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  • Quellenkarte

Bacinska Jezera

 

 

    Bacina-Seen Koordinaten

 

 

Die Bacina-Seen (kroatisch Bacinska Jezera) befinden sich in einem Karstgebiet im Süden Kroatiens. Mehrere Seen bei der Ortschaft Bacina nördlich der Deltamündung der Neretva bilden hier eine herrliche Wasserlandschaft, deren Oberfläche 138 Hektar beträgt und nur knapp über dem Meeresspiegel liegt. Sechs der sieben Seen sind miteinander verbunden. Die Seen tragen die Bezeichnungen Ocusa, Crnisevo, Podgora, Sladinac, Vrbnik, Sipak und Plitko Jezero. Der flächenmäßig größte See ist die Ocusa. Die Seen weisen eine Tiefe zwischen fünf und 34 Meter auf. Am tiefsten ist mit 34 Metern der See Crnisevo , dessen Boden um mehr als 20 Meter unterhalb des Meeresspiegels liegt, wofür das Wort "Kryptodepression" verwendet wird.

Gespeist werden die Seen aus Quellen und dem Wasser Vrgorsko Polje mit den Quellen des Flusses Matica, das bei Hochwasser über einen Kanal hierher abgeleitet wird. Es gibt drei kleine Inseln auf den Seen und an ihren Ufern eine Vielzahl geschützter, zum Teil auch endemischer Arten.

Bei ausländischen Touristen sind die überaus idyllischen Seen kaum bekannt, obwohl sie direkt unterhalb der "Magistrale" liegen, einer der wohl schönsten Küstenstraßen Kroatiens. Wer sich angesichts des Trubels in den großen Touristenzentren und an den nahe gelegenen Adria-Stränden nach Ruhe sehnt, ist hier genau richtig. Angler schätzen das kleine Naturparadies ebenso wie Stehpaddler, die in ruhigen, gleichmäßigen Bewegungen über die Oberfläche der Seen gleiten, in der die Konturen der Vegetation, der umgebenden Karsthügel und des Himmels miteinander verschmelzen. Angeboten werden auch mehrstündige Fahrten auf Ladjas, kleinen, überdachten Flachbooten, mit denen man die Seen und ihre herrlichen, versteckten Schilfgürtel vom Wasser aus kennenlernen kann.

Außerhalb der Saison findet man auch einen sehr schönen Stellplatz mit Bademöglichkeit für sein Wohnmobil (43.080925, 17.432486) - direkt am See. Von hier aus führt eine zauberhaft schöne Rundtour um die Seen, die entweder zu Fuß oder mit dem Rad gemacht werden kann. Er führt auch vorbei an einem herrlichen Tümpel, den man keinesfalls übersehen sollte. Da die Wege recht verwinkelt sind und die Orientierung nicht ganz einfach, ist es ratsam, ein Smartphone mit Standortbestimmung bei sich zu haben.

 

 

  • Quelltopf an Bacina-Seen
  • Bacina Fische im Quellteich
  • Bacina-Seen mit Seerosen
  • Landschaft an Bacina-Seen
  • Bacinska Jezero
  • Landschildkröte Bacina-Seen
  • Bacina-See
  • Tour um die Bacina-Seen
  • Rundtour Bacina-Seen
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Slunjcica mit Pflanzenrasen

 

 

    Slunjcica Koordinaten

 

 

Die Slunjcica ist ein nur etwa sieben Kilometer langer Karstfluss mit klarem smaragdgrün schimmerndem Wasser. Zu Unrecht ist sie vor allem wegen ihrer Wasserfälle bekannt, mit denen sie im Ort Rastoke, dem historischen Kern der Stadt Slunj, in die Korana stürzt. Wie auch vor anderen grandiosen Landschaftskulissen Kroatiens wurden in Rastoke Szenen zum Winnetou-Filme "der Schatz im Silbersee" gedreht. Bekannt sind auch die idyllischen Wassermühlen aus dem 18. Jahrhundert, von denen es in den besten Zeiten der Stadt bis zu 22 gab, und Müller ein hoch angesehener Beruf war. Mit der Entwicklung der elektrischen Mühlen und einer massiven Abwanderung nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die wirtschaftliche Bedeutung der Mühlen in Rastoke schnell ab. Einige sind heute allerdings wieder in Betrieb, um ihre Funktionsweise den zahlreichen Touristen im Ort vorführen zu können. 

An der Mündung der Slunjcica in die Korana schafft der Fluss eine Travertinbarriere, einen lebenden Organismus also mit einer Breite von 500 Metern und einer Länge von 200 Metern. Diese imposante Kalkschicht entsteht durch den hohen Gehalt von Kalzium, mit dem sich das unterirdisch vom Sickerfluß Jesenica zufließende Wasser anreichert, um sich dann hier bei Rastoke wieder abzulagern. Die Travertinbarriere schafft zwei Stufen, deren untere in 23 Wasserfällen endet, die bis 20 Meter tief in die Korana stürzen. Dieser stets feuchte Bereich ist mit zahlreichen Moosen und Pilzen bewachsen. In Rastoke kann man in kleinerem Format also die gleichen Naturphänomene beobachten, welche auch für die Plitvicer Seen charakteristisch sind. Daher wird der Ort oft auch als die „kleinen Plitvicer Seen“ bezeichnet. 

Rastoke steht seit 1969 als Kulturdenkmal unter Schutz, seit 1976 auch ihre Naturdenkmäler. Doch die Natur fordert ihren Tribut: In der Nacht vom 6. auf den 7. März 1914 kam es zu einem gewaltigen Rutsch der Travertinbarriere durch Unterhöhlungen des jahrhundertealten Verlaufs der Korana. Das Aussehen der zwei schönsten Wasserfälle "Hrvoje" und "Vilina Kosa" (Feenhaar) wurde für immer verändert. Noch heute arbeitet sich die Korana an dieser Stelle oft tosend (im Sommer dann allerdings auch ziemlich zahm) durch die riesigen Travertinfelsen. Der Kroatienkrieg zwischen 1991 und 1995 hat dann nicht nur an den historischen Gebäuden großen Schaden angerichtet, in der Okkupationszeit wurde auch der große Wasserfall Buk von serbischen Freischärlern gesprengt. Noch heute spürt man die Auswirkungen und Verletzungen dieser ethnischen Konflikte nach dem Ende der Tito-Ära.

Wie schon zuvor die Jesenica hat auch die Slunjcica außerordentlich sauberes Wasser, das für die örtliche Trinkwasserversorgung genutzt wird. Aufgrund des relativ kurzen Flussverlaufs an der Erdoberfläche hat sie zudem stets eine niedrigere Temperatur als die nahegelegene Korana, die den Plitvicer Seen entspringt und in Rastoke bereits 50 Kilometer ober- wie unterirdisch zurückgelegt hat. Während die Korana an den Wasserfällen im Sommer bereits Temperaturen von bis zu 28°C haben kann, erreicht das Wasser der Slunjcica nicht mehr als 16°C. Aus diesem Grund ist Rastoke oft in einen geheimnisvollen Nebelschleier eingehüllt und die umgebenden Bäume werden von Tau bedeckt. 

Die Attraktionen in Rastoke liegen alle recht eng und übersichtlich beieinander. Auch wenn für einiges kleine Eintrittsgelder erhoben werden, lohnt es allemal, diese herrlichen Sinterterrassen von oben bis unten, soweit möglich, zu erkunden. 

Wenig bekannt ist, dass von Rastoke bis zu den Quellen der Slunjcica an deren westlichem Ufer eine der schönsten Flusswanderungen Kroatiens entlangführt - zumal bei Sonnenschein, der den Fluss und seine reichen Pflanzenteppiche noch stärker zum Leuchten bringt. Dieser etwa sieben Kilometer lange Weg durch einen lichten, alten Wald ist auch in Karten allenfalls in Teilen eingetragen. Bei der Tourismusinformation in Rastoke (45.118167, 15.585891) bekommt man ein kleines Faltblatt, auf dem der Pfad beschrieben ist. Bei hohem Wasserstand kann der Weg, der mit Treppen und Stegen recht gut begehbar gemacht ist, an einzelnen Stellen dennoch matschig sein. Ansonsten ist sein Verlauf eindeutig und stellt keine besonderen Anforderungen. Er führt vorbei am örtlichen Wasserwerk, das neben ein paar alten Mühlen das einzige Bauwerk im Tal ist.

Wem der Hin- und Rückweg zur Quelle der Slunjcica zu lang ist, der kann von der Quelle zum Parkplatz an der Straße hochgehen. Über Busverbindungen und Taxifahrten wird man im Tourismusbüro von Rastoke freundlich und geduldig beraten. Landschaftlich sehr schön über der Slunjcica gelegen, leider aber etwas nachlässig betrieben, ist der Stellplatz für Wohnmobile in Rastoke (45.116387, 15.590232).

 

 

Weitere Infos

Wikipedia Slunjcica

Wikipedia Rastoke

 

  • Türkise Slunjcica
  • Rastoke Wasserfälle
  • An der Quelle der Slunjcica
  • Weg durch das Wasserwerk Slunjcica
  • Dolinenlandschaft oberhalb der Slunjcica
  • Slunjcica aufgegebene Mühle
  • Slunjcica alte Mühle
  • Männerabend an der Slunjcica
  • Slunjcica Rastplatz
  • Alte Mühle an der Slunjcica
  • Slunjcica
  • Wasserfälle Rastoke
  • Korana unterhalb Rstoke
  • Rastoke Blick von Stellplatz auf die Slunjcica
  • Herbstwanderung an der Slunjcica
  • Nebel über der Slunjcica
  • Quelle der Slunjcica mit Morgennebel
  • Herbstliche Slunjcica
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Polje der Matica

 

 

    Matica-Quellen Koordinaten

 

 

Die zahlreichen Quellen und Estavellen des Flusses Matica liegen auf etwa 25 Meter Höhe im Vrgorsko Polje (auch Vrgoracko Polje), einem 15 Kilometer langen und bis zu vier Kilometer breiten Karstfeld in Südkroatien. Über dem Polje verläuft die zentrale Autobahn Kroatiens, die E65. Von seiner gesamten Fläche von 2.963 Hektar werden etwa 2.840 landwirtschaftlich genutzt, viele von ihnen nur im Sommer, wenn keine Überflutungen drohen. Südlich des Polje steigt nochmals ein Gebirge mit bis zu 800 Meter Höhe auf, das die Fläche vom Meer trennt. Das Wasser, das im Vrgorsko Polje versickert und in Klüften verschwindet, wird teilweise künstlich zum unteren Teil des Polje und zum Meer hin abgeleitet.

 

 

Die zahlreichen Quellen, aus denen sich die Matica speist, liegen vor allem im Nordwesten des Polje und an seinen nördlichen Rändern. Das Wasser stammt aus einem flächengroßen Einzugsgebiet mit Imotsko-Bekijsko Polje, Trebizat, Rastok und Jezerce. Der Fluss Matica versorgt sich dabei aus einigen permanenten Quellen, die durch einen unterirdischen Zufluss mit Rastok verbunden sind, die wasserreichste von ihnen, die Butina nahe der Regionalstraße im Ort Dusina. Andere fungieren als Estavellen: bei hohen Wasserständen tritt das Grundwasser in ihnen an die Oberfläche, in der Trockenphase zieht es sich über die gleichen Austrittslöcher wieder in die Höhlensysteme und Klüfte unter die Erde zurück (Nuga, Vucija, Vlaska, Kruska, Studena und Mrtva). 

 

Gebiet im Vrgorsko Polje beim Beginn oder Rückzug einer Überschwemmung Google maps



Gleiches Gebiet im Vrgorsko Polje mit sichtbaren Schwinden im Herbst  Satellites.pro

 

Der Grundwasserspiegel und damit auch der oberirdische Wasserstand zeigen extreme Unterschiede zwischen Sommer und Winter. Da die Winterhochwasser die landwirtschaftliche Produktion erschweren, wurde bereits vor 1938 ein Entwässerungstunnel mit einer Länge von 2.130 Metern gegraben, der das Wasser zu den Bacina-Seen ableitet. Aus ihnen wiederum leitet ein 160 Meter langer Tunnel das Wasser ins Meer. Weitere wasserbauliche Arbeiten folgten und auch aktuell sind Projekte geplant. Trotzdem kommt es besonders im Winter noch häufig zu großflächigen Überschwemmungen und es bedeutet viel Aufwand, die Estavellen, Schwundlöcher und Kanäle so frei zu halten, dass das Wasser ungehindert ablaufen kann.

Den großen Reiz des Vrgorsko Polje macht neben ihren Quellen und Schwundlöchern seine Einbettung in ein wunderschönes Karstgebiet mit überwiegend noch traditionell bäuerlicher Landwirtschaft aus. Besonders im Nordwesten gibt es praktisch keine Gebäude, der Blick auf die umliegenden Berge, die blumenreichen Wiesen und die kleingliedrigen Felder ist ungestört. Bauern ziehen in flachen Booten ohne Motorenlärm ihre Runden durch das Polje. Ein Weg führt an dessen Rand an all den Quelltümpeln mit ihrem türkisfarbenen Wasser und ihren wunderbar kräftigen und gesunden Wasserpflanzen vorbei. Trotz der umgebenden Landwirtschaft hat das Wasser einen relativ geringen Nährstoffgehalt, weshalb die Tümpel und Fließgewässer bis zum Hochsommer nur geringes Algenwachstum aufweisen und man auch noch selten gewordene Karstwasserpflanzen findet.

So jedenfalls präsentiert sich die Gegend im Frühjahr und Frühsommer. Denn auch das Vrgorsko Polje hat trotz aller wasserbaulicher Maßnahmen noch immer das stark wechselnde Landschaftsbild, das für viele Karstebenen des Balkans typisch ist: einmal weitflächiges Überwemmungsgebiet, dann satte Vegetationsperioden auf fruchtbaren und mit Wasser gesättigten Böden, herrliche Quelltümpel und Wasserpflanzen, volle Bachbetten. Zum Herbst hin sieht man schließlich eine Ebene, in der die meisten Quelltöpfe und Bachbetten zunehmend austrocknen, sterbende Fische und Wasserpflanzen, Felder, die aus den verbliebenen Wasserläufen bewässert werden.

Der Besuch des Vrgorsko Polje ist deshalb vom Frühjahr bis zum Frühsommer am schönsten - in dieser Zeit erlebt man hier eine der großartigsten Quellenlandschaften Kroatiens.

 

Weitere Infos

Umfangreiches zur Geohydrologie und zum Wasserbau im Vrgorsko Polje

Umfangreiches zur Geohydrologie und zum Wasserbau im Vrgorsko Polje

Wikipedia Polje

 

  • Matica bei Vina
  • Boot auf der Matica bei Vina
  • Matica Dusina
  • Matica Landschaft
  • Matica mit Wasserpflanzen
  • Quellbiotope an der Matica
  • Quelltopf im Karst
  • Bäuerliches Land an Matica-Quellen
  • Überschwemmungsgebiet Matica
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Plitvicer Seen Wasserfall

 

 

    Plitvicer Seen Koordinaten

 

 

Der Nationalpark Plitvicer Seen (kroatisch Nacionalni Park Plitvicka Jezera, umgangssprachlich Plitvice) ist der flächenmäßig größte Nationalpark Kroatiens und zugleich der älteste Südosteuropas. Er wurde 1949 gegründet und befindet sich im hügeligen Karstgebiet Mittelkroatiens, unweit der Grenze zu Bosnien und Herzegowina. Das geschützte Nationalparkgebiet umfasst annähernd 300 Quadratkilometer. Die Plitvicer Seen wurden 1979 als eines der ersten Naturdenkmäler weltweit in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen.

Während der Jugoslawienkriege 1991 bis 1995 wurden auch im Nationalpark viele Gebäude zerstört oder niedergebrannt und das Gelände vermint. Direkt nach dem Krieg waren die Plitvicer Seen zwar eines der ersten Gebiete, in dem die Minen geräumt und Kriegsschäden beseitigt wurden. 1997 wurde das Schutzgebiet des Nationalparks um 10.020 Hektar erweitert, um auch die ausgedehnten unterirdischen Zuflüsse zu den Seen und Flüssen des Nationalparks unter Schutz zu stellen. Doch findet man heute in seiner Nähe noch Gebiete, in denen Warnhinweise auf die Gefahr aufmerksam machen, etwa in der Gegend zwischen Otocac und Licka Jesenica.

Ihr Wasser beziehen die Seen aus den Bächen Bijela Rijeka ("weißer Fluss") und Crna Rijeka ("schwarzer Fluss"), die bei Plitvicki Ljeskovac in den obersten See Proscansko Jezero fließen. Zudem werden die Seen von zahlreichen Quellen an ihren Rädern gespeist, von denen manche nur periodisch schütten, sowie aus unterseeischen Karstquellen. Wegen der Erweiterung des Nationalparks werden einige der früheren Wege vor allem im Süden der Seen nicht mehr gepflegt oder der Durchgang ist ganz untersagt. So etwa sind der Weg von Plitvicki Ljeskovac zum Proscansko Jezero und der ehemalige Pfad westlich des Sees nicht mehr möglich, obwohl sie auf allen Karten noch eingezeichnet sind. Wird man in gesperrten Gebieten erwischt, drohen saftige Bußgelder. Wildcampen im Nationalpark kostet bis zu 400 EURO - und es wird kontrolliert. 

Mit jährlich etwa einer Million Besucher sind die Plitvicer Seen mit ihren Sinterkaskaden und ihrem intensiv türkisfarbenen Wasser eine der größten touristischen Attraktionen Kroatiens. Besonders stark kommen die Farben des Wassers und der reichen Pflanzenwelt bei Sonnenlicht zur Geltung und im Herbst, wenn sich das Laub färbt. Die Gelegenheiten, die Wasserfälle zu Eis erstarrt zu erleben, wie es vor 30 Jahren noch fast in jedem Winter der Fall war, sind mittlerweile allerdings selten geworden. Auch hier hinterlässt der Klimawandel seine Spuren.

Um trotz des Besucheransturms die Natur mit ihren zahlreichen endemischen Arten und den mächtigen, aber Travertin-Barrieren zwischen den Seen zu schützen, hat die Parkverwaltung strikte Verhaltensvorschriften erlassen und die Eintrittspreise nochmals angehoben. Trotzdem sind die Seen in der Hochsaison dermaßen überfüllt, dass ihr Besuch kaum noch ein Genuss ist. Auf den Holzstegen, Pfaden und Schiffen herrscht dann Gedränge und zahlreiche Reisegruppen führen zu regelrechten Staus. Seitens der Nationalparkverwaltung sieht man sich zu weiteren Maßnahmen veranlasst: "Mo–Fr: Die Unteren und Oberen Seen sind für Besucher geöffnet mit vorläufiger Regelung der Gehrichtung um den Fußgängerweg (Brücken) entlang der Prstavci-Wasserfälle, der wegen Umbau geschlossen ist" (Frühjahr 2022)

Den Abfluss der Plitvicer Seen bildet der Fluss Korana. Ihm fließt am nordwestlichen Ende der Seen von links kommend der kurze Fluss Plitvice als 78 Meter hoher Wasserfall ("Veliki Slap") zu. Die tiefe Korana-Schlucht direkt unterhalb der Seen ist wegen ihrer steilen Flanken nicht zugänglich. Erst nach etwa drei Kilometern findet man den Fluss wieder zugänglich, so bei der hübschen Spoljaric Wassermühle (44.926029, 15.618403), einem idyllischen Platz, wo die Korana ruhig und mit wunderbarer Farbe in ihrem Bett fließt, und man ein kurzes Stück an ihr entlanglaufen kann. Oder 25 Kilometer weiter nördlich wieder beim Ort Rastoke. Längere Wanderwege entlang des Flusses gibt es nicht - wohl auch deshalb, weil sich die Korana im Sommer für weite Strecken unter die Erde verabschiedet und trockenliegt.

An dieser Stelle ein paar praktische Hinweise: Es gibt einen nördlichen und einen südlichen Parkplatz, die beide gut ausgeschildert sind. Der Eintritt in den Park ist gebührenpflichtig und schon an den Kassen können in der Hauptsaison erste Warteschlangen entstehen, weshalb es sinnvoll ist, früh anzureisen oder das Ticket online zu kaufen. Geboten werden ordentliche Wege und Bohlenstege, Shuttleverbindungen und Bootsfahrten. Auch wenn man diese in Anspruch nimmt, sollte man die Länge der Wege im Park nicht unterschätzen: Um einen umfassenden Eindruck zu gewinnen, sollte man sich jedenfalls einen ganzen Tag Zeit für die Plitvicer Seen nehmen. Passionierte Fotografen sollten sich zudem vorab über die Lichtverhältnisse im Park informieren. Besonders im Winter werfen die umliegenden Gebirge lange Schatten und man hat an manchen Ecken des Parks nur kurz Sonne oder auch schräg einfallendes Gegenlicht. Bei der Benutzung von Stativen ist zu beachten, dass die Bohlenwege teilweise schmal sind und ein rechtes Gedränge entsteht und dass sie wackeln, sobald sie begangen werden - was fast immer der Fall ist. Wem es möglich ist, der sollte die Plitvicer Seen deshalb außerhalb der Hauptsaison besuchen.

Besonders erwähnenswert ist das überaus schöne südliche Umland der Seen, wo man allein ist auf weiter Flur. Seit jeher war das hügelige Gebiet mit seinen Urwäldern, zahlreichen Quellen und Sumpfgebieten wenig bewohnt. Heute findet man da und dort im Krieg zerstörte und verlassene Häuser, deren Bewohner aus wirtschaftlichen oder ethnischen Gründen fortgezogen sind. Vom touristischen Boom konnten lediglich die Gebiete entlang der Hauptverkehrsstraßen profitieren.

Eine überaus schöne Radtour mit etwa 30 Kilometer Länge und 500 Meter Höhenunterschied kann man entweder bei Babin Potok im Westen oder bei Jezerce im Osten beginnen. Sie führt durch weitgehend unberührte Natur entlang des Bijela und Crna Rijeka vorbei am Ort Plitvicki Ljeskovac. Von hieraus gibt es zwar einen Weg hinunter zum Proscansko Jezero, dem obersten der Plitvicer Seen, es ist aber untersagt ihn zu gehen.

Landschaftlich beeindruckend ist auch die Fahrt hinunter zur Stadt Otocac an der Gacka.

 

Weitere Infos

Wikipedia Nationalpark Plitvicer Seen

Besichtigungsprogramme

 

  • Boot auf Plitvicer See
  • Fallende Seen
  • Travertinterrassen
  • Nationalpark Plitvice
  • Glasklare Plitvicer Seen
  • Plitvicka Jezera
  • Sinter Plitvicer Seen
  • Fische Plitvicer Seen
  • Versinternde Bäume Plitvicer Seen
  • Touristenmagnet Plitvice
  • Wege an den Plitvicer Seen
  • Plitvice Ljeskovac
  • Plitvice Süd
  • Farbe der Plitvicer Seen
  • Wasserfall Plitvicer Seen
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Plitvicer Seen Wasserfall

 

 

    Plitwicer Seen Koordinaten

 

 

Der Nationalpark Plitvicer Seen (kroatisch Nacionalni Park Plitvicka Jezera, umgangssprachlich Plitvice) ist der flächenmäßig größte Nationalpark Kroatiens und zugleich der älteste Südosteuropas. Er wurde 1949 gegründet und befindet sich im hügeligen Karstgebiet Mittelkroatiens, unweit der Grenze zu Bosnien und Herzegowina. Das geschützte Nationalparkgebiet umfasst annähernd 300 Quadratkilometer. Die Plitvicer Seen wurden 1979 als eines der ersten Naturdenkmäler weltweit in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen.

Während der Jugoslawienkriege 1991 bis 1995 wurden auch im Nationalpark viele Gebäude zerstört oder niedergebrannt und das Gelände vermint. Direkt nach dem Krieg waren die Plitvicer Seen zwar eines der ersten Gebiete, in dem die Minen geräumt und Kriegsschäden beseitigt wurden. 1997 wurde das Schutzgebiet des Nationalparks um 10.020 Hektar erweitert, um auch die ausgedehnten unterirdischen Zuflüsse zu den Seen und Flüssen des Nationalparks unter Schutz zu stellen. Doch findet man heute in seiner Nähe noch Gebiete, in denen Warnhinweise auf die Gefahr aufmerksam machen, etwa in der Gegend zwischen Otocac und Licka Jesenica.

Ihr Wasser beziehen die Seen aus den Bächen Bijela Rijeka ("weißer Fluss") und Crna Rijeka ("schwarzer Fluss"), die bei Plitvicki Ljeskovac in den obersten See Proscansko Jezero fließen. Zudem werden die Seen von zahlreichen Quellen an ihren Rädern gespeist, von denen manche nur periodisch schütten, sowie aus unterseeischen Karstquellen. Wegen der Erweiterung des Nationalparks werden einige der früheren Wege vor allem im Süden der Seen nicht mehr gepflegt oder der Durchgang ist ganz untersagt. So etwa sind der Weg von Plitvicki Ljeskovac zum Proscansko Jezero und der ehemalige Pfad westlich des Sees nicht mehr möglich, obwohl sie auf allen Karten noch eingezeichnet sind. Wird man in gesperrten Gebieten erwischt, drohen saftige Bußgelder. Wildcampen im Nationalpark kostet bis zu 400 EURO - und es wird kontrolliert. 

Mit jährlich etwa einer Million Besucher sind die Plitvicer Seen mit ihren Sinterkaskaden und ihrem intensiv türkisfarbenen Wasser eine der größten touristischen Attraktionen Kroatiens. Besonders stark kommen die Farben des Wassers und der reichen Pflanzenwelt bei Sonnenlicht zur Geltung und im Herbst, wenn sich das Laub färbt. Die Gelegenheiten, die Wasserfälle zu Eis erstarrt zu erleben, wie es vor 30 Jahren noch fast in jedem Winter der Fall war, sind mittlerweile allerdings selten geworden. Auch hier hinterlässt der Klimawandel seine Spuren.

Um trotz des Besucheransturms die Natur mit ihren zahlreichen endemischen Arten und den mächtigen, aber Travertin-Barrieren zwischen den Seen zu schützen, hat die Parkverwaltung strikte Verhaltensvorschriften erlassen und die Eintrittspreise nochmals angehoben. Trotzdem sind die Seen in der Hochsaison dermaßen überfüllt, dass ihr Besuch kaum noch ein Genuss ist. Auf den Holzstegen, Pfaden und Schiffen herrscht dann Gedränge und zahlreiche Reisegruppen führen zu regelrechten Staus. Seitens der Nationalparkverwaltung sieht man sich zu weiteren Maßnahmen veranlasst: "Mo–Fr: Die Unteren und Oberen Seen sind für Besucher geöffnet mit vorläufiger Regelung der Gehrichtung um den Fußgängerweg (Brücken) entlang der Prstavci-Wasserfälle, der wegen Umbau geschlossen ist" (Frühjahr 2022)

Den Abfluss der Plitvicer Seen bildet der Fluss Korana. Ihm fließt am nordwestlichen Ende der Seen von links kommend der kurze Fluss Plitvice als 78 Meter hoher Wasserfall ("Veliki Slap") zu. Die tiefe Korana-Schlucht direkt unterhalb der Seen ist wegen ihrer steilen Flanken nicht zugänglich. Erst nach etwa drei Kilometern findet man den Fluss wieder zugänglich, so bei der hübschen Spoljaric Wassermühle (44.926029, 15.618403), einem idyllischen Platz, wo die Korana ruhig und mit wunderbarer Farbe in ihrem Bett fließt, und man ein kurzes Stück an ihr entlanglaufen kann. Oder 25 Kilometer weiter nördlich wieder beim Ort Rastoke. Längere Wanderwege entlang des Flusses gibt es nicht - wohl auch deshalb, weil sich die Korana im Sommer für weite Strecken unter die Erde verabschiedet und trockenliegt.

An dieser Stelle ein paar praktische Hinweise: Es gibt einen nördlichen und einen südlichen Parkplatz, die beide gut ausgeschildert sind. Der Eintritt in den Park ist gebührenpflichtig und schon an den Kassen können in der Hauptsaison erste Warteschlangen entstehen, weshalb es sinnvoll ist, früh anzureisen oder das Ticket online zu kaufen. Geboten werden ordentliche Wege und Bohlenstege, Shuttleverbindungen und Bootsfahrten. Auch wenn man diese in Anspruch nimmt, sollte man die Länge der Wege im Park nicht unterschätzen: Um einen umfassenden Eindruck zu gewinnen, sollte man sich jedenfalls einen ganzen Tag Zeit für die Plitvicer Seen nehmen. Passionierte Fotografen sollten sich zudem vorab über die Lichtverhältnisse im Park informieren. Besonders im Winter werfen die umliegenden Gebirge lange Schatten und man hat an manchen Ecken des Parks nur kurz Sonne oder auch schräg einfallendes Gegenlicht. Bei der Benutzung von Stativen ist zu beachten, dass die Bohlenwege teilweise schmal sind und ein rechtes Gedränge entsteht und dass sie wackeln, sobald sie begangen werden - was fast immer der Fall ist. Wem es möglich ist, der sollte die Plitvicer Seen deshalb außerhalb der Hauptsaison besuchen.

Besonders erwähnenswert ist das überaus schöne südliche Umland der Seen, wo man allein ist auf weiter Flur. Seit jeher war das hügelige Gebiet mit seinen Urwäldern, zahlreichen Quellen und Sumpfgebieten wenig bewohnt. Heute findet man da und dort im Krieg zerstörte und verlassene Häuser, deren Bewohner aus wirtschaftlichen oder ethnischen Gründen fortgezogen sind. Vom touristischen Boom konnten lediglich die Gebiete entlang der Hauptverkehrsstraßen profitieren.

Eine überaus schöne Radtour mit etwa 30 Kilometern Länge und 500 Metern Höhenunterschied kann man entweder bei Babin Potok im Westen oder bei Jezerce im Osten beginnen. Sie führt durch weitgehend unberührte Natur entlang des Bijela und Crna Rijeka vorbei am Ort Plitvicki Ljeskovac. Von hieraus gibt es zwar einen Weg hinunter zum Proscansko Jezero, dem obersten der Plitvicer Seen, es ist aber untersagt ihn zu gehen.

Landschaftlich beeindruckend ist auch die Fahrt hinunter zur Stadt Otocac an der Gacka.

 

 

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