Gleinkersee Rettenbach

 

 

   Gleinkersee Koordinaten

 

 

Der Gleinkersee ist ein 600 m langer und 400 m breiter Gebirgssee, der auf 806 m ü. NHN am Nordrand des Toten Gebirges im Gemeindegebiet von Spital am Pyhrn liegt. Der Abfluss erfolgt über den Seebach zum Fluss Teichl. Der See ist das Relikt eines kleinen Gletschers, der sich hier vor etwa 20.000 Jahren erstreckte und in das weiche Flyschgestein zwischen Felswänden aus hartem Dolomit grub. Der Name des Sees stammt vom Stift Gleink bei Steyr, in dessen Besitz der See seit dem Jahr 1125 war. Heute befindet er sich im Besitz der Österreichischen Bundesforste, die Ufer sind teilweise in Privatbesitz.

Der bis 24,5 m tiefe See hat im westlichen Teil einen Trichter, der bis in eine Tiefe von 125 m reicht. Da der See nur unwesentliche oberirdische Zuflüsse hat, wird ihm der größere Teil seines Wassers vermutlich von unterirdischen Karstquellen zugeführt. Die schwache Durchflutung und windgeschützte Lage ermöglichen eine rasche Erwärmung der oberen Wasserschichten und hohe Wassertemperaturen. Dies begünstigt nicht nur das Baden, sondern auch das zeitweise Auftreten von Algenblüten.

Der See ist reich an Fischen. Neben Zander, Barsch, Saibling, Rotfeder, Forelle und Hecht gibt es wegen der relativ warmen Temperaturen des Wassers auch Karpfen. Während die recht seltene Flussperlmuschel im See bis heute zu finden ist, wurde die Krebspopulation durch eine 2006 eingeschleppte Krebspest zerstört. Durch Neubesatz versucht man, wieder eine stabile Krebspopulation aufzubauen.

Der Trichter im See entstand einer Sage nach, als die Mönche des Stiftes Spital zu Kriegszeiten versuchten, ihre Schätze in Sicherheit zu bringen und sie im See versenkten. Als sie später versuchten, den Schatz wieder zu bergen, hatte sich der Seegrund an dieser Stelle jedoch gesenkt und niemand konnte den Schatz mehr erreichen.

Der See lässt sich in einer flachen, etwa 3,5 km langen Wanderung mit herrlichem Bergblick umrunden. Sehr schön ist auch eine Rundwanderung über den Waldweg Gleinkersee bis zum Pießling Ursprung.