Blaue Quelle

 

 

  Blaue Quelle Koordinaten

 

 

Die Quelle liegt in einer Höhe von 471 m ü. NHN rund 300 m südöstlich des Erler Passionsspielhauses. Sie speist einen Quellteich, der ihr mit seiner klaren und tiefblauen Farbe den Namen gegeben hat. Der sandige Boden ist mit Armleuchteralgen bewachsen. Der Teich ist von einer Baumgruppe aus Rosskastanien, Buchen, Eichen, Eschen, Linden und Birken umgeben. Quelle, Teich und Baumgruppe wurden 1926 als erstes Objekt in Tirol zum Naturdenkmal erklärt. Das Wasser fließt über den Mühlgrabenbach in den Trockenbach, der nach rund einem Kilometer in den Inn mündet.

Seit 1992 befindet sich an der Blauen Quelle eine Quellmessstelle des Hydrographischen Dienstes Tirol. Typisch für eine Karstquelle steigt die Wasserführung bei Niederschlägen rasch an. Die mittlere Quellschüttung beträgt 751 l/s (Reihe 1992–2010), das Minimum 291 l/s (gemessen am 9. Jänner 1999), das Maximum 2.132 l/s (11. Juli 2005). Auffällig ist im Gegensatz dazu die geringe Schwankung der Wassertemperatur um nur 0,2 °C, sie beträgt nahezu konstant 8,1 °C. Auch die Leitfähigkeit variiert nur relativ gering um den Mittelwert von 581 μS/cm. Die geringe Schwankung von Temperatur und Leitfähigkeit deutet auf einen hohen Anteil von Tiefenkarstwasser hin.

Die Quelle ist in 3 Minuten Fußweg von einem Parkplatz direkt an der Straße her zu erreichen. Wer sie besucht, sollte auch einen Blick in den angrenzenden Mühlbach direkt beim Parkplatz werfen, der sich durch außerordentlich klares Wasser und schönen Pflanzenwuchs auszeichnet.

Der Besuch der Quelle lässt sich gut mit einer Strecke auf dem nahegelegenen Innradweg verbinden, auf dem sich entweder nach Süden hin in 14 km die Grenzstadt Kufstein erreichen lässt oder nach Norden in 25 km die Stadt Rosenheim.

Oder man folgt dem etwa 1 km langen Weg an den Passionsspielhäusern Erl vorbei zu dem sehr hübschen Erler Wasserfall am Trockenbach.

 

Übersichtskarte