Große Rehquelle

 

 

 Quellgebiet des Flusses Hase Koordinaten

 

 

Die Hasequelle, die "Schwarze Welle" (auch Almaquelle) als etwa 1 km westlich gelegene Nebenquelle, die große Rehquelle, die kleine Rehquelle und der blaue See mit seinen Quellaustritten sind Teil des Natur- und Geoparks TERRA.vita im Teutoburger Wald. Dieses sehr großräumige Gebiet als Zusammenschluss teilweise bereits fast 100 Jahre alter Schutzgebiete wurde als erstes deutsches Mitglied Teil des weltweiten Geopark-Netzwerkes und erhielt schließlich auch die Auszeichnung als UNESCO Global Geopark.

Eine der Voraussetzungen hierfür war das Vorhandensein sehr außergewöhnlicher und vielfältiger geologischer Verhältnisse. Die oben genannten Wässer liegen auf einer Höhe zwischen 150 und 170 m ü. NHN und sind durch den Karstcharakter des Gesteins geprägt. Am deutlichsten wird dies bei den Sinterterrassen (52.143299, 8.224878) oberhalb des Wanderparkplatzes an der Rechenbergstraße (52.141258, 8.222150) und beim Blauen See mit seinem klaren und charakteristisch gefärbten Wasser. Alle Quellen entwässern über die etwa 170 km lange Hase, den prägendsten Fluss im Natur- und Geopark TERRA.vita und das bedeutendste Nebengewässer der Ems.

Der stärkste Wasseraustritt im Quellgebiet der Hase ist die im Wald gelegene Almaquelle mit ihrem kleinen Quelltümpel. Die Quellbereiche bieten Pflanzen und Tieren, die einen hohen Anspruch an ihre Umwelt stellen, einen Lebensraum. Larven von Feuersalamandern und Steinfliegen profitieren von dem klaren, sauerstoffreichen Wasser. An den feuchten Ufern gedeihen Milzkraut und Schlüsselblume. Das gesamte Gebiet steht als FFH-Gebiet unter Naturschutz.

Am schönsten präsentiert sich der kleine Blaue See, dem sein stark kalkhaltiges Wasser aus mehreren Karstquellen zugeführt wird. Je nach Jahreszeit und Lichteinfall präsentiert er sich unterschiedlich klar und in unterschiedlichen Färbungen.

In Norddeutschland ein recht seltenes Naturschauspiel sind die Terrassen aus Kalksinter, die zwar nicht mit denen in "klassischen" Karstgebieten wie etwa der schwäbischen Alb oder gar dem Balkan mithalten können - aber immerhin sind sie die am besten ausgeprägten ihrer Art in Niedersachsen. Sowohl der Ablauf der großen wie kleinen Rehquelle bildet sie aus. Am besten zu sehen sind die aber von einer Aussichtsplattform oberhalb des Parkplatzes an der Rechenbergstraße aus, zu der ein kurzer Weg hochführt.  

Die einzelnen Sehenswürdigkeiten sind durch gute Wanderwege mit mäßigen Steigungen verbunden, die auch mit dem Rad zurückgelegt werden können. Unterwegs finden sich zahlreiche Weghinweise und einige Infotafeln. Sollte man eine Wanderung planen, so bietet sich an, die große Rehquelle, den blauen See und die Sinterterrassen anzusteuern.