Silberbrünnl

 

 

  Silberbrünnl Koordinaten

 

 

Der besondere Reiz des Silberbrünnls mit seinen sieben kleinen Quellen liegt in der Komposition des wunderschönen Feuchtbiotops, das sein glasklarer Bach nach der Quelle etwa 500 Meter weit durchfließt. Dann tritt er aus dem Wald in offene Landschaft und wird sogleich aus seinem silbrig glitzernden Bett in ein Rohr verbannt, "wegrationalisiert". Nachdem er noch einmal an die frische Luft entlassen wird, mündet er in den Krebsbach, ein Name der für hohe Wasserqualität steht - oder zumindest in Zeiten vorindustrieller Landwirtschaft dafür gestanden hat. Dieser Krebsbach mündet nach einigen Kilometern bei Walchshofen in die Paar.

Seinen Namen hat der Silberbrünnlbach im Wald zwischen Hollenbach und Aichach vom Glimmerschiefer aus der oberen Süßwassermolasse, der sich auf Sand und bunten Kieseln im Bachbett ablagert.

Für viele ist dieses 500 Meter Silberbrünnl-Biotop mit den zahlreichen Quellen und Tümpeln ein mystischer Ort, ein Ort an dem die Welt noch in Ordnung zu sein scheint. Hier kann man nicht nur aus der Quelle, sondern ein wenig unterhalb auch aus dem Bach selber trinken. Die zahlreichen Trinkbecher, die an einem Baum hängen, belegen die Freude der Fangemeinde des Silberbrünnls über solchen "Luxus".

Seit 1971 ist das Hochmoorgebiet am Silberbrünnl Landschaftsschutzgebiet. Zu danken ist das vor allem der Initiative von Konrad Mitterhuber, der seinerzeit die Ortsgruppe der Aichacher Naturfreunde leitete. Die heutigen Grubetfreunde haben sich weiterhin dem Schutz dieses Kleinods verschrieben und mähen das Hangquellmoor am Silberbrünnlbach jedes Jahr schonend von Hand.

Hinweisschilder, die zum Schutz des Biotops auffordern, verstehen sich da wie von selbst. Viele der Pflanzen, die hier wachsen, wie Türkenbund, Sibirische Schwertlilie, Wollgras, Sumpf-Glanzkraut oder fleischfressende Pflanzen wie Sonnentau und Fettkraut sind gefährdet, teilweise vom Aussterben bedroht. So schön es ist, dies Gebiet in aller Ruhe zu erkunden, so sollte man sich doch immer auf den ausreichend vorhandenen Wegen halten, von denen aus man schöne Einblicke in diese vielfältige Naturlandschaft bekommt.

Am schnellsten ist das Silberbrünnl-Biotop von einer Parkmöglichkeit am großen Solarfeld (48.474527, 11.095828) nahe Oberbernbach zu erreichen. Der Weg ist ausgeschildert. Durch das Gebiet selbst führen einige Wege, die man alle erkunden sollte. Jeder von ihnen bietet neue Überraschungen.