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Licht im Wasser

 

 

   Quellgebiet Oberau Koordinaten

 

 

Von den Sieben Quellen bei Eschenlohe kommend führt ein außerordentlich schöner Wander- und Radweg weiter durch das Pfrühlmoos nach Süden zu den Quellen des Lauterbachs bei Oberau und dem Röhrlbachursprung. Nach der Überquerung des Lauterbachs (47.558646, 11.157752), in dessen eiskaltes Wasser man bei heißen Temperaturen kurz eintauchen kann, folgt man auf freiem Feld dem geteerten Weg weiter zum Golfplatz. Auf ihm sind zwei der drei Quellen des Lauterbachs gelegen, eine davon ein Quelltümpel mit der typisch türkisen Färbung von Karstquellen und einem lichten und schönen Pflanzenbewuchs. Die dritte der Lauterbachquellen liegt an einem Waldweg, der direkt östlich des Golfplatzes liegt.

Weiter folgt man dem Weg zum Röhrlbachursprung und zum Kuhfluchtgraben. Als Rückweg nach Eschenlohe kann man den Dammweg entlang der Loisach nehmen, von dem aus man etwas erhöht einen schönen Blick auf das Pfrühlmoos und die umliegenden Berge hat.

 

 

 

 

 

 

  • Quelltopf bei Berau
  • Quelltopf des Lauterbachs
  • Fraktalverdächtig
  • Lauterbach Pflanzen
  • Lauterbach
  • Lauterbach im Pfrühlmoos
  • Röhrlbachursprung
  • Golfplatz
  • Lauterbach mit Golfplatz
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01 Titelbild

Frillensee

  

Inzeller Seentour Koordinaten

 

Die landschaftlich überaus reizvolle Inzeller Seentour führt in eine Gegend, die aus geologischer Sicht von Wettersteinkalk, Flysch (Gesteinsabfolge von Sandstein, Mergel und Tonstein) und von der letzten Eiszeit geformt ist. Wer vom Süden auf der B305 nach Inzell fährt, kann einen Halt am Parkplatz Gletschergarten machen und sich den beeindruckenden Gletscherschliff ansehen, der von den Erosionskräften gewaltiger Eismassen zeugt. Weniger offensichtlich ist, dass auch die Seen entlang der Tour und die wunderbaren Moorflecken rund um Inzell und am Frillensee Relikte der Eiszeit sind.

Die Tour beginnt im Weittal zwischen Gruberhörndl und Falkenstein. Das Trogtal mit U-förmigen Profil war von einer Eiszunge bedeckt, die 250 Meter mächtig gewesen sein könnte. Sie hinterließ Geröll und riesige Eisblöcke, die erst im Lauf der Zeit abschmolzen und Toteislöcher hinterließen, die im Falkensee gut zu erkennen sind und aus denen Grundwasser aufsteigt.

Falkensee

Toteislöcher im Falkensee mit Grundwasserquellen  (https://www.gamssteig.de/lexikon/toteisloch)

Auch am Talgrund treten zahlreiche Quellen aus, von denen die sagenumwobenen Weissbachquelle (47.740167, 12.762083) am Eingang des Weittals die bekannteste ist. Der Weißbach bildet unterhalb des Gletschergartens einen Wasserfall und fließt nach Süden zur Saalach ab. Die anderen Quellen verbergen sich südlich des Falkensees im Latschenhochmoor des Weittals. Nachdem ihr Wasser den See durchflossen hat, bildet es den Falkenseebach, der nach Norden zur Roten Traun entwässert. Mit seiner großartigen Kulisse, seinem glasklaren Wasser und intakten Moor ist das Weittal ein Juwel. Da der von Quellen gespeiste See auch im Winter nicht vollständig zufriert, haben sich auch zahlreiche Vogelarten hier angesiedelt.

Dem Falkenseebach folgend gelangt man an einen Abzweig zum Krottensee, der aus Gründen des Naturschutzes nicht zugänglich und nur aus einiger Entfernung zu sehen ist. Wegen der schönen Feuchtwiesen, die den See umrahmen, lohnt sich der kurze Abstecher aber trotzdem. Im Frühjahr sind auf der Tour auch zwei wunderbare Orchideenwiesen zu bewundern. Eine liegt bei Paulöd, die andere an auf den Feuchtwiesen an der Gaßlam südlich des Frillensees.

Der 920 Meter hoch gelegene Frillensee gilt als der kälteste See in Mitteleuropa. Auch er ist durch das Abschmelzen der Gletscher der letzten Eiszeit entstanden und war ursprünglich 800 Meter lang. Heute ist er durch Verlandung wesentlich kürzer und sein südliches Ufer geht in ein Hochmoor und Feuchtwiesen über, die vom stark mäandernden Frillenseebach durchflossen werden und auf denen ab Mai Orchideen blühen. Mit etwas Glück bekommt man hier im Frillenseebach auch den selten gewordenen europäischen Edelkrebs zu sehen.

Der See hat mitunter schon im November eine tragfähige Eisdecke und Januar 1960 wurde auf ihm die Bayerische und Deutsche Meisterschaft im Eisschnelllauf ausgetragen. Da der Frillensee wesentlich von Quellen an seinem südlichen und westlichen Ufer gespeist wird, friert er nicht wie üblich vom Rand her, sondern von der Mitte aus zu. Wer sich zu Fuß ein Stück weit in wegloses, aber flaches Gelände südlich des Sees vorwagt, kann das versteckte, besonders hübsche Goldene Brünndl (47.764217, 12.821283) bewundern. Die typische Karstquelle entspringt in einem Trockenbach, in dem ihr Wasser auch bald wieder unter die Erde versickert, um dann als Quelle am Grund des Sees (47.765000, 12.818222) wieder aufzutauchen, wo man es vom Weg um den See gut sehen kann.

Der Weg führt auch am Forsthaus Adlgass vorbei, eine Einöde, die schon vor 700 Jahren urkundlich erwähnt ist und eine reiche Geschichte aufzuweisen hat. Heute beherbergt es ein beliebtes Wirtshaus mit Biergarten.

Die 22 Kilometer lange Radtour (komoot) weist nur in kleinen Abschnitten Steigungen über 10% auf. Möglich ist, dass zwischen Adlgass und Frillensee Abschnitte für Räder gesperrt sind, sodass man auf andere Varianten ausweichen muss. Möchte man alle Punkte einschließlich der Weißbachquelle und des Goldenen Brünndl sehen und das gegenüberliegende Ufer des Falkensees kennenlernen, muss man jeweils ein Stück weit zu Fuß gehen. Unsere Quellenkarte ist ein guter Begleiter auf der Suche nach den Quellen abseits des Weges.

Weitere Infos

Inzell Paulöd

Wikipedia.org - Frillensee (Inzell)

Wikipedia - Falkensee (Inzell)

Wikipedia - Krottensee (Inzell)

Forsthaus Adlgass - Geschichte

  • Sagenumwobene Weissbachquelle
  • Wasserreiches Weittal
  • Falkensee Inzell
  • Moorfrosch
  • Orchideenwiese Gasslalm
  • Infotafel Orchideenwiese
  • Spiegelung am Frillensee
  • Goldenes Brünndl
  • Frillensee mit Quellen
  • Quellen am Frillensee
  • Frillensee im Frühjahr
  • Ringelnatter
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Oberstdorf Christlessee

 

 

   Christlessee Koordinaten

 

 

Der auf 916 Meter liegende Christlessee befindet sich in einem Wasserschutzgebiet und wird von unmittelbar südlich gelegenen Quellen gespeist, die Oberstdorf mit Trinkwasser versorgen. Außerdem befinden sich am Grund des Sees einige Karstquellen. Diese sorgen dafür, dass der kristallklare Christlessee mit seiner markanten türkisgrünen Färbung im Winter nie zufriert: Sein Quellwasser hat im Sommer wie Winter eine Temperatur von 4 bis 6°C hat.

Über das Wassereinzugsgebiet des Sees und die Schüttung seiner Quellen ist wenig bekannt. Eher erstaunlich ist, dass die benachbarten Versorgungsbrunnen der Gemeinde Oberstdorf mit etwas über 8° dH (deutsche Härte) einen für Karstquellen erstaunlich geringen Anteil an Härtebildern haben. Zudem liegen die Trinkwasserkennwerte, etwa der Nitratwert, in einem Bereich der vermuten lässt, dass das Wasser tiefen Gesteinsschichten entspringt und starke Sedimentschichten durchläuft.

Der abfließende Bach mündet nach etwa 400 Meter links in die Trettach.

Die Karstquellen im Christlessee sind als bedeutendes Geotop ausgewiesen. Die südlich liegenden Wiesenländer dürfen heute nicht mehr beweidet werden und wurden zum Wasserschutzgebiet erklärt. Dort befinden sich lediglich drei, nicht dauerhaft bewohnte Bauernhäuser.

Erreichbar ist der See über die für den öffentlichen Verkehr gesperrte Straße in das Trettachtal oder über einen Wanderweg von Oberstdorf aus.

 

 

 

Weitere Infos

Wikipedia Christlessee

 

 

  • Christlessee Quellsee
  • Christlessee Algen und Pflanzen
  • Christlessee über / unter Wasser
  • Versintertes Totholz
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Sieben Quellen

 

 

  Sieben Quellen Eschenlohe Koordinaten

 

 

Die Sieben Quellen, auch Mühlbachquellen genannt, sind ein Geotop wenig südlich von Eschenlohe, am nordöstlichen Rand des Pfrühlmooses. Das besteht aus einer ganzen Kette von Restmooren und anmoorigen Wiesen, die sich in Nord-Süd-Richtung entlang der Loisach erstrecken. Die wird hier beidseitig von steil abfallenden Felswänden begrenzt. Die hydrogeologische Situation an ihrem Talgrund ist komplex.

Geoelektrische Untersuchungen haben schon 1953 Moränenwälle auf Höhe der Mühlbachquellen nachgewiesen. Sie stauten nach Rückzug des Eises einen See auf, an dessen Grund sich eine zusammenhängende Seetondecke ausbildete. Der stauende Moränenwall wurde allerdings zeitweise durchbrochen, später durch kräftige Schuttzufuhr von der Archtallaine und der Eschenlaine wieder erhöht. So gibt es verschiedene Etagen mit Schottern und Seeton, die mächtige und ergiebige Grundwasserleiter bergen. Die Stadt München gewinnt aus ihnen in mehreren Brunnen etwa 20% ihres Trinkwassers, was wegen der Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel und damit auf die Vernässung der betroffenen Feuchtbiotope nicht unumstritten ist.

Die komplex hydrogeologische Situation wird auch an den Sieben Quellen mit ihren teils kreisrunden, intensiv gefärbten Quellaufstößen und herrlichen Quellteichen deutlich. Der Geruch des Schwefelwasserstoffs („faule-Eier-Geruch“), der auf dem hohen Sulfatgehalt ihres Wassers beruht, ist manchmal sogar am vorbeiführenden Wanderweg wahrzunehmen. Der besondere Chemismus wird durch den Kontakt des Wassers mit den gipshaltigen „Raibler Schichten“ erklärt, die aus einem großen Spektrum verschiedener Sedimente bestehen und mehrfach zwischen Kalk, Dolomit, Mergel und klastischen Sedimenten wie Schieferton oder Sandstein wechseln.


Siebenquellen Eschenlohe Abb1Bayernatlas

Die Quellen sind zwar vergleichsweise gut erforscht und dokumentiert. Doch die unterirdischen Verläufe des Wassers auf der Erde bergen bis heute in vielerlei Hinsicht noch ihre Geheimnisse. So ist man auch bei den Sieben Quellen auf Rückschlüsse und Annahmen angewiesen, die sich aus Wasseruntersuchungen an der Oberfläche ergeben. Demnach sind die chemischen und physikalischen Parameter der acht Teilquellen, die man identifizieren konnte, erstaunlich unterschiedlich, obwohl sie sich über lediglich gut 500 Meter erstrecken.

Während an der südlichsten Quelle die Wassertemperatur bei konstant 7,8 bis 8°C liegt und sie eine Härte von nur 15°dH hat, treten die mittleren Quellen mit 10,5°C und bis zu 52°dH aus. Die Schüttung der nördlichen Quellen schwankt witterungsabhängig sehr stark, die weiter südlich gelegenen schütten fast konstant.


Siebenquellen Eschenlohe Abb2

Man nimmt an, dass die Quellen mit höherer Wassertemperatur und konstanteren Schüttungen aus tieferen Schichten stammen als die kälteren mit sehr unterschiedlicher Ergiebigkeit. Sie alle sammeln ihr Wasser im Mühlbach, der nach nur 1,5 Kilometern in die Loisach mündet. Er ist hinsichtlich seines Wassers und seiner Pflanzen ein Kleinod und weist noch wenig Anzeichen von Überdüngung auf. Auch das ist ein Hinweis dafür, dass das Wasser der Sieben Quellen tiefen Gesteinsschichten entspringt und mithin gut gefiltert ist. Da der Bach von Ried umgeben ist, findet man im oberen Verlauf kaum einen geeigneten Zugang. Der sehr schöne Mühlbach ist allerdings von Ried umgeben und schwer zugänglich. Ab dem südlichen Ortsrand von Eschenlohe (Rautstraße 17) kann man ihn aber ein Stück weit folgen.

Die Sieben Quellen sind vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als besonders wertvolles Geotop ausgewiesen, weshalb ein direkter Zugang zu den einzelnen Wasseraustritten nur erschwert möglich ist. Allerdings wurde eine kleine Plattform errichtet, von der aus zumindest einige der Hauptquelltöpfe mit ihrem herrlich gefärbten Wasser und den für schwefelige Wässer typischen Bakterienrasen am Boden gut zu sehen sind. Weiter südlich treten direkt am Weg und gut sichtbar die Urspringquellen aus, wunderschöne Limnokrenen mit Sandvulkanen, in denen Wasser- und Gasaustritte die hellen Bodensedimente in ständiger, tänzelnder Bewegung halten.

Zu den Quellen führt ein Wanderweg, der in Eschenlohe beginnt und durch die eindrucksvolle Naturlandschaft des Loisachtals weiter nach Süden gewandert oder geradelt werden kann. Kleine Bachläufe, Wasserfälle, glasklare Quelltümpel: Das Loisachtal zwischen Garmisch-Partenkirchen und Eschenlohe ist bekannt für seinen Wasserreichtum. Als Naturraum bietet es zudem ein vielfältiges Nebeneinander unterschiedlichster Lebensräume. Hier befinden sich Fließgewässer, Quellbereiche, Hochmoore, Übergangsmoore, Niedermoore, Streuwiesen, Wälder und Weiden. Sie sind die Heimat von etwa 500 bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Die Moore des Loisachtals sind in Bayern und Deutschland von herausragender Bedeutung.

 

 

Weitere Infos

Abhandlungen Akademie Bayern, Hydrogeologische Untersuchungen.pdf

Info Verein Zum Schutz der Berwelt Stellungnahmen Grundwasserentnahme Loisachtal.pdf

 

 

  • Aussichtsplattform
  • Bakterien und Algenrasen
  • Einer der Quellaustritte
  • Eschenlohe Mühlbach
  • Faulgase
  • Halb über - halb unter Wasser
  • Hauptquelltopf
  • Mühlbach bei Eschenlohe
  • Mühlbach Wasserpflanzen
  • Schweinerei am Mühlbach
  • Sieben Quellen - Algen und Bakterien
  • Sieben Quellen
  • Siebenquellen - unter Wasser
  • Urspringquelle
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Ölweiher Roter Kocher

 

 

  Ölweiher Roter Kocher Koordinaten

 

 

Der Rote Kocher ist der kleinste Quellbach des Kochers.

Der sehr hübsche Quellteich mit türkis-grüner Färbung und kräftigem Pflanzenwuchs (Ölweiher) wurde im 17. und 18. Jahrhundert aufgestaut, um eine Ölmühle zu betreiben. Der tiefe, stark versinterte Quelltrichter mit mehreren Nebenquellen ist deshalb nicht mehr sichtbar. Zudem liegt der Ölweiher auf einem Privatgrundstück der Firma Leitz und kann deshalb nur über einen Zaun eingesehen werden.

Nach dem Teich fließt das Wasser noch etwa 150 m weit unterirdisch verrohrt, bevor es in den hier bereits 1,4 km langen Schwarzen Kocher mündet.

Der Ursprung des Roten Kochers bzw. der Ölweiher ist eingebunden in den Karstquellenweg Oberkochen / Königsbronn.

 

 

 

Weitere Infos

Wikipedia Roter Kocher

Heimatverein Oberkochen Bericht 406a

Karstquellenweg

Info Stadtverwaltung Oberkochen

 

 

  • Quelle Roter Kocher
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  1. Pfefferursprung
  2. Leerausquelle
  3. Remsursprung
  4. Weiherwiesen

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Reiseländer

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