Suhadolca-Quelle am Strzen

 

 

  Cerknisko Jezero Höhlen Koordinaten

 

 

Zu erreichen sind die vier Höhlen im nordwestlichen Bereich des Cerknisko Jezero, die alle zu Füßen der umgebenden Berge am Seeufer bzw. dem Ufer des Flusses Strzen liegen, prinzipiell über einen etwa vier Kilometer langen Pfad, der sie verbindet. Drei der Höhlen sind Schlundhöhlen, die ihr Wasser teilweise dem grandiosen, nur etwa drei Kilometer entfernten Einsturzgebiet von Rakov Skocjan zuführen. Die südlichste Suhadolica Jama, die auf gleicher Höhe liegt wie die anderen, fungiert hingegen als Quelle.

Am besten beginnt man den Weg (45.761815, 14.360488) bei der Insel Goricica. Der Pfad, der zunächst nach Nordwesten und dann nach Norden führt, kann nur bei Niedrigwasser begangen werden, stellt sich nach jedem Hochwasser anders dar und verwildert umso mehr, je näher man den großen Schlundhöhlen am nordwestlichen Seeufer kommt. Auf Karten ist der Weg allenfalls fragmentarisch eingetragen. Die Orientierung ist allerdings nicht schwierig, da man im Prinzip immer nur am Fuß der Hügel entlanggehen muss. Traut man sich den Weg zu, so ist es jedenfalls empfehlenswert, Taschenlampe und Gummistiefel im Gepäck zu führen und lange Kleidung zu tragen. Auch empfiehlt sich in diesem Fall die Mitnahme eines Smartphones, mit dem man auf dem Satellitenbild jederzeit die eigene Lage bestimmen kann. Der Empfang ist hierfür im gesamten Bereich der Wanderung ausreichend.

Als erstes gelangt man auf noch ordentlichem Weg nach etwa einen Kilometer zur Suhadolica Jama aus der bei Niedrigwasser Wasser austritt. Auch in ihrem Umfeld finden sich im Ried des noch verbleibenden Rest des Cerknisko Jezero schöne Tümpel, aus denen unterirdisch Wasser austritt. Geht man von hieraus noch etwa 0,5 Kilometer weiter, so führt der Pfad nach rechts durch den Strzen. Zweigt man hier ab, so gelangt man nach gut einem Kilometer auf den Parkplatz Dolenje Jezero (45.773014, 14.357479), von dem aus man auf guter Straße den Weg zurück zum Ausgangspunkt nehmen kann. Diese etwa 4,5 Kilometer lange Wanderung weist keine besonderen Schwierigkeiten auf.

Geradeaus führt der Weg am linken Ufer des Strzen zu den drei bekanntesten Höhlen, die im äußersten Nordwesten des Sees liegen: zunächst der Svinjska Jama , gefolgt von der Mala Karlovica und schließlich der nördlichsten und größten, dem Schlundloch Velika Karlovica. Dabei wird der immer mehr durch Ried und Gehölz erschwerte Weg ein landschaftlich zwar grandioses, aber doch etwas abenteuerliches und mühsames Unterfangen also.

Will man sich nicht am Seeufer entlangschlagen, so sind die Höhlen auch von einem sehr guten Forstweg aus zu erreichen, der etwa 40 Meter über dem See führt. Allerdings sind die Abgänge nach unten nicht leicht zu erkennen und auch hier die Wege unmarkiert. Der bessere Weg führt vorbei an der Burgruine Karlovec hinab zur Mala Karlovika und Svinjska Jama. Am Abzweig (45.774273, 14.322884) steht eine Infotafel zur "Grad Karlovac", wonach hier in der Nähe nach der Volkssage vor alten Zeiten die Burgfrau mitsamt ihrem Gespann von einer einstürzenden Höhle begraben wurde.

Der Abzweig zur Velika Karlovica ist ebenfalls durch eine kleine Infotafel markiert, der Weg vorbei an einem Forsthaus hinab zur Höhle ist aber noch stärker eingewachsen. Unten findet man dann ein starkes Sperrwerk vor dem Schlundloch, dieses größten Abflusses des Cerknisko Jezero, das verhindern soll, dass Baumstämme und Treibgut eingespült werden und den Wasserabfluss behindern. Auch an anderer Stelle wird versucht, an Schluckhöhlen und Ponoren Treibgut abzusondern, um zu verhindern, dass sich Engstellen in den unterirdischen Höhlengängen weiter verschließen und der Wasserspiegel des Sees so noch weiter ansteigt.

Von allen am besten ist die Suhadolica Jama vom Forstweg aus zu erreichen. Der Abzweig ist ebenfalls durch eine Infotafel zu erkennen und der Weg in diesem Fall recht gut gangbar.

Da die geschilderten Annäherungen an die drei nördlichen Schlucklöcher beschwerlich und für den Normaltouristen wenig geeignet sind, soll hier auch noch als Alternative genannt werden, den Weg im Winter zu gehen, wenn der Boden gefroren ist, oder sich ein Kanu zu mieten, mit dem man die Schwinden bequem auf dem Fluss erreichen kann.