Kaltenbachquelle

 

 

   Kaltenbachquelle Koordinaten

 

 

Der Kirchsee unter Kloster Reutberg und die Kirchseefilzen sind das Relikt des Zungenbeckensees des Tölzer Lobus des Isar-Loisach-Gletschers. Es gibt Hinweise, dass hier vorher eine große Toteismasse langsam abschmolz. Gegen dieses Eis wurden von W bis SW Schotter und Kiese geschüttet. Bei deren Abschmelzen blieben Toteislöcher zurück. Dort wo im Osten die große Toteismasse abschmolz, bildete sich ein See, der zuerst mit Schottern zugeschüttet wurde und schließlich mit Schluff- und Tonablagerungen bis auf den heutigen Kirchsee verlandete. In seinem Umfeld entstanden Moore.

Die Kaltenbachquelle, eine Verengungsquelle mit Quellweiher südöstlich des Kirchsees, liegt im Kirchsee-Filz, das seit 1940 Naturschutzgebiet und seit 1998 ein FFH-Gebiet ist. Der Quellweiher hat etwa 100 m Länge und 50 m Breite und ist in seinem ursprünglichen Zustand. Ihr Abfluss ist der Kaltenbach, der nach wenigen hundert Metern durch das Moor in den Abfluss des Kirchsees, den Kirchseebach, mündet.  

Obwohl die Quelle nur wenig neben einem viel begangen Wanderweg zu einem Badeplatz am Kirchsee liegt, ist sie trotz der überragenden Schönheit ihrer Quelltöpfe mit glasklarem Wasser und fluoreszierend grünem Algenbewuchs selbst vielen Ortsansässigen kaum bekannt. Der Grund mag sein, dass kein ausgezeichneter Weg zu dem Quelltopf führt, sondern nur ein kaum begangener, etwa 70 m langer Pfad durch das umgebende Ried.

Ausgangspunkt der kleinen Wanderung ist der Parkplatz am Gasthof von Kloster Reutberg. Folgt man dem Weg in Richtung Kirchsee, so überquert man den Kaltenbach. Der Pfad zur Quelle führt direkt vor der Brücke am rechten Ufer des Kaltenbachs entlang. Um das Quellareal und seine Bewohner zu schützen, sollte man diesen Spuren folgen und kein zusätzliches Schilf niedertreten. Nach starken Regenfällen kann der Weg recht feucht sein, weshalb zu entsprechendem Schuhwerk geraten wird. Folgt man dem Feldweg nur wenige hundert Meter weiter, so erreicht man eine sehr schöne Badstelle am Kirchsee mit seinem dunklen und deshalb oft recht warmen Moorwasser.