
Idyllischer Slap Golororicki Dol
Slap Gologoricki Dol 
Der kleine Wasserfall in der Nähe von Gologorica liegt als ländliches Idyll unterhalb einer Brücke und ist weitgehend unbekannt. Er kann von Gologorica aus über einen steilen Feldweg erwandert werden, der allerdings nicht am Wasser entlangführt. Besser lässt sich der Wasserfall in diesem Fall über eine landschaftlich schöne Fahrt mit dem Fahrzeug erreichen.
Der Wasserfall ist eingebettet in eine Viehweide mit Ziegen und Eseln und deshalb umzäunt. Man kann das Gatter aber öffnen und die wenigen Meter ans Wasser hinuntergehen.

Blick auf Rijeka von Lovranska Draga
Setnica Slap 
Der Wasserfall liegt nördlich von Lovranska Draga, einem malerischen Ort auf etwa 350 Meter Höhe. Er trägt deshalb auch den Namen Slap Lovranska Draga. Die etwa halbstündige, leichte Wanderung führt in einer sehr schönen Naturlandschaft vorbei an Hainen mit Esskastanien, Hainbuchen und Eichen. Auf Informationstafeln sind die Besonderheiten der Gegend beschrieben. Der Weg endet unterhalb einer hohen und beeindruckenden Felswand, von welcher der Wasserfall herabstürzt.
Die kurvige Anfahrt von der Küste hinauf nach Lovranska Draga ist auch für Wohnmobile unproblematisch und bietet sehr schöne Blicke. Wirklich lohnend ist sie allerdings nur, wenn der Schwallwasserbach sein kristallklares, türkis gefärbtes Wasser führt, was in den Sommermonaten häufig nicht der Fall ist. Dann bleibt auch vom Wasserfall am Ende der Wanderung bestenfalls eine kleine Gumpe übrig.
Wenn man die Wanderung - vorzugsweise im Frühjahr und Frühsommer - unternimmt, kann man als Variante auch den Weg wählen, der hinauf zur Fallkante führt. Vor hier oben hat man einen grandiosen Blick über das Meer und die Küstenregion rund um Rijeka. Hierzu folgt man nach der einzigen Brücke über den Bach dem Pfad geradeaus, anstatt auf dem Hauptweg zu bleiben, der nach links abzweigt.
Der Weg unten am Bachlauf entlang ist auch für eine Wanderung mit Kindern gut geeignet.
Weitere Infos

Izvor Grdak nach Starkregen
Rasa 
Das Becken des Flusses Rasa im Süden Istriens weist eine hohe Zahl von Quellen auf, von denen einige für die Trinkwasserversorgung unter anderem der Stadt Labin genutzt werden, die bis zum Jahr 1937 kein Wasserversorgungsnetz hatte. Diese Quellen sind umzäunt und nicht zugänglich. Sie haben wegen ihrer niedrigen Lage das Problem, dass es neben Sedimentanreicherungen nach starken Regenfällen auch zur Versalzung des Wassers kommen kann, wie etwa bei der Fonte Gai am Rand des Mündungsbeckens der Rasa, die nur einen Meter über dem Meeresspiegel austritt.
Der Fluss Rasa selbst ist kanalisiert. Sein Wasser wird mittels flussbaulicher Anlagen in einem sehr komplexen, von außen schwer zu durchschauenden System von Rohren und Kanälen verteilt und genutzt. Nähere Angaben hierzu sind kaum zu finden.
Die größten der Quellen des Rasatals liegen an beiden Ufern, kurz nachdem man flussauf ein Wasserwerk passiert: es sind dies die rechts neben der Straße gelegene schöne und stark schüttende Izvor Grdak und die kaum einen Kilometer davon entfernt gelegene, umzäunte Quelle Mutvica, die man über eine kurze Stichstraße erreichen kann. Weitere Quellen sind auf google earth zwar zu erkennen, jedoch nicht mit Namen belegt.
Wer sich für eine Radtour auf der guten und kaum befahrenen Schotterstraße entlang der Rasa entscheidet, sieht zahlreiche weitere Einmündungen an beiden Ufern des Flusses, die zum Teil von Quellen gespeist werden, zum Teil aber auch von Altwässern des Flusses stammen. Da es an der gesamten etwa 20 Kilometer langen Flussstrecke zwischen Barisici und Most Rasa keine Brücke gibt, die beide Ufer verbindet, kann man alle Quellen nur dann kennen lernen, wenn man für den Hin- und Rückweg das jeweils andere Ufer wählt. Für den westlichen Weg wird ein MTB empfohlen, da er abschnittsweise eher den Charakter eines Pfades hat.
Die Tour zeichnet sich durch ihre geringe Steigung im sonst zumeist gebirgigen Istrien aus. Sie führt schattenlos durch eine schöne, unaufgeregte Landschaft und sollte vorzugsweise im Frühjahr und Frühsommer unternommen werden, wenn die Wiesen voller Blumen stehen.

Cingarela Slap
Cingarela Wasserfall 
Der Cingarela Wasserfall und die benachbarte Höhle gleichen Namens liegen in unwegsamem Gelände an dem Flüsschen Ardila, das einige Kilometer weiter in den slowenisch-kroatischen Grenzfluss Dragonia mündet. Die Höhle wurde anscheinend bereits in der Jungsteinzeit und frühen Bronzezeit dauerhaft genutzt, wie Keramikfragmente und Werkzeuge zeigen, die dort gefunden wurden.
Der Cingarela-Wasserfall gilt mit seinen zahlreichen Kaskaden zwar als einer der schönsten in Istrien, allerdings führt er im Sommer kaum je Wasser, weshalb die Tour im Frühjahr unternommen werden sollte. Außerdem erschwert ein steiler Abschnitt kurz vor dem Wasserfall die Wanderung. Der Abschnitt ist zwar etwas gesichert, nach Regenfällen aber trotzdem recht rutschig.
Ausgangspunkt einer schönen, etwa 1 1/4-stündigen Wanderung mit markiertem Pfad ist die Ortschaft Gardari bei Kastel (45.441392, 13.664946). Nach einem ersten gerodeten Streckenabschnitt führt der Weg durch ein hübsches, allerdings teils dorniges mediterranes Wäldchen. Vom Fluss Ardila sieht man hier noch nichts.
Die kürzere Variante zum Wasserfall zweigt direkt von der Verbindungsstraße (45.435878, 13.675981) Kremenje nach Kastel ab, wo man gut neben der Straße parken kann. Der Stichweg ist nicht markiert, aber deutlich ausgetreten. Er mündet nach etwa zehn Minuten Gehzeit bergab auf den von Gardari her kommenden. Ab dieser Stelle hat man einen sehr schönen Blick in den Canyon des Flusses Ardila.
Die Wanderung sollte ausschließlich mit geeignetem Schuhwerk, nicht nach Regenfällen und vorzugsweise zu zweit unternommen werden. Außerdem ist lange Bekleidung als Schutz vor Dornen ratsam.

Sinterkaskaden Rabac Labin
Die Pecina zwischen Rabac
und Labin 
Der überaus reizvolle Wanderweg zwischen Rabac und Labin führt entlang des Baches Pecina (übersetzt: Höhle) durch eine geschützte Naturlandschaft, die sich durch ihre reiche, immergrüne Vegetation auszeichnet. Die Wasserläufe in diesem Gebiet bilden wegen des Flysch-Untergrunds ausgeprägte Gumpen aus und im Kalkstein tiefe Schluchten.
Der glasklare Bach Pecina mit seinem charakteristisch grün gefärbten Wasser bildet zudem eine Reihe von Sinterbecken aus, in denen sich das Wasser in Form von Kaskaden seinen Weg zum Meer sucht. Der Wanderweg mit seinen etwa 240 Metern Höhenunterschied führt teilweise am Bach entlang, teilweise in dessen Nähe. Er ist gepflegt und es finden sich immer wieder kurze Abstecher zum Bach, die man nutzen sollte, um sich die herrlich ausgebildeten Sinterbecken in seinem Verlauf anzusehen. Die Sinterbildung weist teilweise auch sehr bunte Färbungen auf, die durch unterschiedliche Mineralienzusammensetzungen, Bakterienrasen, Moosen, Algen und Flechten verursacht sind.
Im oberen Verlauf gabelt sich der Weg in mehrere Varianten, die alle bis hoch in die Altstadt von Labin führen. So kann man auf dem Hin- und Rückweg verschiedene Wege wählen. Einer von ihnen führt auch vorbei an der kleinen Quelle Scurak.
Der Weg ist größtenteils von Bäumen beschattet, weshalb er auch im Sommer gut zur Zeit des höchsten Sonnenstandes begangen werden kann, wenn die Sonne das Wasser voll zum Leuchten bringt.