. Am Ufer ist reichlich Parkplatz vorhanden.
Der Fluss mit seinem unverkennbaren Karstcharakter ist bis zu vier Meter tief und besonders hier im Quellgebiet reich mit Wasserpflanzen bewachsen. Er hat bis zu seiner Mündung in die Una ganzjährig eine Temperatur von 8-10°C. Mit seinem glasklaren und herrlich gefärbten Wasser ist er ein Eldorado für Fliegenfischer, die mittlerweile aus ganz Europa anreisen - vor allem wegen der kapitalen Bach- und Regenbogenforellen, Äschen und Huchen. Auch zahlreiche Flusskrebse leben in dem sehr sauberen, sauerstoffreichen Wasser. Deshalb sind im Internet zu Fluss und Quelle zwar zahlreiche Infos für Fliegenfischer zu finden, deren Revier etwa 100 Meter unterhalb der Quelle beginnt - darüber hinaus aber praktisch nichts.
Immerhin hat dieser in Bosnien-Herzegowina nicht unbedeutende Zweig des Tourismus dazu geführt, dass man dem Fluss eine "Schönheitskur" verpasst hat, und an seinen mit Pappeln, Weiden und dichtem Gebüsch bewachsenen Ufern sich da und dort ein zugänglicher Platz mit freiem Blick auf das Wasser bietet. Was hingegen fehlt, ist ein durchgängiger Uferpfad entlang des Flusses: der auf einigen digitalen Karten südlich eingezeichnete Weg ist allenfalls "fragmentarisch" zu nutzen, da die seitlichen Bäche keine Stege haben, um sie zu überqueren, und da der Weg nicht gepflegt wird.
Bessere Ausblicke hat man von einem schönen Weg durch herrliche Blumenwiesen nördlich des Flusses, der da und dort den undurchdringlichen Uferbewuchs freigibt und zum kleinen Ort Peckovici führt. Die beste Aussicht auf den Klokot bietet aber die befestigte Straße, die hier an den Wohnhäusern am Ufer entlangführt.
Touren

Sana nördlich Kljuc
Tour am Fluss Sana 
Wem der Weg zu den herrlichen Quellen des Flusses Sana zu lang oder zu abenteuerlich ist, oder wer schon dort war und noch mehr Eindrücke von diesem wunderschönen Fluss sammeln möchte, dem bieten die etwa 25 Kilometer Flusslauf zwischen der Stadt Kljuc und dem Ort Tomina beste Gelegenheit.
Der Fluss hat sich hier einen breiten und nicht allzu tiefen Canyon in das umliegende Gebirge gegraben und er wird von einer kaum befahrenen, landschaftlich idyllischen Straße mit sanftem Gefälle begleitet. So intensiv wie hier kann man der Sana kaum anderswo bis zu ihrer Mündung in die Una bei Novigrad begegnen.
Die Straße ist nach Kljuc zunächst geteert und zweispurig, wird dann aber immer schmäler, bis schließlich nur noch eine einspurige Schotterstraße übrigbleibt. Sie hat abschnittsweise beachtliche Löcher, überall aber genug Ausweichstellen, um sie angesichts des sehr geringen Verkehrsaufkommens auch mit einem Wohnmobil fahren zu können. Wenn man genügend Zeit mitbringt.
Ideal ist der Weg aber zum Radfahren, wobei man zwecks besserer Sicht flussab durchaus auch auf der linken Seite direkt am Fluss fahren kann. Es wird kaum jemand entgegenkommen, der sich daran stört - allenfalls ein Hallo von ein paar Sportbootfahrern auf dem Fluss oder einem Fliegenfischer.
Unterwegs bieten sich immer wieder Rastplätze und Möglichkeiten, durch die teils lichte Ufervegetation direkt zum Wasser zu gelangen. Allerdings gibt es auf der gesamten Strecke keine touristische Infrastruktur. Auch kann man sich nicht darauf verlassen, unterwegs eine Quelle zu finden, die gerade Wasser führt.
Knapp fünf Kilometer südlich von Tomina zweigt nach Osten (44.678760, 16.770755) ein bescheidenes Sträßchen zu dem ebenso bescheidenen Thermalbad Banja Idliza ab. Dessen Mineralwasser „Sanska Ilidza“ ist reich an Kalzium und Magnesiumsulfat, weist milde Radioaktivität und eine Temperatur von 32°C auf.
Anders als in Italien sind Thermalquellen im Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens nicht sehr verbreitet und es fehlt eine vergleichbare Tradition in der Bäderkultur. Zwar gibt es mittlerweile in Slowenien und anderen Nachfolgeländern Thermen, die den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchen. Der Charm von Banja Idliza liegt aber gerade darin, dass es ein Bad der Einheimischen ist. Ein Außenpool zur Nutzung im Sommer, je ein Innenbad für Männer und Frauen, ein Picknickplatz, einfache Unterbringung und Verpflegung und alles ein bisschen improvisiert. Wer sich also für Land und Leute interessiert, sollte sich Banja Idliza nicht entgehen lassen.
Und wenn man schon mal in der Gegend ist, kann man einen der schönsten Nebenflüsse der Sana kennenlernen: die rund 22 Kilometer lange Sanica mit ihrer geheimnisvollen Izvor Sanice ...
Touren

Quelltümpel am Deransko jezero
Svitavsko Jezero 
Der Svitavsko Jezero nahe an der Grenze zu Kroatien grenzt an den Dranjsko Jezero und an das 1995 als Naturreservat ausgewiesene Sumpfgebiet Hutovo Blato, das 2001 nach der Ramsar-Konvention auf die Liste von Sumpfgebieten mit internationaler Bedeutung aufgenommen wurde. Das Gebiet wird gespeist von einem der vielen Flüsse namens Krupa, der bei Drace von links in die Neretva mündet sowie aus zahlreichen Quellen. Hydrogeologisch stehen der Svitavsko Jezero, der Dranjsko Jezero und der Sumpf Hutovo Blato eng miteinander in Zusammenhang.
Das Schutzgebiet mit einer Fläche von 7.411 Hektar, zu dem auch die umliegenden Hügel gehören, ist mit über 160 Vogelarten und 800 Pflanzenarten eines der bedeutendsten Naturreservate für Sumpfvögel in Europa. Am 15. Oktober 2011 brannten circa 80 % des Nationalparks sowie einige umliegende Gebiete am Svitavsko Jezero ab. Nach inzwischen zehn Jahren hat sich das Gebiet aber bereits wieder erstaunlich gut von dieser Katastrophe erholt.
Die einzige Möglichkeit den Svitavsko Jezero mit einem herkömmlichen Fahrzeug kennenzulernen bietet die M17.3 südlich des Sees. Alle anderen Wege im gesamten Gebiet sind nur mit Geländefahrzeug oder Mountainbike machbar. Vom Frühjahr bis in den Sommer werden am Hotel-Park Capljina am Hutovo Blato sehr lohnende Bootsfahrten angeboten, bei denen man zu dieser Jahreszeit auch die sehr ergiebigen Quellen Drijen Vrelo und die Vrelo Kucine erreicht. Später im Jahr ist das nicht mehr möglich, da das Gebiet dann immer mehr austrocknet und nur noch der kleine Skrka Jezero mit etwas Wasser gefüllt ist. Die intermittierende Vrelo Babino Oko im Süden des Hutovo Blato kann man hingegen nur von dem Schotterweg aus erreichen, der um das gesamte Gebiet herumführt.
Bei einer MTB-Rundtour um den Svitavsko Jezero kann man einige der Limnokrenen (Quelle 1, Quelle 2, Quellen) im äußersten Süden des Sees nahe dem Kraftwerk Capljina von der Straße am Seeufer aus kennenlernen. Sie treten am Grund des Sees wie auch außerhalb des Hochwasserschutzdammes aus einem breiten und starken Grundwasserleiter und speisen den See ganzjährig mit sauerstoffreichem und klarem Karstwasser. Zurück führt der Weg an der Krupa, die aufgrund des karstartigen Geländes teilweise unterirdisch fließt. Mitunter kommt es auch zu einem Wasserrückfluss aus der Neretva.