Schwindequelle

 

 

     Schwindequelle Koordinaten

 

 

Ein Naturwunder des Naturparks Lüneburger Heide ist die Schwindequelle, die aus dem sandigen Boden am Fuß einer eiszeitlichen Endmoräne austritt. Nicht nur ist sie mit einer Schüttung von 60 l/s nach der Rhumequelle im Harz die zweit wasserreichste Quelle Niedersachsens. Beeindruckend ist sie vor allem durch die - für deutsche Quellen - einzigartige Buntheit ihres Tümpels und durch ihre zahlreichen kleinen Sandfontänen, deren unablässiges Spiel einen bannt.

Die rötliche Farbe rührt von Eisenoxiden her und setzt sich im direkt benachbarten Schwindebach noch fort, während das intensive Türkis in diesem Fall weniger durch im Wasser selbst gelöste Elemente als durch abgelagerte Manganoxide verursacht ist. 

Das Quellwasser hat eine ständige Temperatur von ca. 9 ºC und friert auch im Winter nie zu. Wenige Meter nördlich des Tümpels befinden sich noch einige Sickerquellen, wodurch ein kleiner Sumpf im waldigen Gelände entsteht, der Tieren auch im Winter einen zuverlässigen Wasserzugang bietet.

Die Schwindequelle steht seit 1936 unter Naturschutz. Von einem nahen Parkplatz aus ist das Quellterrain über einige Stufen und einen Bohlenweg gut zu erreichen.

Unscheinbar ist dem gegenüber die nordwestlich gelegene Quelle des Schwindebachs. (53.142127, 10.076316), eine Wanderung dorthin in einiger Entfernung zum Bachlauf ist landschaftlich aber recht hübsch.

Schön ist auch eine Radtour ein Stück weit am Fluss Luhe, in den der Schwindebach mündet. Man kann die Route so wählen, dass sie auch an den Kieselgurteichen südlich der Schwindequelle vorbeiführt. Hier wurde ehemals das "weiße Gold der Heide" abgebaut, mittlerweile sind die von Wald umstandenen Gruben aber mit Wasser befüllt und von der Natur zunehmend wieder zurückerobert. Besuchen kann man auch die Soderstorfer Nekropole am Windbruch und bei der idyllischen Wassermühle Wohlenbüttel vorbeischauen.