Stadtwallpark Mühldorf

 

 

  Mühldorfer Quellenwanderung Koordinaten

 

 

Vom Gebirge kommend, hat sich der Inn auf lange Strecken tief in die Moränen der Eiszeiten gegraben und vor seiner Begradigung hohe Prallhänge geschaffen. Vor allem am Fuß dieser Steilhänge treten zahlreiche Quellen aus, die von Grundwasserleitern gespeist werden. In Mühldorf sind einige dieser Quellen an dem hübsch gestalteten Stadtwallpark und etwas unterhalb direkt an den Ufern des Flusses gut zugänglich. Sie lassen sich zu einem Spaziergang durch die reizvolle alte Innstadt verbinden.

Als Ausgangspunkt wählt man beispielsweise den Parkplatz am Stadtwallpark. Dort hält man sich auf dem Weg, der zwischen den Teichen und dem Hang entlangführt. Im Frühjahr ist das Wasser der künstlich angelegten Teiche glasklar und man sieht zahlreiche Kaulquappen zwischen den noch frischen Wasserpflanzen schwimmen. An einigen Stellen weisen aufsteigende Gasblasen auf Wasseraustritte hin, deren stärkster am Kneipp-Tretbecken (48.244167, 12.524900) zu beobachten ist, wo das Wasser unter Druck austritt. Direkt daneben ist auch ein kleiner Brunnen gefasst.

Weiter führt der Weg vorbei am ehemaligen Wasserschloss, in dem das Wasser früher für die Trinkwasserversorgung gesammelt und aufbereitet wurde. Die nächsten Wasseraustritt unterhalb eines Hauses (48.244517 12.523267) und direkt am Weg (48.244533 12.522750) werden in einer kleinen Ablaufrinne gesammelt. Die stärkste der Quellen ist etwas oberhalb eines Teiches (48.244233 12.521533) zu sehen und eine großflächige Aussicherung, die den Ursprung des Quellbaches bildet, hinter dem Anbau des Finanzamtes (48.243817 12.520167).

Ganz in der Nähe dieses Quellhorizonts, der sich aus einem Grundwasserleiter speist, wird inmitten der Altstadt ein starker artesischer Brunnen mit Wasser ganz anderen Ursprungs von einer Brauerei genutzt. Solche artesischen Quellen finden sich auch etwa 800 Meter Luftlinie entfernt im Wald bei Annabrunn am südlichen Ufer des Inns.

Nach einem Spaziergang durch die Altstadt bekommt man am Inn zwei weitere Quellen zu sehen, die insofern eine Besonderheit darstellen, als sie direkt aus den sandigen Uferbänken des Flusses austreten (48.235067 12.527650 und 48.237600 12.527200) und zumeist wieder im Sand versickern, noch bevor ihr Wasser den Fluss erreicht.

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, kann man den Spaziergang mit einem Besuch der Museumsbrauerei Steer verbinden, bei dem man interessante Informationen auch zum Mühldorfer Wasser bekommt.