Glossar

Dachsteinkalk

Der Dachsteinkalk ist eine karbonatische Schichtenfolge, die vor allem in den Nördlichen Kalkalpen sowie den östlichen Südalpen (Julische Alpen) vorkommt.

 

https://de.unionpedia.org/Dachsteinkalk

 

Deich

Künstlich angelegter Damm an Meeresküsten und Flüssen, der dem Schutz des Hinterlandes vor Überflutung bei Hochwasser z.B. infolge einer Sturmflut dient.

Zudem wurden Deiche an der Nordseeküste seit Jahrhunderten zur Landgewinnung errichtet. Die entstandenen Gebiete werden als Koog, Polder oder Groden bezeichnet. Ihre Böden sind die Marschen (z.B. Dithmarschen, Elbmarschen). Das ökologische Umdenken weiter Bevölkerungsschichten hat zum Einstellen derartiger Maßnahmen geführt.

Deichbau

Errichtung von Dämmen entlang von Küsten und Flüssen als wasserbauliche Schutzanlagen.

Demineralisiertes Wasser

Demineralisiertes Wasser, auch als deionisiertes Wasser, vollentsalztes Wasser (VE-Wasser) oder Deionat bezeichnet, ist Wasser (H2O) ohne die im normalen Quell- und Leitungswasser vorkommenden Salze, die als Anionen und Kationen gelöst sind. Es kommt vor allem in technischen Anwendungen als Betriebsstoff zum Einsatz (beispielsweise als Wärmeträger im Kühlmittelkreislauf eines Kraftwerks), wird aber auch in der Chemie und der Biologie als Lösungs- und manchmal auch als Reinigungsmittel verwendet. Bestimmte Verfahren oder Anwendungen erfordern sogenanntes Reinstwasser, wo bestimmte und hohe Spezifikationen für die Reinheit eingehalten werden müssen.

Demineralisiertes Wasser wird durch Ionenaustausch aus Trinkwasser gewonnen. Eine andere Methode ist die Gewinnung aus Brauchwasser durch vorgeschaltete Umkehrosmose mit einer nachgeschalteten Restentsalzung über einen Mischbettfilter.[1] Als Rohwasser wird bei kleineren Mengen Leitungswasser und bei größeren Mengen für industriellen Bedarf auch Oberflächen- oder Brunnenwasser verwendet. Es kommt, wenn es zusätzlich noch sterilisiert wurde, als destillatgleiches Wasser in den Handel.

 

https://my-greenday.de/91654/1/demineralisiertes-wasser.html

 

Detritus

In der Geologie bezeichnet dieser Begriff lockere mineralische Substanzen (Gesteinsschutt), die durch Erosion an anderer Stelle als ihrem Ursprungsort abgelagert werden (detritisches Sediment). In der Hydrologie und der Bodenkunde bezeichnet er zerfallendes organisches Material. (Lat. detritus "Abrieb")

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Detritus_(Geologie)

https://de.wikipedia.org/wiki/Detritus_(Hydrologie)

https://de.wikipedia.org/wiki/Detritus_(Bodenkunde)

Dinarischer Karst

An der montenegrinischen Küste ist das überflutete Karst-Trockental der Bucht von Kotor über 1000 m in die Hochkarstzone eingeschnitten. Im Orjen-Gebirge ist trotz des Extremkarstes eine Wolkenwaldstufe mit dichten Tannen-Buchenwäldern sowie subalpinen Schlangenhaut-Kieferwäldern auf Standorten des Glaziokarstes ausgebildet. Selbst das vereinzelte Auftreten des an die Wasserversorgung anspruchsvollen Griechischem Ahorns wird in glazialen Karren durch Schneeretension ermöglicht.

Dinarischer Karst oder „Dolinenkarst“ ist Typform des mediterranen Karstes, der durch Dolinenreichtum, Großpoljen und oberflächliche Wasserarmut gekennzeichnet ist. Er ist im mediterranen Becken verbreitet. Übergänge des Typs des Dinarischen Karstes erfolgen bei hohen Niederschlägen (per-humides Klima) zum Polygonalen Karst und bei hohen Niederschlägen und gleichzeitig hohen Temperaturen (subtropisch (per)-humid) zum Cockpit-Karst.

Alle Hochgebirge des Dinarischen Karstes haben insbesondere Mindeleiszeit eine starke Vergletscherung erfahren. Die Schneegrenze sank hier auf unter 1200 m und geomorphologische Formen des Glaziokarstes, sowie glaziale- und glaziofluviale Sedimente nehmen große Bereiche ein.

An den Stellen, wo sehr viele Dolinen auf sehr engem Raum auftreten und zum Teil nur schmale Rücken dazwischen stehen bleiben, spricht man von polygonalem Karst.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Karst

https://de.wikipedia.org/wiki/Orjen

 

Doline

Doline (engl. sink hole) bedeutet slowenisch Tal. Es sind dies trichterförmige Vertiefungen in Karst, welche durch Lösungsverwitterung von Kalk- und Salzgesteinen und vor allem an Gesteinsfugen und durch Einsturz entstandene Hohlräume gebildet haben.

Man unterscheidet zwei Arten von Dolinen: Einsturzdolinen und Lösungsdolinen. Die Einsturzdoline, auch als Einsturzkessel oder Einsturztrichter bezeichnet, entsteht, wenn die Überdeckung großer Hohlräume bzw. Höhlen einbricht. Man spricht hier auch von einer Korrosionsdoline. Lösungsdolinen sind Dolinen, die von Oberflächengewässern entlang von Störungszonen lösungsverwittert wurden. Andere Namen für Lösungsdolinen sind Karren- oder Trichterdolinen, bzw. Karsttrichter.

Im weiteren Sinne sind auch die großen Cenotes auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan Dolinen. Es handelt sich um schachtartige Kalksteinlöcher in Karstgebieten, die nach Lösungsverwitterung des Kalkgesteins durch Einsturz von Höhlen entstanden und mit Süßwasser gefüllt sind.

 

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geologisches%20Portrait/Verwitterung%20und%20Erosion/Lange%20Seite

 

Dolomit

Dolomit ist als Gestein weltweit verbreitet und tritt infolge seiner Entstehung oft mit Kalkstein vergesellschaftet auf. In Europa sind Dolomite in den geologisch jungen alpidischen Gebirgen sehr häufig zu finden. Neuere Untersuchungen zeigen, dass an der Entstehung von Dolomit Schwefelbakterien und Fäulinisprozesse beteiligt sein können.

Als Dolomit werden Karbonat-Gesteine bezeichnet, die zu mindestens 90 Prozent aus dem Mineral Dolomit (chemische Formel CaMg(CO3)2 oder seltener CaCO3·MgCO3) bestehen. Bei geringeren Dolomitgehalten spricht man von dolomitischem Kalkstein. Die Farbe von Dolomitstein variiert von weiß über graugelb bis grüngrau.

Dolomitgestein ist im Vergleich zum chemisch verwandten Kalkstein bei ähnlicher Struktur und Textur etwas härter und sehr viel spröder. Wie Kalksteine sind Dolomite auf frischen Bruchflächen oft grau, verwittern jedoch meist gelblich oder bräunlich. Ein erster Hinweis auf Dolomit im natürlichen Aufschluss ergibt sich aus einer eher splittrigen Felsoberfläche. Dieses Fehlen von glattgewaschenen Flächen ist ein Gegensatz zum Kalkstein. Im Gelände kann Dolomit zudem durch seine sehr langsam ablaufende Reaktion mit kalter verdünnter (10-prozentiger) Salzsäure von Kalkstein unterschieden werden: Bei Dolomit entwickeln sich nach dem Aufbringen der Salzsäure so gut wie keine Kohlendioxid-Bläschen, während die Säure bei Kalkstein kräftig braust. Durch die geringere Lösungsanfälligkeit gegenüber schwachen Säuren verkarstet Dolomitgestein in geringerem Maße und anders als Kalkstein. 

 

https://google-info.de/338283/1/dolomit-gestein.html

https://de.unionpedia.org/Dachsteinkalk

https://de.wikipedia.org/wiki/Dolomit_(Gestein)

 

Dolomitsand

Dolomitsand ist als Verwitterungsprodukt von Dolomit u.a. auf der schwäbischen Albhochfläche weit verbreitet. Er fand als Scheuer- und Fegesand Verwendung. Mit Pickel und Schaufel wurde in zahlreichen kleineren Sandgruben nach dem Sand gegraben so dass Gruben verschiedener Formen und Durchmesser entstanden. Ihre Tiefe betrug oftmals mehrere Meter. Nicht selten wurde einer "Sandader" auch unterirdisch nachgegangen.

Wasser, das ein Bett aus Dolomitsand durchfließt, wird dabei besonders gut gefiltert und gereinigt.

 

https://www.tiefenhoehle.de/content/dolomitsand-und-gruben

 

Drainage

Leitung oder kleines, offenes Gerinne, über welche Wasser durch Schwerkraft aus dem Boden oder einem Grundwasserleiter zur Regelung des Wasserspiegels entfernt wird.

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0358DE.HTM

Drängewasser

Nach Hochwasser unter Deichen hindurchgedrücktes Grundwasser, besonders bei sandigem Untergrund wie beispielweise an der Elbe. Drängewasser, Druckwasser oder auch Qualmwasser führt zur Entstehung temporärer Flachgewässer im Gelände hinter den Deichen.

Große Mengen an Qualmwasser können die Standsicherheit des Deiches in Frage stellen und erfordern daher ein schnelles Eingreifen.

In Naturschutzgebieten kann Qualmwasser durchaus erwünscht sein, da es die Grundlage für den Erhalt von Biotopen in der ehemaligen Überflutungsaue sein kann. An der mittleren Elbe, wo temporäres Qualmwasser besonders häufig auftritt, handelt es sich beispielsweise um Habitate von anderenorts seltenen Amphibien wie der Rotbauchunke, des Moorfrosches oder des Laubfrosches sowie um Refugien von Urzeitkrebsen.

 

https://de.linkfang.org/wiki/Qualmwasser

 

Druckaufschmelzung

Unter Druckaufschmelzung versteht man den Effekt, dass sich der Schmelzpunkt von Eis unter erhöhtem Druck herabsetzen kann. In der Glaziologie wird die durch den Auflagedruck herabgesetzte Schmelztemperatur von Eis Druckschmelzpunkt genannt, ein für temperierte Gletscher maßgeblicher Mechanismus, wobei auch bei den meisten Gebirgsgletschern die druckbedingte Herabsetzung der Schmelztemperatur nur geringfügig ist (< 1°C).

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Druckaufschmelzung

 

Druckwasser

Nach Hochwasser unter Deichen hindurchgedrücktes Grundwasser, besonders bei sandigem Untergrund wie beispielweise an der Elbe. Drängewasser, Druckwasser oder auch Qualmwasser führt zur Entstehung temporärer Flachgewässer im Gelände hinter den Deichen.

Große Mengen an Qualmwasser können die Standsicherheit des Deiches in Frage stellen und erfordern daher ein schnelles Eingreifen.

In Naturschutzgebieten kann Qualmwasser durchaus erwünscht sein, da es die Grundlage für den Erhalt von Biotopen in der ehemaligen Überflutungsaue sein kann. An der mittleren Elbe, wo temporäres Qualmwasser besonders häufig auftritt, handelt es sich beispielsweise um Habitate von anderenorts seltenen Amphibien wie der Rotbauchunke, des Moorfrosches oder des Laubfrosches sowie um Refugien von Urzeitkrebsen.

 

https://de.linkfang.org/wiki/Qualmwasser

 

Druckwassersee

Als Druckwassersee oder Quellbeckensee bezeichnet man Gewässer, die durch hochsteigendes, also unter erhöhtem Druck stehenden Grundwasser entstehen. Dies aufgestiegene Wasser füllt dann Senken oder tiefer gelegene Geländeteile mit Wasser. Der Zufluss der Seen ist also nicht sichtbar, bei hohen zugeführten Wassermengen können sie aber einen Abfluss haben.

Von Druckwasserseen sind Grundwasserseen zu unterscheiden, in denen sich das Wasser nur durch die Eintiefung der Oberfläche sammelt, also der Grundwasserspiegel angeschnitten ist und offenliegt (etwa Baggerseen), oder Tümpel, die entstehen, weil bei starken Regenfällen Teile der Wassermengen nicht mehr im Boden versickern können und sich in Senken sammeln (Wasseransammlung durch Bodensättigung, nicht Wasserdruck).

Einen gewissen Anteil Druckwasserspeisung haben die meisten Seen in Berggebieten, bei Übergangsformen kann der Charakter nur durch genauere Messung von Zu- und Abfluss bestimmt werden (was durch die meist unbekannte Verweildauer des Wassers im Stillgewässer aufwändig ist), oder kann durch Markierungsversuche zumindest prinzipiell nachgewiesen werden. Stillgewässer stellen natürlich auch allgemein fast immer den – oder zumindest einen – Grundwasserhorizont dar, was in der Unterscheidung der Druck- und Grundwasserseen als Sonderform unberücksichtigt bleibt.

Eine Sonderform des Druckwassersees ist der intermittierende See, bei dem das Wasser durch die gleichen Klüfte am Seegrund diesen entsprechend des Grundwasserstands befüllen und wieder entleeren kann. Einer der größten dieser Seen ist der Cerknica See in Slovenien.

 

https://de.linkfang.org/wiki/Qualmwasser

https://de.wikipedia.org/wiki/Grundwassersee

 

Düker

Ein Düker (niederdeutsch, entspricht niederländisch duiker, „Taucher“) ist eine Druckleitung zur Unterquerung einer Straße, eines Tunnels, eines Flusses oder von Bahngleisen etc. Das Rohr kann zum Beispiel eine Gas-, Abwasser- oder Trinkwasserleitung sein oder auch eine Grundwasser- oder Öl-Pipeline.

Im Düker kann die Flüssigkeit das Hindernis überwinden, ohne dass Pumpen eingesetzt werden müssen. Dabei nutzt man das Prinzip der kommunizierenden Röhren, wonach sich Flüssigkeiten in miteinander verbundenen Röhren stets auf das gleiche Niveau einpegeln. Fließt nun auf einer Seite immer neue Flüssigkeit hinzu, so erreicht sie auf der anderen Seite dasselbe Höhenniveau und kann fast ohne Höhenverlust dort weitergeleitet werden.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCker

 

Durchgängigkeit von Fließgewässern

Hierunter werden verstanden die Möglichkeiten des Fischauf- und Abstiegs und die Sedimentdurchgängigkeit bei Höhenstufen in Fließgewässern.

Durchgangshöhle

Als Durchgangshöhle wird eine Höhle bezeichnet, die über einen natürlichen Ein- und Ausgang verfügt.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCker

 

 

Durchlässigkeit

In der Gesteinshydraulik versteht man unter Durchlässigkeit oder Permeabilität die Durchlässigkeit eines Gesteins für Fluide, also Flüssigkeiten oder Gase.

Durst

Körpersignal, das durch ein Flüssigkeitsdefizit hervorgerufen wird.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Durst

Dystrophes Wasser

Nährstoffarmes Wasser, das eine hohe Konzentration an Humussäuren enthält

 

https://hydrologie.org/glu/DE/GF0379DE.HTM