Brenzursprung Königsbronn

 

 

   Brenzursprung Koordinaten

 

 

Der Brenzursprung oder Brenztopf ist eine der schönsten Karstquellen der Schwäbischen Alb. Die abfließende Brenz mündet nach 52 km in die Donau.

Die Quelle auf etwa 500 m ü. NHN hat einen 4,3 m tiefen Quelltopf. Aufgrund der Klarheit des Wassers aus den tieferen Albschichten und seines hohen Kalkgehaltes wird das Licht millionenfach an kleinsten Kalkpartikeln gestreut, wodurch die Quelle eine stark türkis-blaue Färbung bekommt. Verstärkt wird dies durch starken Pflanzenbewuchs, vor allem mit dem sog. "Tannenwedel". Die Wassertemperatur liegt gleichbleibend bei 7 °C.

Mit einem großen Einzugsgebiet und einer Schüttung zwischen 230 und über 20.000 Liter pro Sekunde (im Durchschnitt 1270 l/s) ist der Brenzursprung auch eine der stärksten Quellen Deutschlands. Sie wird deshalb auch schon seit Jahrhunderten genutzt. Mit einem Stauwehr versehen trieb sie früher ein Eisenhammerwerk an, worüber am Ort Informationstafeln Auskunft geben. Seit dem Jahr 2000 wird sie zur Stromerzeugung durch eine Kaplan-Turbine eingesetzt.

Der Brenztopf ist leicht zugänglich und Start- bzw. Endpunkt der Königsbronner Route des Karstquellenweges. An der Nordostseite der Hammerschmiede befindet sich ein Kneippbecken. Eine seitliche Treppe ermöglicht einen sehr schönen Blick auch von oben auf die Quelle.

Höhlenforscher vermuten, dass der Brenztopf in einem weitläufigen Höhlensystem auch mit dem etwa 5 km entfernten Ursprung des Schwarzen Kochers in Verbindung stehen könnte. In Karst, insbesondere hier um die europäische Wasserscheide herum, ergeben sich durch die Kraft des Wassers immer neue Hohlräume im Gestein und neue Landschaftsformen. Der zum Rhein hin entwässernde Kocher mit seinem stärkeren Gefälle vertieft sein Flussbett schneller als die ruhig fließende Brenz. So könnte der Kocher in einigen 10.000 Jahren der Brenzquelle das Wasser "abgegraben" haben, so dass auch sie dann zur Nordsee abfließt.

 

Übersichtskarte