Brunnenmühlenquelle

 

 

   Brunnenmühlenquelle Koordinaten

 

 

Die Brunnenmühlenquelle oder nur Brunnenmühle ist eine starke Karstquelle zwischen Heidenheim und Mergelstetten am Fuß des rechten Prallhangs der Brenz. Der Zugang ist problemlos möglich aber wenig idyllisch. Dennoch ist die Quelle, die direkt aus dem Hangfelsen entspringt, wegen des Drucks und der Färbung ihres Wassers sehenswert. Nach einem gefassten Becken wird das Wasser unter einem Gebäude verrohrt in die nahe Brenz geleitet.

Auf der gegenüberliegenden Talseite befinden sich direkt an der B 19 benachbart die Quelle des Pflusterbachs (48.663256, 10.156944) und etwas nördlich die Goldquelle (48.663260, 10.156943), die zusammen den Pflusterbach bilden. Beide sind allerdings kaum zugänglich.

Die Brunnenmühle schüttet durchschnittlich etwa 1.500 Liter Wasser pro Sekunde aus (min. 500 l/s, max. 5.000 l/s) und übertrifft somit sogar den nahegelegenen Brenztopf. Sie ist die drittstärkste Quelle der Schwäbischen Alb und eine der ergiebigsten Deutschlands. Ihr über 100 km² großes unterirdisches Einzugsgebiet umfasst das westlich von Heidenheim gelegene Stubental und reicht im Westen auf die Albhochfläche über 16 km weit bis Böhmenkirch.

In historischer Zeit wurde die Brunnemühlquelle zur Trinkwasserversorgung genutzt. Um 1585 wurde ein Teil ihres Wasser über eine Leitung aus durchbohrten und aneinandergesteckten Holzstämmen ("Treuchel" ) zum nahen Schloss Hellenstein hinaufgefördert. Ein Wasserrad bewegte einen Kolben, der das Wasser zu einem eigens gebauten Hochbehälter etwa 100 Meter hoch auf die Schwende „pumpte“, von wo es mit 13 Metern Gefälle ins Schloss floss. Ein anderer Teil wurde im Tal zum Betreiben von vier Röhrenbrunnen in der Altstadt von Heidenheim genutzt. Im Jahre 1604 wurde die Förderanlage an der Brunnenmühle erneuert, wobei anstatt der damals üblichen Holzrohre solche aus Blei verwendet wurden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Wasserversorgungsanlage zerstört. Im Jahre 1666 bohrte die Stadt acht Brunnen ins Grundwasser und die Brunnenmühlenquelle verlor ihre Bedeutung für die Heidenheimer Wasserversorgung.