
Bilpa Quellaustritt
Bilpa Quelle 
Am Fuße einer 80 Meter hohen überhängenden Steilwand befindet sich die Karstquelle der Bilpa, deren Name aus dem deutschen "Wildbach" abgeleitet wurde. Der kleine See an der Quelle hat eine Tiefe von sechs Meter und mündet 130 Meter weiter in die Kolpa. Mit der Bilpa tritt der etwa 20 Kilometer nordwestlich durch die Kocevje-Ebene fließende Sickerbach Rinza wieder an die Oberfläche. Die Quellhöhle wird auch betaucht.
Oberhalb der Quelle befinden sich drei kleinere Karsthöhlen, die 1941 entdeckt wurden, und eine größere vierte, die seit 1983 bekannt ist.
Die Felswand oberhalb der Bilpa wird auch "Wand des Echos" genannt und zeichnet sich durch eine Formgebung aus, in der man die verschiedensten Fabelgestalten zu erkennen glaubt.

Nördlichste der Vipava Quellen
Vipava Quellen
Der Fluss Vipava strömt aus zahlreichen zwar permanenten, aber sehr unterschiedlich stark schüttenden Karstquellen am Fuß der schroffen Felsen oberhalb des Ortes Vipava. Das Karstwasser dringt durch Spalten an der Verbindungsstelle zwischen dem undurchlässigen Flysch und den Karbonatgesteinen der Nanos an die Oberfläche. Die insgesamt sieben deltaförmig angeordneten Quellen sind in ihrer Art einmalig in Europa und überwiegend gut zugänglich. Sie entwässern das weite Hinterland des Nano-Karsthochlands bis ins Becken von Postojna mit einer Fläche von 140 Kubikmetern. Dem Ort Vipava verleihen die Quellen einen besonderen Charme und es lohnt sich, sie zu erkunden
In der Gegend um Vipava haben sich ‒ wahrscheinlich gerade wegen des großen und zuverlässigen Trinkwasservorkommens – schon in der Urzeit Menschen angesiedelt. In den vergangenen Jahrhunderten wurden nicht weniger als 25 Brücken über die verschiedenen Quellarme gebaut, die dem Ort einen besonderen Charme verleihen und ihm den Namen "Klein-Venedig" eingebracht haben. Das glasklare, leicht grün schimmernde Wasser besitzt auch für die Bewohner große Anziehungskraft. An der Hauptquelle gibt es ein Lokal, wo man an heißen Sommertagen bei einem gute Essen die kühlende Wirkung des etwa 9°C kalten Quellwassers spürt.
Der unbedingt lohnende Besuch der Quellen kann mit einem Bummel durch das beschauliche Städtchen und einem Spaziergang hoch zur Burgruine verbunden werden. Von dem nördlich gelegenen Campingplatz KAMP VRHPOLJE (45.864350, 13.961289) sind es nur etwas über zwei Kilometer in die Stadt.
An den Vipava-Quellen verbindet eine alte römische Zweibogen-Steinbrücke, die auch heute noch verwendet wird, die Seiten. Da sie gleich neben der Festung Tabor steht, heißt sie auch Tabor-Brücke. Am Brückenkopf entdeckt man einen alten Meilenstein mit der Inschrift „11 Meilen von Laibach“. Es handelt sich dabei um österreichische Postmeilen (1 Meile = 7,586 Milometer), somit die Entfernung von Vipava nach Laibach nach heutiger Festsetzung 83,445 Kilometer beträgt.
Im Vipavatal münden unzählige Bäche in den Fluss, die in den Hängen der Karsthochebene und den umliegenden Bergen entspringen. Fast jedes Dorf hier verfügt über seine eigene Trinkwasserquelle. Deren Wasser ist im Karst der sehr dünn besiedelten Hochebenen versickert und deshalb sehr klar und sauber. Die größte der Quellen ist die des Flusses Hubelj (45.904197, 13.911770), die auf einem schönen Radweg zu erreichen ist.

Riesendoline Unska Kolisevka 
Die etwa 2,5 Kilometer lange Anfahrt zur Riesendoline Unska Kolisevka ist stellenweise zwar steil, auf dem Schotterweg von Unec mit Fahrrad, Pkw oder Wohnmobil aber möglich. Nördlich der Doline gibt es einen Parkplatz, von dem ein erster Blick in den 125 Meter tiefen und ca. 200 Meter weiten Einsturzkrater möglich ist. Es ist im gesamten Umfeld der Doline mit ihren teilweise fast senkrechten Wänden zu beachten, dass Absturzgefahr besteht.
Einen besonders guten Blick hinunter in den beeindruckenden Höllenschlund, der durch Einbruch von Höhlenräumen entstanden ist, hat man von einem etwa 100 Meter weiter gelegenen Punkt, an dem sich auch eine Info-Tafel befindet. Auf ihr wird auch darauf hingewiesen, dass sich am Grund der Doline - wie häufig im Umfeld von Karsteinbrüchen - ein Kaltluftsee bildet. Dies ist ein Hinweis darauf, dass der Grund noch von Klüften "belüftet" wird, die eine Verbindung zu noch bestehenden Teilen der Höhle haben. In diesem Umfeld gedeihen ganz besondere, für die Gegend untypische Pflanzenarten, weshalb die Doline als Naturdenkmal ausgewiesen wurde.
Eine besondere Attraktion von Unska Kolisevka sind die weitläufigen Bunkersysteme, die von italienischen Soldaten in den Fels gehauen wurden und zwischen 1920 und 1943 als Teil des sog. Alpinwalls an der Grenze zwischen Italien und Jugoslawien fungierten. Bis zu 15 Kilometer Tunnel sollten gebaut werden, wovon nur ein Teil fertiggestellt wurde. Später wurden die Anlagen teilweise mit Wasser geflutet und zubetoniert. Heute sind noch etwa 750 Meter dieses Labyrinths aus Gängen auf zwei Ebenen begehbar, wobei die Funktion vieler Räumlichkeiten und militärischer Einrichtungen noch zu erkennen ist.
Weitere Infos
Peter R. Hofmann: Unterirdisches Slowenien: Ein Exkursionsführer zu den Höhlen des Klassischen Karstes; ISBN 978-3-7347-6506-3

Hublj Quelle bei niedrigem Grundwasserstand
Hubelj Quelle
Der Fluss Hubelj entspringt am Fuß einer steilen Felswand oberhalb Ajdovscina aus drei Höhlen (Große Hubelj-Küche, Spinnenspalte und Hubelj-Osthöhle). Die Quelle ist umzäunt, aber aus einiger Entfernung gut zu sehen. Nach niederschlagsreichen Perioden bricht aus allen Höhlen weiß schäumendes Wasser, so dass ein richtiggehender Wasservorhang entsteht. Dieses außergewöhnliche Schauspiel lockt viele Besucher an.
Das Hubelj-Wasser ist kalt (7 bis 8°C), reich an Mineralien und gehört zum besten Trinkwasser. Die Quelle wird deshalb schon seit mehreren Jahrhunderten zur Trinkwasserversorgung des Vipava-Tals genutzt
Auch das starke Gefälle des Flusses und seine dadurch bedingte hohe Strömungsgeschwindigkeit wurde schon ab dem 16. Jahrhundert gewerblich genutzt. Zeugen dieses Industrieerbes sind die restaurierten Überreste einer Eisenhütte (45.902174, 13.910363) nahe der Hubelj-Quelle. Der kleine Abstecher zu dem Denkmal lohnt sich.
Empfehlenswert ist auch eine etwa drei Kilometer lange Wanderung entlang des Flusses Hubelj. Sie beginnt in der Stadt Ajdovscina, deren Geschichte mehr als zweitausend Jahre in die Vergangenheit reicht. Die Römer errichteten am Fluss zunächst eine Straßenstation und später eine mächtige Militärfestung namens Castrum Ad Fluvium Frigidum (dt.: Festung am kalten Fluss) zur Verteidigung der östlichen Grenzen des römischen Imperiums.
Entlang des Flussbetts führt ein Naturlehrpfad bis zur Quelle. Die Strecke beginnt am Sportpark Pale (45.896914, 13.905921), ist ausgeschildert, stellenweise steil, aber gut gangbar. Auf 24 Stationen des Lehrpfades erfährt man Interessantes über einzelne Baumarten, Waldtiere und Mineralien, die Bodenzusammensetzung und das Wasserökosystem. Am Fluss wachsen unter anderem Wildkirsche, Hartriegel, Schwarzerle, Schwarzkiefer. Im Wasser findet man Soca-Forelle, Regenbogenforelle und Neunauge, an Wasservögeln sind Wasseramsel, Eisvogel und Graureiher zu erwähnen.
Im Oberlauf windet sich das Flussbett malerisch durch eine Schlucht mit steilem Fels und vielen Gumpen.
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Kamniske Bistrice
Kamniska Bistrica Quelle 
Die bekannteste Quelle der Kamniska Bistrica liegt idyllisch am Fuß der Karawanken nah der Grenze zu Österreich. Ihr Wasser mündet nach etwa 100 Meter von links in den Fluss Kamniska Bistrika, der von Westen kommend etwas oberhalb bereits ein breites Schotterbett bildet, zumeist aber nur wenig Wasser aus einigen kleineren Bergquellen führt. Durch den Zufluss der Izvir Kamniske Bistrice nimmt seine Wassermenge erheblich zu, so dass er sich eine eindrucksvolle Schlucht graben konnte.
Die vielen kleineren Austritte der Bistrica-Quelle sind zu einem kleinen Teich mit moosbedeckten Felsen und glasklarem, leicht grün gefärbtem Wasser angestaut. Er liegt in einem verwunschenen Wäldchen und kann auf einem sehr hübschen Pfad umwandert werden. Die Schüttung der Quelle ist sehr unterschiedlich stark, wobei sich das Wasser aber auch nach starken Niederschlägen vergleichsweise wenig eintrübt.
Von dem Wanderparkplatz direkt neben der Quelle führt ein viel begangener Wanderweg in die extrem enge, bis zu 30 Meter tiefe Predaselj-Schlucht (Veliki und Mali Predaselj) mit ihrem intensiv leuchtenden Wasser. Dieser Weg ist wegen seiner grandiosen Felslandschaft allerdings auch dann ein Erlebnis, wenn die Kamniska Bistrica im Hochsommer nur sehr wenig Wasser führt. Vom Ende der Schlucht aus kann man die Wanderung entlang der Kamniska Bela zum 30 Meter hohen Orglica Wasserfall weiterführen, der zu den schönsten der Gegend zählt.
Sein Name stammt von den Adlern, die im Tal der Kamniska Bela ihre Nester haben. Nach Erzählungen soll der Wasserfall so laut gerauscht haben, dass es sich anhörte, als würde jemand auf einer Mundharmonika spielen.
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