Radovnawasser

 

 

    Radovna Koordinaten

 

 

Das Tal der Radovna liegt zwischen den beiden Hochplateaus Mezaklja und Pokljuka mit ihren waldreichen Hängen und ist Teil des Triglav-Nationalparks. Der Wasserzufluss kommt überwiegend aus dem Triglav-Gebiet, wo Kotarica und Krmarica (benannt wie die Täler Kot und Krma) mit ihren Zuflüssen zuerst versickern, dann wieder in zahlreichen kleinen Quellen austreten, die zum Fluss Radovna zusammenfließen. Etwa 17 Kilometer nach diesem Quellbereich mündet die Radovna bei Moste in die Sava Dolinka.

Die zwei Trogtäler von Krma und Kot-Tal gehören zusammen mit dem Tal der Radovna zu den landschaftlich schönsten Alpentälern in Slowenien. Das verdanken sie nicht nur dem glasklaren, naturbelassenen Wildfluss, sondern den herrlichen Blumenwiesen und Bergkulissen, die ihn umgeben. Um das Gebiet vor den Auswirkungen des Massentourismus zu schützen, seine Ruhe und herrliche Naturlandschaft zu bewahren, unterliegt es einigen Einschränkungen, die durch Ranger des Naturparks kontrolliert werden. Etwa ist Camping in jeder Form dort streng untersagt. 

Einer der eindrucksvollsten Abschnitte der Radovna ist sicherlich die wilde, 1.600 Meter lange Vintgarklamm, wo sich die Radovna zwischen den Hügeln Borst und Hom tief in den Felsen eingegraben hat. Am Ende der Schlucht liegt der malerische und eindrucksvolle 16 Meter hohe Wasserfall Sum, der höchste Flusswasserfall Sloweniens. Im Sommer ist die Schlucht allerdings mitunter so überlaufen, dass schon die engen Zufahrtswege überlastet sind und nur schwer ein Parkplatz zu finden ist. Zumal wenn man mit Wohnmobil unterwegs ist, sollte man die Schlucht deshalb außerhalb der Saison besuchen.

Zu jeder Jahreszeit empfehlenswert ist der überaus schöne Rad- und Wanderweg, der am Fluss entlang durch Radovnatal nach Westen führt. Er bringt dem Besucher auf zehn Infotafeln das interessante Kulturerbe der Gegend näher, etwa eine alte Mühle (46.430444, 13.962430) oder das kleine, aber lohnenswerte ethnologische Museum in Zgornja Radovna (46.424472, 13.937249). 

Neben dem idyllischen Flusslauf liegt der See Kreda (46.416637, 13.991832) und ein wenig abseits die Quelle der nur etwa 300 Meter langen Lipnika (46.384541, 14.026775), die auf 640 Meter Höhe entspringt, und zu der ein markierter Pfad von der Straße abgeht (46.385936, 14.030512). Bei ausreichendem Wasserstand ist der kurze Abstecher zu der idyllischen, aus bemoosten Felsen austretenden Quelle durchaus lohnenswert. Wandert man von hier knapp einen Kilometer am rechten Ufer weiter nach Nordwesten, so findet man ein besonderes Kleinod, das auf keiner Karte verzeichnet ist: einen namenlosen Quellsee (46.390467, 14.019017), nur wenige Meter vom Fluss entfernt. Möglicherweise handelt es sich um ein Toteisloch, das mit dem Grundwasser in Kontakt steht und dem Fluss im Frühjahr und nach Starkregen nennenswerte Wassermengen zuführt. Im Sommer liegt es dann wie ein kreisrundes Auge inmitten herrlicher Blumenwiesen und der Abfluss ist trocken.

Ist man mit dem Rad unterwegs, so kann man die Tour durch das Radovnatal, die man am besten im Ort Krnica beginnt (46.378509, 14.053480), über einen zweiten, besonders hübschen Natursee namens Kreda (46.448884, 13.928511) bis zum eindrucksvollen Pericnik Wasserfall (46.438630, 13.895573) im Tal der Triglavska Bistrica fortführen. Eine Rundtour zurück über das Tal der Sava Dolinka ist wenig reizvoll, da es dort keinen durchgehenden Radweg gibt. Fährt man die gleiche Strecke vom Wasserfall durch das Tal der Radovna zurück, so beträgt die Länge des Weges insgesamt etwa 40 Kilometer bei rund 500 Metern Anstieg.

Nicht nur von Wanderern und Radfahrern wird der Wildbach Radovna geschätzt, sondern auch von Kajakfahrern und Fliegenfischern.