Grüntopf Grösdorf

 

 

     Grüntopf Koordinaten

 

 

Der Grüntopf ist eine Karstquelle im Kipfenberger Ortsteil Grösdorf, die am Fuße eines Felsens auf 390 m ü. NHN entspringt und ein altes, hölzernes Mühlrad antreibt. Der abfließende Bach mündet nach knapp 300 m in die Altmühl. Vor einigen Jahren wurde der Quelltopf als Naturdenkmal ausgewiesen und durch Umbauten für die Öffentlichkeit ansprechend gestaltet.

Die Quelle schüttet im Mittel 140 l/s Wasser mit der für Karstquellen typischen blaugrünlichen Färbung. Der sehr schöne Quelltopf mit einem Durchmesser von etwa 6 m erhält dadurch einen leicht grünen Schimmer, der der Quelle ihren Namen gibt. Je stärker die Schüttung ist, umso höher steht das Wasser im Quelltopf und umso intensiver ist auch diese Färbung ausgeprägt.

Der Grüntopf steht mit einigen Dolinen in etwa 5 km Entfernung bei Denkendorf in direkter Verbindung. Bei Kontrastwasseruntersuchungen im Jahr 1958 konnten einige Stunden später Spuren der Versuchssalze im Wasser des Grüntopfes festgestellt werden. Dieser Versuch zeigt auch die besonders großen Auswirkungen, die Schadstoffbelastungen im Jurakarst haben.

Bereits 1305 wird eine "Prunnemul zu Grestorf" erwähnt, die der Eichstätter Bischof Konrad 11. von Pfeffenhausen an den Probst Ulrich von Spalt verkaufte. Im Jahre 1631 standen am abfließenden Bach dann drei Mühlen: Die "Obermühle", die "Mittelmühle" und die "Wassermühe". Die Obermühle direkt am Quelltopf diente noch im 20. Jh. einer Glasschleiferei als Antrieb. Das Gebäude der Mittelmühle steht noch heute (sog. "Italienerhaus"). An der Mündung des Baches in die Altmühl lag die Wassermühle. 1920 stellte man dort noch Holzwolle und Holzschachteln her. Erst 1928 bei der Altmühlregulierung wurde die Mühle stillgelegt.

Die Quelle lässt sich von einem nahen Parkplatz in wenigen Metern über einige Stufen erreichen. Mit dem Fahrrad kann sie vom Altmühlradweg sowohl aus Richtung Eichstätt wie Beilngries über die Brücke bei Grösdorf sehr gut erreicht werden.

Eine sehr hübsche Radtour führt auch in Schambachtal (48.893521, 11.369682) mit seinen zahlreichen Quellen. Alternativ kann man vom Grüntopf aus auch das idyllische Tal der Anlauter erkunden, sich die Quelle in Schafhausen ansehen und als Ziel den Blaubrunnen ansteuern.