Schutterquelle

 

 

   Schutterquelle Wellheim Koordinaten

 

 

Die Schutter ist ein 32 km langer linker Nebenfluss der Donau mit nur 27 m Gefälle. Dennoch trieb der Fluss, der in früheren Zeiten oft starkes Hochwasser hatte, ehemals 22 Mühlen an. In den 1920er-Jahren kam es dann zu Flussbegradigungen und Entwässerungsmaßnahmen, die dem Fluss, so viel Wasser entzogen, dass der Mühlenbetrieb aufgegeben werden musste.

Die Quellen der Schutter entspringen im Urdonautal auf etwa 395 m ü. NHN am Fuße des Galgenberges bei Wellheim. Diese Weißjura-Karstquelle mit einigen Quelltöpfen ist nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Quelle bei Elzach im Schwarzwald, die dem Flusssystem des Rheins angehört. Der Name Schutter leitet sich vom keltischen "scutar-a = sandig, schlammiges Gewässer" ab.

Die ersten Ursprünge der Schutter liegen eigentlich in einigen Sickerquellen etwa 2 km östlich und 80 m höher um den Johannisgraben herum. Die Quelltöpfe, die als eigentliche Schutterquellen bezeichnet werden, hat man im Rahmen einer Renaturierungsmaßnahme 2007 wieder freigelegt.

Der Galgenberg ist als Relikt der Urdonau der einzige "Umlaufberg" im Bereich des Donau-Altmühl-Tals. Durch einen Durchbruch verkürzte die urzeitliche Donau ihren Lauf und ließ östlich des Berges ein Altwasser zurück.

Die Quelle ist von einem nordwestlich gelegenen Wanderparkplatz aus in einem kleinen Spaziergang zu erreichen. Lohnend ist eine sportliche Tour auf den nordwestlich gelegenen Felskränzen und Klippen, die ebenfalls an diesem Parkplatz beginnt und auf der man immer wieder eine schöne Sicht auf die Quelle zu Füssen des Galgenberges hat. Dieser sog. "Oberlandsteig" ist eine seilversicherte, nicht allzu schwierige Tour, für die man allerdings entsprechende Alpinausrüstung benötigt und einen Schutzhelm tragen sollte.

Kommt man im März oder April hierher, so sollte man nicht den Ausflug zur oberen Schutterquelle (48.831769, 11.117952) verpassen. Sie selbst ist zwar unspektakulär, in zwei nahen Teichen spielt sich aber ein eindrucksvolleres Spektakel ab, das man schon von weitem hören kann: die Froschhochzeit.