Quellaustritt Kleine Lauter

 

 

  Lauterquelle und Lautertal Koordinaten

 

 

Der Lautertopf, dem die Kleine Lauter entspringt, liegt auf 532 m ü. NHN in Lautern, einem Ortsteil von Blaustein. Die Quelle hat eine mittlere Schüttung von 600 Litern pro Sekunde und ist damit eine der stärksten der Schwäbischen Alb. Das ausströmende Wasser fließt in zwei Armen aus dem Quelltopf, die sich nach einigen Metern wieder vereinen. Die Kleine Lauter mündet bei Blaustein-Herrlingen in die Blau.

Neben der Quelle befindet sich die alte Pumpstation, die bereits 1873 mehrere Gemeinden mit Trinkwasser versorgte. Das Ensemble des alten Wasserwerks, das bis 1976 in Betrieb war, wurde unter Denkmalschutz gestellt. In nächster Umgebung gibt es auch mehrere historische Gebäude.

Da die Karstquelle direkt hinter einem Gasthaus liegt, ist sie leicht zu erreichen. Empfehlenswert ist, ihren Besuch mit einer Wanderung durch das etwa 5 km lange und landschaftlich sehr schöne Tal der Kleinen Lauter zu verbinden, das 1995 als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde.

Es ist mit einer Größe von 280 ha das zweitgrößte im Alb-Donau-Kreis und zeichnet sich aus durch steile felsdurchsetzte Hänge mit naturnahen Waldbeständen, artenreichen Halbtrockenrasen und Steinschuttfluren. Auch das Vorkommen zahlreicher gefährdeter Tier- und Pflanzenarten macht das Gebiet schützenswert. Der Schutzzweck dient vor allem der Erhaltung der Wacholderheide, der äußerst vielfältigen und seltenen Flora und Fauna, der Trocken‑ und Halbtrockenrasen und der Erhaltung der Felsstandorte.