
Cividale an der Natisone
Fluss Natisone bei Cividale 
In der Stadt Cividale del Friul trifft man den Fluss Natisone, den man in Slowenien vielleicht schon als Nadiza mit seiner bekannten Napoleonbrücke kennengelernt hat, wieder. Er entspringt an der italienisch-slowenischen Grenze durch den Zusammenfluss der zwei Quellflüsse Rio Bianco (Bela Nadiza).
Besonders romantisch präsentiert sich der Fluss in der uralten Stadt Cividale, die bereits in römischer Zeit an beiden Ufern als "Forum Iulii" gegründet wurde. Als das Langobardenreich im Jahre 776 endgültig durch die Franken besiegt wurde, erhielt die Stadt den Namen Civitas Austriae, was Stadt des Ostens bedeutet, da sie im östlichen Teil des Frankenreiches lag. Daraus entwickelte sich der italienische Name Cividale und der deutsche Name Östrich.
Über den Fluss Natisone führt die Teufelsbrücke, das Wahrzeichen der Stadt. Ihren Namen hat die Brücke von der Entstehungssage. Danach baute der Teufel die Brücke über den reißenden Fluss. Als Lohn sollte er die Seele des Ersten, der sie benutzt, erhalten. Nach der Fertigstellung jagten die Bürger jedoch einen Hund über die Brücke. Am Flussufer ist in den Stein ein Gewölbe eingehauen, das als keltisches Hypogäum, römischer Kerker oder auch langobardisches Gefängnis bekannt ist.
Einen schönen Blick auf Fluss und Stadt hat man von einer Terrasse des Klosters Santa Maria oberhalb seines Steilufers aus. Zu erreichen ist der Aussichtspunkt allerdings nur über das Museum Oratorio di Santa Maria aus dem achten Jahrhundert. Die Kirche war möglicherweise ursprünglich langobardische Pfalzkapelle, weshalb sie auch Tempietto longobardo genannt wird. Ihr Innenraum mit Kreuzgewölbe und tonnengewölbtem dreischiffigem Presbyterium und byzantinisch beeinflussten Stuckverzierungen und Fresken ist für den kunsthistorisch Interessierten durchaus einen Besuch wert.
Den Spaziergang durch das historische Zentrum des Städtchens kann man verbinden mit verschiedenen Stellen, an denen man zum Ufer des hier besonders fotogenen Flusses gelangt. Einen der schönsten Blicke auf Altstadt und Teufelsbrücke bietet die dem Oratorio gegenüberliegenden Seite, so man auf einem Pfad bis zum Fluss hinunterkommt. Östlich des Städtchens bildet der Natisone einige breite Kiesbänke aus, die im Sommer gut besucht sind. Bei niedrigem Wasserstand kann man hier auch von der einen auf die andere Flussseite wechseln.
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Lago di Barcis vor dem Sturm
Lago di Barcis 
Der bis zu 45 Meter tiefe und 0,98 Quadratkilometer große Stausee Lago di Barcis See liegt auf 402 Meter Höhe im Valcellinatal, Provinz Pordenone. Sein Einzugsgebiet beträgt fast 400 Quadratkilometer. Seine heutige Form nahm der See nach dem Bau einer neuen Staumauer im Jahr 1954 an. Bei den Arbeiten wurde ein Meteorit gefunden, der heute im Museum von Belluno zu sehen ist.
Als im Jahr 1906 im Tal der Cellina das erste Wasserkraftwerk errichtet wurde, entstand südlich des Sees die „Vecchia Strada della Valcellina“. Bis in die 1990er-Jahre war sie die einzige Verbindung von Montereale Valcellina nach Barcis. Heute ist das in den Felsen gehauene Sträßchen mit seinen Tunneln nur noch als Touristenattraktion zwischen Mai und September zeitweise für Fußgänger und Fahrradfahrer geöffnet und mit einer Bimmelbahn zu befahren. Es besteht Helmpflicht und es ist ratsam, eine Leuchte mitzuführen. Entlang der Straße besteht auch die Möglichkeit, den Fluss auf einer frei schwebenden tibetanischen Brücke in 55 Meter Höhe zu überqueren.
Die imposante und teilweise extrem enge Schlucht der Cellina steht seit 1996 unter Naturschutz. Sie zeigt alle Merkmale einer stark verkarsteten Landschaft wie Höhlen, Dolinen und eine starke Kolkbildung.
Selbst unter den recht farbenfrohen Gewässern Oberitaliens fällt der Lago di Barcis durch sein milchiges, fluoreszierendes Wasser mit allen Schattierungen zwischen türkisgrün bis hellblau auf. Selbst auf Satellitenbildern sticht der See wie künstlich aus der bewaldeten Umgebung heraus. Bei der Anfahrt von Osten über die SR251 bekommt man ein erstes Mal mit dem Wasser auf der Straßenbrücke wenig nördlich von Montereale Velcellina Kontakt - oder auch nicht, wenn die Speicher kaum noch Wasser haben und die Farbe ihre Leuchtkraft verliert. Verursacht wird die besondere Färbung durch Sedimente, die das Sonnenlicht in besonderer Weise absorbieren, und durch den sehr hellen Lehmboden des Sees.
Ein recht hübscher Weg, den man zu Fuß wie mit dem Rad zurücklegen kann, führt südlich am See entlang. Im Sommer ist der Blick auf den See durch eine dichte Vegetation allerdings stark eingeschränkt. Bei einem ausreichend hohen Wasserstand ist ein besonders schöner Platz die Mündung des Flüsschens Petina, das dem Lago di Barcis aus einem breiten Schotterbecken zufließt.
Folgt man der Straße weiter in westlicher Richtung, so fährt man noch eine ganze Zeit lang an dem sehr schönen Torrente Cellina entlang. Auf der Strecke weiter nach Castello Lavazzo sieht man tief unten auch den Lago del Vajont liegen, der in seiner Farbe dem Lago di Barcis ähnlich ist, allerdings kaum erreichbar in seiner Schlucht.
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Val Raccolana bei E-Werk
Val Roccalana 
Das Val Roccalana bietet konditionsstarken Fahrradfahrern wegen seiner wenig befahrenen Straße entlang des Torente Roccalana mit seinem herrlichen Wasser, wegen einer Vielzahl von Wasserfällen und Quellen eine herrliche Tour, auf der allerdings 840 Höhenmeter auf 17,5 Kilometer bis zum Pass Sella Nevea zu überwinden sind. Besonders schön ist die Strecke im Frühjahr, wenn die Wasserfälle noch stark schütten oder im Herbst, wenn das Laub der umgebenden Wälder ausdrucksstark gefärbt ist.
Unten bei Raccolana empfängt einen bereits eine erste Cascata Rio Repepeit, gefolgt von einem noch schöneren Wasserfall gleichen Namens, dem Wehr eines kleinen Elektrowerks, das den Fluss zu einem kleinen See anstaut, der Cascata Saletto und kurz vor dem letzten Anstieg dicht beieinander der Fontanone Di Goriuda und der Cascata del Goriuda. Wer hier nach den zurückgelegten elf Kilometer und 410 Höhenmetern sowie der Wanderung zur Fontanone mit rund 60 Höhenmetern bereits genug hat, kann sich die letzten kräftezehrenden Haarnadelkurven bis zur Passhöhe auch sparen.
Denn der Höhepunkt der Tour ist eben diese wunderschöne und exponierte Karstquelle Fontanone di Goriuda, die gleich nach ihrem Austritt aus dem Felsen zu einem imposanten, 30 Meter hohen Wasserfall wird: Hier tritt das Wasser wieder an die Oberfläche, das auf der italienischen Seite des Kanin-Massivs versickert. Mit Höhlenführern kann man die Grotten und Höhlen auch besuchen. Auskunft hierzu gibt die Parkverwaltung. Dabei muss man zunächst mit einem Schlauchboot einen unterirdischen See überqueren, um dann weiter einem unterirdischen Pfad zu folgen.
Folgt man der Straße weiter, so gelangt man zum landschaftlich schön gelegenen Lago del Predil (Raibler See), der am besten an seinem nördlichen Ufer anzufahren ist. Im Ort Cave del Predil findet man zwei Museen, die in dem Komplex "Parco Geo-Mineraio" Interessantes zur alten Bergbaugeschichte, Geologie und Militärgeschichte der Gegend zu bieten haben.
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Naturreservat Cavagrande del Cassibile
Naturreservat
Cavagrande del Cassibile 
"Das Naturreservat Cavagrande del Cassibile ist von erheblicher landschaftlicher, anthropologischer, hydrogeologischer, archäologischer und speläologischer Bedeutung. Das Reservat erstreckt sich über 2.700 Ha im Hinterland von Avola, Syrakus und Noto und wird von dem Fluss Cassibile, dem griechischen Kacyparis der Antike, durchflossen, der im Laufe der Jahrtausende eine Reihe tiefer, über 10 km langer Schluchten ausgewaschen hat. Den Vorteil der uneinnehmbaren Felswände und der Nähe des Wassers nutzend, errichteten die Sikuler, die ersten bekannten Bewohner des Ortes, hier zwei Felsensiedlungen, von denen die nördlich gelegene sofort bei Herabblicken vom Belvedere sichtbar ist, während die südliche in der Felswand fast gegenüber liegt. Die erste Siedlung stammt aus dem 11./10. Jh. v. Chr. und zeigt Hunderte von Höhlengräbern sowie ebenfalls in den Fels gehauene altchristliche Hypogäen, die auf sechs parallelen Ebenen nebeneinander liegen. Am Grund des Tales ist ein komplexes System kleiner Wasserfälle und natürlicher, mit kühlem, klarem Wasser gefüllter Becken („uruvi“ genannt) entstanden, deren schönste von der Aussichtsterrasse in Avola Antica aus zugänglich sind. Der Talgrund ist in 30 Minuten zu Fuß zu erreichen, man kann auf demselben Weg zurück gehen oder aber in der Nähe des Staudammes die Treppen nehmen; der Weg führt auch weiter zu der Felsensiedlung Dieri. Wer diesen faszinierenden Ort genauer erkunden möchte, der kann auf den Weg, der in halber Höhe an den Felswänden entlang führt, noch einige Kilometer weiter in Richtung auf die Quelle des Cassibile vordringen und schließlich in der Contrada Prisa ankommen, wo sich das Staubecken eines Elektrizitätswerkes befindet: Unterwegs werden Sie immer unberührtere Gegenden vorfinden, bestanden mit duftenden Kräutern (Salbei, Thymian, Bergminze, Raute und Oregano) und anderen spontan wachsenden Pflanzen (Stechwinde, Efeu und Brombeere), die Lichtungen schaffen, welche nur für erfahrene Wanderer zugänglich sind. Auf diesem Weg ist auch die südliche Felsensiedlung erreichbar; ebenfalls kann man auf fast zugewachsenen Wegen bis zum Fluss hinunter steigen; hier ist jedoch Vorsicht geboten, da sie sehr steil und unwegsam sind."
Tatsächlich gelten die viel gepriesenen und umworbenen "Cavagrande del Cassibile" als eines der touristischen Highlights auf Sizilien und dieser wie viele andere Einträge im Netz mögen unter besten Voraussetzungen auch zutreffen.
Vorgefundene Realität im Mai 2018: Am Parkplatz zum Abstieg von Süden her (36.967648, 15.094026) ein ganzer Pulk frustrierter Touristen. Weg gesperrt. Ebenfalls gesperrt der weiter östlich gelegene, steilere Abstieg (36.963664, 15.108519). Auch der Versuch, von Norden her (36.976935, 15.094789) hinunter zu steigen, ein Flop. Da kamen bereits einige Fahrzeuge entgegen und warnten weiterzufahren, weil auf irgendeinem Gehöft ein freilaufender Köter ausgerastet sei und Autos nicht nur anspringe, sondern auch verfolge. Auf unseren Fahrrädern und nach einschlägigen Erfahrungen mit sizilianischen Hofhunden nahmen wir also gerne Abstand von einer Weiterfahrt.
Das war's dann also mit den Cavagrande del Cassibile …
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Eingang zum Gole di Tibero
Gole di Tiberio 
Der in etwa 100 Meter Höhe gelegene Gole di Tiberio (auch Schluchten der Pollina; auf Sizilianisch 'u Mirìcu) ist eine kleine, aber sehr beeindruckende natürliche Schlucht beim Ort Pollina, etwa Zehn Kilometer entfernt von der Mündung des Flusses ins Tyrrhenische Meer. Als Karstfluss führt die Pollina normalerweise glasklares Wasser. Nach starken Regenfällen wird er allerdings reißend und führt große Mengen an Sedimenten mit sich.
Die Schlucht zieht sich mit bis zu 50 Meter hohen Wänden rund 450 Meter weit durch das karstige Gestein. Die Felsen sind vom Wasser zu bizarren Formen mit großen Kolken ausgewaschen und glattpoliert. In Spalten und Rissen nisten zahlreiche Vögel und mit etwas Glück findet man Einschlüsse von Fossilien, insbesondere von Gastropoden.
Die ersten 100 Meter der Schlucht können bei niedrigem Wasserstand zu Fuß durchwatet werden. Danach folgt ein besonders beeindruckender Abschnitt, der wegen der Tiefe des Wassers nur mit einem Boot zurückgelegt oder durchschwommen werden kann. Hier liegt auch ein großer Felsbrocken in der Schlucht, von dem erzählt wird, dass er von Räubern als Versteck für einen legendären Schatz benutzt worden sei. Im letzten, ungefähr 100 Meter langen Abschnitt breitet sich der Fluss aus, so dass er fast den Charakter eines Sees annimmt.
Die Schlucht ist als Teil des Geoparks Madonie, der einige Karstgebiete auf Sizilien umfasst, in ein Europäisches Geopark-Netzwerk eingebunden und geschützt.
Besonders sympathisch ist der Gole di Tiberio dadurch, dass er weit weniger touristisch überlaufen ist als vergleichbare Plätze, etwa die Schlucht des Alcantara. Wenn man die Pollina mit klarem Wasser erlebt und die Möglichkeit zu einer Bootsfahrt hat, so hinterlässt er sicher einen tiefen Eindruck.
Die Schlucht lässt sich auf einem engen Sträßchen anfahren, das von der SP60 abzweigt (37.956606, 14.160142). Wohnmobile stellt man am besten hier oben ab und geht den sehr hübschen Weg ein paar hundert Meter hinab zu einem Freizeitareal oberhalb des Eingangs zur Schlucht. Etwa 150 Höhenmeter geht es insgesamt hinunter in die Schlucht, davon die letzten auf Treppen. Auch hier, nahe seiner Nordküste hat Sizilien einen sehr gebirgigen Charakter.
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