Hintersteiner See am Wilden Kaiser

 

 

  Hintersteiner See Koordinaten

 

 

Der Hintersteiner See ist ein 55 ha großer, bis zu 35 m tiefer Gebirgssee im Naturschutzgebiet Wilder Kaiser südöstlich von Kufstein. Er ist während der letzten Eiszeit entstanden und liegt auf einer Höhe von 882 m ü. NHN. Der Hintersteiner See ist in Besitz der Tiroler Wasserkraft AG und wird zur Elektrizitätsgewinnung genutzt. Der abfließende Seebach mündet im Scheffauer Tal in die Weißache, die ihrerseits nach Westen dem Inn zufließt.

Da er aus unterirdischen Quellen gespeist wird, deren Wasser aus nordöstlicher Richtung aus dem Wilden Kaiser zufließt, hat der Hintersteiner See kristallklares und kaltes Wasser mit einem leicht türkisfarbenen Schimmer. Diese Färbung ist charakteristisch für Karstgewässer.

Der See kann von einem Parkplatz (47.542778, 12.223002) aus auf einem herrlichen Weg umrundet werden, der für Fahrzeuge gesperrt ist. In der Nähe des Parkplatzes ist auch ein Badeplatz ausgewiesen.

Um den See ranken sich viele Sagen und Mythen, etwa diese: "Es hätten die reichen Hintersteiner Bauern einen heftigen Streit um eine Quelle gehabt und hätten einmal selbst am Antlaß-Feierabend den ganzen Tag gestritten und geschimpft und zuletzt zur Rosenkranzzeit gar noch gerauft. Wie am anderen Tage in aller Früh die gemeinsame Sennerin der Bauern, ein rechtschaffenes, frommes Ding, dem die Streiterei schon lange zuwider gewesen, auf die Heimötz, melken geht, sieht sie vor dem Hause eine kleine Wasserlacke, wo sonst nie eine gewesen. Sie meint, es haben Nachbarbuben ihr wegen des Unfriedens einen Spott antun wollen, und geht auf den Berg. Da hört und sieht sie ihre Kühe nicht. Nach langem Suchen erst geht eine verlorene Glocke her und den frischen Trittspuren folgend, findet sie zu ihrer Verwunderung die Kühe in einer Grube beisammenhocken. Sie melkt geschwind und eilt heim, um in die Kirche zu gehen. Wie sie aber über den Berg hinschaut, steht sie nur mehr das Dach eines Hauses aus dem Wasser herausschauen. Sie stellt die Milchbutten nieder, läuft in die Kirche und jammert den Leuten vor, sodaß man sie für verrückt hält. Als man aber inne wird, daß von den drei Bauernhäusern niemand in der Kirche ist, geht man schauen und überzeugt sich von der Richtigkeit ihrer Aussage."