Echazquelle

 

 

    Die Echazquellen Koordinaten

 

 

Die Echazquellen liegen in einem Talschluss bei Honau auf einer Höhe von 577 m ü. NHN. Ihre Wassertemperatur beträgt kontant 8,6 °C. Der Informationstafel bei der Quelle zufolge ist die Echazquelle mit einer mittleren Schüttung von 680 l/s (mindestens 60 l/s, maximal 2.000 l/s) nach dem Blautopf die zweitstärkste Quelle der Schwäbischen Alb. Ein Großteil des Wassers wird allerdings bereits vor dem Austritt gefasst und in die Trinkwasserversorgung eingespeist.

Bei nasser Witterung fließt die Echaz bereits im sonst trockenen Tal oberhalb der eigentlichen Quelle. Die Quellaustritte liegen an einem Karstwasserleiter zwischen dem oberen wasserdurchlässigen Jura und einer unteren wasserstauenden Mergelschicht. Das Einzugsgebiet der nach Norden abfließenden Echazquelle beträgt etwa 90 km² und reicht noch in ein Gebiet, das oberirdisch bereits nach Süden zur Donau hin entwässert. Nach gut 20 km mündet die Echaz nördlich von Reutlingen in den Neckar.

Die untere der benachbarten Echazquellen schüttet am stärksten. An einem gefassten Becken befindet sich hier ein Picknickplatz.
 
Man erreicht die Echazquelle in wenigen Minuten, wenn man am Wanderparkplatz an der ersten Kehre der Straße Lichtenstein - Großengstingen hinter Honau parkt. Von dort leitet die Bezeichnung blaues Dreieck des Schwäbischen Albvereins schnell ins hinterste Echaztal und zur Quelle.

Von dort aus führt ein Weg die junge Echaz entlang zu einigen linksseitigen "Hungerquellen", die nur bei starken Niederschlägen Wasser führen, dann aber sehr kräftig sein können, wie ihr tief aufgerissenes Bachbett zeigt. Die erste flussabwärts ist gleich nach einer Forellenzucht die Föhnerquelle. Hinter ihr wird ein weitläufiges Höhlensystem vermutet, auf das ein stetiger Luftzug am Eingang der Quellhöhle hinweist. Weiter nördlich in einem ansteigenden Seitental unterhalb des Wanderparkplatzes der Nebelhöhle liegt die Hungerquelle des Reißbachs. Sie ist eine Karstquelle mit zwei Austrittsstellen unter einer freiliegenden Baumwurzel. Ihre Schüttung ist stark vom Niederschlag abhängig, im Mittel fließen 43 l/s ab, maximal 100 l/s. Das Quellwasser aus dem seichten Karst speist zunächst ein Staubecken, in dem die Besucher kneippen können. Im Tal oberhalb der Quelle liegen zahlreiche Hungerbrunnen.

Wer sich für Höhlen interessiert, findet in der näheren Gegend gleich zwei namhafte Schauhöhlen: die Olgahöhle als größte Kalktuffhöhle Deutschlands und die Nebelhöhle als einer der größten und bedeutendsten Tropfsteinhöhlen der Schwäbischen Alb. Beide sind von den Echazquellen aus zu Fuß zu erreichen.